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Glücksspiel verbieten?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Glücksspiel verbieten?
 
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Jaccc
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Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 00:45:00    Titel:

Hausmann hat folgendes geschrieben:
Warum nicht die Verbieter verbieten?


Weil's kontraproduktiv wäre.

Aber im Allgemeinen stimme ich zu. Wenn ich mir anschaue, wie viele Leute durch Zigaretten und Alkohol sterben, und dann auf das Glücksspiel blicke, welches hier als äußerst dramatisch vom TE dargestellt wird, dann denke ich mir nur: F*** off! Deutschland und die Welt - Probleme über Probleme. Und an allen Ecken und Fronten wird versucht, die Probleme zu lösen - ohne Erfolg.

Ich will ja nicht zynisch klingen. Aber kann sich einer tatsächlich eine Welt ohne Probleme vorstellen? Sie gehören dazu. Und irgendwie und irgendwo hat das vielleicht seine Richtigkeit.

Wenn ich mir den gescheiterten Klimagipfel ansehe, stelle ich fest, dass Probleme sowieso nicht mehr einen besonders hohen Stellenwert besitzen. Oder die Sicherheitskontrollen bzgl. des Flugzeugattentats vor Detroit.

Was ich damit sagen will: Es wird immer viel geredet und man versucht etwas zu bewegen. Aber irgendwie tritt man bei vielen Dingen auf der Stelle. Insofern sollte man diese Probleme eben auch akzeptieren. Wink Damit möchte ich nicht sagen, dass man die Glücksspiel-Süchtigen sich selbst überlassen sollte. Aber das Ganze gleich zu verbieten - es klappt sowieso nicht.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 12:42:17    Titel: Re: Glücksspiel verbieten?

rundmc hat folgendes geschrieben:
Sollten eurer Meinung nach Glücksspiele verboten werden?



Nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Juli 2008 beteiligt sich mehr als die Hälfte der Deutschen an Glücksspielen. Bei den Männern fällt die Teilnahme mit 60 Prozent höher aus als bei den Frauen mit 50 Prozent..


Bei rund 100.000 von ihnen ist das Streben nach Glück krankhaft. Jugendliche sind besonders durch Internet-Glücksspiele suchtgefährdet.


Diese 100000 machen nach deinen Zahlen nichteinmal 0,5% der Leute aus die an Glücksspielen teilnehmen. Wegen diesem kleinen Anteil kann man nicht die Rechte von Millionen einschränken. Wie kann man nur wollen, das der Staat jeden Teil des Lebens seiner Bürger bestimmt und weiter die Grundrechte beschneidet.


Zitat:
Viele Menschen sind spielsüchtig, da sie entweder Verlust wieder einspielen wollen oder nach einem Gewinn geradezu gierig werden. Bei den meisten pathologischen Spielern ist ein früher hoher Gewinn verantwortlich für die Sucht. Sie verspielen einen großen Teil ihres Einkommens oder verschulden sich sogar, um ihre Sucht zu finanzieren. Weil dadurch viele Familien in Existenznöte geraten sind, gibt es inzwischen auch zahlreiche Selbsthilfegruppen für Spielsüchtige.


Und ist hier jemand anwesend der glaubt diese Leute würden ihr Geld bei einem Glücksspielverbot sparen? Hinter jeder Sucht verbergen sich weitere Probleme. Wenn die Kohle und die Zeit nicht am Spielautomat verschwendet wird, dann wird sie eben für andere Suchtmittel ausgeben.


Es ist absolut absurd Glücksspiel verbieten zu wollen nur weil es so viele machen. Eine Mehrheit will auch Auto fahren, was zu Umweltverschmutzung und tödlichen Unfällen führt, nicht zu vergessen die Leute die teure Kredite aufnehmen um sich ein Auto zu kaufen, es zu Schrott fahren und dann vor einem Schuldenberg stehen. Sollen wir jetzt Autos verbieten nur weil eine Gefahr ausgeht? Dann können wir auch gleich noch jeden Aufenthalt in der Sonne, der länger als ein paar Stunden ist, unter Strafe stellen, weil viele Leute Hautkrebs bekommen.

Es ist nicht nur absurd, sondern auch einfach gar nicht machbar. Wer sich mit der Materie ein wenig auskennt, weiss das es vor 1-2 Jahren eine Glücksspiel Staatsvertrag gab, der das Glücksspiel im Internet stark eingeschränkt hat und das Glücksspiel im Internet bei ausländischen Glücksspielanbietern, strafbar gemacht hat.

