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Bei dem Bearbeitervermerk verlesen
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Masimoto
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Anmeldungsdatum: 24.02.2014
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2014 - 20:21:32    Titel: Bei dem Bearbeitervermerk verlesen

Guten Tag Liebes Forum,
Ich bin ein Erstsemester und weiß nicht genau, wie man bestimmte Fehler in einer Klausur bewertet bzw. was jetzt "schlimm" ist und was weniger.
Dazu habe ich konkret eine Frage:
Ich habe in einer ÖffR Klausur (Staatsorganisationsrecht) den Sachverhalt meiner Meinung nach gut gelöst. Mir ist am Ende aber ein ziemlich ärgerlicher Fehler unterlaufen. Zu prüfen war die abstrakte Normenkontrolle, inklusive Gesetzgebungskompetenz und Gesetzgebungsverfahren. Ich bin richtiger Weise zu dem Schluss gekommen, dass das Gesetz formell verfassungskonform zustande gekommen ist. Bzgl. der materiellen Verfassungsmäßigkeit war unten dann ein Bearbeitervermerk " Gehen Sie davon aus, dass das Gesetz materiell verfassungskonform ist" Ich hab mich allerdings verlesen und dachte "materiell verfassungswidrig". Bei der materiellen Verfassungsmäßigkeit habe ich dann natürlich nur kurz auf den Bearbeitervermerk verwiesen. Im Ergebnis habe ich dann aber geschrieben, dass der Antrag begründet ist, da materiell verfassungswidrig, weil ich mich eben verlesen habe.
Also was meinen die erfahreneren Jurastudenten unter euch? Wie schlägt sich so ein dummer Fehler ( der aber auch eigentlich als solcher 100% zu erkennen sein müsste) auf die Punktzahl nieder?
Danke schon einmal für Antworten
LG
Fortis
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Anmeldungsdatum: 03.08.2013
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2014 - 16:52:26    Titel:

Wenn die Klausur nur aus der formellen Prüfung dieses einen Gesetzes bestand würde ich mir kaum Sorgen ums Bestehen machen. Ich habe schon Klausuren und Hausarbeiten mit falschen (also nicht vertretbaren!) Endergebnissen bestanden, wenn die Lösung ordentlich war und bin auch schon mit den richtigen Endergebnissen durchgefallen oder ganz knapp daran vorbeigeschrammt. Wenn der Rest der Klausur passt, macht das Endergebnis wenig aus, zumal es ja nicht Folge einer Prüfung ist.
Sollte es allerdings aufgrund des Verlesens nicht reichen hilft wohl auch keine Remonstration.

Das sind natürlich nur meine persönlichen Erfahrungen. Ob das an anderen Universitäten mit anderen Lehrstühlen ähnlich läuft kann ich nicht sagen.
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 02 März 2014 - 12:28:22    Titel:

wegen sowas fällt man auf keinen fall durch. würde sogar sagen, dass das höchstens 2-3 punkte kostet, je nachdem wie umfassend der rest der prüfung war.
Masimoto
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Anmeldungsdatum: 24.02.2014
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 04 März 2014 - 21:14:00    Titel:

Danke schon einmal für die Antworten! Puh, ich bin schonmal beruhigt, dass das jetzt nicht so ein gravierender Fehler zu sein scheint, obowhl ich 2 - 3 Punkte Abzug auch nicht gerade wenig fände. Naja, mal abwarten.
Ich hätte aber noch generell eine Frage:
Und zwar habe ich für alle Klausuren viel gelernt, auch kontinuierlich etc., allerdings liefen die Klausuren nicht unbedingt so, wie ich mir das vorgestellt habe bzw. nicht so gut, wie ich es erwartet hätte in Betracht der "aufgebrachten Zeit für Lernen - Erfolg bei der Klausur - Relation". Mir gefällt Jura an sich schon und uns wurde auch gesagt, dass man einige Tiefschläge erwarten sollte, aber mich hat das ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt, wenn Leute, die 2 Tage vor der Klausur anfangen etwas zu lernen aus der Klausur kommen und dann sagen, wie easy sie das doch alles fanden etc. Ich wollte jetzt eigentlich auch vieles von den Noten abhängig machen, die ich bekomme und wollte diesbezüglich fragen, wie hoch man da die Messlatte setzen sollte. Was ist schlecht für das erste Semester (zB bzgl. der erreichten Punkte) und was ist gut? Wann würdet ihr sagen, dass man lieber umsatteln sollte? (Ich weiß, dass man das nach dem 1. Semester nicht generell sagen kann, aber eigentlich war mir ein relativ problemloser Start ins Studium schon wichtig..)
Danke schon im Voraus!
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 06 März 2014 - 11:37:21    Titel:

leider steht da nirgendwo "sie haben xy falsch gemacht, das gibt -2 punkteabzug". man kann immer nur rätseln.

ich denk du bist ersti, da kannste doch noch gar nicht viel klausuren geschrieben haben?
und ja, jura ist eins der wenigen fächer wo man büffeln kann ohne ende und trotzdem durchfallen. hab das bei ner schulkollegin mitgekriegt, die hatte n einser abi und ich bloß n 2er, trotzdem ist sie bei viel mehr klausuren im studium durchgefallen als ich. sie ist einfach mit der klausurtechnik nicht klargekommen. ist ein bisschen typfrage, wie schnell man in den gutachtenstil reinfindet. dann muss man auch noch gut argumentieren, einen blick fürs wesentliche haben und strukturiert formulieren können.

ich würd mich nicht von so prollos verunsichern lassen; die haben ihre ergebnisse doch noch gar nicht?!? und bei jura ist es so: wenn man es einfach fand, dann hat man meistens was übersehen. zb kann man total locker nen versuchten einbruchsdiebstahl bejahen, wenn man die problematik nicht kennt, dass es umstritten ist, ob man ein regelbeispiel auch versuchen kann. wenn man den streitstand kennt, muss man locker 1-2 seiten schreiben und die argumente bringen.

wie hoch du die messlatte hängst, hängt von deinen eigenen ansprüchen ab. mir hat es immer gereicht, durchzukommen; und ich glaube das ist bei den meisten so. wirst es ja sehen wenn ihr die kl zurückbekommt, wie der schnitt aussieht. durchfallquote 30% und notenschnitt von 5-7 ist bei jura normal.
aber gerade am anfang würde ich das nicht so eng sehen. manche haben etwas startschwierigkeiten, finden dann aber später doch noch rein und arbeiten sich sogar in zweistellige bereiche.
am wichtigsten ist, ob du jura als quälerei empfindest, oder ob du auch spaß dran hast.
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