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Gehalt nach dem Studium
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-orlin-
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Anmeldungsdatum: 21.04.2007
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 15:27:36    Titel:

Meld mich auch mal wieder und kann als ehmaliger IGM-Schichtler bestimmt was sinnvolles beitragen.

Ich habe als Facharbeiter bei einem großen Auto-Zulieferer im 4-Schicht Betrieb ca. 2000 netto verdient. Und das im Schnitt bei 18 Arbeitstagen (Schichtmodell bedingt), statt wie üblich mit 20 Arbeitstagen.
So kommt ein Schichtler im normalen 3-Schicht Betrieb locker auf 2000 bis 2200 netto und das mit 20.

Immer wird bedauert, wie niedrig unsere Akademiker-Anteil doch ist (siehe akt. OECD-Studie). Aber warum sollte man ein Studium in Angriff nehmen, wenn man mit Quali u. Lehre schon mit 20 ein Netto-Gehalt erreicht, das einem Brutto-Jahreslohn von 45k - 50k entspricht.

Zudem kann man sich als achso ausgebeuteter Arbeiter doch der Solidarität der Bevölkerung gewiss sein, während man als Akademiker ja als vermeintlicher Großverdiener u. Arbeitsplatzvernichter nichtmal dran denken sollte, irgendwelche Entlastungen einzufordern.
Da ist man sofort als "sozial-kalt" u. "unsolidarisch" verschrien. Der Schichtler mit einem Brutto-Jahreslohn-Äquivalent von 50k hingegen kann kräftig auf die Tränendüse drücken u. wird - ähnlich wie der Harz4-Empfänger - in jeder Talkshow dermaßen mit Aufmerksamkeit u. Mitleid überschüttet, also würde morgen der Arbeiter-und-Bauern-Staat ausgerufen. Lustig ist nur, dass gerade Harz4-Empfänger/Bildungsferne Schichten kaum polit. Talkshows schauen o. Zeitungen abonnieren, aber in den erwähnten Medien trotzdem unverhältnismäßig oft Erwähnung/Berücksichtigung finden.

Außerdem wird ständig nach mehr Akademikern geschrien, also was ihre Anzahl angeht, jedoch wird kaum über eine gerechte Entlohnung derselbigen gesprochen. Auch Absolventen leiden zunehmend unter prekären Beschäftigungsverhältnissen u. Lohndumping, nur wird das kaum thematisiert. Hauptsache der Harz4´ler ist in der öffentl. Meinung präsent.

"Wirtschaftsinformatiker" hat also im Grunde recht, auch wenn er bisweilen übertreibt ("Wäre froh, wenn sie Opel zugemacht hätten"). Der Linksrutsch in Deutschland wird immer mehr Akademiker ins Ausland treiben, wodurch unser Land geistig u. intelektuell ausblutet.

In 20 Jahren wird Deutschl. Anzeigen in ausländischen Zeitungen schalten, um gezielt Akademiker mit Prämien o. ä. zurückzulocken. Ähnlich dem Anwerben von Gastarbeitern in den 60ern.
Bis dahin wird D aber ordentlich Federn lassen!
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 15:39:33    Titel:

-orlin- hat folgendes geschrieben:

Ich habe als Facharbeiter bei einem großen Auto-Zulieferer im 4-Schicht Betrieb ca. 2000 netto verdient. Und das im Schnitt bei 18 Arbeitstagen (Schichtmodell bedingt), statt wie üblich mit 20 Arbeitstagen.
So kommt ein Schichtler im normalen 3-Schicht Betrieb locker auf 2000 bis 2200 netto und das mit 20.


Und warum hast du dann gekündigt und ein Studium oder eine Weiterbildung in Angriff genommen? Wo doch die Bandarbeit das finanziele Paradies ist?

Das ist doch ziemlich unglaubwürdig...

Zitat:

Immer wird bedauert, wie niedrig unsere Akademiker-Anteil doch ist (siehe akt. OECD-Studie). Aber warum sollte man ein Studium in Angriff nehmen, wenn man mit Quali u. Lehre schon mit 20 ein Netto-Gehalt erreicht, das einem Brutto-Jahreslohn von 45k - 50k entspricht.


