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Examensnote so unvorhersehbar?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Examensnote so unvorhersehbar?
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 18:57:55    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Analogien nicht begründen, fehlende Obersätze, unvollständige Subsumtion oder Conclusio passt nicht zu Obersatz, Logikfehler),


Solche Fehler habe ich nicht gemacht, das weiß ich.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 18:59:26    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:

Zuguterletzt: Selbst wenn du deine Traumnoten nicht bekommen solltest, im juristischn Umfeld gibt es auch wahnsinnig erfüllende Berufe ohne Prädikat, und zwar nicht nur als Freiberufler, etwa Syndikus beim Mittelstand oder Verbandsjurist. Man verdient dort zwar kein Vermögen, aber darauf kommt es dir ja nicht an.


Mittlerweile und nach vielen Gesprächen sehe ich das auch so. Nur mal nebenbei: Mit Zufall können 7 grottenschlechte Noten nichts mehr zu tun haben...
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 19:00:27    Titel:

Das ist wirklich bitter. Mir hat es eben auch die Sprache verschlagen. Du musst den Schock jetzt verdauen, schauen dass du dir die Klausuren ansiehst und dann echt gnadenlos die Niederlage hinter dir lassen und nochmal schreiben. Hilft alles nix.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 19:04:00    Titel:

Bitter ist kein Ausdruck...
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 19:25:37    Titel:

Was mich an der ganzen Sache eigentlich am meisten wundert ist, dass du sagst, dass du bis jetzt (also im Studium und in der Examensvorbereitung) deine Noten meistens richtig eingeschätzt hast - denn eigentlich ist das etwas, was wirklich extrem schwierig ist und was den allermeisten nicht gelingt.

Mir selbst ging es z.B. insofern immer ähnlich wie dir, dass ich wusste, den Gutachtenstil und die juristische Prüfungstechnik beherrsche ich und daran wird bei mir keine Klausur scheitern. Aber dennoch konnte ich (vom ersten Semester bis hin zum Examen) nach einer Klausur nur selten mal die Note richtig einschätzen - einfach weil die Gefahr so groß ist, dass man in der Klausur an einer Stelle etwas übersieht oder einen Fehler macht. Sowas kann einem leicht die ganze Klausur kaputtmachen, weil man sich aufgrund des einen kleinen Fehlers manchmal ganze Problemfelder abschneidet oder zu Folgeansprüchen gar nicht mehr kommt - selbst wenn der Rest der Klausur ganz gut ist, passiert es dann leicht, dass man bei 5 Punkten oder drunter landet. Um sich völlig zu verschätzen, reicht es also aus, den einen kleinen Fehler in der Klausur nicht zu bemerken.

Ist mir gerade letztens noch wieder passiert, als ich eine AG-Klausur zurückbekommen habe, in der ich eigentlich ein ganz gutes Gefühl hatte (so im 8/9-Punkte-Bereich vielleicht), tatsächlich waren's dann aber 5 - was allein daran lag, dass ich an einem Punkt die Beweislast falsch bestimmt habe. Daraufhin ging die ganze Klausur natürlich in eine völlig falsche Richtung.

Bei dir war's doch z.B. in der einen Klausur mit dem Handy-Abo ähnlich - einmal einen Fehler gemacht (da mit dem Vorliegen der Willenserklärung), und schon läuft alles in die falsche Richtung, du konntest die ganze Vertretungs- und Rechtsscheinproblematik nicht mehr prüfen, und dann kommt es eben sehr leicht dazu, dass die Klausur bei 5 Punkten oder drunter landet.

Fehleinschätzungen passieren daher unglaublich leicht, gerade weil nicht so selten ein einziger Fehler reicht, um die ganze Klausur kippen zu lassen - ich habe in meinem Jura-Leben garantiert öfter falsch gelegen als richtig, manchmal habe ich mich locker um 6-7 Punkte verschätzt.
Dass du jetzt so extrem daneben gelegen hast mit deiner Einschätzung, wundert mich deshalb für sich genommen gar nicht, weil das im Fach Jura einfach ständig passiert - was mich wundert ist nur, dass dir das bis jetzt noch nie passiert ist. Dass es gerade im Examen zum ersten Mal geschieht, ist natürlich extrem hart... keine Frage.

Aber wie ich schon öfter betont habe, ich bin sicher, dass die Entscheidung, den Verbesserungsversuch zu schreiben und dann auch das zweite Examen zu machen, in jedem Fall die richtige ist. Ich kann mir ganz ehrlich nicht vorstellen, wie man den Rest seines Lebens damit leben können sollte, dass man nicht weiß, was man vielleicht alles noch erreicht hätte, wenn man es nur versucht hätte.

Edit: Meine Güte, was für ein langes Geschwafel, sorry. Wink
bernie1987
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Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 150

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 19:27:33    Titel:

Hallo Marina,

ich war schon längere Zeit nicht mehr im Forum, aber gerade bin ich - mehr aus Zufall - mal wieder reingeschneit.

