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Polens Finanzminister sieht Krieg wenn EU auseinander bricht
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Bruder Nummer 1
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Anmeldungsdatum: 12.06.2010
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2011 - 22:07:17    Titel: Polens Finanzminister sieht Krieg wenn EU auseinander bricht

Polen hält Krieg bei Auseinanderbrechen der Euro-Zone für möglich
STRASSBURG (dpa-AFX/APA) - Der polnische Finanzminister Jacek Rostowski hat
mittel- und langfristig einen Krieg in Europa nicht ausgeschlossen, wenn es zu
einem Zerfall der Eurozone und der Europäischen Union kommt. 'Wir dürfen nicht
zulassen, dass es dazu kommt', sagte Rostowski am Mittwoch vor dem
Europaparlament in Straßburg.

Rostowski schilderte den Abgeordneten von einem persönlichen Gespräch mit einem
Ex-Kollegen im Finanzministerium, der nun Vorstandsvorsitzender einer großen
polnischen Bank sei. Dabei sei es um die gegenwärtige Euro-Krise gegangen. 'Er
sagte, nach derartigen wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen kommt es
selten so, dass man zehn Jahre später noch eine Kriegskatastrophe verhindern
kann. Ich denke ernst daran eine (US-)Greencard für meine Kinder zu erwerben',
gab der Finanzminister die Worte seines Freundes wider.

Zuvor hatte Rostowski, der derzeit Vorsitzender im EU-Finanzministerrat ist, mit
eindringlichen Worten vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone gewarnt und
appelliert, ein Pleiteszenario für Griechenland mit allen Mitteln zu verhindern.
'Heute dürfen wir keine Zweifel daran haben, dass Europa in Gefahr ist', sagte
er. Die 'Eurozone muss gerettet werden'. Einen 'Schock' bei einem Scheitern
'würde Europa auch nicht überdauern'./ths/sp/ags/APA/jsl
Quelle: dpa-AFX

http://www.onvista.de/devisen/news.html?c=1&HO=3&OFFSET=0&DATE_RANGE=month&ID_NEWS=204861726

Deutschland dürfte eher schlechte Karten haben, bei 180.000 Mann marschieren die Polen wahrscheinlich diesmal bei uns in 2 Wochen durch Laughing
2,71828
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2011 - 00:41:22    Titel:

Das sehe ich anders. Es wird Krieg geben, wenn die EU in der jetzigen Form noch länger erhalten bleibt. Kein Krieg bei der offizielle Armeen verschiedener Länder gegeneinander kämpfen, sondern eher etwas bürgerkriegsähnliches bei dem ein Teil der Europäer gegen den anderen kämpft.

Die EU erzeugt Hass. Das Wort "Grieche" ist in Deutschland schon längst zum Schimpfwort geworden. Immer mehr Europäer fühlen sich durch andere ausgebeutet.

Nehmen wir Deutschland als Beispiel. Niemals hat die Bevölkerung der EU oder dem Euro zugestimmt. Ganz im Gegenteil, die Politik hat alles getan um eine Abstimmung zu verhindern. Das mag rechtlich durchaus wohl begründet sein (Stichwort repräsentative Demokratie), erzeugt aber die fehlende Akzeptanz. Gleichzeitig hat man, um Proteste zu verhindern, viel versprochen, z.B. das es niemals eine Transferunion geben würde oder auch das die Stabilität des Euros gewährleistet wird. Wir wissen, dass dies alles Lügen sind. Die EZB ist ein Bad Bank die Schrottpapiere kauft mit dem Ergebnis, dass schon jetzt aufgrund der niedrigen Zinsen ein Jeder die Geldvernichtung auf dem eigenen Konto spürt. Dass kein Staat für einen anderen haften müsste ist auch schon Geschichte. EU und Euro basieren auf Lügen. So etwas kann nicht lange gut gehen.

Gleichzeitig ist die EU-Politik eine Katastrophe. Verheizte Politiker werden nach Brüssel aufs Abschiebegleis geschickt. Nun haben wir unzählige EU-Politiker, die eine Daseinsberechtigung suchen und Blödsinn veranstalten. Datenschutz beseitigen und anderen Ländern zugriff auf Kontodaten geben - kein Problem. Glühbirne abschaffen und dafür die Heizung mehr aufdrehen müssen - ja bitte. Wassersparen, obwohl schon jetzt das Wassernetz am absoluten Minimum der Betriebsfähigkeit arbeitet - warum nicht. usw.

