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mit BWL-Studium Jurist bzw. Fachanwalt?
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Fonzi_BY
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
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BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 00:35:42    Titel: mit BWL-Studium Jurist bzw. Fachanwalt?

Kann man mit einem solchen Studiengang auch noch Wirtschaftsjurist werden?
Ich meine speziell hier nicht einen Volljurist, der an einem Jura-Studium nicht vorbeikommt. Es soll eher in Richtung eines Fachanwalt für ein bestimmtes Gebiet/bestimmte Gebiete, bsp. Handelsrecht oder auch Arbeitsrecht; eben was ein Unternehmen gerade sucht.

Meine Situation:
Ich studiere in an einer Fachhochschule in Bayern BWL und befinde mich im zweiten Semester. Jetzt im zweiten Semester sind einige juristische Fächer wie Arbeitsrecht dazugekommen. In diesen komme ich bisher recht gut, habe alte Klausuren dazu von anderen Studenten bekommen und tue mich auch schon mit dem Lösen von solchen Fällen wirklich gut zurecht. Zudem folgen in den Semester 3 und 4 weitere. Trotzdem ist BWL ein Studiengang, welcher von Mathe dominiert (was von meiner Seite her aber kein Problem ist). Deswegen spielt nun die Überlegung nach Abschluss meines BWL-Studiums eine solche Richtung einzuschlagen. Selber in meinem Studiengang sind auch BWL-Quereinsteiger, die von juristischen Studiengängen aufgrund diverser Gründe wechselten müssen (Drittversuch u.a.). Diese konnten Fächer, wie eben Arbeitsrecht anrechnen, welches auch bei BWL gibt. Genauso wie das Fach Handelsrecht konnten dieses anrechen; mit Unternehmensführung.

Meine Frage:
Kann man solch ein Ziel erreichen? Was muss ich tun? Auf was kommt es an? Auf die angebotenen Vertiefungsbereiche?

mfg
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 1275

BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 01:23:07    Titel:

Alles was in Richtung Anwaltstätigkeit geht kannst du als BWLer vergessen. Dazu muss man Volljurist sein. Du verstehst glaube ich den Begriff Fachanwalt falsch...ein Fachanwalt ist ein "Vollanwalt" mit zusätzlicher Qualifikation für sein Fachgebiet, kein "abgespeckter" Anwalt.

Generell werden im BWL-Studium nur Grundlagen in Sachen Jura vermittelt.
Interessant könnten für dich aber diverse LL.M.-Programme für Fachfremde sein. Anwalt wirst du damit allerdings auch nicht.

Und wenn du merkst dass Jura deine große Leidenschaft ist, ist es noch lange nicht zu spät zu wechseln nach zwei Semestern Wink
Fonzi_BY
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 74
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 01:34:39    Titel:

jo klar, einen Wechsel habe ich auch in Erwägung gezogen. Jedoch müsste ich einige Fächer aus dem ersten und zweiten Semester nachholen, was kein Problem ist.
dachte nur, dass man dies durch einen bestimmten Vertiefungsbereich nach dem Grundstudium machen kann.

Was ist aber mit den Studenten des Studiengang Wirtschaftsrecht. Dies kann man auch an FH's studieren. Bei diesen weiß ich zu 100 %, dass diese auch keine Volljuristen sind! Volljuristen sind nur diese, die Jura an einer Uni hinter sich haben.
Was können dann Absolventen eines Wirtschaftsrechtstudiengangs im Gegensatz zu jenen, die einen Jura-Studiengang an einer Jura gemacht haben, machen?

Aber andere Frage:
Hatte mal ne Diskussion unter meinen Kommolitonen über die Gehälter eines BWL-Absolventen. Dabei ging es drum, bei welchem Beruf man finanziell eher viel verdient. Den Beruf Wirtschaftsjurist haben wir aus obigen Unklarheit außen vor gelassen.
Ich meinte hierbei Steuerberatung, Wirtschaftsberatung, Unternehmensberatung (Consulting). Kann man das so sagen, oder liege ich da falsch? (Sicher, es kommt immer auf das Gebiet an, aber grundlegend kann dann doch sicherlich eine Tendenz geben)=


mfg
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 1275

BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 12:32:29    Titel:

Du müsstest nichts nachholen bei einem Wechsel zu Jura, du müsstest das Studium komplett neu beginnen.

