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Schwachsinn: "Modell Perfekter Markt"
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Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Schwachsinn: "Modell Perfekter Markt"
 
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Niebuhr
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Anmeldungsdatum: 15.09.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2013 - 20:48:28    Titel:

Zum Thema: es ist ja interessant, dass zB Milton friedman in einem berühmten und einflussreichem Aufsatz in den 50ern forderte, dass ökonomische Modelle "keine unmittelbare Beziehung" zur Realität erfordern. Wenn man sich überlegt, was diese Ankündung für die "Wissenschaft" bedeutet, wird es klar, weshalb ein berühmter Berater der Stadtplannungskommission der Stadt New York City mal meinte, um die Zukunft der Stadt sich vorszustellen, müsse man zuerst so machen, "als gäbe es die (damalige) Krise nicht". Das bezweifelnde daran ist ja natürlich das, was der originaler Inszenierer meint: das es genau hier schwierig ist, mit solchen Annahmen vernünftig (aber auch fair/gerecht) die Welt darzustellen *ohne*, dass sein Anspruch auf ideologische Thesen und Zwecken seine Klarhat verwirbeln, was nicht selten der Fall ist (siehe, zB diese berühmte Rede von ehem. US Zentral Banker Alan Greenspan: http://www.youtube.com/watch?v=CQ6WgiHq3CE , der damals ankündigte, "er habe übersehen", dass seine Politik dementsprechende Wirkungen hätte gehabt, wie sie hatte). Hier merkt man, dass die Erklärung, man habe in seinen Thesen und Modellen geirrt selbst sehr flöckig und unglaubwürdig wirkt, und, dass zB die These, dass die VWL eine "reine Wissenschaft" ist sehr schwierig ist, zu gerechtfertigen (darauf komme ich noch in einem Moment). Deswegen nannte man sie ja auch in vorigen Jahrhunderten "Political economy": "*politische* Öknomomie."

Es ist immerhin wichtig und grundsätzlich moralisch notwendig, anzuerkennen, wann und wo welche Ansprüche und Ansichten welchen Interessen dienen in so einem Disziplin, wo nicht isolierte unlebendige Atome, sondern leidenschaftliche, lebende Menschen betrachtet werden. Ich glaube dies will der urspringliche Inszenierer andeuten.

Zum ursprünglichen Thema: Dies ist natürlich auch der Grund warum Keynes seine Theorie die "General Theory" nannte (im Gegensatz zu der Klassisch/neoklassichen Theorie, die nur in besonderen, d.h., nichtgegebenen, sprich unwahrscheinlichen Fällen vorkommt, und sich dementsprechend nur auf solche Fälle bezieht). Dies war eine sehr bedeutsame Distanzierung von der herkömlichen Theorie von zB Pigou oder Marshall, deren Verständnisse zB zur Krisen Zuständen sehr sehr begrenzt war, und deren Anspruch dann auf Beitragung zur Auflösung solchen Krisen dementsprechend auch sehr begrenzt war (wurde). Dies ist natürlich ein Problem des einzelnen Modells, und da dient natürlich eine dynamische Modellierung (aber auch hier muß man ein Bisschen praktisches Wissen, sprich "Know-how" beherrschen, was, so zu sagen, wohin gehört im Modell). Hier muss man sich überlegen, was für Alternativen zur Klassischen-neoklassichen Theorie gibt es, die wahrhafter der Realität entsprechen, und die auch hilfsamer und schlichter sind, als die herkömlichen. Vieleicht gibt es hier kein einziges (als, sprich, jede Epoche, jede Periode so wie jedes Land braucht seine eigenen makroökonomischen thesen und Theorien, nicht, dass es *keine* "Lösungen" gibt! Im Gegenteil!)
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 506

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2013 - 14:41:13    Titel:

LoLzeBoB hat folgendes geschrieben:
Lieber EDB,

1) bitte den Spruch wie von aristokrates gebeten in deine Sammlung aufnehmen
2) Neulinge über Golomüntzer aufklären
3) Feststellen, dass er aus argumentativer hilflosigkeit heraus zu Beleidigungen greifen muss.

