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[WiMa] Uniwahl
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Langong
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Anmeldungsdatum: 13.05.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 18:25:38    Titel: [WiMa] Uniwahl

Zuallererst: Ich hoffe, ich bin hier richtig. Wirtschaftsmathe ist ja nicht wirklich Mathe, aber auch nicht Wirtschaft, deswegen bin ich auf gut Glück mal hier:

Für das kommende Wintersemester plane ich ein WiMa-Studium und beschäftige mich gerade mit der Frage nach der richtigen Uni. Zentraler Aspekt ist für mich die Gewichtung von Mathe zu Wirtschaft. Ich will kein Mathestudium mit Beifach Wirtschaft, wie das in vielen Unis scheinbar der Fall ist. Die Uni Mannheim gibt das Verhältnis mit 55:45 (Mathe:Wirtschaft) an, eine ähnliche Verteilung empfinde ich als wünschenswert. Gibt es noch andere Unis, wo dies (ähnlich) gegeben ist und bei denen auch sonst ein WiMa-Studium gut ist.

Abgesehen von diesem Faktor, wie macht sich Mannheim eigentlich im Vergleich zu den Unis, von denen man oft liest das sie besonders gut für WiMa sind, beispielsweise Ulm?

Bereits im Voraus danke für eure Hilfe.
gelber_hamster
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 284

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 19:13:39    Titel: Re: [WiMa] Uniwahl

Langong hat folgendes geschrieben:
Zuallererst: Ich hoffe, ich bin hier richtig. Wirtschaftsmathe ist ja nicht wirklich Mathe, aber auch nicht Wirtschaft, deswegen bin ich auf gut Glück mal hier:


Und genau das ist (zumindest an den Unis, an denen der Studiengang etabliert ist) falsch und mit der Einstellung wirst du in dem Studium keine Freude haben. Auch wenn du in WiMa später eher Richtung angewandte Mathematik gehst, brauchst du dafür breite Grundlagen und die musst du dir erst erarbeiten. Beispielweise brauchst du für Finanzmathematik Stochastische Prozesse/Wahrscheinlichkeitstheorie, hierfür brauchst du Maßtheorie und Analysis sowie im Idealfall Funktionalanalysis. Damit allein hast du die 55% ja schon fast voll. Dazu kommen dann noch die ganzen Grundlagen in Analysis, Lineare Algebra, Numerik etc. Zudem braucht man als Mathematiker noch solide Programmierkenntnisse, ich weiß nicht, wie das in so einem 55:45-Modell gehen soll, irgendwo muss "gespart" werden und normalerweise sind das die WiWi-Fächer, weil dort im Vergleich zu Mathe und Info die wenigsten grundlegenden Kompetenzen eines WiMa-Studiums vermittelt werden und man sich die Inhalte am ehesten selber beibringen kann. Das eigentliche Konzept eines WiMa-Studiums sollte ja auch darin bestehen, dass man verstärkt angewandte Mathematik (Stochastik, Optimierung, Numerik, Finanzmathe,...) studiert und das dann mit einigen ausgewählten WiWi-Fächern unterstützt und anwendet. Das ist ein anderes Konzept als bei den WiIngs, wo (so wie ich das mitgekriegt habe) ein Ingeneirus-Studium relativ unabhängig und parallel zu einem BWL-Studium läuft. Das ist nicht der Gedanke hinter einem WiMa-Studium! (zumindest nicht an Unis wie TU München (erst ab Master) oder Ulm, wo man den Studiengang ursprünglich eingeführt hat. Hier kommste nicht unter einem Matheanteil von 2/3 bei raus, je nach Belieben auch mehr. Das letzte Drittel ist dann eine Mischung aus Info, WiWi, Praktikum und Softskillzeug Very Happy .)