Davon abgesehen: Hast du überhaupt die allgemeine Hochschulreife? Volljurist wird man nämlich nur an der Uni...wenn nein, könnte es ein Alternative für dich sein, erst dein FH-BWL hinter dich zu bringen und dann, mit der dadurch erworbenen Allgemeinen Hochschulreife, Jura zu beginnen. Hätte außerdem dem Vorteil, dass du auf jeden Fall was in der Hand hast, Jura lässt nämlich viele durchs Staatsexamen rasseln und auch die, die ein knappes ausreichend schaffen, haben keinen Spaß...

Volljurist wird man nur durch Staatsexamina. Wie du richtig erkannt hast, ist man auch als "Wirtschaftsjurist" kein Volljurist - bei Steuerberatungen und in den juristischen Abteilungen von Firmen etc. kann man aber trotzdem arbeiten. Eine Ausnahme ist der Studiengang "Unternehmensjurist" in Mannheim, der die Möglichkeit zum Staatsexamen offen hält.
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 13:34:55    Titel:

Generell sollte man sich auch über die schlechten Berufsaussichten für die Masse der Juristen im klaren sein. Gute oder herausragende Leute finden natürlich immer was (das ist in jedem Fach so).
Das Jura Studium ist ein tolles Studium. Es verlangt sehr viel und kann auch viel geben.

Die Berufsaussichten sind für die Masse der Absolventen allerdings alles andere als rosig. Ein Jurastudium dauert in der Regel ca. 8 Jahre. Man sollte sich daher wirklich gut überlegen solch ein Studium aufzugreifen.

@TE
Jura würde ich nur dann in Erwägung ziehen, wenn iman unbedingt Anwalt, Staatsanwalt oder Richter werden möchte. Gerade für einen BWL-Studenten kann auch ein anschließendes LL. M. Studium (Steuern, Unternehmensberatung) sinnvoll sein, wenn man (semi-)juristisch arbeiten möchte.

Natürlich ist man damit kein Volljurist, kann aber gutes Geld verdienen. Ich kenne einige Leute die mit ca. 45 000 Euro (Brutto/Jahresgehalt) nach einem LL. M. in den Beruf eingestiegen sind. Sicherlich kann man als exzellenter Volljurist deutlich mehr verdienen, allerdings ist das die klare Minderheit. Zudem dauert das Jura-Studium einfach länger (Zeit ist auch Geld) und die Examensnoten sind relativ unberechenbar.
Fonzi_BY
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
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BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 15:08:17    Titel:

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Du müsstest nichts nachholen bei einem Wechsel zu Jura, du müsstest das Studium komplett neu beginnen.


Doch schon! Und zwar Fächer aus den ersten beiden Semestern, die ich aufgrund meines bisherigen Studiengangs BWL eben nicht habe.


Gaisler hat folgendes geschrieben:
Davon abgesehen: Hast du überhaupt die allgemeine Hochschulreife? Volljurist wird man nämlich nur an der Uni...wenn nein, könnte es ein Alternative für dich sein, erst dein FH-BWL hinter dich zu bringen und dann, mit der dadurch erworbenen Allgemeinen Hochschulreife, Jura zu beginnen. Hätte außerdem dem Vorteil, dass du auf jeden Fall was in der Hand hast, Jura lässt nämlich viele durchs Staatsexamen rasseln und auch die, die ein knappes ausreichend schaffen, haben keinen Spaß...


Nein, habe nur Fachabi! Da hast du recht! Wie lang müsste ich denn nach einem abgeschlossenen BWL-Studium noch an einer Uni weiterstudieren? Also wie viele Semester sind es noch zusätzlich?


Elijah hat folgendes geschrieben:
Natürlich ist man damit kein Volljurist, kann aber gutes Geld verdienen. Ich kenne einige Leute die mit ca. 45 000 Euro (Brutto/Jahresgehalt) nach einem LL. M. in den Beruf eingestiegen sind. Sicherlich kann man als exzellenter Volljurist deutlich mehr verdienen, allerdings ist das die klare Minderheit. Zudem dauert das Jura-Studium einfach länger (Zeit ist auch Geld) und die Examensnoten sind relativ unberechenbar.


Und wie ist es bei den Einstiegsgehältern für BWL-Absolventen? Ich studiere an einer Fachhochschule in Bayern und weiß nur, dass der Beruf Steuerberater relativ gut vergütet werden soll (Dazu muss ich halt die Kriterien der anschließenden Steuerberaterprüfung erfüllen).
Es geht mir aber hierbei einen Vergleich zwischen BWL-Berufen und Jura-Berufen herzustellen.
Gaisler
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Beiträge: 1275

BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 15:33:58    Titel:

Meine Anmerkung, dass du nichts nachholen müsstest, sondern ein Studium komplett neu beginnen, war so gemeint, dass dir nichts angerechnet wird. Deine FH-BWL-Jurascheine werden dir garantiert nicht fürs Jurastudium angerechnet. Du beginnt bei 0.