Grüße,
Bob


Gerne!

Die Sammlung ist aufdatiert und wird gleich ins Forum gepfeffert!
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2013 - 14:58:23    Titel:

...

Zuletzt bearbeitet von golomjanka am 23 Sep 2013 - 16:05:02, insgesamt einmal bearbeitet
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 506

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2013 - 15:13:53    Titel:

golomjanka hat folgendes geschrieben:
Pubertärer Freak ...


Danke für Steilpass, ist ebenfalls in Sammlung aufgenommen. Nur weiter her damit!
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2013 - 15:25:58    Titel:

Niebuhr hat folgendes geschrieben:
Zum Thema: es ist ja interessant, dass zB Milton friedman in einem berühmten und einflussreichem Aufsatz in den 50ern forderte, dass ökonomische Modelle "keine unmittelbare Beziehung" zur Realität erfordern. Wenn man sich überlegt, was diese Ankündung für die "Wissenschaft" bedeutet, wird es klar, weshalb ein berühmter Berater der Stadtplannungskommission der Stadt New York City mal meinte, um die Zukunft der Stadt sich vorszustellen, müsse man zuerst so machen, "als gäbe es die (damalige) Krise nicht". Das bezweifelnde daran ist ja natürlich das, was der originaler Inszenierer meint: das es genau hier schwierig ist, mit solchen Annahmen vernünftig (aber auch fair/gerecht) die Welt darzustellen *ohne*, dass sein Anspruch auf ideologische Thesen und Zwecken seine Klarhat verwirbeln, was nicht selten der Fall ist (siehe, zB diese berühmte Rede von ehem. US Zentral Banker Alan Greenspan: http://www.youtube.com/watch?v=CQ6WgiHq3CE , der damals ankündigte, "er habe übersehen", dass seine Politik dementsprechende Wirkungen hätte gehabt, wie sie hatte). Hier merkt man, dass die Erklärung, man habe in seinen Thesen und Modellen geirrt selbst sehr flöckig und unglaubwürdig wirkt, und, dass zB die These, dass die VWL eine "reine Wissenschaft" ist sehr schwierig ist, zu gerechtfertigen (darauf komme ich noch in einem Moment). Deswegen nannte man sie ja auch in vorigen Jahrhunderten "Political economy": "*politische* Öknomomie."

Es ist immerhin wichtig und grundsätzlich moralisch notwendig, anzuerkennen, wann und wo welche Ansprüche und Ansichten welchen Interessen dienen in so einem Disziplin, wo nicht isolierte unlebendige Atome, sondern leidenschaftliche, lebende Menschen betrachtet werden. Ich glaube dies will der urspringliche Inszenierer andeuten.

Zum ursprünglichen Thema: Dies ist natürlich auch der Grund warum Keynes seine Theorie die "General Theory" nannte (im Gegensatz zu der Klassisch/neoklassichen Theorie, die nur in besonderen, d.h., nichtgegebenen, sprich unwahrscheinlichen Fällen vorkommt, und sich dementsprechend nur auf solche Fälle bezieht). Dies war eine sehr bedeutsame Distanzierung von der herkömlichen Theorie von zB Pigou oder Marshall, deren Verständnisse zB zur Krisen Zuständen sehr sehr begrenzt war, und deren Anspruch dann auf Beitragung zur Auflösung solchen Krisen dementsprechend auch sehr begrenzt war (wurde). Dies ist natürlich ein Problem des einzelnen Modells, und da dient natürlich eine dynamische Modellierung (aber auch hier muß man ein Bisschen praktisches Wissen, sprich "Know-how" beherrschen, was, so zu sagen, wohin gehört im Modell). Hier muss man sich überlegen, was für Alternativen zur Klassischen-neoklassischen Theorie gibt es, die wahrhafter der Realität entsprechen, und die auch hilfsamer und schlichter sind, als die herkömmlichen. Vieleicht gibt es hier kein einziges (als, sprich, jede Epoche, jede Periode so wie jedes Land braucht seine eigenen makroökonomischen thesen und Theorien, nicht, dass es *keine* "Lösungen" gibt! Im Gegenteil!)


