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Studium Kozminski University Warschau Erfahrungsbericht
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Robert_Ma
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Anmeldungsdatum: 30.09.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2013 - 19:20:50    Titel: Studium Kozminski University Warschau Erfahrungsbericht

Hallo!

Mit diesen Report möchte ich euch darlegen, warum Warschau und speziell die KU eine gute Wahl ist und euch die Augen öffnen wie viel Privatuni man im Vergleich zu Deutschen bekommt. Vor meiner Wahl habe ich die renommierten Privatunis in Deutschland besucht und dann mal bei Konzernen in der Personalabteilung angerufen und Rankings verglichen, um dann eine finale Entscheidung zu treffen. Da ich keine Berichte zur KU gefunden habe, wollte ich mal was dazu schreiben.

Kurz zu mir ich absolviere hier den “Double Degree Master mit Bradford” und habe zuvor meinen Bachelor in den Niederlanden in IBA an der Rotterdam School of Management abgeschlossen. Mein Ziel war ein Master im Bereich Strategic Management und neue Kontakte in die östliche Hemisphäre, was in Rotterdam eher mau war, ausgenommen Korea und China.

Welcome to Warsaw! Ich kenne keine private Universität die in einer Hauptstadt situiert ist, ein so hervoragendes internationales und akademisches Niveau hat und zudem noch erschwinglich ist. Die Top Unis aus dem Financial Times Ranking sind in den zum Teil teuersten Städten Europas London, Paris und Mailand zum Beispiel und salopp gesagt in Deutschland in der Pampa. Hier in Warschau sind die Lebenshaltungkosten eher vergleichbar mit Städten wie Bremen oder Essen. Großstadtflair, gute Clubs und Restaurants, hervoragende Shoppingmöglichkeiten, sowie ein großer internationaler Flughafen sind inklusive. Warschau liegt im Herzen von Europa, zwei Stunden von jeder europäischen Metropole mit dem Flugzeug. Warschau ist momentan in Europa eine einzigartige Chance das Angenehme mit dem akademischen zu kombinieren ohne Abstriche machen zu müssen.

Vorsicht! Deutschland ist im Vergleich mit Privatunis übersät, die sich gegenseitig mit ihren Anglizismen, internationalen Universitäts- und Firmenpartnerschaften, Doppel Bachelor- und Masterabschlüssen austechen. Es gibt hunderte von sogenannten Business Schools, Colleges und Academy’s die mit ihren überteurten Angeboten den Bildungskunden blenden und zusätzliche Erwartungen schüren. Konkret werden potenzielle Studenten und Eltern durch vermeintlich hohe Anforderungen getäuscht, die Teil der Eliteinszenierung sind. Getreu dem Gedanken “teuer muss gut sein”. Wer glaubt schon das hinter der Uni mit “Assessmentcenter” in Form von Toefel- und Allgemeinwissentest, 2 Interviewrunden mit Psychlogen, vorgeschriebenen Vorpraktikum und Rektorentscheidung für die Zulassung eine Ente steckt. Niemand! Und genau hier ist es wichtig kritisch zu sein und zu recherchieren was wirklich hinter dem vermeintlichen Harvard mit Schlossanlage in der Provinz steckt.
Pompöse Werbeveranstaltungen die auch gerne “Elite Recruiting” genannt werden und mit teuren Buffets, Champagner und lokaler Prominenz gespickt sind, etablieren und verstärken das gewünschte elitäre Flair. Dieses Flair steht im Vordergrund und wird großartig inszeniert, schließlich muss genung Geld reinkommen um die gigantischen Kosten zu decken und Kredite zu bezahlen. Die Bildung der Studenten ist hier eher nebensächlich und wird von Assitenzprofessoren übernommen, da der Starprofessor mit internationalem Renomee gerade auf Reise ist, natürlich um weitere Studenten zu werben und sein Gehalt zu sichern. Oft kommt das Erwachen erst nach den ersten Semstern und die vermeintliche Kaderschmiede mit definitver Joggarantie stellt sich als Fehltritt da. Selbstverständlich kann man dies nicht pauschal behaupten, jedoch sprechen die Rankings, Beschwerden und arbeitslosen sowie unzufriedenen Absolventen für sich und es kristallisiert sich nur eine elitäre Gruppe heraus, die tatsächlich die Versprechen halten kann. Aus Deutschland ist dies ein sehr kleine Gruppe die von der WHU angeführt wird. Bei diesen Universitäten werden jedoch die Versprechen gehalten, der Großteil der anderen Privatunis fällt durch dieses Raster. Daher sollte man hier überlegen ob man nicht im Ausland mehr Bildung und Ruf für sein Geld bekommt. Es gibt zu viele schwarze Schaafe auf dem privaten, deutschen Bildungsmarkt und das Risiko der Arbeitslosigkeit und des finanziellen Schadens ist zu groß als das man hier mit der Recherche sparen sollte.

