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Beschneidung ist Straftat
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Signifikant
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Anmeldungsdatum: 03.08.2012
Beiträge: 3
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2012 - 16:33:50    Titel:

Harry Nutt sagt in einem Leitartikel der Frankfurter Rundschau vom 28.06.2012, dass die Beschneidung von Jungen keine ernsten Folgen habe: “Bedeutet die Beschneidung junger Mädchen einen massiven Eingriff in die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, so hat die Beschneidung von Jungen über die Gefahren des Eingriffs hinaus keine ernsten Folgen.” Auch wenn es zweifelsfrei zutrifft, dass die Beschneidung von Mädchen folgenschwerer ist als die Beschneidung von Jungen, geht dies an der Realität vorbei. In den USA gab es beispielsweise von 150 Jahren einen Anstieg von Beschneidungen, weil man begriff, dass Beschneidungen Selbstbefriedigung erschwerten. Dies scheint zwar nicht auf das Empfinden von allen Beschnittenen zuzutreffen, aber immerhin 63% behaupten in einer Studie, dass sie nach der Beschneidungen Schwierigkeiten mit der Masturbation hätten. Und ich glaube diesen anonymisierten Studien mehr als den Aussagen einiger religiös vernebelter Geister, die man so trifft, weil diese natürlich ihre Verstümmelung sakralisieren. Würde ich auch, ist ja auch angenehmer, zu glauben, dass die eigene Behinderung keine ist. Mehrere Studien zeigen, dass Zirkumzisionen die Empfindungsfähigkeit beeinträchtigen. Eine niederländische Studie sagt aus, dass die Vorhaut so sensibel ist wie die Lippen oder die Fingerspitzen. Das Vorhautbändchen kann bei einer Zirkumzisionen beschädigt werden und ist bei vielen Männern empfindlicher als die Eichel selbst. Nach der Meinung der Anhänger der evidenzbasierten Medizin ist eine Beschneidung in den seltensten Fällen medizinisch indiziert. Vielmehr kommt es häufig zu bedrohlichen Komplikationen.

Aufgrund dieser Datenlage erscheint es mir verfehlt, die Diskussion schnell mit einem Verweis auf Religionsfreiheit abzuwürgen. Klar soll Religionsfreiheit herrschen und das beinhaltet auch die Freiheit, sich aus religiösen Gründen beschneiden zu lassen, aber wichtig ist, dass für eine solche Handlung die eigene Zustimmung erforderlich ist. Rechtlich ist weder ein 4- noch 8-jähriges Kind einwilligungsfähig, auch mit 14 ist das Reflexionsvermögen meist noch nicht so ausgeprägt, dass eine eigene Entscheidung hinsichtlich religiöser Orientierung möglich ist. Keinesfalls sollte man gegen religiöse Menschen hetzen und von entsprechendem Populismus distanziere ich mich, aber es ist nicht zu viel verlangt, wenn man es jedem Menschen selbst überlässt, ob er sich Körperteile abtrennt. Körperverletzung bleibt auch dann Körperverletzung, wenn sie religiös motiviert ist. Was spricht angesichts der Rechte des Kindes und der Gefahren der Beschneidung dagegen, die Entscheidung in das frühere Erwachsenenalter zu verschieben? Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, aber sie findet ihre Schranken in den Gesetzen und der Sittlichkeit.
Gott ist Liebe
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 1105
Wohnort: Schweiz, männlich

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2012 - 09:30:30    Titel:

Lieber Signifikant

Signifikant hat folgendes geschrieben:
Klar soll Religionsfreiheit herrschen und das beinhaltet auch die Freiheit, sich aus religiösen Gründen beschneiden zu lassen, aber wichtig ist, dass für eine solche Handlung die eigene Zustimmung erforderlich ist.

Genau!
Hier eine gute Übersicht über die aktuell diskutierten Rechtsfragen:
Das Wohl des Kindes geht vor

Signifikant hat folgendes geschrieben:
Harry Nutt sagt in einem Leitartikel der Frankfurter Rundschau vom 28.06.2012, dass die Beschneidung von Jungen keine ernsten Folgen habe

Dem widerspricht der Münchner Chirurgie-Professor Maximilian Stehr, der die Beschneidung bei Kindern ablehnt, und zwar aus medizinischer wie auch aus ärztlich-ethischer Sicht:
Das Wohl des Kindes ist nicht verhandelbar
Lesenswert auch sein Beitrag im aktuellen Spiegel 30/2012 ab S. 124: "Unzumutbare Schmerzen: Warum Kinder ohne medizinische Gründe nicht beschnitten werden sollten"
Diese Ausgabe widmet zwei weitere Beiträge diesem Thema.