Ich finde solche fast 50:50-Studiengänge nicht so toll, wie du vllt. gemerkt hast. Gerade in Mathe braucht man sehr viele Veranstaltungen, die alle ineinander greifen, das ist selbst in einem "normalen" WiMa-Studium mit wenig WiWi-Anteil schon eng. (In dem Studienplan für die "Vertiefung Mathematik" ist noch nicht mal Lineare Algebra II enthalten, das hören häufig selbst Lehramtsstudenten und ist z.B. für die Numerik absolut elementar).

Zugegebenermaßen habe ich nie in Mannheim studiert und ich mag mich auch irren, vllt. haben Personalverantwortliche da ja eine andere Sicht drauf. Aber vllt. solltest du dich noch mal nach einigen Meinungen erkundigen, damit du auch sicher gehst, dass das Studium genau das ist, was du suchst. Schließlich wird selbst bei einer nominellen 55:45-Verteilung der Großteil deiner Zeit für Mathe draufgehen, da musst du also wirklich hinterstehen, wie das nun einmal so ist bei Studienfächern. Wink

Großartig Erfahrung hat man mit WiMas aus Mannheim wohl noch nicht, da es den Studiengang dort erst seit knappen vier Jahren gibt, daher kann man das schlecht mit anderen Unis wie der TUM oder Kaiserslautern und Ulm vergleichen. Dazu kommt, dass es in Mannheim noch nicht mal 'nen reines Mathestudium gibt, sodass ich mir nicht vorstellen kann, dass du dort viele Vorlesungen zur Auswahl hast.

P.S.: Frag die Frage lieber im Mathe-Unterforum, da können dir einige sicher sehr behilflich sein und dir sagen, worauf du im Studium achten musst und was wichtig ist. WiWi-Fächer spielen an den meisten Unis, wie bereits geschildert, eher eine untergeordnete Rolle.

P.P.S.: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/290866,0.html
Langong
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Anmeldungsdatum: 13.05.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 20:16:13    Titel:

Vielen Dank für die Antwort. Ich dachte, ich wäre bereits im Mathe-Forum. Gibt es da noch ein anderes?

Wenn es so ist, wie du schreibst: Muss ich dann davon ausgehen, mathematisch unzureichend ausgebildet zu sein, wenn ich das WiMa-Studium in Mannheim mache? Falls jemand sich die Zeit nehmen möchte: http://www.wim.uni-mannheim.de/de/studiengaenge/bachelorstudiengang-wirtschaftsmathematik/studienplan/ und http://www.wim.uni-mannheim.de/uploads/media/120315_Modulkatalog_MSc_Wima_02.pdf

Zitat:
Das letzte Drittel ist dann eine Mischung aus Info, WiWi, Praktikum und Softskillzeug

Ich habe etwas Angst, das WiWi zu kurz kommt. Ich will - vor allem nach dem Studium - kein theoretischer Mathematiker sein, sondern möglichst viel tatsächlichen, praktische Anwendung im Beruf haben. Ein reines Mathestudium kam nie wirklich für mich in Frage, deswegen bin ich mir bei einem "verkappten" Mathestudium mit geringem WiWi-Anteil sehr unsicher.

Auch habe ich ein paar Mal gelesen, dass beim Matheteil der WiMa für den Beruf teilweise weniger die konkreten Kenntnisse als die Denkweise, die dahintersteckt, die Vorgehensweise zur Problemlösung und das analytische Denken wichtig sind. Vorausgesetzt, das ist wirklich der Fall, ist dann ein etwas abgespeckter Matheanteil nicht zu verschmerzen?
Sachenka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2008
Beiträge: 455

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2012 - 14:49:46    Titel:

Du hast Angst, dass WiWi zu kurz kommt? Dann ist WiMa nichts für dich. Auch nicht in Mannheim. Ich glaube es gibt BWL mit Vertiefung Mathematik oder vll sinnvoller ein VWL Studium mit Vertiefung auf Metrics, OR oder ähnlichen Modulen.
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