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Schopenahuer und der Wille
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ReB90
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Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 16:26:43    Titel: Schopenahuer und der Wille

„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“

Hallo,

ich verstehe den oberen Satz nicht. Der erste Teil ist klar,der Mensch ist dazu in der Lage so zu handeln wie er will,aber "er kann nicht wollen was er will"?
Kann mir das jemand etwas erklären?

Gruß
Jo84
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Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 16:46:47    Titel:

Oh Schopenhauer ist schon ein Weilchen her.
Aber ich versuch es mal (ohne Gewähr):
Schopenhauer geht von einem Willen aus, der im Grunde in allem ist und sich in der (Vorstellungs-)Welt zeigt. (Die Welt als Wille und Vorstellung). Der Wille ist dabei eher etwas wie ein Trieb und hat nichts mit einer bewussten Willensentscheidung, wie wir "Wille" verstehen, zu tun. Er zeigt sich z.B. im Willen zur Selbsterhaltung, Fortpflanzung etc.
Der Mensch kann so handeln, wie der Wille es fordert ("was er will"), aber er kann sich dazu nicht aus "freiem Willen" entscheiden ("wollen, was er will"). Sich gegen den Willen zu entscheiden, nennt Schopenhauer (glaube ich) Verneinung des Willens und das ist nur durch Kunst möglich.
Gott ist Liebe
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 1105
Wohnort: Schweiz, männlich

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 17:22:57    Titel: Re: Schopenahuer und der Wille

Lieber ReB90

ReB90 hat folgendes geschrieben:
„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“


Die Frage, die damit gestellt wird, lautet: Wer steht eigentlich hinter dem Willen. Schopenhauer sagt: Niemand, denn niemand kann das Wollen wollen. Für mich ist das nichts weiter als ein Zirkelschluss (siehe Molières Spott), quasi eine logische Schleife, so wie es in Computerprogrammen Schleifen gibt, wo man am Ende wieder automatisch an den Anfang geführt wird. Der Computer hängt sich daran auf.

Mit andern Worten: Unterm Strich sagt Schopenhauers Satz eigentlich nichts aus, das zu einer neuen Erkenntnis führen würde. Jedenfalls wird damit die Frage, ob wir von der Materie determiniert seien oder ob wir ein autonomes Selstbewusstsein besässen, nicht befriedigend beantwortet.

GIL
Jo84
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Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 20:01:40    Titel:

Zitat:
Wer steht eigentlich hinter dem Willen. Schopenhauer sagt: Niemand,

Das glaub ich nicht, dass Schopenhauer das sagt/meint. Für ihn ist der Wille etwas, was sich in der Welt der Vorstellungen zeigt. Er ist das, was hinter allen Erscheinungen quasi verborgen ist (Kants Ding an sich).
Hinter dem Willen steht keine Person, da hast du recht. Aber einen Zirkelschluss ergibt das nicht.
Vielmehr müsste man Schopenhauer fragen, woher dieser Wille kommt. Sich einfach auf den Standpunkt zurückzuziehen und zu sagen: er ist halt da, scheint mir heute nicht mehr vertretbar.
Aber wie gesagt, das letzte Mal, dass ich "Die Welt als Wille und Vorstellung" gelesen habe, ist ein paar Jahre her.
Vielleicht lieg ich auch falsch.


Zitat:
Unterm Strich sagt Schopenhauers Satz eigentlich nichts aus

Ohne die intensive Lektüre des Originaltextes würde ich mir so ein Urteil niemals zutrauen.
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 02 März 2015 - 22:31:51    Titel:

http://philo-welt.de/forum/thread.php?postid=361833#post361833

Uebrigens ist Gott nicht Liebe, er ist - WENN es ihn denn gibt - ein Despot!

Nur heute wieder unzaehlige Opfer bei Schneelawinnen in Afghanistan.

Bisher belaeuft sich die Anzahl der EBOLA TOTEN in Afrika auf 10 000!

Von den Erdbebenopfern in Indonesien, Haiti und 100 anderen Orten mehr
ganz zu schweigen!

Ein Gott gehoert auf die Anklagebank vor dem

UNO Menschenrechtshof...

wegen unterlassener Hilfsleiostungen.

AMEN!
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 02 März 2015 - 22:36:54    Titel: Re: Schopenahuer und der Wille

Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:

.....
GIL


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Ist das unter GIL-CHRIST bekannt?
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