Das Ganze könnte auch noch eine haftpflichtrechtliche Komponente bekommen, wenn beispielsweise ein Beschnittener im Erwachsenenalter den Arzt wegen Missachtung seiner Patientenrechte einklagt. Durch die Beschneidung verhornt das Gewebe an der Peniseichel, und es fehlen die Sinneszellen an der Vorhaut, was zu Sensibilitätsverlust und Sekretverlust und damit zu einschneidenden Folgen in der sexuellen Empfindung. Kein Wunder, dass die Beschnittenen durchs Band berichten, dass sie "länger können".

GIL
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3409

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2012 - 16:12:16    Titel:

http://pro-kinderrechte.de/

Auch wenn dieses Forum hier kein Blog ist, so nehme ich mir das Recht, einen Link weiter zu reichen, der bekräftigen soll, was hier bestimmt bereits gesagt wurde, nämlich dass Religionsfreiheit kein Freibrief für die Eltern ist, ad libitum an ihren eigenen Kinder herumschnibbeln zu lassen.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2012 - 00:15:14    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:
Du scheinst dornbuschs Frage nicht verstanden zu haben.

Die Beschneidung am weiblichen Genital, wie sie insbesondere von afrikanischen Christen, Muslimen, Animisten etc. praktiziert wird, ist in der deutschen Debatte selbstverständlich nicht das Thema.

Persönlich vermute ich, dass die Gesetzgebung hier möglichst zeitnah für klare Verhältnisse wird sorgen müssen. Alles andere als eine Legalisierung der Beschneidung (am männlichen Genital) würde mich in sehr, sehr großes Erstaunen versetzen.

Mich auch. Trotzdem darf man hoffen.
Zitat:

Strafrechtler Prof. Dr. Rolf Dietrich Herzberg schreibt :

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Die Beschneidung eines männlichen Kindes ist nach geltendem Recht eine rechtswidrige Körperverletzung; es sei denn, sie ist medizinisch erforderlich. Und sie wird rechtswidrig bleiben. Denn der geplante Paragraph, wenn er Gesetz wird, ist mit dem Grundgesetz unvereinbar und darum nichtig.

Die Beschneidung ist eine schwerwiegende, riskante und folgenschwere Körperverletzung. Sie ist zugleich ein Eingriff in das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit. Dieser Eingriff ist selbstverständlich erlaubt, wenn er medizinisch erforderlich ist, lege artis ausgeführt wird und die Eltern einverstanden sind. Der geplante § 1631 d BGB soll nun das Einwilligungsrecht der Eltern und damit indirekt auch die Rechtfertigung des Beschneiders ausdehnen auf Fälle, wo die Beschneidung des Kindes medizinisch nicht erforderlich ist. Er fügt sich ein in die Vorschriften des familienrechtlichen Kinderschutzes, er betrachtet die Einwilligung ausdrücklich als einen Akt der „Personensorge", die laut Gesetz der „Pflege" und dem „Wohl" des Kindes dienen muss (vgl. §§ 1626, 1627, 1631 BGB). Der neue Paragraph behauptet also Folgendes: Auch die medizinisch unnötige Beschneidung erweist dem Kind Gutes, und zwar genug Gutes, um das Schlechte der Körperverletzung aufzuwiegen. Das wirft folgende Frage auf: Versäumen die Eltern etwas zum Schaden ihres Kindes, wenn sie es nicht beschneiden lassen, obwohl ihre Religion die Beschneidung gebietet?

Manche bejahen das. Von dem, was sie anführen, müssen wir metaphysische Behauptungen von vornherein zurückweisen. Z.B. die Behauptung, die Beschneidung sei ein Geschenk, weil sie einen Bund zwischen Gott und dem Kind stifte. Wir dürfen Verletzungen nicht deshalb erlauben, weil eine Religion solche Aussagen macht und ihre Anhänger daran glauben. Unser Staat ist kein Gottesstaat und er besitzt keine Staatsreligion. Bei uns gelten die Gesetze einer säkularen, der Vernunft und Rationalität verpflichteten Rechtsordnung. Keine Religion steht darüber, jede hat sich darein zu fügen.

Es bleibt die Behauptung von Vorteilen für das Kind, die rational nachprüfbar sind: Hygiene, religiöse Integration, Minderung von Krankheitsgefahren beim Geschlechtsverkehr in späteren Jahren. Aber erstens wöge keiner dieser Vorteile, wenn feststellbar, schwer genug, die Schmerzen, Risiken und belastenden Dauerfolgen der Beschneidung aufzuwiegen. Und zweitens sind weder Hygiene noch Integration noch Gesundheitsschutz in späteren Jahren abhängig von der Beschneidung des Kindes. Man kann alles auch erreichen, wenn man das Kind unversehrt lässt und ihm seinen Körper so erhält, wie die Natur ihn gewollt oder wie Gott ihn erschaffen hat.