Dementsprechend müsstest du, nach Abschluss deines BWL-Studiums noch das volle Jurastudium absolvieren. Überleg dir das gut.

Wenn es dir ums Gehalt geht: Du kannst in der Zeit, die du fürs Jurastudium brauchst, längst das Steuerberaterexamen in der Tasche haben.

Wenn dein Ziel wirklich Steuerberater ist, dann würde ich, sofern möglich, an deiner FH den Schwerpunkt Steuern wählen, dann nach dem Bachelor bei einer Big4 oder einer anderen Steuerberatungsgesellschaft einsteigen und schnellstmöglich das Examen anstreben. Ggf. kann auch noch ein Steuer-Master (an einer Uni, nichts für ungut, aber Uni ist doch prestigeträchtiger als FH) hilfreich sein.
Fonzi_BY
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BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 16:49:05    Titel:

Ok, alles klar!^^
Aber wenn ich das volle Jurastudium draufmachen muss (komplett), dann muss ich eher bei meinem BWL-Studiengang bleiben. Ich dachte, man kann dies durch einige Semester lediglich "erweitern".

Steuerberaterexamen heißt doch abgeschlossene Steuerberaterprüfung oder?

Mein Ziel ist nicht speziell Steuerberater zu werden. Es ist nur eine Alternative. Es geht ja wie bei jedem Studenten, dass man nach Abschluss seines Studiums auch eine gute Vergütung erhält. Und dabei kommt man immer den Beruf des Steuerberater zu hören.

1. Kann man irgendwie eine möglichst realistische Aussage an Gehalt erhalten, wenn ich bsp Steuerberater bin. Will möglichst in Bayern bleiben!
2. Da die Frage vielleicht übersehen wurde, stelle ich diese nochmals: Welche Berufe kann ich mit einem abgeschlossenen BWL-Studium noch ergreifen, der auch finanziell lukrativ für mich sein könnte (neben dem Beruf des Steuerberaters).

Habe dazu aber folgende Vertiefungsbereiche zur Auswahl:

- Controlling & Finanzmanagement
- Personalmanagement & Organisation
- Bilanzierung & Steuern
- Marketing
- Produktionsmanagement & Logistik
- Social Health Care Management
- Bank & Finanzwirtschaft
- IT-Management
- Public Management
- Unternehmensgründung und -nachfolge
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 1275

BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 17:33:44    Titel:

Ja, das Steuerberaterexamen ist die Prüfung zum Steuerberatertitel.

Du kannst mit einem BWL-Studium extrem viel machen. Die ganze Palette aufzuführen wäre etwas mühsam und auch nicht sinnvoll. Vieles wird von deinen Noten und deinem weiteren Engagement (Ausland, Praktika, vielleicht noch etwas Sozialgedöhns) abhängen. Nirgends werden die Weichen so früh gestellt wie im BWL-Studium. Das heißt nicht, dass man sich nicht später noch umentscheiden kann - aber man kann sich das Leben später leichter machen, indem man von Anfang an zielstrebig am Ball bleibt.

Davon abgesehen: Normalerweise informiert man sich VOR Studienbeginn, was man mit dem Studium so alles anfangen kann Rolling Eyes

Zum Steuerberatergehalt:

http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Steuerberater-Steuerberaterin.html

Ach ja, auch wenn das wieder Wutausbrüche bei den FH-Rittern hervorrufen wird: Mach deinen Master an einer Uni. Selbst wenn die FH-Verfechter Recht hätten und FH-Absolventen bei den meisten Betrieben mittlerweile gleich eingeschätzt werden, impliziert das immer noch, dass es Firmen gibt, die das anders sehen.

Bedenke, dass die meisten Datensätze einige Jahre Berufserfahrung einschließen.
Fonzi_BY
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 74
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 25 März 2012 - 17:48:58    Titel:

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Davon abgesehen: Normalerweise informiert man sich VOR Studienbeginn, was man mit dem Studium so alles anfangen kann Rolling Eyes



Habe ich ja, aber so viel konnten die bei den Info-Veranstaltungsterminen nicht sagen. Auch bsp welche Vertiefungsbereichs-Kombinationen es später zur Auswahl geben wird auch nicht.
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