Es tut mir ehrlich Leid, wie es dir ergangen ist Confused Sad, aber so wie ich dich kenne (zugegeben, ich kenne dich nicht gut, aber doch immerhin aus einigen deiner / meiner Postings hier), wirst du garantiert deinen Weg machen. Darüber hinaus geht es immer irgendwie weiter ! Very Happy Mag' zwar komisch klingen, ist aber wirklich so, das lass' dir von einem lebenserfahrenen Mann von ... äh ... 23 Jahren gesagt sein.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Kraft und Mut und hoffe, ich konnte dir hiermit ein bisschen von selbigem zusprechen.

Viele Grüße

BERND Very Happy
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 19:45:33    Titel:

Rhyeira hat folgendes geschrieben:
Was mich an der ganzen Sache eigentlich am meisten wundert ist, dass du sagst, dass du bis jetzt (also im Studium und in der Examensvorbereitung) deine Noten meistens richtig eingeschätzt hast - denn eigentlich ist das etwas, was wirklich extrem schwierig ist und was den allermeisten nicht gelingt.


Doch, wirklich, das sage ich jetzt auch nicht so: Ich habe mich wirklich fast immer richtig eingeschätzt, natürlich gab es Abweichungen von einigen Punkten, aber alles in allem hat mich noch nie ein Ergebnis wirklich überrascht. Das habe ich auch früher schon geschrieben. Kann natürlich jetzt auch Zufall sein, aber ich habe doch bereits im Studium schon sehr viele Klausuren geschrieben.
Sonst würde ich jetzt auch wirklich nicht so einen "Aufstand" schieben.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 20:10:27    Titel:

Rhyeira hat folgendes geschrieben:

Bei dir war's doch z.B. in der einen Klausur mit dem Handy-Abo ähnlich - einmal einen Fehler gemacht (da mit dem Vorliegen der Willenserklärung), und schon läuft alles in die falsche Richtung, du konntest die ganze Vertretungs- und Rechtsscheinproblematik nicht mehr prüfen, und dann kommt es eben sehr leicht dazu, dass die Klausur bei 5 Punkten oder drunter landet.


Das stimmt und das wusste ich auch. Allerdings hatte diese Klausur noch andere Schwerpunkte und ich hätte trotz dieser Sache nicht erwartet, dass sie bei 3 Punkten landet (das war ihr glorreiches Endergebnis Wink ). Ich finde es aber insofern trotzdem krass, da ich in dieser Klausur an vielen Stellen bewiesen habe, dass ich juristisch gut arbeiten kann (Besonderheiten der invitatio z.B.). Deshalb überraschte mich auch das Ergebnis.
Aber das könnte ich jetzt evtl. verstehen, wenn so streng bewertet wird, aber es gibt innerhalb dieser 7 schon einige, die ich noch gar nicht nachvollziehen kann. Und ich bin mir auch sicher, dass im Studium keine dieser Klausuren so bewertet worden wäre. Und wenn das tatsächlich so ist, dann sollte auch gleich im Studium so radikal bewertet und gesiebt werden.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 20:14:44    Titel:

Rhyeira hat folgendes geschrieben:

Dass du jetzt so extrem daneben gelegen hast mit deiner Einschätzung, wundert mich deshalb für sich genommen gar nicht, weil das im Fach Jura einfach ständig passiert - was mich wundert ist nur, dass dir das bis jetzt noch nie passiert ist. Dass es gerade im Examen zum ersten Mal geschieht, ist natürlich extrem hart... keine Frage.


Das ist eben der Punkt... Wie gesagt, es geht mir nicht nur um diese Note, ich dachte vor dem Examen ja eh, ach, Freiversuch, bin nicht gut vorbereitet (fühlte mich nicht gut, weißt du ja aus diversen Beiträgen), wird nix. Aber dann liefen wirklich fast alle Klausuren passabel... dachte ich Confused Und ich hab ja auch nicht zwangsläufig mit einer guten Note gerechnet... Aber dass es so schlecht gelaufen ist, undzwar in allen 7 Klausuren, ist für mich unfassbar. In den Klausuren selbst hatte ich übrigens keine Probleme mit den Nerven, Aufregung oder sonstwas.

Langsam fange ich an, auf die Einsicht zu brennen... Das möchte ich echt mal sehen...
ManuelD
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2010 - 23:14:10    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Und ich bin mir auch sicher, dass im Studium keine dieser Klausuren so bewertet worden wäre. Und wenn das tatsächlich so ist, dann sollte auch gleich im Studium so radikal bewertet und gesiebt werden.


Ja, die Organisation des Jurastudiums werde ich wirklich nie verstehen. Andererseits spielt vielleicht auch mit rein das
a) Fast 50% der Leute abbrechen
b) (Geschätzt) 30% der Leute die bis zum Examen kommen halten die ersten 4-6 Semester eher Dornröschenschlaf Wink

Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass Scheine+Examen sehr wenig miteinander zu tun haben.
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