Zusammenfassend sollte man die Kosten und den wirklichen Ruf vor der Vertragsunterzeichnung genaustens studiert haben um eben nicht auf ein “Provinzharvard” reinzufallen. Das Preisleistungsverhältnis an der Kozminski University und Warschau ist ausgezeichnet, hinzu kommt das enorme Potenzial und der Fakt das diese Uni in 20 Jahren auf Platz 25 des Financial Times Ranking vorgerückt ist und mit Platz 4 in der Unterkategorie General Management zu den 10 besten Universitäten Europas gehört und die Nummer 1 in Zentral- und Osteuropa ist. Ähnlich der WHU in Deutschland ist die Kozminski University, die private Kaderschmiede in und für Zentral- und Osteuropa. Die Kinder der osteuropäischen Wirtschaftsbosse, Politker und Mittelständler geben sich hier die Klinke in die Hand. Jedoch sind auch sehr viele Studenten aus den baltischen Staaten, Afrika und Asien and der KU. Viele Studenten aus ehemaligen Sowjetpartnerländern und gerade das macht diese Uni so wertvoll um Kontakte zu knüpfen. Salopp gesagt ist dies das Elitekontaktcafe für den Osten speziell Afrika und die ehemalige Sowjetunion. Wer vor hat dort ins Business einzusteigen oder für einen deutschen Konzern in diesen Ländern an Projekten arbeiten möchte ist hier goldrichtig!

Heute, September 2013 studieren 57 Nationalitäten an dieser Universität und es wird “wirklich” English gesprochen, da es gar nicht anders möglich ist. Alleine diese Gegebenheit ist sehr wichtig und ist in Deutschland und auch Holland, abgesehen von der der Unterrichtssprache sehr selten gegeben. Dieses Jahr sind wir ca. 80 Masterstudenten die den englischen Master in Management, das Double Degree Program mit Bradford und den ABE Master machen. Wir werden hierbei in zwei Gruppen aufgeteilt, sodass wir letztendlich mit 40 Leuten in der lecture sitzen. Bei Finance sind des um die 40 – 50 Studenten. Bei den Masterstudiengängen auf polnsich ist es ähnlich. Ledigleich die Bachelorstudenten sind ca. 250, jedoch ist die Selektion nach dem ersten Jahr sehr krass, sodas wirklich nur die Besten übrigbleiben. Auch hier wird wieder das Aufteilungsprinzip angewendet, sodass man mit ca. 60- 70 Leuten lecture hat.

