Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Zweiteilige Tarife (Monopol) Inverse Nachfragefunktion
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Zweiteilige Tarife (Monopol) Inverse Nachfragefunktion
 
Autor Nachricht
amylein
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 15.05.2007
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 23 Jun 2012 - 09:25:55    Titel: Zweiteilige Tarife (Monopol) Inverse Nachfragefunktion

Wir haben die Funktion p(y)= a - y
Dies ist die Inverse Nachfragefunktion eines Konsumenten nach den Leistungen.

a bezeichnet die maximale Zahlungsbereitschaft eines Konsumenten für eine Fahrt.
y bezeichnet die Zahl der Nutzungen von z.B. Fahrgeschäften.

Also für mich macht diese Formel absolut keinen Sinn. Wieso sollte man auf den Preis kommen, wenn man von der max. Zahlungsbereitschaft pro Fahrt die Zahl der Nutzungen abzieht?
Jaydie
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 06.09.2008
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 23 Jun 2012 - 11:18:31    Titel:

Weib, schmeiß dein Studium und geh auf die Puddingschule!
VWL-Repetitorium Hillmann
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 24 Jun 2012 - 13:46:21    Titel:

Liebe Kommilitonen,

die Skepsis gegenüber einer linearen Nachfragefunktion, wie - als Inverse - der Funktion p(y)= a - y, ist durchaus angebracht, wenn auch aus anderen Gründen: Eine lineare Nachfragefunktion widerspricht nämlich der Nichtsättigungsannahme der üblichen Haushaltstheorie! Gleichwohl wird eine solche Funktion wegen der angenehmen (grafischen wie formalen) Handhabbarkeit gern verwendet. Sei es also akzeptiert!

Wenn Sie die Funktion etwas allgemeiner notieren, etwa so:

p = a - b*y

bzw. in nicht-inverser Schreibweise:

y = a/b - (1/b) * p

dann lässt sie sich wie folgt verstehen: p = a ist der Maximalpreis, den der Nachfrager zu zahlen bereit ist. [Für die Experten unter Ihnen: Bei quasi-linearen Präferenzen wird er als maximale Zahlungsbereitschaft interpretiert.] Bzw.: a/b ist die Sättigungsmenge, also jene Menge, die der Nachfrager verbrauchen möchte, wenn es das Gut gratis (p = 0) gibt.

Der Parameter b steht für die Preisempfindlichkeit der Nachfrage: Je kleiner b ist, um so stärker wirkt sich eine Preiserhöhung nachfragemindernd aus. Im vorliegenden Fall gilt schlicht b = 1.

Bedenken Sie bei Vorliegen inverser Nachfragefunktionen stets: Der Nachfrager reagiert mit seiner Mengendisposition auf den Preis - nicht umgekehrt! Vielleicht ergibt die gegebene Nachfragefunktion (nicht Formel!) jetzt mehr Sinn?!

mit freundlichen Grüßen
Axel Hillmann
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Zweiteilige Tarife (Monopol) Inverse Nachfragefunktion
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum