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Deine Meinung ist gefragt! Germanistik-Studium: JA oder NEIN
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Deine Meinung ist gefragt! Germanistik-Studium: JA oder NEIN
 
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teeri
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
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BeitragVerfasst am: 12 Feb 2010 - 21:57:54    Titel:

Der Teil, den ich beurteilen kann (als Geisteswissenschaftlerin), deckt sich ziemlich mit meinen Beobachtungen. Der Rest scheint mir schlüssig.
maîtresse_de_Louis XV
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Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 801
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BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 08:21:28    Titel:

99Sascha hat folgendes geschrieben:
maîtresse_de_Louis XV hat folgendes geschrieben:

Und ich sage nicht, dass alle Geisteswissenschaftler Hartz4-Emfänger werden...im Gegenteil. Wink

Geschickte Aussage. Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern ist tatsächlich sehr gering. Aber ordnet man die beruflichen Karrieren nach Studiengang, dann stellt man deutlich fest, dass Akademiker im Niedriglohnbereich oder in Maßnahmen der Arbeitsagentur (inkl. Arbeitslosigkeit Wink) stark überproportional Geisteswissenschaftler die Plätze belegen.
Kein Mensch sagt, dass man sich quasi "prostituieren" soll. Umgekehrt wird eher ein Schuh daraus. Die Ansicht, ein Studium müsse ausschließlich inneres Interesse befriedrigen, und überhaupt nicht den potentiellen Arbeitsmarkt bei der Wahl mit einbeziehen, ist weit häufiger verbreitet. Der Vergleich Studium-Hobby kommt einem da schon nahe. Das alles wäre ja nicht so problematisch, wenn die GW-Absolventen in der Post-Uni-Phase ihre Entscheidung nicht bereuen würden. Aber die meisten nervt es dann einfach, dass sie zwar eine "entspannte" Uni-Zeit hatten, aber nun rumkrebsen müssen. Dazu kommt ja noch, dass sie der Aufbau eines GW-Studiums oft interessant anhört. Die Wirklichkeit schaut häufig anders aus. Inhaltlich zufrieden ist eine Minderheit dieser Studenten.

Gruß

Ich habe alles andere als ein entspanntes Studium...schreibe heute um 11 meine 9. Klausur innerhalb von 6 Tagen.
Aber ich kann behaupten, dass ich mein Hobby zum Studium gemacht habe...
Und was ist denn der Unterschied zwischen einer Ausbildung und einem Studium, wenn es nur auf die zukünftige Arbeit vorbereiten soll? Leider wird das heutzutage oft so gesehen...ist aber meiner Meinung nach falsch, damit macht man die Uni zu einem Ausbildungsbetrieb und DAS ist falsch. Im Grunde sollte man doch seinen Geist stählen und nicht einfach 3 Jahre hingehen und sich dann um einen Job bewerben. Rolling Eyes
Denkt doch mal nach...wie unsere Großeltern studiert haben! Dann wisst ihr, was STUDIEREN heißt! Nämlich Bildung vermittelt bekommen und sich v.a. selbst weiterbilden...! Ansonsten sehe ich bald keinen Unterschied mehr zwischen einem durchschnittlichem Azubi und einem Studenten (Geisteswissenschaftler natürlich ausgenommen...)...
Aber gut, jeder muss das selbst wissen. Studium ist für mich mehr als eine Berufsvorbereitung!
teeri
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Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 138
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 11:49:28    Titel:

Meine Großeltern konnten überhaupt nicht studieren. Das war kurz nach dem Krieg.
maîtresse_de_Louis XV
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Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 801
Wohnort: Versailles

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 14:44:40    Titel:

teeri hat folgendes geschrieben:
Meine Großeltern konnten überhaupt nicht studieren. Das war kurz nach dem Krieg.

Ja, aber so meinte ich das nicht...
bimbo_nr_1
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
Beiträge: 1011

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 18:14:45    Titel:

Zitat:
Denkt doch mal nach...wie unsere Großeltern studiert haben! Dann wisst ihr, was STUDIEREN heißt! Nämlich Bildung vermittelt bekommen und sich v.a. selbst weiterbilden...!


Darüber sollte man keine Urteile fällen, da es von vornerein nur rein hypothetischer Natur sein kann. Das Abitur war früher anspruchsvoller als es heute im Mittel ist aber es gab im alten System früher auch viel unnötige Schikane. Da hatte man als Gymnasiast schon schlechte Karten, wenn man die richtigen Zitate oder Gedichte nicht auswendig gelernt hat oder die falschen Eltern hatte, auch wenn das nicht unbedingt sooo viel mit geistiger Beweglichkeit zu tun haben muss.

Heute sind viele an einem Gymnasium oder an einer Uni , die dort eigentlich nicht sein sollten aber ich denke im Großen und Ganzen waren damals auch viele der Möglichkeit beraubt zu studieren, obwohl sie im Grunde eine entsprechende Eignung aufwiesen.

Zitat:
Und was ist denn der Unterschied zwischen einer Ausbildung und einem Studium, wenn es nur auf die zukünftige Arbeit vorbereiten soll?