Dann hast du offensichtlich nicht verstanden, warum das so ist. Deutschland hat, im Gegensatz zum Ausland, eine sehr ausgesprägte, breite und qualitativ auch herrausragende nebenberufliche Weiterbildungslandschaft...

Solche Dinge wie staatl. gepr. Techniker, Fachwirt oder Meister wirst du im Ausland eher selten finden. Würde man all diese Weiterbildungen als Studium führen (wie im Ausland vergleichbare Qualifikationen gelten), dann sähe das anders aus...

Der Rest ist wieder Stammstimmgelaber und Glaskugelreiberei. Ich glaube kaum, dass du in der Lage bist abzusehen, wie Deutschland in 20 Jahren aussehen wird. Wenn die Egomanen auswandern, dann muss das jedenfalls nicht unbedingt nur negativ sein Wink
nibieski
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Anmeldungsdatum: 27.01.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 18:09:43    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
-orlin- hat folgendes geschrieben:

Ich habe als Facharbeiter bei einem großen Auto-Zulieferer im 4-Schicht Betrieb ca. 2000 netto verdient. Und das im Schnitt bei 18 Arbeitstagen (Schichtmodell bedingt), statt wie üblich mit 20 Arbeitstagen.
So kommt ein Schichtler im normalen 3-Schicht Betrieb locker auf 2000 bis 2200 netto und das mit 20.


Und warum hast du dann gekündigt und ein Studium oder eine Weiterbildung in Angriff genommen? Wo doch die Bandarbeit das finanziele Paradies ist?

Das ist doch ziemlich unglaubwürdig...



Stell dir vor: Es soll Leute geben, die ein Studium aus reinem Interesse heraus beginnen! Finanzieller Aufstieg ist nicht immer das Ziel Wink

Ich kenne wie "orlin" ebenfalls beide Seiten der Medaille. Und er hat mit seiner Aussage absolut recht! Auch ich war vorher als Facharbeiter mit einer 35-Std.-Woche in Normalschicht und Gleitzeitregelung in einem großen Unternehmen tätig. Mit 2700,- brutto monatlich und Zulagen (Weihnachts-/Urlaubsgeld, tarifvertraglich vereinbarte Einmalzahlungen u.ä.) kamen im Jahr mehr als 33k zusammen.

Während ich das Studium begann, für das ich im Vorfeld Geld angespart hatte und daher kein BaFöG bekam, behielten meine Kollegen ihre unbefristeten Verträge und machten ihren Techniker.

Wenn ich nächstes Jahr mit meinem Studium fertig bin, hoffe ich, dass ich eine Anstellung mit einer interessanten Tätigkeit bekomme und dabei wenigstens genauso viel verdiene wie vor dem Studium. Meine ehemaligen Kollegen haben in der Zeit mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung sammeln können und bekommen nach Abschluss ihres Technikers eine saftige Gehaltserhöhung, da sie in ein Angestelltenverhältnis wechseln. Von dem Gehalt, das sie die Zeit über bezogen haben und auf das ich verzichten musste mal ganz abgesehen.

Wenn es tatsächlich so kommt, dass ich als Absolvent nicht mehr als 33k im Jahr verdiene, hat sich das Studium finanziell nicht gelohnt. Punkt. Aber das war auch nicht die Intention mit der ich den akademischen Weg gegangen bin. Dafür habe ich nämlich ein Diplom in der Tasche, das mit keiner mehr nehmen kann. Ich bin jedenfalls gespannt, wie´s wird. Bis dahin muss ich noch einen Bewerbungsmarathon und das ein oder andere AC hinter mich bringen...
KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1863
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BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 18:24:32    Titel:

Wann kapiert auch der letzte Mensch einmal, das am Arbeitsplatz kein Alkohol getrunken werden darf? Der Großteil der hiesigen renommierten Industrieunternehmen (auch Autobauer) haben schon vor etlichen Jahren (!) ein absolutes Alkoholverbot während der Arbeitszeit erlassen! Ausnahmen, (bspw. Jubiläum, Geburtstag) bedürfen der Genehmigung und selbst dann erfolgt der Genuß von Alkohol nur in Maßen und auch erst nach Beendigung der Arbeitszeit. Selbst auf Baustellen gilt die Regel der "Punktnüchternheit"!

