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Arbeitszeitfirmen - Ingenieurdienstleister
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Arbeitszeitfirmen - Ingenieurdienstleister
 
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KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
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BeitragVerfasst am: 19 Okt 2009 - 20:26:42    Titel:

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem neuen Feindbild? Immer das gleiche ist langweilig. Rolling Eyes

Gruß
Sydoni
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Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 322
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BeitragVerfasst am: 19 Okt 2009 - 21:47:15    Titel:

lepper hat folgendes geschrieben:
Sydoni hat folgendes geschrieben:
Nicht wenige großen Unternehmen, wie bspw. Bayer oder auch die Deutsche Bahn AG, besitzen ihre eigenen Zeitarbeitsfirmen. Wink
LG
Sydoni

Warum trauen sich die Politiker nicht, so etwas zu verbieten? Das ist unter aller Kanon.....Allg. sollten die Zeitarbeitsfirmen verboten werden......Evil or Very Mad


Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Wink

Wenn Zeitarbeitsfirmen tatsächlich verboten werden sollten, wandern die Arbeitsplätze halt nach Südostasien (oder mittelfristig: Afrika). Welcher Politiker will dafür Verantwortung übernehmen?

Denke aber nicht, dass die Firmen grundlegend verbietet werden sollten. Kurzfristig stellen sie ein nicht zu verachtendes Instrument dar, nicht auf einen Rutsch in die Arbeitslosigkeit abzusacken. Man darf auch nicht vergessen, welchen psychologischen Faktor "einer Arbeit nachzugehen" für uns bedeutet.

Wobei der Staat eigentlich dem Gebaren, die eigenen Arbeiter in Zeitarbeitsfirmen zu versetzen, Einhalt gebieten müsste. Dumm nur, wenn ich entweder bei diesen Unternehmen im Aufsichtsrat sitze oder ich der Industrie speichelleckend hinterher hechele (FDP).


LG
Sydoni
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2009 - 22:13:43    Titel:

So schlecht kannst du einen Arbeiter in Deutschland gar nicht bezahlen, dass sich eine Verlagerung nach Südostasien der reinen Lohnkosten wegen nicht lohnen würde Laughing

Wenn du die Löhne soweit drückst, dass wir mit den Löhnen der ostasiatischen Konkurrenz mithalten können, dann kann sich ein Arbeiter in Deutschland täglich noch ein belegtes Brötchen leisten. Und den Pappkarton, in dem er wohnt...
Sydoni
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Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 322
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2009 - 22:44:54    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
So schlecht kannst du einen Arbeiter in Deutschland gar nicht bezahlen, dass sich eine Verlagerung nach Südostasien der reinen Lohnkosten wegen nicht lohnen würde Laughing

Wenn du die Löhne soweit drückst, dass wir mit den Löhnen der ostasiatischen Konkurrenz mithalten können, dann kann sich ein Arbeiter in Deutschland täglich noch ein belegtes Brötchen leisten. Und den Pappkarton, in dem er wohnt...


Allein von den Lohnkosten gesehen, IST es billiger, in Asien zu produzieren und die Güter nach Europa zu transportieren.( Bisher hatte Deutschland immer noch den Vorteil, dass wir über besseres "Know-How" und die Patente verfügten. Sieht man aber, wieviel Geld Länder wie Indien oder China in ihre Bildung und somit ihre Zukunft investieren und wie bei uns für Bildung kein Cent übrig ist, dann muss man kein Genie sein, um sich ausrechnen zu können, dass wir in Bezug auf unser Wissen kurz oder lang ins Hintertreffen geraten.

Andersrum hast du aber teilweise Recht. Bedingt durch die Jobverlagerungen, hat sich in China eine neue Mittelschicht etabliert, die höhere Ansprüche stellt. Folge ist, dass die Lohnkosten auch dort beginnen zu steigen. Aber es gibt ja noch Thailand, die Philippinen und irgendwann einmal noch (wenn es eine akzeptable Infrastruktur + halbwegs sichere politische Verhältnisse) Afrika.

