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Elektromotor- Selber bauen
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Foren-Übersicht -> Ingenieurwissenschaften -> Elektromotor- Selber bauen
 
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Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 18 Mai 2010 - 15:52:00    Titel:

Gutn Tag zusammen
Ich bins mal wieder Very Happy
Mittlerweile gehts um die Wicklungen vom Rotor... nachdem mein Partner mit dem ich das zusammen mache den Draht vollständig zerstört hat und unser Techniklehrer keinen mehr hat und ich ja ohnehin mehr Draht für Polschuhe bzw. Statorspule brauche, wollte ich mir jetzt kurzerhand neuen im Baumarkt holen...
"ham wa nich"-so die Antwort. Also freundlich natürlich. Ich ab ins Internetz...wenn ich jetzt aber sowieso neuen kaufe, kann der ja auch gleich optimal sein...das meine ich vorallem in Bezug auf die Dicke.
Für einen Elektromotor Marke Eigenbau:
Eher dick 1mm und mehr oder lieber so 0,2mm und änliches?

Außerdem hab ich das mit dem Rotor also erstmal mit der kleinen Eisenschraube von unserem Lehrer getestet, hier zu hause. Das Ergbenis war nicht das was ich erhofft hatte (9V Batterie).
Habs dann nach mehreren Versuchen aufgegeben.
In der Schule hab ichs dann mit einem Netzstecker und 12V probiert- funktionierte ohne Probleme (nicht so stark aber immerhin).
Liegt das daran, dass ich durch die Steckdose wesentlich mehr Ampere krieg als durch die Batterie?

Danke im Voraus!
Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 01:28:04    Titel:

Zitat:
Liegt das daran, dass ich durch die Steckdose wesentlich mehr Ampere krieg als durch die Batterie?

Vermutlich schon.
Bzgl. CuL-Drahtstärke weißt Du wahrscheinlich, daß es im Prinzip vom Magnetisierungsergebnis her gesehen gleichwertig ist, wenn Du:

- entweder geringen Strom durch viele Windungen
- oder hohen Strom durch wenige Windungen
laufen läßt; d.h. Du kannst das nun an sich so machen wie es Dir beliebt.

Nimmst Du z.B. 0,2 mm und packst möglichst viele Windungen auf, kannst Du den Motor auch mit geringer Stromstärke zum Laufen bringen (durchaus auch z.B. mit 4,5 V Flachbatterie)

Anderenfalls brauchst Du zwar weniger Windungen aber eine stärkere Konstant-Stromquelle (wie z.B. die von Dir genannte Quelle in der Schule)

Solltest Du Draht-Beschaffungsprobleme haben: wende Dich evtl. an einen E-Motoren-Reparaturbetrieb. Die haben CuL-Draht in beliebigen Abmessungen und Mengen und helfen Dir bestimmt - v.a. wenn Du Deinen Motor mitnimmst Wink
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 15:22:33    Titel:

Zitat:

Bzgl. CuL-Drahtstärke weißt Du wahrscheinlich, daß es im Prinzip vom Magnetisierungsergebnis her gesehen gleichwertig ...


Hab dann mal mit paint (Very Happy) dieses Kunstwerk geschaffen und hab im Bezug darauf noch eine Frage:
Kommt es wirklich auf das Gleiche raus wenn ich dünnen oft oder dicken weniger oft um den Rotor wickel? Weil der dicke Draht würde ja mehr Kupferdraht bedeuten also jetzt so von der Masse her, sag ich mal, hoffe es wird durch die Zeichnung deutlich was ich meine. Kommt es dann immernoch auf das gleiche raus oder verstärkt sich das Magnetfeld dadurch spürbar? Oder nur so wenig, dass es sich nicht lohnen würde?
Außerdem würde ich gerne erfahren ob es möglich ist, den Draht doppelt zu wickeln (zB. Anker=Schraube, Schraube komplett in eine Richtung umwickeln, am Ende angekommen einfach wieder zum Anfang der Schraube springen und nochmal bis zum Ende umwickeln?).