Den Todesstoß der EU haben aber die Politiker der Länder selbst gesetzt. Wenn irgend ein Gesetzesvorhaben am eigenen Parlament scheitert schiebt man es den Kollegen der EU zu. Wird es dann dort beschlossen, sagt man der eigenen Bevölkerung, dass man es LEIDER umsetzen müsse, wäscht die eigenen Hände in Unschuld und gibt der EU lautstark die Schuld. Auch für andere Dinge mit macht die EU (zu Unrecht) verantwortlich. Ein populäres Beispiel ist Biosprit (E10). Noch immer wird wahrheitswidrig behauptet, die EU hätte E10 verlangt. E10 ist übrigens ein schönes Beispiel, wie die Bevölkerung rebelliert, denn hier geht es nicht nur um die Angst um das eigene Auto oder der Verschwendung von Lebensmitteln, sondern auch um "es Denen da oben" mal zu zeigen.

Eine Staatengemeinschaft kann auf Dauer nur durch Zustimmung der Menschen funktionieren. Hätte man die Deutschen damals abstimmen lassen, hätte es EU und Euro nicht gegeben. Würde man heute abstimmen lassen, wäre das Wahlergebnis auch nicht anders.

Die Bildung wird tot gespart, der Sozialstaat zurückgefahren und immer mehr Milliarden gehen an die EU. Jetzt spricht Schäuble schon von der Rente mit 69. Viele Deutsche fühlen sich ausgebeutet. Das ist gefährlich. Es erinnert mich an an einen gewissen Vertrag von Versailles. Das kollektive Gefühl ungerecht behandelt zu werden, wurde schon einmal als Grundstein für neue Gewalt genutzt. Wenn man mit dieser verlogen EU so weiter macht, wird irgendwann das Volk aufstehen und die EU beseitigen - natürlich nicht nur das Schlechte sondern es wird eine Überreaktion geben. Davor habe ich Angst.

Ich möchte hier weder für die Wiederherstellung souveräner Einzelstaaten noch für noch mehr EU eintreten. Was die bessere Methode ist, das weiß ich nicht. Aber ich bin davon überzeugt, dass es eine Katastrophe geben wird, wenn die Politik weiterhin die Menschen ignoriert und mit durchsichtigen Lügen zu beschwichtigen versucht.



Euer 2,71828,
der das Glück hatte, bisher in Friedenszeiten zu leben, aber davon ausgeht (sofern ihn Gevatter Tod nicht vorzeitig holt) einen durch die heutige EU-Politik verursachten Krieg noch erleben zu müssen
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4536

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2011 - 15:39:30    Titel:

Zitat:
Die EU erzeugt Hass. Das Wort "Grieche" ist in Deutschland schon längst zum Schimpfwort geworden. Immer mehr Europäer fühlen sich durch andere ausgebeutet.

Nehmen wir Deutschland als Beispiel. Niemals hat die Bevölkerung der EU oder dem Euro zugestimmt. Ganz im Gegenteil, die Politik hat alles getan um eine Abstimmung zu verhindern. Das mag rechtlich durchaus wohl begründet sein (Stichwort repräsentative Demokratie), erzeugt aber die fehlende Akzeptanz. Gleichzeitig hat man, um Proteste zu verhindern, viel versprochen, z.B. das es niemals eine Transferunion geben würde oder auch das die Stabilität des Euros gewährleistet wird. Wir wissen, dass dies alles Lügen sind. Die EZB ist ein Bad Bank die Schrottpapiere kauft mit dem Ergebnis, dass schon jetzt aufgrund der niedrigen Zinsen ein Jeder die Geldvernichtung auf dem eigenen Konto spürt. Dass kein Staat für einen anderen haften müsste ist auch schon Geschichte. EU und Euro basieren auf Lügen. So etwas kann nicht lange gut gehen.


Aber was glaubst du wird die Ursache fuer eventuelle Buergerkriege oder gar Revolutionen sein?
Etwa weil due Buerger ausgebeutet und verarscht werden - wohl kaum. Weisst du, der Buerger wird schon seit 50 Jahren verarscht und er ist bis heute nicht auf die Strasse gegangen und er wird es auch in Zukuft nicht tun.
Die Politiker und Medien haben grossartige Arbeit geleistet den Buergern jedes Interesse an Politik auszutreiben. Gibt es Missstaende - wandert er einfach ab zu den Nichtwaehlern, statt an diesem Zustand etwas aendern - so auch bei der EU. Es interessiert die Leute schlichtweg nicht mehr was dort passiert und die Medien tun ihr bestes daran, diesen Zustand zu erhalten.
Ich glaube die Leute werden erst auf die Strasse gehen wenn sie pleite sind, dann sind auch unter anderem Kriege moeglich - siehe Griechenland.
Aber ok, fuer mich ist es nur eine Frage der Zeit bis die wir diesen Zustand erreichen - ich will garnicht wissen was passiert wenn Suedeuropa und die USA erstmal pleite sind...