Jeder noch so bedepperte Arbeitgeber ist sich der Tatsache bewusst, dass die Unfallhäufigkeit bei Alkohol im Schnitt 6 (!) mal höher ist als ohne Alkohol. Wenn Alkohol am Arbeitsplatz getrunken wird, ein Unfall geschieht und die Versicherung davon Wind bekommt, zahlen die keinen Cent.

Merkmale von Alkoholgenuß am Arbeitsplatz:
* Krankheit
* Leistungsminderung
* Versicherungsausfälle
* höheres Unfallrisiko
* etc.

Offiziell, wird an keinem Arbeitsplatz in Deutschland der Genuß von Alkohol erlaubt, auch nicht in Schichtbetrieben! Basta!

Zitat:
wieso sind so viele der Meinung, dass der Verdienst oder das Ansehen eines Menschen durch die Ausbildung/das Studium bestimmt werden? Schon mal über Angebot und Nachfrage nachgedacht?


Diese goldene Grundregel wird zu gerne von einigen Usern hier geflissentlich ignoriert. Gute Arbeit gehört gut honoriert, egal ob Akademiker oder Nicht-Akademiker. Das Schichtler gut verdienen liegt schlicht daran, das sie gesuchte (Fach-) Kräafe sind, die gute Arbeit verrichten. Am Band stehen und Kartons packen, ist nicht, das machen Schülern und Studenten.

Gruß

P.S. Wo verdienen Elektriker denn bitte 1.600 EURO im Monat?


Zuletzt bearbeitet von KamiKami am 11 Sep 2009 - 18:38:40, insgesamt einmal bearbeitet
-orlin-
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Anmeldungsdatum: 21.04.2007
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 18:28:32    Titel:

Zitat:
Und warum hast du dann gekündigt und ein Studium oder eine Weiterbildung in Angriff genommen? Wo doch die Bandarbeit das finanziele Paradies ist?

Das ist doch ziemlich unglaubwürdig...


Eben nicht. Gerade weil z. B. im Ausland ein Studium wertgeschätzt und entsprechend vergütet wird, strebe ich ein solches an. Das ist ja der Punkt. Damit werde ich flexibler. Wenns in D weiter bergab geht, bin ich weg.

Zitat:
Dann hast du offensichtlich nicht verstanden, warum das so ist. Deutschland hat, im Gegensatz zum Ausland, eine sehr ausgesprägte, breite und qualitativ auch herrausragende nebenberufliche Weiterbildungslandschaft...


Das duale System u. die darauf aufbauenden Weiterbildungen (Meister, Techniker, etc.) sind von der OECD in der Tat nicht berücksichtigt worden, was den angeblichen Akademiker-Mangel nur noch mehr entkräftet.

Dennoch befindet sich Deutschland lohntechnisch in einer Schieflage. Im Ausland geht es da m. M. nach deutlich gerechter zu. Dort gibts keine gleichmacherische Verwässerung des Leistungsprinzips. Selbst der Großteil der Bevölkerung dort findet, dass sich Leistung lohnen soll und vorallem lohnen darf.

Wer bei uns dem "Leistungsgedanken" folgt u. dies auch noch öffentl. kund tut, wird schief angeschaut und als "Egoman" abgestempelt.

Auch hier sind die polit. Talkshows ein gutes Bsp.:

Wenn irgendwelche Linken was von "Mehr Geld für Arbeitslose" oder "Sozialleistungen weiter ausbauen" erzählen, gibts vom Publikum massiven Applaus. Man könnte fast meinen, das Publikum wird regelrecht aus Problembezirken wegrekrutiert, um Stimmung zu machen. Und Harz4´ler halten die Fresse sowieso gern in die Kamera, sie "Assi-Dokus" auf RTL2.

