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Das wichtigste Menschenrecht
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Setarkos
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Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 309
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 13:15:37    Titel: Das wichtigste Menschenrecht

Ich weiß nicht, wie oft Politiker und Volk das Wort "Menschenrechte" im Mund haben. Google liefert mehr als 2,5 Millionen Ergebnisse, aber nichts, was in den vielen wundervollen Worten erkennen ließe, ob es ein Menschenrecht gibt, das alle als wichtigstes anerkennen und welches das sein wohl sein könnte.

Das müßte ja eines sein, das wir nicht mit Tieren, Pflanzen usw. teilen. Ich habe schon länger Zeitgenossen nach diesem Recht gefragt, mit dem ja auch entsprechende Pflichten verbunden sind, bekam aber nur Ungewisses, Unklares, Schwammiges mit dünnen bis megastarken Überzeugungen dahinter.

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, ein solches Recht so einzugrenzen, daß es sich mit einem qualifizierten Konsens verifizieren läßt. Bestimmt kommt aber hier in dieser Diskussionsplattform jemand darauf, wo sich auffallend viele kompetente Menschen darum bemühen, ihr Wissen anderen zu vermitteln. Danke für alles im Voraus! Ich bin zwar überzeugt, das es ein Recht gibt, das man als wichtigstes Menschenrecht bezeichnen kann, doch verrate ich das nur Usern, die mir zeigen, daß sie mich mit meinem bescheidenen Wissen respektieren.
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 13:32:31    Titel:

Mein eher technischer Ansatz: Ohne Rechtsfähigkeit nützt auch die längste und bestmöglich formulierte Aufzählung von Menschenrechten nichts, daher Art. 6 AEMR ("Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.") iVm Universalitätsanspruch und Gleichheitsgebot aus Präambel sowie Art. 1 und 2 AEMR.
Setarkos
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Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 309
Wohnort: Nähe Tübingen

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 13:52:06    Titel:

Danke Higher_Consciousness. Nicht schlecht. Cool

Warum wurde das Recht, das Du in Verbindung mit zwei vorgenannten als das wichtigste Menschenrecht erachtest, auf Platz 6 in der Präambel verwiesen? Rechtssystematik ist ja auch ein recht ordentlicher Anspruch.

Ich zitiere mal die beiden, die Du noch erwähntest und meine gleich was dazu:

    Artikel 1 "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."

Daß wir eine nette Ausgangsbasis haben und was Besonderes sind, ist für mich kein Recht. Wir leiten daraus Rechte ab.

    Artikel 2 "Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand."

Hier sind die nun näher ausgeführt und als Anspruch zugesichert, doch steckt beispielsweise hinter dem benutzten Begriff Freiheit das Recht, um das es mir geht. Der Begriff Freiheit indes ist ein vielbeanspruchtes Recht, bei dem so deutlich wird, daß es kein Recht ohne Pflicht geben kann, daß sich dieser Anspruch entsprechend relativieren und mißbrauchen läßt. Nichts ist absolut frei.

Stimmst Du mir insoweit zu? Oder soll ich noch ein wenig nachlegen?
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 14:15:02    Titel:

Art. 1 und 2 sind mir zu allgemein gefasst, daher messe ich ihnen eher deklaratorischen Charakter bei, aus dem sich v.a. Universalität und Egalität der Menschenrechte als Rechtsprinzipien herleiten lassen. Das ist jetzt aber auch ein Stück weit rechtsphilosophisch.

Es macht Sinn, die überragende Wichtigkeit von Freiheit auch systematisch auszudrücken. Da stimme ich Dir zu. Ebenfalls lässt sie sich relativieren (und ggf. missbrauchen), deshalb werden die einzelnen negativen sowie positiven Freiheitsrechte in nachfolgenden Artikeln konkretisiert.
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 16:26:59    Titel:

Die Unantastbarkeit des individuellen Lebens (Körpers) sollte man eigentlich in die Präambel gesetzt wissen. Aber, da hört es doch schon auf bei den Todes-Strafen-Ländern.
Setarkos
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Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 309
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 16:59:25    Titel:

Higher_Consciousness, der Deklarismus ist schödcleveres bis fastgeniales Menschenwerk. Universalität und Egalitätsprinzip weisen auf das erstaunlich unbekannte Recht hin. Es läßt sich nur über Rechtsphilosophie finden. Du bist nahe dran.