Hier das Bild:

xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 15:59:21    Titel:

Der dicke Draht bedeutet nicht zwingend mehr Kupfer, denn du musst bedenken, dass du den dünnen Draht entsprechend öfter herumwickeln musst...

Ob nun ein dicker Draht mit wenig Windungen und viel Strom oder ein dünner Draht mit vielen Windungen und wenig Strom von Vorteil ist, hängt vom Einzelfall ab...

Zum Einen hängen die ohmschen Kupferverluste quadratisch vom Strom ab. Zum Anderen hängen sie jedoch auch von der Leiterlänge als auch vom Querschnitt ab. Ein typisches Optimierungsproblem, wenns wirklich drauf ankommt... Tuts bei dir ja nicht Wink

Bei Gleichstrommaschinen in der Praxis wird die Ankerwicklung in aller Regel so niederohmig wie möglich ausgeführt. Das allerdings vor allem, weil man die Wärme aus dem Inneren einer realen Maschine relativ schlecht nach draußen führen kann...
Du hast bei dir ja sehr viel Luft um den Rotor herum. Daher ist Wärmeentwicklung ein absolut sekundäres Problem...

Es gilt auch hier, was ich bereits vor einiger Zeit schon einmal sagte:

Du willst etwas dabei lernen, also probiere (sofern möglich) beide Varianten aus, schau am Besten funktioniert und dann überlege dir, warum es genau so am Besten funktioniert. Der Lerneffekt dabei wird unvorstellbar größer sein, als wenn wir dir jetzt sagen, wie man es macht Wink

Deswegen liefere ich dir lieber den theoretischen Background und sage bewusst nicht:
"Variante 2 ist besser..."

Denn das lässt sich für deine Versuchsanordnung, Geometrie, Bauweise usw. schlicht nicht vorhersagen...

PS:
Habe Nachsicht mit deinem Lehrer. Der hat sowas in aller Regel nur höchst theoretisch studiert, aber niemals in der Praxis angewendet. Lehrer sind nur höchst selten "waschechte" Ingenieure aus der Praxis Wink
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 19 Mai 2010 - 16:23:33    Titel:

Das mit dem "Ingenieure aus der Praxis" nehm ich gerne auf, mein Vater ist Diplom Ingenieuer und hat auch leider so wenig Plan wie ich davon Very Happy

Das "Problem" beim probieren ist ja nur, dass ich erstens nicht wirklich Lust habe den Rotor zu wickeln, auszuprobieren, den Draht wieder abwickeln dann den neuen Draht wieder drauf, nochmal probieren, dann wieder abwickeln, weils anders besser funktioniert hatte und den ersten Draht wieder drauf...abgesehen davon, dass ich mir dann 2 verschiedene Drähte holen muss, dick und dünn und das ich dann wahrscheinlich ein neues Stück Draht nehmen müsste weil der Lack ab ist...
Aber das mit den Kupferverlusten quadratisch zum Strom ist schon ein wichtiger Punkt...ich denke ein Draht von 1mm ist ein gutes Mittelmaß...vielleicht auch ein bisschen weniger... -im Internet gibts ja genug Angebote.

Was ich aber dennoch gern wissen würde, wäre die Sache ob man doppelt wickeln kann/darf...würd mich interessieren ansonsten:
Zitat:
Der Lerneffekt dabei wird unvorstellbar größer sein, als wenn wir dir jetzt sagen, wie man es macht


-probier ichs einfach aus Very Happy
Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 01:25:56    Titel:

Zitat:
Was ich aber dennoch gern wissen würde, wäre die Sache ob man doppelt wickeln kann/darf...würd mich interessieren

Du darfst nicht nur, sondern Du solltest sogar so viel Windungen auflegen wie es möglich ist; denn je mehr Windungen, desto weniger Stromstärke brauchst Du, um den gleichen Magnetisierungsgrad wie bei dickerem Draht, weniger Windungen und höherer Stromstärke zu erreichen.

Damit erhöhst Du die Wahrscheinlichkeit, das Motorchen auch mit einer Batterie betreiben zu können.

Ohne die genaueren Abmessungen und Gegebenheiten zu kennen, würde ich Dir raten CuL 0,6 mm zu verwenden.