Wenn dann ein andere Politiker was von "aktivierender Sozialhilfe" o. "Leistung muss sich lohnen" erzählt, fällt die Zustimmung im Publikum sehr verhalten aus. Bis auf die Quoten-Anzugträger klatscht da niemand, was o. g. Vermutung nur bestätigt. Wink

Natürlich gibts auch am anderen Ende der Leiter - also oben - eine Schieflage. Ein Hr. Eick, der in einer der größten Finanzkrisen für ein halbes Jahr Arbeit 15 Mio. € erhält, ist untragbar. Ebenso die für eine solche Sauerei verantwortlichen Aufsichtsratmitglieder, welche den Vertrag überhaupt möglich machten.

Das Ziel muss sein, die Mittelschicht wieder zu stärken und ihre Zersetzung und Ausbeutung zu stoppen. Wenn man mit 55.000 € Jahreseinkommen bereits den Spitzensteuersatz zahlt, dann läuft gewaltig was schief.
Klunki
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 2782

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 18:28:49    Titel:

nibieski hat folgendes geschrieben:

Stell dir vor: Es soll Leute geben, die ein Studium aus reinem Interesse heraus beginnen! Finanzieller Aufstieg ist nicht immer das Ziel Wink

Ich kenne wie "orlin" ebenfalls beide Seiten der Medaille. Und er hat mit seiner Aussage absolut recht! Auch ich war vorher als Facharbeiter mit einer 35-Std.-Woche in Normalschicht und Gleitzeitregelung in einem großen Unternehmen tätig. Mit 2700,- brutto monatlich und Zulagen (Weihnachts-/Urlaubsgeld, tarifvertraglich vereinbarte Einmalzahlungen u.ä.) kamen im Jahr mehr als 33k zusammen.

Während ich das Studium begann, für das ich im Vorfeld Geld angespart hatte und daher kein BaFöG bekam, behielten meine Kollegen ihre unbefristeten Verträge und machten ihren Techniker.

Wenn ich nächstes Jahr mit meinem Studium fertig bin, hoffe ich, dass ich eine Anstellung mit einer interessanten Tätigkeit bekomme und dabei wenigstens genauso viel verdiene wie vor dem Studium. Meine ehemaligen Kollegen haben in der Zeit mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung sammeln können und bekommen nach Abschluss ihres Technikers eine saftige Gehaltserhöhung, da sie in ein Angestelltenverhältnis wechseln. Von dem Gehalt, das sie die Zeit über bezogen haben und auf das ich verzichten musste mal ganz abgesehen.

Wenn es tatsächlich so kommt, dass ich als Absolvent nicht mehr als 33k im Jahr verdiene, hat sich das Studium finanziell nicht gelohnt. Punkt. Aber das war auch nicht die Intention mit der ich den akademischen Weg gegangen bin. Dafür habe ich nämlich ein Diplom in der Tasche, das mit keiner mehr nehmen kann. Ich bin jedenfalls gespannt, wie´s wird. Bis dahin muss ich noch einen Bewerbungsmarathon und das ein oder andere AC hinter mich bringen...


Auch, wenn ich nicht "xmisterx" bin darf ich darauf vielleicht ein Kommentar abgeben.
Da du hier noch nicht so lange angemeldet bist kannst du noch nicht wissen, was hinter der Frage steckt. Viele sehen das genauso wie du und ich und wie wahrscheinlich auch "xmisterx", nämlich Studium aus Interesse, daher hast du seine Frage falsch verstanden, da hier die Personen, die er damit anspricht, nur wegen dem Geld eigentlich angefangen haben zu studieren.
Nur unseren "Spezies" ist das nicht genug, daher fragt er nach dem eigentlichen Hintergrund seines Abbruchs.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 18:39:58    Titel:

-orlin- hat folgendes geschrieben:
Das duale System u. die darauf aufbauenden Weiterbildungen (Meister, Techniker, etc.) sind von der OECD in der Tat nicht berücksichtigt worden, was den angeblichen Akademiker-Mangel nur noch mehr entkräftet.


Nein, es entkräftet ihn keineswegs. Es beweist nur, dass man die OECD-Studien mit ein wenig Hintergrundwissen interpretieren muss...

Zitat:

Wer bei uns dem "Leistungsgedanken" folgt u. dies auch noch öffentl. kund tut, wird schief angeschaut und als "Egoman" abgestempelt.