Darum erscheint es mir geradezu zynisch, auch die medizinisch unnötige Beschneidung als einen Akt der „Personensorge" auszugeben. Die neue Vorschrift tut, als könnten Eltern ihr Kind dadurch „pflegen" und seinem „Wohl" dienen, dass sie ihm von seinem gesunden Geschlechtsorgan den sensibelsten Teil, der für das Empfinden sexueller Lust besonders wichtig ist, abschneiden lassen. Damit verschleiert das Gesetz, worum es in Wahrheit geht: um eine schlimme Körperverletzung ohne Heilungssinn, reinweg zum Schaden des Kindes; diese soll nicht, wie bei medizinischer Indikation, im Interesse und zum Wohl des Kindes erlaubt werden, sondern im Interesse der Eltern. Deren Interesse mag durchaus altruistische Elemente aufweisen, denn die Eltern können die Beschneidung aus dem Irrtum heraus wünschen, ihrem Jungen damit Gutes zu tun. Aber dieser Irrtum macht das Interesse der Eltern nicht zum Interesse des Kindes. Die Vorschrift löst also einen Konflikt von Interessen. Den Konflikt zwischen zwei Parteien, zwischen den Eltern hier und dem Kinde dort. Und diese Lösung besteht fatalerweise darin, den Eltern grundsätzlich den Vorrang einzuräumen und ihnen die Verletzung des Kindes zu erlauben.

Das aber kann das Gesetz meines Erachtens nicht, ohne dem Grundgesetz zu widersprechen. Kein Zweck, den die Eltern verfolgen mögen, hat die Würde und das Gewicht, die Beschneidung vereinbar zu machen mit dem Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit. Das liegt für Zwecke wie Masturbationsverhinderung, Penisverschönerung, Wascherleichterung oder Fortführung einer Familientradition auf der Hand. Der würdigste Zweck, und dass muss auch in diesem Raum gesagt werden dürfen, ist dann doch noch der religiöse.

Aber auch für den hierzulande im Vordergrund stehenden Zweck gilt, was ich gesagt habe. Ich meine das Anliegen der Eltern, ihrem Glauben gemäß durch die schwere Verletzung des Kindes einen göttlichen Befehl oder eine religiöse Pflicht zu erfüllen. Sie berufen sich dafür auf das Recht, in Freiheit ihre Religion auszuüben. Aber hier hat unser Grundgesetz den Konflikt sogar ausdrücklich gegen die Ausübungsfreiheit gelöst. Denn das Grundgesetz ordnet dies in Artikel 140 an. Es geht dort um staatsbürgerliche Rechte und staatsbürgerliche Pflichten wie z.B. die Pflicht, niemanden zu verletzen oder bei einem Unglücksfall Hilfe zu leisten. Diese Rechte und Pflichten werden im keinem Fall dadurch beschränkt, dass jemand seine Religionsfreiheit ausübt (vgl. Art. 140 GG i.V. mit Art. 136 Abs. 1 WRV).

Im Grunde ist das selbstverständlich. Dass eine Sekte es ihren Mitgliedern zur religiösen Pflicht macht, andere in ihren Häusern aufzusuchen und zu bekehren, beschränkt das Hausrecht und die Pflicht, es zu respektieren, nicht im Geringsten. Wenn der Missionar ins Haus eindringt oder sich weigert, es zu verlassen, macht er sich wegen Hausfriedensbruch strafbar.

Und ein näher liegendes Beispiel: Die Mädchenbeschneidung begegnet uns sehr wohl auch als Religionsausübung. So, wie die muslimische Sekte der Schafi‘iten sie fordert (bloßes Anritzen der Schamlippen), hat sie in jeder Hinsicht schwächere Auswirkungen als die männliche Zirkumzision. Aber in Deutschland ist es ganz unstreitig, dass der Mädchenbeschneider trotz Religionsausübung eine rechtswidrige Körperverletzung begeht.

Die Religionsausübung hat jede Freiheit, aber eben nur im Rahmen der Gesetze. Und zu ihnen gehört § 223 StGB, der Körperverletzungen verbietet. Es ist in meinen Augen eine absurde Annahme, dass jemand von Rechts wegen sein Kind verletzen darf, weil seine Religion es von ihm verlangt.