Am Ende verblutet das unwissenschaftliche Geschwätz, so populär es auch noch ist, an sich selbst. Sicherlich kann ideologischer Überbau zur politischen Stärkung einer Gruppe die Wissenschaft extrem infiltrieren und schänden. Man denke nur an die Rassenideologie über die Rassentheorie. Da zogen sie dann los, um über Nasenlängen die Wertigkeit von Menschen zu messen. Mathematisch bestimmt korrekt nach ihrer Parameter-Liste. Letztendlich aber fällt jeder Schwachsinn gegen die Wissenschaft ins Grab.
Um Falsches in der Wissnschaft zu orten braucht es keine Alternative zur Erklärung. Allerdings gibt es diese in fundamentaler Art.
aristokrates
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Anmeldungsdatum: 20.04.2010
Beiträge: 1358

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2013 - 20:45:48    Titel:

xx

Zuletzt bearbeitet von aristokrates am 20 Nov 2014 - 00:54:36, insgesamt einmal bearbeitet
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2013 - 02:25:56    Titel:

aristokrates hat folgendes geschrieben:
Okay, der perfekte Markt ist Unsinn

Genau. Alles andere wäre ein neues Thema. Kannst Du ja aufmachen, wenns Dich interessiert ...
Niebuhr
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Anmeldungsdatum: 15.09.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2013 - 17:16:36    Titel:

Zitat:
Um Falsches in der Wissnschaft zu orten braucht es keine Alternative zur Erklärung. Allerdings gibt es diese in fundamentaler Art.


Diese Antwort verstehe ich nicht ganz. Wissenschaft und 'Theorie', in dem eigentlichen Sinn, widersprechen sich nicht, im Grundsatz. Sogar in der Matematik gibt es "Theorien" (Prinzipien auf deren Basis andere Assagen beruhen). Hier würde Wittgenstein, zB meinen, "Du weißt was ich meine."
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2013 - 20:50:22    Titel:

Niebuhr hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Um Falsches in der Wissnschaft zu orten braucht es keine Alternative zur Erklärung. Allerdings gibt es diese in fundamentaler Art.

Diese Antwort verstehe ich nicht ganz.

Die Antwort bezog sich auf einen Satz Deines Textes, den ich extra fett hervorhob:
Zitat:
Hier muss man sich überlegen, was für Alternativen zur Klassischen-neoklassischen Theorie gibt es,

Die neoklassischen Versuche sind derart weit von der Wissenschaft entfernt, dass sie ausscheiden aus ernsthafter Betrachtung. Ihnen braucht man keine "Alternative" entgegensetzen. Es ist Müll. Es fängt in der Wissenschaft ja auch keiner an, Gott-Vorstellungen Alternative(n) entgegen zu setzen.
Brauchbare wissenschaftliche Erklärung um sozio-ökonomische Prozesse findet sich an anderer Stelle, fernab des Unsinns der Neoklassik.


Zuletzt bearbeitet von golomjanka am 27 Sep 2013 - 23:51:08, insgesamt einmal bearbeitet
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1317
Wohnort: Germany

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2013 - 21:46:32    Titel:

Gollum, du hast doch noch nichteinmal verstanden, was das Ziel der Wirtschaftswissenschaften ist, wie willst du dann die Qualität der Theorien dieser Disziplin beurteilen können?

Ich bezweifle, dass jemand, der in in seinem Leben vermutlich keine einzige wissenschaftliche Arbeit verfasst hat, so absolute Urteile fällen kann.
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