Die übliche Dauerbelastbarkeit von CuL liegt bei etwa 3 A/mm^2; d.h. bei 0,6 mm kannst Du wahrscheinlich Batteriebetrieb (wegen mehr Windungen als bei 1 mm möglich) realisieren aber darüberhinaus mit einer entspr. Stromquelle (Schule) auch noch mit mehr A (zumindest kurzzeitig) fahren, um zu sehen wie sich der Motor dann verhält.
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 11:15:40    Titel:

Ich glaube ich habe mich nicht präzise genug ausgedrückt, tschuldigung.
Ich wollte mit dem doppelten Wickeln darauf hinaus, dass ich nicht genau weiß, wie ich es öfter als einmal umwickeln soll...
Schließlich muss es ja immer in die gleiche Richtung...

Bild Very Happy




Ich will nur wissen ob das so zB. möglich ist, weil wenn ich am Ende der Schraube bin und mit dem Draht wieder zum Anfang will, darf ich ja nicht zurückwickeln, da das ja sonst eine andere Wickelrichtung wäre und somit das Magnetfeld nicht zustande kommen würde...
Ich weiß nur bei der Methode, die ich euch aufgemalt habe, nicht ob es irgendwelche Probleme gibt...

In Bezug auf 0,6mm Kupferlackdraht dachte ich daran: http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=D871;GROUPID=4484;ARTICLE=57183;SID=31EtbvlKwQAR8AACDk9Rode53e99426d7d7195004f2509a5b92c2
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2010 - 11:37:50    Titel:

Fischy33 hat folgendes geschrieben:

Ich will nur wissen ob das so zB. möglich ist, weil wenn ich am Ende der Schraube bin und mit dem Draht wieder zum Anfang will, darf ich ja nicht zurückwickeln


Doch... Genauso werden Spulen gewickelt...
Fischy33
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2010 - 16:24:36    Titel:

Tach und Hallöchen mal wieder Very Happy



Hintergrund ist, dass unser Techniklehrer alles übern Haufen geschmissen hat, was wir uns mittlerweile erarbeitet hatten...( Dauermagneten und keine Winkel als Halter usw, der Typ ist so erbärmlich)

Das Bild zeigt jetzt meinen Wunsch den Motor original zu bauen, so wie Jedlik es gewollt hätte...nur halt mit moderenen Mitteln und ein wenig mehr Lust auf das ganze weil mir diesmal keine schwachsinnigen Grenzen gesetzt sind (ich bau den jetzt Privat)

Ich hab auf dem Bild keinen Rotor gemalt, er ist in der Mitte von dem fast vollständigen Kreis und ich will mich kurz erkundigen ob ihr denkt, ob es so funktionieren würde. Das Grün und Rot soll die Pole symbolisieren, das V mit dem blauen soll zeigen, das es im Ganzen, also mit einem Stück Draht gewickelt wurde. Demnach müssten also an den Enden des Drahtes bzw. an den "Bäuchen" des "Kreises" die Pole Nord und Süd entstehen, es kommt ja vorallem darauf an, dass es unterschiedliche sind.

Danke für die Antworten im Voraus!
Lothol
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1124

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2010 - 23:53:48    Titel:

Zitat:
Ich hab auf dem Bild keinen Rotor gemalt, er ist in der Mitte von dem fast vollständigen Kreis und ich will mich kurz erkundigen ob ihr denkt, ob es so funktionieren würde. Das Grün und Rot soll die Pole symbolisieren, das V mit dem blauen soll zeigen, das es im Ganzen, also mit einem Stück Draht gewickelt wurde. Demnach müssten also an den Enden des Drahtes bzw. an den "Bäuchen" des "Kreises" die Pole Nord und Süd entstehen, es kommt ja vorallem darauf an, dass es unterschiedliche sind.


Was Du da beschreibst ist schwer zu verstehen.
Rotor mittig ist klar. Kann ja sonst nicht funktionieren.

Was sind die beiden Halbschalen? Polschuhe?
Wo soll die CuL-Drahtwicklung angeordnet sein?
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