Hier wird keinesfalls jeder "Leistungswillige" als Egomane abgestempelt. Allerdings tut sich eine gewisse Gruppe, zu der auch du gehörst, stets als besonders gierig hervor und besticht durch eine besonders abfällige und fast schon hasserfüllte Haltung gegenüber "normalen" Arbeitnehmern...

Einen Egomanen zeichnet aus, dass er nur oder fast nur an seinen eigenen Vorteil denkt und sich einen Dreck um die Gemeinschaft schert, die ihm seinen Aufstieg überhaupt erst ermöglicht hat. Und diese Tatbestände sind bei manchen Kandidaten hier mehr als deutlich erfüllt...

Es gibt hier aber auch mehr als genug User, die "leistungswillig" sind und sich ob ihrer Ausbildung nicht für eine bessere und wertvollere Sorte Mensch halten und gerne etwas in Form von Steuern zurückgeben...
Celtic-Tiger
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 2079

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 19:12:43    Titel:

nAim hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:


@nAim

Belege deine Aussage doch bitte mit handfesten Fakten, also Bundesland, Entgeldgruppe, Stufe usw. oder mit Quellen. Denn ich glaube auch nicht, dass du als Berufsanfänger im öffentlichen Dienst mit 30k pro Jahr nach Hause gegangen bist.
Ich hab nach TV-V (ausgehandelt von Verdi) jedenfalls nur 24k gekriegt im ersten Berufsjahr...



EG 5, Stufe 1 = 2116€ + Irgendeine monatliche Sonderzahlung von 100€ bei der ich nochmal genauer gucken müsste, was es war.



2216€ mal 13 Monatsgehälter = 28808€ + Urlaubsgeld

Also nicht ganz 30k.


EG5 Stufe 1 sind keine 2116 EUR, sondern 1842,05 EUR, Urlaubsgeld gibt es laut TVÖD gar nicht und die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) beträgt 90 % eines Monatsgehalts! Ich weiß nicht wo diese Zahlen herkommen sollen! Ich kann mir nicht mal vorstellen, daß mit einer Überleitung aus dem BAT solche Zahlen zustande gekommen sein sollen! EG6 Stufe 2 wären 2130 EUR! Die 100 EUR könnten ggf. ein Schichtarbeitszuschlag gewesen sein (der liegt bei 105 EUR wenn mich jetzt nicht alles täuscht, zumindest im Pflegebereich), aber natürlich nur wenn auch Schicht gearbeitet wurde!
http://www.gew.de/Binaries/Binary35008/Tab2903008BundVKAWest.pdf
nibieski
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Anmeldungsdatum: 27.01.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 19:34:13    Titel:

Klunki hat folgendes geschrieben:

Auch, wenn ich nicht "xmisterx" bin darf ich darauf vielleicht ein Kommentar abgeben.
Da du hier noch nicht so lange angemeldet bist kannst du noch nicht wissen, was hinter der Frage steckt. Viele sehen das genauso wie du und ich und wie wahrscheinlich auch "xmisterx", nämlich Studium aus Interesse, daher hast du seine Frage falsch verstanden, da hier die Personen, die er damit anspricht, nur wegen dem Geld eigentlich angefangen haben zu studieren.
Nur unseren "Spezies" ist das nicht genug, daher fragt er nach dem eigentlichen Hintergrund seines Abbruchs.


Sorry. Ich wusste in der Tat nicht, dass sich hier eine gewisse Lobby gebildet hat. Die Fronten zwischen gewissen Leuten hier scheinen echt stark verhärtet zu sein. Eigentlich schade, da in den Äusserungen von "orlin" und "Wirtschaftsinformatiker" einige Sätze stecken, denen ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrung zustimmen muss. Auch wenn das dem ein oder anderen bitter aufstoßen mag. Aber das ist glücklicherweise nicht Thema der Diskussion.