LG
Sydoni
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2009 - 23:05:37    Titel:

Ich will damit nur sagen, dass es vollkommen absurd ist niedrige Löhne, Zeitarbeiter oder sonstige Auswüchse in Deutschland damit zu rechtfertigen, dass man in Sachen Lohnkosten konkurrenzfähig mit Südostasien bleiben müsse. Konkurrenzfähig sind wir in dieser Hinsicht schon seit Jahrzehnten nicht mehr und bis die Chinesen so hohe Löhne verlangen, dass es sich wieder lohnt, werde ich wohl schon nicht mehr sein Wink

Bei vielen High-Tech-Produkten ist der Anteil der Lohnkosten mittlerweile übrigens sehr gering. Ob der Facharbeiter da pro Stunden 15 Euro oder nur 5 kriegt, macht kaum einen Unterschied...

Und bei der Friseurin, dem Müllmann oder dem KFZ-Mechaniker ziehen solche Argumente schon gar nicht. Denn ein großer Teil der in Deutschland mit niedrigsten Löhnen belegten Berufe, lassen sich gar nicht auslagern. Wer fliegt schon nach China für nen Blumenstrauß, nen neuen Haarschnitt oder um seinen Müll auf die Straße zu stellen Wink

Das Argument des Industriearbeiters als Sinnbild der deutschen Wirtschaft, der von Abwanderung bedroht ist, mag zwar plakativ und romantisch sein. Der Realität entspricht es aber längst nicht mehr. Schonmal einer hochmodernen Produktionsanlage gewesen und die Mitarbeiter gezählt?
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2009 - 23:18:19    Titel:

Sydoni hat folgendes geschrieben:


Allein von den Lohnkosten gesehen, IST es billiger, in Asien zu produzieren und die Güter nach Europa zu transportieren.( Bisher hatte Deutschland immer noch den Vorteil, dass wir über besseres "Know-How" und die Patente verfügten. Sieht man aber, wieviel Geld Länder wie Indien oder China in ihre Bildung und somit ihre Zukunft investieren und wie bei uns für Bildung kein Cent übrig ist, dann muss man kein Genie sein, um sich ausrechnen zu können, dass wir in Bezug auf unser Wissen kurz oder lang ins Hintertreffen geraten.




Ein guter Artikel aus der Zeit, sie holen auf, aber sie holen nur langsam auf und ein gebildetes China hat auch gute Seiten für uns.

http://www.zeit.de/campus/2009/05/china


Zuletzt bearbeitet von nAim am 20 Okt 2009 - 00:34:32, insgesamt einmal bearbeitet
xerex
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Anmeldungsdatum: 02.12.2008
Beiträge: 421

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2009 - 01:10:53    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Ich will damit nur sagen, dass es vollkommen absurd ist niedrige Löhne, Zeitarbeiter oder sonstige Auswüchse in Deutschland damit zu rechtfertigen, dass man in Sachen Lohnkosten konkurrenzfähig mit Südostasien bleiben müsse. Konkurrenzfähig sind wir in dieser Hinsicht schon seit Jahrzehnten nicht mehr und bis die Chinesen so hohe Löhne verlangen, dass es sich wieder lohnt, werde ich wohl schon nicht mehr sein Wink

Bei vielen High-Tech-Produkten ist der Anteil der Lohnkosten mittlerweile übrigens sehr gering. Ob der Facharbeiter da pro Stunden 15 Euro oder nur 5 kriegt, macht kaum einen Unterschied...

Und bei der Friseurin, dem Müllmann oder dem KFZ-Mechaniker ziehen solche Argumente schon gar nicht. Denn ein großer Teil der in Deutschland mit niedrigsten Löhnen belegten Berufe, lassen sich gar nicht auslagern. Wer fliegt schon nach China für nen Blumenstrauß, nen neuen Haarschnitt oder um seinen Müll auf die Straße zu stellen Wink

Das Argument des Industriearbeiters als Sinnbild der deutschen Wirtschaft, der von Abwanderung bedroht ist, mag zwar plakativ und romantisch sein. Der Realität entspricht es aber längst nicht mehr. Schonmal einer hochmodernen Produktionsanlage gewesen und die Mitarbeiter gezählt?