Wahrscheinlich ist das in erster Linie der Abstraktionsgrad und die Menge an Fachwissen die gefordert wären.Ein Ingenieur muss Lösungen finden für komplexe Probleme. Das muss ein Facharbeiter auch aber ein Straßenbauer muss andere Probleme lösen als ein Bauingenieur.

Zitat:
Dann wisst ihr, was STUDIEREN heißt! Nämlich Bildung vermittelt bekommen und sich v.a. selbst weiterbilden...! Ansonsten sehe ich bald keinen Unterschied mehr zwischen einem durchschnittlichem Azubi und einem Studenten (Geisteswissenschaftler natürlich ausgenommen...)...


Ich frag mich ehrlich gesagt was so schlimm daran sein soll ein Azubi zu sein? In manchen Ländern ist das Studium fast auf dem Niveau komplexerer Lehrberufe in Deutschland. Nur dass dann halt auf dem Hochschulzeugnis was anderes steht. Wenn ein Studium einen nicht beibringt, wie man konkrete Probleme der realen Welt lösen kann und es einem auch nicht ermöglicht, mit diesem Wissen selbstständig durch die Welt zu kommen, dann kann es in meinen Augen auch nicht soviel wert sein. Dann lieber ein Azubi denn ein Student sein. Bilden kann man sich auch ohne Studium,dazu braucht man keine Immatrikulationsnummer.

Wir leben immer noch in dieser Welt. Wir brauchen natürlich auch einige, die sich einfach so Gedanken über Gesellschaft und das Sein an sich machen. Nur gibt es dazu eben auch einige wenige Stellen in unserer Gesellschaft.

Die Katholische Kirche wird auch von hochgebildeten, studierten Männern geleitet, die mitunter ein Dutzend Sprachen sprechen und unglaublich belesen sind. Trotzdem sind das oft Traumtänzer die von der Realität keine Ahnung haben.

Zitat:
Man sollte hier auch ganz objektiv bleiben und sich mal ansehen, wie viele von den möchtegern-Journalisten sich wirklich gut auszudrücken vermögen bzw. in ihren Argumentationen mal zum Punkt kommen können oder über eine hervorragende Allgemeinbildung und umfassendes Fachwissen verfügen.


Natürlich ist es leichter irgendwo reinzukommen, wenn man zu den Besseren gehört aber trotzdem, auch wenn der Durchschnitt immer besser wird, mehr werden auch nicht gebraucht...

Zitat:
Ich denke nach wie vor, dass es sehr stark von den Leistungen abhängt, und seien wir mal ehrlich: Nicht einmal 50% der Studierenden bringen wirklich hervorragende bis überdurschnittlich tolle Leistungen.
Ja meine Güte - soll man denen den Job in den A*** schieben?! Natürlich haben die es nicht einfach auf dem Arbeitsmarkt.


Sagt dir der Begriff DURCHSCHNITT etwas? Es ist doch logisch, dass die meisten Menschen nicht aus dem Durschnitt herausragen. Wie soll das auch gehen?

Nur deswegen denke ich auch, sollten Menschen auch ehrlich zu sich und mal darüber nachdenken, vielleicht in andere Bereiche vortreten zu wollen.

Wenn ich mich mit hunderten Leuten um vielleicht 30 Posten streite ist doch klar,dass viele auf der Strecke bleiben. Auch wenn nicht jeder schlecht war.



Zitat:
Das Problem an der Arbeitsmarktsituation für GeWis (- ich bin selbst keiner, kenne aber einige) ist, dass die mittelmäígen bis schlechten unter ihnen wirklich schlechte Karten haben.


Das Problem ist, dass es einfach zuviele gibt und der Bedarf gar nicht gedeckt werden kann. Und die paar Stellen, Verlage, Redaktionen,öffentlicher Dienst etc pp die es gibt, können sich unter den Bewerbern die Besten rauspicken .

Zitat:
Es sind genau die "ich finde das Studium ganz nett, weiß aber noch nicht genau, was ich eigentlich machen möchte" - Studenten, die auch später dann blöd dasitzen. Wenn man genauer hinsieht sieht man aber auch, dass das Leute sind, die allgemein ned wissen was sie wollen - und hoffen, dass jemand ihnen einen guten, interessanten und einträglichen Job vor die Füße legt.


Was soll man machen, Jahrelang dies und das, kreuz und quer lernen und studieren um das zu finden, was einem selber entspricht?

Ich denke für solche Leute ist es gar nicht so verkehrt, Abitur zu machen und BWL zu studieren. Mitunter schieben sie ihre Entscheidung ziemlich lange auf, dafür ist BWL aber auch ein Studiengang, der einem ziemlich universelle Betätigungsfelder ermöglicht. Und wenn man sich nicht für eine Möglichkeit entscheiden kann, ist es schlau, sich möglichst lange, möglichst viele Alternativen und Möglichkeiten aufrecht zu erhalten.