Was das Einstiegsgehalt angeht, so wusste ich bereits vor dem Studium, was mich erwartet und ich war mir des Risikos durchaus bewusst, dass man keine großen Gehaltssprünge erwarten darf. Auch wenn das bei meinen ehemaligen Kollegen ein weit verbreitetes Vorurteil war. Es gibt manchmal Momente in denen ich mich frage, ob der Verzicht auf die "andere Zukunft als Techniker" das alles wirklich wert war. Insbesondere dann, wenn man von höheren Semestern hört, dass diese Stellen annehmen mussten, die ihnen (überwiegend aufgrund der Tätigkeit bzw. Art des Arbeitgebers) absolut nicht zusagten. Einfach nur, um Hartz 4 zu verhindern. Da plagt mich zugegebenermaßen schon ein mulmiges Gefühl. Grundsätzlich bin ich aber der Auffassung, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist und ich zudem mit meiner Qualifikation sehr gut dastehe, was mich dann doch optimistisch in die Zukunft blicken lässt.
-orlin-
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Anmeldungsdatum: 21.04.2007
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2009 - 19:40:49    Titel:

@xmisterDx

du wirst dich viell. wundern, aber ich zahle gern Steuern u. auch Sozialabgaben, solange es im Rahmen bleibt.

Ich wär sogar dafür, die Beitragsbemessungsgrenzen der SVs abzuschaffen u. die max. erhältichen Leistungen (z. B. Rente) zu deckeln. Auch hier ist die Schweiz Vorbild. Im Gegenzug müsste natürl. die Lohnsteuer sinken. Schon heute werden die Sozialsysteme durch Steuereinnahmen enorm gestützt.

Durch o. g. Maßnahme könnte man die Schieflage der Sozialsysteme beseitigen, weil dann auch Einkommens-Millonäre einzahlen müssten u. nur eine gedeckelte Rente von z. B. max. 2000€ erhielten. Das würde richtig helfen, auch in der Krankenversicherung.

Außerdem hege ich keinen Hass gegen "normale" Arbeitnehmer. Auch nicht gegen Harz4´ler. Ich bin nur der Meinung, dass eben diese Bevölkerungsgruppe (Harz4´ler) einfach zu viel Aufmerksamkeit in der öffentl. Debatte erhält u. man den Fokus auf andere Gruppen richten sollte, z. B. auf jene die den "Laden Deutschland" am Laufen halten.

Schließlich ist es die Bevölkerung oder zumindest große Teile davon, die sich überproportional mit "ausgebeuteten" Arbeitern u. Arbeitslosen solidarisiert u. damit Stellung bezieht, ohne zu bedenken, wem sie den Wohlstand zu verdanken hat. Das Proletariat hat schon viel zu oft in der Geschichte verbrecherischen Regimen in die Hände gespielt - ob wissentlich o. unwissentlich.
Das erklärt vermutl. auch die z. T. heuchlerische Bemitleidung des pseudo-ausgebeuteten Arbeiters, der so schon längst nicht mehr existiert.

Ich persönl. verfolge die öffentlichen Debatten sehr genau u. aufmerksam und muss sagen, dass mir das Bild, das dort transportiert bzw. gezeichnet wird, nicht gefällt und meiner Wahrnehmung widerspricht.

Deswegen versuche ich u. a. mit Foren-Beiträgen einen Gegenpol zu etablieren, der die Dinge auch ein wenig von der anderen Seite beleuchtet.

"wirtschaftsinformatiker" und "wing701" haben diesbezüglich gerade in diesem Forum schon einiges geleistet u. vielen (angehenden) Studenten ein Stück von der Lohnrealität in D näher gebracht und dabei auch schon so manches romantisch-verklärtes Akademiker-Weltbild ins Wanken gebracht. Natürlich entspricht diese Denkweise nicht dem linken Mainstream, dem ja gerade Studenten anhängen.

Es wundert mich daher auch nicht, dass eine realistische Denkweise, wo Dinge auch mal beim Namen genannt werden u. nicht im politisch korrektem Einheitsbrei untergehen, von einigen Usern hier aggressiv bekämpft werden. Ich bin deshalb weder "gierig", "unsozial" o. "hasserfüllt", sondern einfach realistisch.

Der Thread "Studium und Verdienst danach" ist legendär und hat mich teilweise echt gut unterhalten. Der sollte für die Nachwelt festgehalten werden.
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