Gebracht hat das ganze nichts, die Leute spielen natürlich alle weiter auch bei ausländischen Anbietern, mitunter weil die deutschen Anbieter qualitativ Schrott sind. Dieser Glücksspiel Staatsvertrag wurde mit dem Vorwand der Suchtpräventation durchgesetzt. Ein lächerlicher Vorwand wenn man bedenkt, dass die meisten Glücksspielsüchtigen an Automatenspielen teilnehmen, hier wurde allerdings nicht eingegriffen, den hier kassiert man Steuern.. Ganz abgesehen davon, das private Anbieter mehr zur suchtpräventation leisten als die legalen staatlichen und das es sich die staatlichen dank dem Monopol, leisten die Spieler richtig auszunehmen. Glücksspielanbieter wie Oddset haben ein Angebot und eine Rake (Gebühr) die den Spielern viel mehr Geld aus der Tasche ziehen als die privaten. Mal ganz zu schweigen von Lotto die Gewinnauschüttung ist ein Witz, da muss man ja erstmal 10 Millionen investieren um 2 Millionen zu gewinnen.
rundmc
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 2074

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 13:08:10    Titel:

Ich glaube das Glücksspiel wird hier gewaltig unterschätzt.

Wenn das Geld für die Miete im Automaten landet

Spielsucht fängt mit der Jagd nach Gewinnen an und endet oft in persönlichen Tragödien – Ein Gespräch beim Lukas-Werk mit Betroffenen

Nicht selten endet die Krankheit Spielsucht in persönlichen Tragödien. Verschuldung, Zerrüttung von Partnerschaft und Familie, Verlust des Arbeitsplatzes und des Selbstwertgefühls sind häufig die Folge.

Sieben Spielhallen, berichtet ein anderer Mann, lägen auf dem Weg von seiner Wohnung zur Arbeitsstelle. Besonders auf dem Heimweg sei die Versuchung groß hineinzugehen. "Weil ich alleine lebe und keiner auf mich wartet. (Dies sieht in meiner Stadt nicht anders aus)

Wer den bunten Verlockungen der ratternden und blinkenden Automaten nicht widerstehen kann, dem wird das Geld gnadenlos aus der Tasche gezogen. "Mehr als 11 Millionen Euro an Einsätzen", so Matthias Gernig, seien im Jahr 2007 allein in Braunschweig verspielt worden – eine unglaublich anmutende Summe.

In vielen Spielhallen wird Kaffee umsonst ausgeschenkt

Spielern wird der Aufenthalt in Spielhallen im wahren Sinn des Wortes schmackhaft gemacht. Sie dürfen rauchen. Heiße Getränke, teils sogar Speisen, gibt es häufig umsonst. Einer aus der Runde sagt: "Eines Tages ist mir klar geworden: Die behandeln nicht mich gut, sondern mein Geld. Beim nächsten Mal habe ich nach einigen Verlusten beim Verlassen der Spielhalle dem Personal zugerufen: "Danke für den Kaffee für 200 Euro!

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wurstwasser
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Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 201

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 15:05:03    Titel:

Glücksspiel ist eine Entscheidung, die jeder in Eigenverantwortung treffen sollte.


Außerdem bin ich ein Fürsprecher der Privatisierung...es ist nicht die Aufgabe des Staates Glücksspiel zu organisieren.
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 15:16:38    Titel:

rundmc hat folgendes geschrieben:
Einer aus der Runde sagt: "Eines Tages ist mir klar geworden: Die behandeln nicht mich gut, sondern mein Geld.

Laughing
Das ist ja unglaublich!
Ich hab auch schon mal vermutet, dass ich im Restaurant gar nicht deshalb so freundlich bedient werde,
weil mich die Kellnerin unbedingt kennen lernen will und an mir interessiert ist,
sondern weil sie mich als Kunden nicht verlieren will!
Vermutlich trifft das auch noch auf andere Branchen zu:
Autoverkäufer könnten einem auch einen Kaffee anbieten, obwohl sie gar nicht an meiner Freundschaft interessiert sind!

Suchtgefahr gibt es überall. Ich brauch keinen Staat der mich vor allem 'beschützt'.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 17:49:58    Titel:

rundmc hat folgendes geschrieben:
Ich glaube das Glücksspiel wird hier gewaltig unterschätzt.

Wenn das Geld für die Miete im Automaten landet

Spielsucht fängt mit der Jagd nach Gewinnen an und endet oft in persönlichen Tragödien – Ein Gespräch beim Lukas-Werk mit Betroffenen

Nicht selten endet die Krankheit Spielsucht in persönlichen Tragödien. Verschuldung, Zerrüttung von Partnerschaft und Familie, Verlust des Arbeitsplatzes und des Selbstwertgefühls sind häufig die Folge.

Sieben Spielhallen, berichtet ein anderer Mann, lägen auf dem Weg von seiner Wohnung zur Arbeitsstelle. Besonders auf dem Heimweg sei die Versuchung groß hineinzugehen. "Weil ich alleine lebe und keiner auf mich wartet. (Dies sieht in meiner Stadt nicht anders aus)

Wer den bunten Verlockungen der ratternden und blinkenden Automaten nicht widerstehen kann, dem wird das Geld gnadenlos aus der Tasche gezogen. "Mehr als 11 Millionen Euro an Einsätzen", so Matthias Gernig, seien im Jahr 2007 allein in Braunschweig verspielt worden – eine unglaublich anmutende Summe.