Zitat:
Die Bildung wird tot gespart, der Sozialstaat zurückgefahren und immer mehr Milliarden gehen an die EU. Jetzt spricht Schäuble schon von der Rente mit 69. Viele Deutsche fühlen sich ausgebeutet. Das ist gefährlich. Es erinnert mich an an einen gewissen Vertrag von Versailles. Das kollektive Gefühl ungerecht behandelt zu werden, wurde schon einmal als Grundstein für neue Gewalt genutzt. Wenn man mit dieser verlogen EU so weiter macht, wird irgendwann das Volk aufstehen und die EU beseitigen - natürlich nicht nur das Schlechte sondern es wird eine Überreaktion geben. Davor habe ich Angst.


Aber ist z.B. die Rente mit 69 wirklich eine Folge der EU - eigentlich nicht?
Es sind die Probleme eines schon lange gesaettigten Wirtschaftssystems - das schlechter werdende Verhaeltnis aus Einzahlern und Bezahlern laesst das System kollabieren, die Rente mit 69 zoegert die Ueberlebensfaehigkeit des Systems noch ein paar Jaehrchen hinaus, mehr nicht.
Unser Rentensystem ist zum Untergang verdammt, mit oder ohne die EU(damit wollte ich dich nicht kritisieren, ich weiss das du weder die Souveraenitaet wiederherstellen willst, noch die fuer mehr EU eintreten willst) - dennoch ein Abschaffen der EU wuerde niemals die Probleme loesen, wie auch?
Das ist ein Systemimmanentes Problem - jedes Land ist gefangen in dem Teufelskreis aus Schulden machen - sparen - Schulden machen - bei der Bildung sparen - fragt sich nur wie lange das noch gut geht...
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2011 - 16:08:13    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Weisst du, der Buerger wird schon seit 50 Jahren verarscht und er ist bis heute nicht auf die Strasse gegangen und er wird es auch in Zukuft nicht tun.

In anderen Ländern gehen die Bürger öfters auf die Straße. Die Deutschen haben nur eine andere mentalität. Sie spare sich ihre Wut auf, bis es irgendwann zum Aufstand kommt.


jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Die Politiker und Medien haben grossartige Arbeit geleistet den Buergern jedes Interesse an Politik auszutreiben. Gibt es Missstaende - wandert er einfach ab zu den Nichtwaehlern, statt an diesem Zustand etwas aendern - so auch bei der EU.

Meiner Meinung nach sind die Menschen heute politisch interessierter denn je. Sie bilden sich über verschiedenen Themen eine Meinung - und das ist das Problem, weil man meist keine Partei findet die zumindest in den Schwerpunkten die eigne Auffassung vertritt.



jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Es interessiert die Leute schlichtweg nicht mehr was dort passiert und die Medien tun ihr bestes daran, diesen Zustand zu erhalten.

Medien? - Du meinst Propagandaorgane der Rechts- oder Linksextremisten.



jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Ich glaube die Leute werden erst auf die Strasse gehen wenn sie pleite sind, dann sind auch unter anderem Kriege moeglich - siehe Griechenland.

Millionen Menschen sind in Deutschland pleite und haben sich mit Hartz4 komfortabel eingerichtet - an Krieg haben die kein Interesse.
Auch Staatspleiten wie Argentinien führen nicht zum Krieg.


jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Zustand erreichen - ich will garnicht wissen was passiert wenn Suedeuropa und die USA erstmal pleite sind...

Riesige Schulden und keine ausgeglichenen Haushalte - viele europäische Staaten sind faktisch schon pleite. Und die USA haben immer die Möglichkeit Wirtschaftskriege zu führen; so schnell gehen die nicht pleite.




jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Aber ist z.B. die Rente mit 69 wirklich eine Folge der EU - eigentlich nicht?

Die Rente mit 69 ist hausgemacht. Aber die Politiker müssen ja nichts mehr erklären und wundern sich dann über fehlende Zustimmung im Volk.