Auch golomjanka. Welches Recht steckt hinter der Untasbarkeit, die Mächtige so gerne in Anspruch nehmen, wenn sie vor Ohnmächtigen ihre Spie§e positionieren, sobald sie die unter Druck setzen und das mit so viel Routine, daß der eigentlich Souverän diese Spie§e nur extrem selten mal umgedreht hat. Mir ist kein einziger Fall bekannt, der nennenswerte Konsequenz bei der Herstellung von Waffengleichheit gezeigt hat.

Gibt es Überzeugte, die glauben,
es könne nicht ein einziges Recht geben,
das die Ehre verdient, wichtigstes Menschenrecht zu sein?
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 17:08:12    Titel:

Es geht bei Menschenrechten um Formulierung, die dem gesellschaftlichen Handeln ein Maß verpasst.
Übrigens würden so einige Diktatoren davon profitieren und könnten sich auf das Recht "zu leben", berufen, wenn die Meute zum Lynchmord ansetzt. Laughing
Setarkos
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Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 309
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 17:26:50    Titel:

Und welches Recht gestattet mehr oder weniger ma§volle Formeln für gesellschaftliches Handeln?
Glaubst Du, daß es ein Universalrecht hinter allen Rechten gibt?
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 18:24:55    Titel:

"Rechte" sind ein gesellschaftliches "Gut". Von Menschen erdacht für die Gesellschaft nach Prinzipien jeweiliger Herrscher und deshalb leider nicht immer menschenfreundlich zu allen. Wer Menschenrechte formuliert hat das allgemeine Interesse, das Machbare für jeden von jedem zu beachten. Das ist möglich, selbst wenn es noch nicht durchsetzbar ist.
Dahinter steht nichts außer humanistische Philosophie, die da ganz kurz beschrieben werden kann: Alle Menschen sind im Werte gleich.

Andere Philosophien können sich Menschenrechten nie annähern, sie nur beschädigen.
Setarkos
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Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 309
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2014 - 19:31:19    Titel:

golomjanka, Du weißt, daß ich danach giere, meinen Mitmsnchen lästig zu sein, sie zu nerven. Nachdem Du im Thread über den Sinn des Lebens so tiefsinnige Gedanken besteuertest, erlaube ich mir, mal richtig ätzend zu werden: Glaubst Du, daß es ein Universalrecht hinter allen Rechten gibt?

Rechte sind individuelle und gesellschaftliche Güter. Sie sollen das Machbare ermöglichen und das Unmögliche unterbinden. Würden all die Rechte, mit denen Mächtige das schon versucht und oft genug auch mit entsprechenden Erfolgen verwirklicht haben, nur auf den jeweils gültigen Wertvorstellungen der Rechtkreateure, Rechtsumsetzer und Rechtenutzer beruhen, würde das nicht nur einiges erklären zu unserem scheinbar unvermeidlichen Schicksal, in unregelmäßigen Intervallen von unseren Glücksbergen zu stürzen und danach wieder mit nichts Haben und bißchen Sein ein neues Auf-und-ab-Spielchen zu starten, sofern man den Absturz überlebte. Denn Rechte wurde bisher ja grundsätzlich von den jeweils Mächtigen unzähliger Gemeinsamkeiten vorgegeben. Die nun haben sich ihr Wissen für ihre Gesetzgebung nicht aus den Fingern gesaugt. Sie mußten das Verhalten der menschlichen Spezies und das ihres Umfeldes miteinbeziehen, damit das Regelwerk und die Geregelten nicht ständig auf Konfrontationskurs waren.

Mit diesem Hinweis will ich es mal bewenden lassen, um auf das hinzuführen, was hinter den Rechten unseres Umfeldes und unseren persönlichen und vergemeinschafteten Rechten für ein wichtiges Recht steckt und was davon uns über alle anderen Erscheinungsformen der Schöpfung hebt, sodaß kaum nachzuvollziehen ist, warum es bis heute keine allgemeingültige Antwort auf die von mir gestellte Frage gibt.

Ich bin übrigens sicher, daß es eine "andere" Philosophie gibt als die, die alle Menschen im Werte gleich macht, ohne irgendwas zu beschädigen. Daß alle Menschen tatsächlich gleichwertig sind, ist ja offensichtlich ein hoffnungsloses Unterfangen, das noch nie Realität wurde, die sich allen Grundrechten von Menschen und dem wichtigsten Menschenrecht annähert.

Hast Du mal gelesen, was ein gewisser "Traktor" über die Neugierigen-Plattform gutefrage.net an Antworten eingesammelt hat auf die Frage nach dem wichtigsten Menschenrecht?
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