Das akademische Niveau ist gut jedoch anders als in den Niederlanden, man hat weniger assignements und somit ist der Druck nicht so hoch. Die Lehre basiert auf Havard Cases und den damit verbundenen Büchern zum größten Teil von McGraw Hill. Hier wir auch nach dem Prinzip Problem Based Learning gelehrt und gelernt. Das Englischniveau der Professoren und Assisten ist hoch jedoch merkt man manchmal den osteuropäischen Akzent, der leicht durchscheint. Viele von ihnen haben in einem englischspracheingen Land gelebt und studiert.Die Hörsäle, sind modern und ähneln eher kleinen Klassenräumen, was ich sehr angenehm finde. Die Gebäude sind sehr sauber auch die Toiletten, die Artikel in der Kantine und den Cafeterien sind gut und bezahlbar, am besten finde ich jeodch die kostenlose Garderobe am Eingang mit Personal, das ist wirklich Luxus und man muss nichts in ein Schließfach questschen oder den ganzen Tag rumtragen. Es ist viel Personal am machen und tun jeden Tag, putzen, aufräumen etc. dies konnte man sich an der RSM nur wünschen. Was den adminstrativen Part angeht, bin ich ein bisschen entäuscht, das wirkt manachmal sehr unorganisiert, jedoch habe ich gelernt, dass dies typisch polnisch ist. Dann muss man sich nun mal ein zweites mal zu Ausgabe der Dokumente anstellen, so schlimm ist dies jetzt auch nicht. Schlussendlich muss ich sagen, dass mich die Uni noch mehr positiv überrascht hat als gedacht, dies gilt auch für Polen generell. Ich kann nur jedem empfehlen sich mal die KU anzuschauen, als Alternative zu WHU und ESCP, der Kostenunterschied ist gigantisch und der Vorteil hier studiert und gelebt zu haben ist nicht mit Geld aufzuwiegen, ganz abgesehen von den wertvollen Kontakten in den Osten und nach Afrika. Ich kann nur sagen traut euch!

Fazit zum Thema Privatuni, kommt entweder hierhin oder geht in Deutschland and die WHU oder ESCP, ich habe mir ein halbes Jahr private Unis in Deutschland angeschaut und wirklich soviel Bullshit gesehen was Preis/ Leistung angeht!

Ich hoffe das ich euch mit diesen Report ermutigen kann nach Warschau für den Bachelor oder Master zu kommen, es ist wirklich super hier! Schaut euch am besten die Uni und die Stadt vorher an, es würde mich wundern wenn ihr nicht begeistert seid;) Man kann hier günstig mir RyanAir von Weeze oder mit Wizzair von Brüssel hinfliegen, schaut einfach mal vorbei!
Robert_Ma
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Anmeldungsdatum: 30.09.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2013 - 19:49:44    Titel:

Vielleicht noch ergänzend. Die Firmen die ich angerufen habe waren Volkswagen, Mercedes Benz, Henkel, Bosten Consulting Group, Mc Kinsey,Continental, Tui und Hellmann Logistik. Bei diesen Sample dachte ich mir reicht es um einen Überblick zu bekommen. Fazit war die Consultancies kennen die KU, Henkel und Hellmann auch, und auch Mercedes und VW. Bei Conti und Tui ist sie unbekannt gewesen. Die haben dann in der Anabin Datenbank nachgeschaut, wegen der Anerkennung des Abschlusses und dann hieß es. Ok ist anerkannt, falls sie sich bewerben beschreiben Sie bitte die Uni und Rank sowie die Besonderheiten, sie sind auf jeden Fall interessant für uns. Dann wurde noch gefragt ob ich Russisch kann. Die Dame bei TUI meinte mit Russisch noch dazu wäre ne 1. Alle meinten aber unabhängig voneinander, dass es mal was frisches ist und sie Personal suchen, dass mehr als nur ein Auslandssemester im Osten verbracht hat. Sehr, sehr haben die die sich bei Mercedes, VW über den Anruf gefreut als auch bei den Consultancies. Die Dame von BCG meinte, viele westliche Konzerne suchen Leute die beide Kulturen verstehen und dort Kontakte haben, die sind hier bekanntlich wichtig. Anscheinend setzten viele Konzerne Projekte in den Sand, da sie keinen privaten Kontakte haben. Zusammenfassend vielleicht, die Uni ist etwas besonderes und mehr ein Hidden Champion siehe Ranking in der Financial Times, Platz 25 im EU Masterranking spricht für sich. Vielleicht noch kurz zu dem Russisch. Die Leuten hier an der Uni und auch vor Ort in Ballungsgebieten, die was zu sagen haben, jedenfalls laut den Erzählungen meiner osteuropäischen Mitstudenten, sprechen Englisch und es wird stetig mehr;)
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