Die Rente mit 80+x (wenn die EU-Verbindlichkeiten aus den deutschen Haushalt gezahlt werden müssen) ist EU-verschuldet.


jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Es sind die Probleme eines schon lange gesaettigten Wirtschaftssystems - das schlechter werdende Verhaeltnis aus Einzahlern und Bezahlern laesst das System kollabieren, die Rente mit 69 zoegert die Ueberlebensfaehigkeit des Systems noch ein paar Jaehrchen hinaus, mehr nicht.

Nicht die Wirtschaft ist das Hauptproblem sondern ein seinem eigentlichen Zweck entgegengesetzt wirkendes Sozialsystem ist die Ursache für die Probleme.


Zitat:
Das ist ein Systemimmanentes Problem - jedes Land ist gefangen in dem Teufelskreis aus Schulden machen - sparen - Schulden machen - bei der Bildung sparen - fragt sich nur wie lange das noch gut geht...

Das hört sich so an, als ob der Bürger dem hilflos gegenüber steht. Das tut er nicht. Wir haben genau das System, das die Wähler immer wieder wollen. So lange die Menschen so dumm sind, Wahlgeschenken hinterher zu rennen, kann es kein langfristiges vorausschauendes, zukunftsorientiertes politisches Handeln geben.
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4536

BeitragVerfasst am: 19 Sep 2011 - 13:11:33    Titel:

Zitat:
In anderen Ländern gehen die Bürger öfters auf die Straße. Die Deutschen haben nur eine andere mentalität. Sie spare sich ihre Wut auf, bis es irgendwann zum Aufstand kommt.


Lass uns doch nochmal genau den Kern des Problems begutachten.
Sofern du es auf z.B. Demos oder Streiks beziehst, so ist es in der Tat eine Frage der Mentalität.
In Italien gehen die Leute wesentlich öfter streiken, man hat einen Arbeitsfreien Tag, kann sich schön beschweren - es gehört in Italien(Griechenland, Spanien) zur Mentalität dazu häufig zu streiken.
In Deutschland findest du ein eben anderes Bild, es dauert länger und die Hemmschwelle ist größer bis man streiken geht - eben einfach eine andere Mentalität, in Ordnung.

Was ich aber eigentlich meinte ist etwas anderes. Die Italiener werden so extrem offensichtlich von Berlusconi und der Regierung verarscht - nur irgendwie interessiert es keinen. Die Medien tun ihr bestens diesen Zustand bei zu behalten - versuche dem Bürger jegliches Interesse an Politik auszutreiben, so dass er Lobbyismus, Korruption und Veränderungen ohne zu Murren akzeptiert.
Auch in Deutschland werden die Leute verarscht, der Unterschied zu Italien ist nur, es nicht ganz so offensichtlich.
Der Bürger geht also erst auf die Strasse wenn es ihm an elementarem fehlt und nicht bei m 300 Milliarden Bankenrettungspaket oder wenn in Darfur 10.000 Leute abgeschlachtet werden, warum auch?

Zitat:
Meiner Meinung nach sind die Menschen heute politisch interessierter denn je. Sie bilden sich über verschiedenen Themen eine Meinung - und das ist das Problem, weil man meist keine Partei findet die zumindest in den Schwerpunkten die eigne Auffassung vertritt.


Weil die Parteien selbst gar keine Meinung mehr haben. Die etablierten Unterscheiden sich kaum noch von einander, mal abgesehen von den Linken. In den Parteiprogrammen steht nicht was sie machen wollen, sondern das was nicht geht. Auch findest du dort nur eine Aneinanderreihung von netten, nichtssagenden Phrasen.

Zitat:
Medien? - Du meinst Propagandaorgane der Rechts- oder Linksextremisten.


Nein, die guten alten Mainstreammedien. Das Internet ist das einzige Meidenorgan das nicht überwacht wird und wo du Informationen über z.B. die Bilderberger einholen kannst.

Zitat:
Millionen Menschen sind in Deutschland pleite und haben sich mit Hartz4 komfortabel eingerichtet - an Krieg haben die kein Interesse.
Auch Staatspleiten wie Argentinien führen nicht zum Krieg.


