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sie,zu ihm kurt tucholsky
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mulimuli
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2009 - 19:24:23    Titel: sie,zu ihm kurt tucholsky

kann jemand meine analyse bitte durchlesen eventuell verbessern. wäre nett von euch.

falls ihr das gedicht nicht kennt , hier ist er Link http://www.textlog.de/tucholsky-sie-zu-ihm.html


Das 1931 erschienene Gedicht ,,Sie , zu ihm´´ von Kurt Tucholsky handelt von einer frau,welche von der Liebe zu ihrem Mann erzählt und über die fehlende Zärtlichkeit klagt.

Im Titel wird deutlich , dass das ,,Sie" durch ein Komma deutlich vom ,,zu ihm " abgetrennt ist.Das Komma stellt eine Barriere zwischen dem Mann und der Frau dar.Daraus kann man schließen , dass das Paar sich trennen wird. In der ersten Strophe des Gedichtes erzählt die Frau über ihre Gefühle und das Glück , welches sie empfindet.Doch bald wir deutlich ,dass die Frau nicht glücklich ist ,denn sie hat ihr ganzes Leben auf den Mann ausgerichtet und trotz dessen erfährt sie keine Zärtlichkeit von ihm.Ein Leben ohne ihren Mann ist für sie unmöglich und durch die Metapher,kleine Unterwelt´´ wird deutlich , dass ihr mann ihr sehr wichtig ist und sie von ihm abhängig ist.Die fehlende Zärtlichkeit macht es der Frau sehr zu schaffen,da sie sich zum einen sehr lange kennen und er immer noch nicht zärtlich ist und da sie nicht weiß , ob sie von ihm überhaupt noch geliebt wird. In der zweiten Strophe berichtet die Frau von dem Verhalten ihres Mannes.In den ersten Versen erkennt man , dass die Frau sich nach ihrem Mann sehnt .Ebenso sieht man , dass der Mann in ihrer Beziehung das Sagen hat ,,du sagst mir leise,wann ich die Lippen nachziehn muss". In den nächsten Versen bringt die Frau zum Ausdruck , dass ihr mann ihr nicht immer treu geblieben ist und er sich oft zusammenreißen muss ,wenn er auf Frauen trifft.Am Ende der zweiten Strophe kommt die Frau wieder zu dem schluss , dass ihr Mann nicht zärtlich ist. Diesmal aber wirkt esdurchdas ,,aber´´ härter:aber,zärtlich bist du nicht´´.In der letzten Strophe gerät die Frau kurz aus der Fassung: o wärst du zärtlich...´´die darauf folgende Metapher macht sichtbar,dass die Frau sich sehr nach Zärtlichkeit sehnt. durch Zärtlichkeit würde sie sich wie neu geboren fühlen und wieder aufblühen .die Frau bezeichnet sich als ,,die Weiche´´(Dumme)? . und da sie mehr liebt , muss sie auch mehr leiden, denn sie erfährt keine Zärtlichkeit und sieht sich somit gezwungen sich von dem Mann zu trennen.

Das Gedicht ist in 3 Strophen zu je 8 Verszeilen gegliedert. Die Verse sind eingerückt und zeigen Unregelmäßigkeiten auf. Die letzten 4 Verse jeder Strophe sind gleich zentriert. Das Metrum ist der 4 hebige Jambus und das Reimscheme lautet: abab cdcd. Die Reimart ist der Kreuzreim.In dem Gedicht kommen zwei Metaphern vor: bube sticht,wie ein warmer frühlingsregen.Zudem verkörpert die Frau das lyrische Ich .
Tutesjuliaan
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 383

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2009 - 19:35:11    Titel:

Es wirkt wie ein Grundgerüst mit Stichpunkten, aber nicht wie eine fertige Analyse, schon gar keine Erschöpfende.
Deine Aussagen sind nicht belegt (wie kommst du zu gewissen Schlussforgerungen, dem Fremdgehen, das muss genauer werden, Textarbeit!) und manche sind recht einfältig, zum Beispiel, dass sich die Frau von ihrem Mann trennen wird. Nein, gerade das wird sie wohl nicht tun...
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2009 - 18:02:18    Titel:

Irgendwo habe ich mal diese Hinweise gegeben.

Tucholsky alias Theobald Tiger veröffentlichte 1931 dieses Frauen-Couplet (satirisch frecher Bühnen-Song mit Refrain) „Sie, zu ihm“ (in: Die Weltbühne, 01.12.1931, Nr. 48, S. 826) und formulierte mit dem Mund der Frau als dem lyrischen Ich (im Gegensatz zu den normalen männlichen Ich des romantischen Liebesgedichts) eine aufgeklärte, kritische Mehrdeutigkeit, als Wissen um Sex und Männlichkeit und eine geistige gleichwertige, aber sozial und sexuell unterlegene, schmerzlich erlittene Weiblichkeit im sozialen, zeittypischen Rollenspiel:

• Bube = Bauer sticht: Im Kartenspiel, dem deutschen Skat z.B., eine Farbe durch eine höherwertige übertreffen; Bauer (oder Bube) ist da immer Trumpf.
• K.T. spielt auch auf Goethes Liebesgedicht „Heidenröslein“ an, in dem der „Knabe“, der das Röslein „brechen will“, als Antwort von dem Mädchen erfährt: „Röslein sprach: Ich steche dich.“ - Was den jungen Mann im Liebespiel nicht hindert, dem Mädchen die Jungfernschaft zu nehmen. - Deshalb: Die sexuelle Konnotation ist zwar offensichtlich; aber ein direkt offenes Wortspiel mit dem heutigen Vulgärdeutsch „stechen“ = Wortfilter (besonders salopp oder jugendsprachlich im Schimpfwort für „Stecher“ für einen Mann, der ungeniert oder unbedenklich von Mädchen GV verlangt), ist hier nicht gemeint. Es ist das dornige "Stechen" der Rose; nnatürlich als Bild...
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