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Frage zur Sachverhaltsanalyse im Strafrecht
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64impala
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Anmeldungsdatum: 28.06.2011
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2012 - 22:14:23    Titel: Frage zur Sachverhaltsanalyse im Strafrecht

Hallo, ich habe mal eine Frage zur Sachverhaltserfassung im Strafrecht.

In einer aktuell von mir zu bearbeitenden klausur heißt es
Zitat:
A schlägt dem körperlich unterlegenen B mit beiden Fäusten ins Gesicht. B sinkt zu Boden. Als A zum Tritt an den Kopf des B ausholt, bleibt B keine andere Abwehrmöglichkeit, als...


Ich beginne nun mit der Prüfung der Faustschlägt gemäß § 223 (§ 224 prüfe ich inzident, aber soweit muss ich ja erstmal kommen).
Ich frage mich nun wie man bei so wenigen details sauber subsumieren soll.

I. TB
1. obj TB
a. Körperliche Misshandlung, derartiger schlag ins gesicht immer üble unangemessene behandlung
b. gesundheitsbeschädigung, gibt SV nicht her, daher wahlfeststellung
c. Kausalität, ja...was ist hier denn zu was kausal? Schlag zu "zu boden sinken"?
d. obj. zurechnung, gleiche frage wie bei c. was hat hier die gefahr für was gesetzt.


bin um jeden hinweis dankbar!

ps: klausur ist selbstreden umfangreicher, wollte den thread nicht überladen. A ist betrunken und B wehrt sich nach o.g. SV mit einem messern. die daraus entstehenden probleme sind mir bekannt. geht mir rein um aufbautechnik und subsumtion.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2012 - 22:41:26    Titel:

wahlfestellung?

gesenundheitsschädigung ist in der tat etwas mager, könnte mna aus dem zu boden sinken aber ziehen

ansonsten keine probleme, der rest liegt ja auf der hand
zum bezungspunkt:
der schlag ist kausal für die nicht nur unerhebliche beeinträchtigung des körperlichen wohlbefindens, das mit der üblen unangemessenen behandlung aus der def ist eigentlich nicht der kv-erfolg
64impala
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Anmeldungsdatum: 28.06.2011
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2012 - 09:34:59    Titel:

vielen dank für die rasche erste antwort!!!

finde das problem eigentlich recht trivial, dennoch veriwrrt es mich, dass der sv so wenig hergibt.


und....
wahlfeststellung in dem sinne...dass eine köperliche misshandlung schon zur begründung einer tathandlung im sinne von 223 ausreicht. es besteht ja kein exklusivitätsverhältnis zwischen den tatbestandsalternativen. gibt zumindest jeder kommentar.
64impala
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Anmeldungsdatum: 28.06.2011
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2012 - 14:27:36    Titel:

weiterhin fällt es mir schwer aus dem o.g. zitat den Vorsatz abzuleiten. oder soll man das hier ganz simple mit "A handelt vorsätzlich" abhaken?
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2093
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2012 - 20:59:36    Titel:

Ja.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2012 - 21:42:49    Titel:

Du hast zwar an sich recht, das ist aber keine Wahlfeststellung - Wahlfeststellung meint, dass sicher ist, dass eine von zwei Alternativen vorliegt, aber eben nicht sicher ist, welche (z.B. weil man nicht weiß, ob nun Diebstahl oder Hehlerei gegeben ist).

In deinem Fall ist aber die körperliche Misshandlung sicher und die Gesundheitsschädigung mangels hinreichender Anhaltspunkte eben nicht gegeben.

Und der Vorsatz ist hier absolut unproblematisch, da reicht ein kurzer Satz.
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2012 - 14:38:19    Titel:

also ich würd ne gesundheitsbeschädigung locker durchwinken; faustschläge tun weh, rufen hämatome hervor (das berühmte blaue auge), und im gesicht ist die haut relativ dünn und es laufen viele nerven. das ist doch n pathologischer zustand. und die schläge müssen ja mit einiger wucht geführt werden, wenn der typ zu boden geht.
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