Zitat:
Die Sache mit dem BWL-Studium ohne echtes Interesse am Fach sehe ich kritisch - gerade Frauen enden mit dieser "lieber BWL als gar nichts studiert"-Einstellung oft als bessere kaufmännische Angestellte oder Chefsekretärinnen... Aber bitte - wer's mag.


Bei Frauen sieht es aber auch anders aus, im sozialen Bereich und in GWs eine gute Jobperspektive zu bekommen ist nicht sooo einfach. Und viele Frauen interessieren sich kaum für Technik oder gröberes Handwerk. Man muss auch aufpassen, dass man hier nicht zusehr postuliert. Vielen Männern geht es doch ähnlich.

Aber für Frauen stellt BWL nunmal eine der lukrativsten Perspektiven da.
Und Chefsekretärin oder höhere Angestellte sind doch echt total solide Berufsperspektiven. Was soll man sonst machen, wenn man nicht genau weiß, was man will? Gar nichts?
quatsch
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BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 18:35:25    Titel:

maîtresse_de_Louis XV hat folgendes geschrieben:
Denkt doch mal nach...wie unsere Großeltern studiert haben! Dann wisst ihr, was STUDIEREN heißt! Nämlich Bildung vermittelt bekommen und sich v.a. selbst weiterbilden...!

Von einem Studenten, der sich selbst für so gebildet hält, sollte man mehr erwarten als "früher war alles besser". Erstens sagt einem schon der gesunden Menschenverstand, dass auch früher die Menschen verschieden waren und nicht jeder ein wissbegieriges Genie, zweitens gibt es konkrete Anzeichen dafür, dass das Niveau eher niedriger war als heute. Wenn man z. B. Dissertationen aus früheren Zeiten liest, ist das oft sehr mager, schon vom Umfang und auch Inhaltlich. Ich hatte eine größere Menge Disseratationen (phil. Fak., was damals noch ziemlich viel umfasste) aus den 20er/30er Jahren in der Hand und vieles ginge heute nicht mehr als Seminarsarbeit durch. Dank der Bedeutung der Verbindungen ging es auch oft nur ums Saufen, dafür hatte man später Beziehungen. Lies Dir mal den Untertan diesbezüglich durch. Wenn man noch ein paar Jahre zurückgeht, sollte man das hier lesen: http://www.bossert-bcs.de/biologie/welt/praktum/ignoranz.pdf - bei aller Polemik, so Unrecht hat Enzensberger nicht, in vieler Beziehung ist die Bildung und der Horizont heute so gut wie nie zuvor. Man sollte das durchdenken, bevor man Untergang des Abendlandes schreit und sich nach der Zeit der Großeltern sehnt.
Kingklein
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Anmeldungsdatum: 04.02.2009
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BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 19:31:49    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Kingklein am 21 Jun 2012 - 16:50:45, insgesamt einmal bearbeitet
wima
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BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 20:19:07    Titel:

Wird die Mathematik nicht als Geisteswissenschaft bezeichnet.Somit wäre maîtresse auf deren Seite. Ok Wikipedia bezeichnet es als Wissenschaft, die mit ihren eigenen abstrakten Strukturen arbeitet.
Ist wohl egal, aber man setzt sich selbst sein eigenes Limit und ich denke egal ob Mathe, Gewi, BWL, Informatik, alles kann man recht anspruchsvoll betreiben.

@Kingklein: Recht zu anfang, vor paar Monaten wo ich maitresse Beiträge las, war ich ebenso aufgeregt darüber wie du. Über ihre Naivität und über Belanglose Themen wie:"Kann es sein, dass eine Dozentin jemandem eine schlechtere Note gibt, weil diese weibliche Person besser aussieht" und "Haben wie zuviele Akademiker in unserem LAnd" (meine Anmerkung: sicherlich zuviele Geistis), aber nach einiger Zeit wirst du dagegen resistent, insbesondere gegenüber ihre teilweise arrogante Art gegenüber Menschen, die nicht antike Geschichte kennen, da es ihrer Meinung zur Allgemeinbildung gehört, aber Mathematik nicht, oder jeder muss nach ihrere Ansicht eine weitere Sprache als die "dumme einfache" englische Sprache sprechen. Naja da hat wohl jeder andere Ansichten
Kingklein
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BeitragVerfasst am: 13 Feb 2010 - 20:43:37    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Kingklein am 21 Jun 2012 - 16:50:49, insgesamt einmal bearbeitet
maîtresse_de_Louis XV
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BeitragVerfasst am: 14 Feb 2010 - 17:30:16    Titel:

Ihr werft mir vor, dass ich keine Ahnung von Mathe/Physikvorlesungen habe...seid aber selbst keinen Deut besser. Ihr glaubt nicht im Ernst, dass ein studierter Historiker so viel weiß wie ihr in eurem tollen Allgemeinwissen habt. Rolling Eyes Hinzukommen natürlich gewisse Arbeitstechniken, die ihr sicherlich nicht drauf habt...

Im Real-life rede ich genauso...mit dem Unterschied, dass die Leute, mit denen ich verkehre, meine Meinung teilen. Mit anderen gebe ich mich gar nicht erst ab - mal krass gesagt. Wink
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