Nach allem geht mein Gesetzesvorschlag dahin, den § 1631c BGB um ein Beschneidungsverbot zu erweitern. Er sagt dann zwar nur, was ohnehin gilt, aber angesichts des aktuellen Streites sollte er die Sache mit diesen Worten klarstellen:

Nicht einwilligen können die Eltern
1. in eine Sterilisation des Kindes,
2. in eine Genitalbeschneidung des Kindes, es sei denn, sie ist medizinisch erforderlich.

Auch das Kind selbst kann weder in die Sterilisation noch in die Genitalbeschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung

Meine Damen und Herren, ich hoffe inständig, dass der Gesetzesvorschlag der Bundesregierung im Bundestag keine Mehrheit findet. Aber zugleich befürchte ich, dass politische Rücksichten den Gesetzgeber am Ende die entworfene Beschneidungserlaubnis beschließen lassen. Und ich fürchte, dass ihre Nichtigkeit auch vom Bundesverfassungsgericht nicht erkannt werden wird. Ich will nicht dramatisieren, aber es wäre für mich ein zivilisatorischer Rückschritt und ein Verlust an Humanität und Rechtskultur.

Eine Abgeordnete der SPD-Fraktion hat gesagt und ich mache mir abschließend ihre Worte zu eigen: ,,Ich möchte nicht, dass Deutschland in die Geschichte eingeht als das Land, das Körperverletzung an wehrlosen Kindern legalisiert wegen irgendwelcher Bibelstellen und Tausende von Jahren alten Traditionen. Der Respekt vor dem Leben - das ist doch unsere Lektion aus der Nazizeit".

http://hpd.de/node/14172

Freundliche Grüße, schelm
Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3409

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2012 - 08:55:17    Titel:

Danke, Schelm, für die Verlinkung! - Ein erstklassiger Vortrag. -
Plausibler KANN die Begründung zum Thema nicht mehr sein.

Schönen Tag,
Klimperkasten Wink
Yvettte
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Anmeldungsdatum: 28.12.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2012 - 21:07:26    Titel: wo wir sind

ich finde, dass es auch wichtig ist, wo etwas geschieht.
Wenn es in einem liberalem Land geschieht, wo dies als Körperverletzung ohne Grund gesehen werden kann, dann sollte es hier auch nicht zur Sitte werden.
Immerhin gibt es Jungen, die es nicht gewollt hätten oder Nachteile dadurch haben.
Ein Kind hat noch keine Religion! Es ist sein Körper und beschneiden lassen kann man sich auch später noch, wenn dies gewünscht ist.
Nur weil es woanders immer so gemacht wird, heisst es nicht, dass das her auch sein MUSS.

Es wird lediglich pro Beschneidung entschieden, um nicht moslem und erst recht nicht als judenfeindlich dazustehen. So ist das.
Das ist keine Religion, sondern Glaubens-Diktatur. DU MUSST.

Ein Kind sollte frei entscheiden können, was es glauben will, irgendwann man. Man gehört keiner Religion von Kindheit an. Sondern "Grundrecht" erst mal sich selbst. Wenn meine Familie von mir als Erwachsener will, dass ich irgendetwas an mir abschneide - das geht gar nicht.

Alles sollte dran bleiben und keine Zwangsbeschneidung aus "religiösen" Gründen.

Glaube wird nicht vererbt. Kinder sind kein Eigentum.
Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3409

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2012 - 01:11:21    Titel:

"Das ist keine Religion, sondern Glaubens-Diktatur. DU MUSST. " - Zitatende

Ganz richtig! - Hinter dem Wort Religion verbirgt sich das Lateinische "religere" = zurück-, wieder binden.
Das heißt, dass das neugeborene Kind sich durch seine Geburt an die Religion der Eltern binden muss oder gebunden wird.
Im Christentum ist es mit der Taufe, im Judentum und im Islam ist es mit der Beschneidung. - Von Selbstbestimmung ist da keine Spur....Im Gegenteil! Wir bekommen allesamt die Religion der Eltern aufgestülpt! - Wir sind also fremdbestimmt. - Nach dem Motto:"Wenn du nicht folgst, kommst du in die Hölle". - DAS kann es doch nicht sein, oder?
Religionsfreiheit haben alleine die Eltern, nicht die Kinder.
Darum meine ich, dass wir - selbstdenkend - uns von sämtlichen Religionen lösen sollten und unseren Glauben nach unserem Herzen pflegen sollten, nicht nach Befehl und Gehorsam anderer Menschen...
In diesem Sinne wünsche ich allen Usern ein erfolgreiches neues Jahr und eine selbständige Denke, damit wir nicht eines Tages von Menschen eingeholt werden, die da glauben, die einzig wahre Religion gefunden zu haben...
Klimperkasten Idea
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