Recht hast du, zu 100%. Ich kann es nicht mehr hören, von Billiglohnländer und "wir haben keine Zukunft mehr, weil wir nicht ... ". Ist alles längst hundert mal durchgekauert und wieder ausgespuckt worden, aber es kommt nichts neues. Nachkriegs-Industriestandort Deutschland exsistiert schon seit 60 Jahren, und da kamen die Japaner und nach denen die Tiegerstaaten, und wir sind immer noch da. Obwohl heute genau wie damals die gleichen Argumete vorgetragen wurden. Man sollte nur einen Blick in die Geschichte werfen, um zu erkennen, dass nur wir alleine entscheiden wie positiv die Zukunft für unseren Standort aussieht.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2009 - 01:17:10    Titel:

Smutje hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Das Argument des Industriearbeiters als Sinnbild der deutschen Wirtschaft, der von Abwanderung bedroht ist, mag zwar plakativ und romantisch sein. Der Realität entspricht es aber längst nicht mehr. Schonmal einer hochmodernen Produktionsanlage gewesen und die Mitarbeiter gezählt?


Genau das ist ja das Problem -- da immer weniger und dafür aber höher qualifizierte Facharbeiter gebraucht werden, müssen diejenigen, die weniger Qualifikation haben, entweder im Dienstleistungssektor unterkommen (soweit nicht auslagerbar), oder bekommen gar keine Arbeit mehr. Ich muss immer an meinen Großvater denken, zu dessen Bau-Zeiten es z.B. immer jemanden gab, der den Speis gemischt hat. Irgendwann brauchte man den Dank neuer Maschinen nicht mehr, aber die Zahl der Menschen mit entsprechender Qualifikation sinkt ja nicht von alleine... Confused


Das Arbeitsplätze durch neue Technik ersetzt werden haben wir schon seit Jahrhunderten und das würde ich gar nicht so negativ betrachten. Dafür wurden in den letzten Jahrzehnten sehr viele Arbeitsplätze durch die Informationstechnik erschaffen und in den nächsten Jahrzehnten werden viele Arbeitsplätze durch die Umwelttechnik geschaffen.

Das Problem ist, dass unser Bildungssystem daran versagt die Menschen ausreichend zu qualifizieren. Jedes Jahr werden viele Lehrstellen gar nicht besetzt, weil es nicht genügend qualifizierte Bewerber gibt.

Auch viele Ingenieursstellen bleiben unbesetzt.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5753/umfrage/unbesetzte-ingenieurstellen-in-deutschland/
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5745/umfrage/arbeitslosigkeit-bei-ingenieuren/

Dreimal mehr Stellen als arbeitslose Ingenieure.
BämmBämm
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 60

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2009 - 07:07:24    Titel:

mich würde zu den geposteten links mal die prognose für 2009 aussieht wo ja durch die krise viele jobs wegfielen bsw. aufträge und damit auch die arbeit der ingenieure deutlich zurückgegangen sollte...



echt mies in diesen zeiten, biste facharbeiter biste ein niemand ohne aufstiegschancen, meister- bsw. technikerweiterbildung führt nur in ausnahmen zu nem höher gestellten job, auf lange gesicht gesehen sehr mies...


als ingenieur steigste auch nicht viel höher ein als ein guter facharbeiter, hast 3-5 jahre schweres studium vor dir, deutlich längere arbeitszeiten... und wie es da dann in zukunft aussieht ist auch ungewiss...


tja, für alle die in den nächsten jahren ins berufsleben einsteigen wollen siehts wohl seeehr schlecht aus, wer schon länger n sicheren job bei nem großen deutschen unternehmen hat kann sich erstmal glücklich schätzen...
lepper
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Anmeldungsdatum: 16.01.2006
Beiträge: 418

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2009 - 12:33:44    Titel:

BämmBämm hat folgendes geschrieben:
tja, für alle die in den nächsten jahren ins berufsleben einsteigen wollen siehts wohl seeehr schlecht aus, wer schon länger n sicheren job bei nem großen deutschen unternehmen hat kann sich erstmal glücklich schätzen...

Und da liegt der Hund begraben. Darum gerechter wird es sein, wenn:

1.) überall die IG-Metall Tarifen gelten
oder
2) Kündigungsschutz gelockert wird

dazu noch soll die Leiharbeit nur im Ausnahmefällen (mit "equal-pay"-Regelung) erlaubt sein. Und wenn es einer Firma nicht passen sollte, dann kann sie ruhig woanders hingehen bzw. Insolvenz anmelden.....
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