In vielen Spielhallen wird Kaffee umsonst ausgeschenkt

Spielern wird der Aufenthalt in Spielhallen im wahren Sinn des Wortes schmackhaft gemacht. Sie dürfen rauchen. Heiße Getränke, teils sogar Speisen, gibt es häufig umsonst. Einer aus der Runde sagt: "Eines Tages ist mir klar geworden: Die behandeln nicht mich gut, sondern mein Geld. Beim nächsten Mal habe ich nach einigen Verlusten beim Verlassen der Spielhalle dem Personal zugerufen: "Danke für den Kaffee für 200 Euro!

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Hast du auch vor auf Argumente einzugehen oder postest du hier jetzt weiter Artikel von Leuten die keine Ahnung haben wovon sie reden?

Nur weil einer von 400 Glücksspielsüchtig ist verbietet man etwas doch nicht, zumal die Leute dann halt andersweitig ausweichen. Das die Casinos Geld wollen, sollte man wohl auch keinem der 18 ist noch erklären müssen, ist ja auch nur fair, die Leute die ins Casino gehen, wollen unterhalten werden oder Geld von Casino gewinnen, dass gibts nicht zum Nulltarif. Und wer Haus und Hof am Spielautomaten lässt ist ein lebensunfähiger Idiot. Ist ja kein Geheimnis das die Bank immer gewinnt. Vor Dummheit schützt kein Verbot.

Würde mir anstatt über die Glücksspielsüchtigen, eher mal Sorgen um Krankenhausinfektionen machen, an diesem Hygiene Problem sterben in Deutschland immerhin 40000 Menschen pro Jahr.
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 18:09:35    Titel:

Wenn man das verbieten will, dann sollte man aber beim staatlichen Lotto und Totto anfangen.
rundmc
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 2074

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 18:15:13    Titel:

Zitat:
Und wer Haus und Hof am Spielautomaten lässt ist ein lebensunfähiger Idiot. Ist ja kein Geheimnis das die Bank immer gewinnt. Vor Dummheit schützt kein Verbot.


Du scheinst das Problem nicht verstanden zu haben. Sucht hat nichts mit Dummheit zu tun.

Was ich anmerken muss, dass ich insbesondere Casinos meine. Bei Lotto etc hat man noch eine gewisse Kontrolle seiner Ausgaben aber beim Automaten ist es nicht der Fall.
Das Online Casino wurde zb in den usa 2006 durch bush verboten..ob es aufgehoben wurde weiß ich nicht...


400 tausend Deutsche pokern im internet(heute ist die Zahl noch gering, aber sie steigt stetig)



Pro:
Steuereinnahmen
Arbeitsplätze


Contra:
Verschuldung der Bürger
Zerbrochene Beziehungen Freundeskreis/Familie etc
durch Schulden Kriminelle Aktivitäten=>enstehen widerrum gerichtskosten etc
Kosten für die Behandlung Suchtgefährdeter ist teuer => In manchen Quellen steht, dass die Behandlung , dass doppelte der Steuereinnahmen kostet
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 18:42:59    Titel:

Wo ziehst du die Grenze?

Bei Alkohl oder Nikotin, weil einige danach süchtig sind?
Bei Internetspielen, weil einige danach süchtig sind?
Bei Schokolade, weil einige Fresssüchtig sind?
Soll man Unterhosen verbieten, weil es das ein oder andere Gerücht vom Sex-Süchtigen, japanischen Fetisch-Geschäftsmann gibt?

Wo fängt denn endlich die Eigenverantwortung für dich an?
Wenn etwas der Mehrheit Freude bereitet und wenige damit nicht umgehen können, warum soll dann immer die Mehrheit darunter leiden?
rundmc
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 2074

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2009 - 18:49:47    Titel:

was ist das denn bitte für ein vergleich??
spielsucht ist etwas anderes als eine drogensucht


Zitat:
Wo fängt denn endlich die Eigenverantwortung für dich an?
Wenn etwas der Mehrheit Freude bereitet und wenige damit nicht umgehen können, warum soll dann immer die Mehrheit darunter leiden?


Wieso versucht man denn den Drogenhandeln zu unterbinden?
Dann sollten wir auch alle Dealer schön ihre Ware verkaufen lassen und dabei zuschauen. Denn es ist ja jedem seine Eigenverantwortung sich von Drogen fern zu halten. Dann dürften wir uns auch nicht über Drogenkonsum etc beschweren.
Die Mehrheit der Bevölkerung spielt Lotto und nicht Casino.
Im Casino ist die Ausgabenkontrolle viel unübersichtlicher.
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