Da Argentinien ein völlig isolierter Fall war, ist das auch nicht problematisch - gegen wen sollten die Argentinier auch Krieg führen?
Hier hast du allerdings eine völlig andere Situation. Nicht nur Griechenland ist pleite, nein, Spanien, Portugal, Italien, Ungarn, Belgien werden folgen. Frankreich droht die Abstufung, den USA droht im März 2012 erneut der Staatsbankrott - wir reden hier keinesfalls von einem isolierten Problem das nur ein einziges Land betrifft - Griechenland hat lediglich den Anfang gemacht.
ps: Hartzer die 8 Std. vor dem Fernseher sitzen gehen bestimmt nicht auf die Strasse, ausserdem sind sie auch nicht pleite - wenn aber viele Ottonormalbürger in ganz Europa pleite sind, wie gehts dann weiter?

Zitat:
Riesige Schulden und keine ausgeglichenen Haushalte - viele europäische Staaten sind faktisch schon pleite. Und die USA haben immer die Möglichkeit Wirtschaftskriege zu führen; so schnell gehen die nicht pleite.


Lebst du wirklich noch in dieser antiken Schwarz-weiss Welt?
Ok die USA sind pleite, alles klar führen wir schnell einen Krieg gegen Venezuela oder so, schnappen uns das Öl und schon läufts wieder.
Also erstens ist ein Krieg unheimlich teuer und zweitens würde ein dieser die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen. Was wir tun müssen ist das System zu ändern und den gigantischen Reichtum zu nutzen, statt Wirtschaftskriege zu führen.

Zitat:
Die Rente mit 69 ist hausgemacht. Aber die Politiker müssen ja nichts mehr erklären und wundern sich dann über fehlende Zustimmung im Volk.

Die Rente mit 80+x (wenn die EU-Verbindlichkeiten aus den deutschen Haushalt gezahlt werden müssen) ist EU-verschuldet.


Nein. Deutschland hat sich bisher jedes Jahr verschuldet, ohne Ausnahme. Noch nie wurde ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt, die Neuverschuldung liegt bei mehreren Milliarden jedes Jahr.
Nehmen wir mal hypothetisch an Deutschland zahlt KEINERLEI EU-Verbindlichkeiten - dann sind wir ca. 2040 mit 140% des BIP verschuldet, also genau wie Griechenland.
Nehmen wir nun mal Deutschland zahlt die EU-Verbindlichkeiten, ja gut, dann sind wir eben schon 2035 hoffnungslos verschuldet.
Ich will ehrlich sein, ob nun 2035 oder 2040 der Staatsbankrott kommt, macht für mich keinen Unterschied. Ergo, ob wir nun EU Verbindlichkeiten zahlen oder nicht, ist eigentlich völlig egal, da die Verschuldung sowieso immer weiter laufen wird.
Ps: Ob nun 2040 die Rente mit 80 eingeführt wird, oder erst 2035 macht für mich in Zusammenhang auch keinen großen Unterschied...

Zitat:
Nicht die Wirtschaft ist das Hauptproblem sondern ein seinem eigentlichen Zweck entgegengesetzt wirkendes Sozialsystem ist die Ursache für die Probleme.


Ich denke mal mit diesem Einzeiler versucht du mir zu erklären, das die Sozialausgaben zu hoch sind und sich niemand mehr um Arbeit kümmert.
Ok das stimmt natürlich. Aber was genau ist der Sinn dahinter, wenn 6,5 Mio Hartz4 Empfänger auf 1 Mio offene Stellen kommen? Die Hartz4 Empfänger sind zudem noch schlecht ausgebildet, was wir brauchen ist aber qualifiziertes Personal.
Wo ist also der Sinn das Arbeitslosengeld zu streichen, wenn 6,5 Mio Arbeitnehmer auf 1 Mio Stelle kommen, für die die sie überhaupt nicht in Frage kommen. Ausserdem finden bereits Millionen keine Vollzeitstellen mehr und müssen deshalb auf verkürtze Beschäftigung oder Minijobs ausweichen. Was sollte man also im Sozialsystem genau tun?

Zitat:
Das hört sich so an, als ob der Bürger dem hilflos gegenüber steht. Das tut er nicht. Wir haben genau das System, das die Wähler immer wieder wollen. So lange die Menschen so dumm sind, Wahlgeschenken hinterher zu rennen, kann es kein langfristiges vorausschauendes, zukunftsorientiertes politisches Handeln geben.


Ok in dem Punkt gebe ich dir recht. Die breite Masse ist dumm und denkt nunmal an ihren eigenen Vorteil - das kann man ihnen nicht direkt vorwerfen. Ursache der Probleme sind aber die Etablierten Parteien, die den Status quo aufrechterhalten wollen.
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