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Penicillin- Ein Wundermittel der Natur?
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Karin-H
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Anmeldungsdatum: 05.08.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2010 - 12:59:51    Titel: Penicillin- Ein Wundermittel der Natur?

Hallo, ich habe eine Frage zu dem Medikament Penicillin (mein Thema zu 5.Pk )
Man sagt ja es sei ein Wundermittel..
Ist es wirklich eins und wenn ja wieso ?? Also was macht es zum ´´Wundermittel´´?
mol_muse
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Anmeldungsdatum: 25.04.2009
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2010 - 16:46:36    Titel:

Also Penicillin ist kein Wundermittel, wenn man es bezüglich der bakterizidischen Wirkungsweise betrachtet. Viele Baktereinstämme haben beta-lactamasen, die den Lactamring des Penizillins spalten und somit die Zellwandsynthese der Bakterien nicht mehr hemmen kann.

Was aber durchaus richtig ist, was man aber nicht als Wundermittel bezeichnen kann ist, dass es als Breitbandantibiotikum nachwie vor eingesetzt wird und man es in sehr hohen Dosen verabreichen kann ohne, dass irgendwelche Nebenwirkungen auftreten. Im Falle eine aktuen Bakterieninfektion wird oft und sehr gerne zum Penicillin zurückgegriffen mit den einfachen Grund, den ich schon oben genannt habe. Aber dem Patienten wird natürlich Blut abgenommen, um bestimmen zu können um welche Bakterienart es sich handelt und somit dann die richtigen Antibiotika zu verabreichen.

Als Vergleich dazu und was gerne im Alltag verwendet wird ist Aspirin. Wenn man ca. 20 Aspirin Brausetabletten aufeinmal zu sich nimmt, dann besteht große Lebensgefahr. 1 Brausetablette enthält ungefähr 100mg-300mg Acetylsalicylsäure.

Das heißt Aspirin hat eine kleine pharmazeutische Therapiebandbreite (zu hohe Dosis--> Lebensgefahr) während Penicillin eine große Therapiebandbreite hat (hohe Dosis--> geringe Lebensgefahr).

Herzglycoside sind die Gefährlichsten. Werden aber aus historischen Gründen auch noch heute eingesetzt. Muss aber natürlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Siehe auch

streptomycin
kanamycin
vancamycin
aminoglycoside
rifampin usw.
Karin-H
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Anmeldungsdatum: 05.08.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2010 - 12:30:00    Titel:

hallo mol_muse,
erstmal danke für die Antwort-
also meinst du jetzt das es auf einer Seite ein Wundermittel ist und auf der anderen Seite nicht?
aber wenn es ein Wundermittel ist - was spricht denn dafür das es eins ist ?
Mein Bio-Lehrer/Betreuer meinte es ist ein Wundermittel, weil .. (den Rest habe ich nicht verstanden, weil er so schnell geredet hat)
uund zu meiner Überschrift (Penicillin- Ein Wundermittel der Natur?) nochmal ..- meinst du vllt das diese Frage zu meinem Thema passt ?? oder fällt dir vllt i-was besseres ein (wenn nicht egaal)??
ansonsten dankee Very Happy
mol_muse
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Anmeldungsdatum: 25.04.2009
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2010 - 12:53:50    Titel:

Womöglich habe ich es nicht ganz korrekt geschrieben.

Also Penicillin ist für mich DEFINITIV kein Wundermittel. Betrachtet aber jeder anders, das womöglich durch historische Gründe untermauert wird. (siehe meinen Überschrifts Vorschlag)

Du kannst auch diese Überschrift wählen: Penicillin-erstes medizinisches Breitbandantibiotikum

Es wurde in den 30er Jahren des 20. Jhd entdeckt. Suche einfach mal im Internet, da findest du genug über die Entdeckung des Penicillins.
Dr. Nick
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Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2010 - 18:41:26    Titel:

mol_muse hat folgendes geschrieben:

Als Vergleich dazu und was gerne im Alltag verwendet wird ist Aspirin. Wenn man ca. 20 Aspirin Brausetabletten aufeinmal zu sich nimmt, dann besteht große Lebensgefahr. 1 Brausetablette enthält ungefähr 100mg-300mg Acetylsalicylsäure.

Das heißt Aspirin hat eine kleine pharmazeutische Therapiebandbreite (zu hohe Dosis--> Lebensgefahr) während Penicillin eine große Therapiebandbreite hat (hohe Dosis--> geringe Lebensgefahr).

Herzglycoside sind die Gefährlichsten. Werden aber aus historischen Gründen auch noch heute eingesetzt. Muss aber natürlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.


Die Assozitionskette Penicillin -> ASS -> Herzglycoside und die "historischen Gründe" des Digitalisgebrauchs musst du mir in einer ruhigen Minute nochmal erklären.

Gruß
mol_muse
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Anmeldungsdatum: 25.04.2009
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2010 - 19:28:27    Titel:

Also meine Meinung warum Penicillin als "Wundermittel" bezeichnet wird ist, dass es in sehr hohen Dosen (milligramm eventuell sogar im gramm bereich) verabreicht werden kann ohne, dass der Patient an Übelkeit, Herzrasen oder dergeleichen erleidet. Ich wollte Penicillin, ASS und Herzglycoside nur als Veranschaulichung darstellen bezüglich der Dosis. Nicht mit deren Wirkungswiese oder so.

Die ASS war jetzt nur ein Vergleich, wie schon erwähnt. Ein übertriebenes Beispiel.: Patient A und B klagen über Fieber und Kopfschmerzen. Patient A vertraut auf Penicillin und P. B auf ASS. P. A nimmt 5g Penicllin auf einmal ein. Keine bis leichte Nebenwirkungen. P. B nimmt 5g ASS auf einmal ein. P. B stirbt nach kurzer Zeit im Krankenhaus an Herzversagen verursacht durch ASS. (Ob das jetzt im Beipackzettel steht, weiß ich nicht) Das heißt: Verglichen mit dem Therpeutischen Dosisspektrum des Penicillins und der ASS ist das Spektrum des Penicillins viel größer als die der ASS.

Bezüglich der Herzglycoside wird eine Dosis im µg Bereich verwendet. Kleine Abweichungen können ernsthafte Nebenwirkungen hervorrufen.
Das mit den historischen Gründen, wurde uns so im Studium gelehrt. Blöderweise habe ich nicht nachgefragt. Laut Wiki werden die Wirkstoffe vom Fingerhut gewonnen und wahrscheinlich war deren Wirkung schon viele Jahrhunderte in der Kräuterkunde bekannt.
Dr. Nick
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Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2010 - 14:51:48    Titel:

Schon okay Smile
Ich wollte nur zum Denkanstoß anregen, dass nichts aus historischen Gründen angewandt wird, sondern immer, weil es den gewünschten Erfolg bringt.

Liebe Grüße
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