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Geplantes Freihandelsabkommen oder Ende des Rechtsstaates?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Geplantes Freihandelsabkommen oder Ende des Rechtsstaates?
 

Ist das geplante Freihandelsabkommen mit den USA sinnvoll?
ja
30%
 30%  [ 9 ]
nein
70%
 70%  [ 21 ]
Stimmen insgesamt : 30

Autor Nachricht
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 1032

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2017 - 17:34:18    Titel:

Zitat:
Genau, weshalb ich Märchen ja wohl auch besser erkennen kann als Du...wie war das noch mal mit dem "ad hominem"?


Tut mir leid, wenn du dich angesprochen fühlst. Ich hatte wiiirklich nur den historischen Ludwig im Sinn.

Aber es wird nicht wieder vorkommen, ich überlasse dir hiermit die Spielwiese.
Träum weiter.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11588
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2017 - 19:27:57    Titel:

Frankx hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Genau, weshalb ich Märchen ja wohl auch besser erkennen kann als Du...wie war das noch mal mit dem "ad hominem"?


Tut mir leid, wenn du dich angesprochen fühlst. Ich hatte wiiirklich nur den historischen Ludwig im Sinn.



Haha ja genau, warum zitierst Du dann mich als Antwort auf meinen Beitrag.

naja egal, mal gucken was der wissenschaftliche Dienst noch so zu Nafta ermitteln konnte:

https://www.bundestag.de/blob/417224/329710f946776db9c9b9e5cad65507ad/wd-5-011-16-pdf-data.pdf

>>Hufbauer, Gary Clyde/ Cimino, Cathleen/ Moran, Tyler
. Mai 2014.
NAFTA at 20: Misleading Charges and Positive Achievements. (
Anlage 8
)
In der wissenschaftlichen Abhandlung überprüfen die Autoren sechs häufig geäußerte Kritik-
punkte an NAFTA auf ihre Stichhaltigkeit:
(1)
NAFTA habe das US-Haushaltsdefizit vergrößert.
(2)
Die Arbeitslosigkeit in den USA sei wegen des Handels mit Mexiko gestiegen, was
(3)
zu einem geringeren Lohnniveau im Produktions- und Fertigungsbereich in den USA ge-
führt habe.
(4)
Der Export von Agrikulturgütern von den USA nach Mexiko habe Anreize für die mexi-
kanische Landbevölkerung zur illegalen Einwanderung geschaffen.
(5)
Generell habe NAFTA die illegale Einwanderung in die Staaten verstärkt.
(6)
Das durch NAFTA bewirkte Wirtschaftswachstum in Mexiko sei hinter den Erwartungen
zurückgeblieben.
Bezüglich der ersten fünf Punkte kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die Kritik un-
begründet sei. Lediglich der sechste Punkt sei zutreffend. Dass die mexikanische Wirtschaft
durch NAFTA nicht wie erwartet gewachsen sei, bringen die Autoren u.a. damit in Zusam-
menhang, dass sich die mexikanische Wirtschaft zu einem großen Teil aus kleinen bis sehr
kleinen Unternehmen (weniger als 10 Angestellte) zusammensetze, die wenig Bezug zu
NAFTA hätten...

Wie gesagt, nur weil Nafta existiert, heißt das nicht, dass Volkswirtschaften keinerlei Anpassungen an externe wie interne Einflussfaktoren vornehmen müssen. Oder plötzlich keine konjunkturellen Schwankungen mehr stattfinden. Auch die Beendigung einer jahrzehntelangen Landflucht oder illegaler Einwanderung war und ist nie das Ziel eines Freihandelsabkommens. Das mit Sonntagsredenfloskeln von Politikern zu begründen klingt wie das Anzweifeln von Kohls Aussage der blühenden Landschaften, weil jetzt gerade auch in Sachsen-Anhalt Winter ist und die Geranien erst wieder im April rauskommen.
Freihandelsabkommen reduzieren nur Zugangsbeschränkungen in andere Volkswirtschaften bzw Erleichtern den Zugang und sie setzen der Globalisierung Rahmen, wo die nationalen Einflussmöglichkeiten aufhören. Ich hatte mein persönliches Unverständnis hier schon mal geäußert. Im Grunde würde sich in Punkto Arbeitnehmerrechte, Bürger- und Menschenrechte, in Punkto Umwelt- und Tierschutz ein international viel höherer Standard viel leichter über zwei bis drei großen TTIP´s oder Nafta´s durchsetzen lassen als über national begrenzte Einflussnahme von Greenpeace, Attac und Co. Statt Fundamentalablehnung aus ideologischen Gründen, sollten sich Kritiker lieber inhaltlich einbringen.

Was hätte denn in Nafta stehen sollen um Lohnungleicheit abzubauen oder Landflucht mexikanischer Bergbauern zu verhindern?
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11588
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2017 - 13:09:32    Titel:

Ohne USA macht nicht mal mehr den Grünen Spaß gegen Freihandel zu sein...aber mit Antiamerikanismus hatte das ganz sicher nichts zu tun, niemals nie nicht.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-02/freihandel-protektionismus-ceta-gruene-donald-trump

und auch die Presse wird langsam wieder rationaler...

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaft-das-sorgenland-1.3362472-2

>>Die deutsche Wirtschaft ist erfolgreich, aber höchst verletzlich. Die politischen Risiken sind dabei so groß wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Sollte die Welt protektionistisch werden, wäre das für Deutschland eine Katastrophe. Der Erhalt offener Grenzen für den Handel und die Stärkung der EU müssen für die Politik Priorität haben. Niemand hat so viel zu verlieren wie Deutschland.<<
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11588
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2017 - 14:49:17    Titel:

Willkommen in der Realität,

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/donald-trump-die-gruende-fuer-seinen-rueckzieher-bei-nafta-a-1145283.html

>>Jetzt kommt alles doch anders: Der Austritt der USA aus Nafta wäre ein Schock für das System, sagte Trump in einem Interview mit der "Washington Post". Darum wolle er stattdessen das Abkommen neu verhandeln.

Seit 1994 sind die USA, Kanada und Mexiko über das Freihandelsabkommen verbunden. Schrittweise wurden fast alle Zölle abgebaut. Der Binnenmarkt umfasst 444 Millionen Menschen und verfügt über eine gemeinsame Wirtschaftsleistung von um die 20 Billionen Dollar. Trump hatte Nafta mehrfach als "schlechtesten Deal aller Zeiten bezeichnet" und ist unter anderem der Auffassung, dass durch den Freihandel zahlreiche Jobs von den USA nach Mexiko verlagert wurden.<<

>>Vor allem Fabrikarbeiter und Bauern dürften unter dem Austritt der USA aus Nafta leiden - viele von ihnen hatten Trump gewählt.<<

Aber bei Wiki steht doch, dass die Bauern und Fabrikarbeiter Opfer des Freihandels zu sein haben!
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11588
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2017 - 14:50:56    Titel:

Tja ein direkter Vergleich des Verbraucherschutzes in Deutschland, wo einen ja die Gerichte gegen die bösen Konzerne beschützen sollen, zu Chlorhühnchen, Fracking und Monsanto die die US-Verbraucher schädigen und das ganze Staatswesen auf ihrer Seite wissen, lohnt sich all Mal. Die US-Verbraucher haben ihre 8 mrd Euro Entschädigung, also Schadensersatz bereits ausgegeben, während deutsche Richter nicht mal eine Revision zulassen wollen, weil ein deutscher Verbraucher nach deutschem Recht bei einem Streit gegen einen im Staatsbesitz befindlichen Betrieb nun mal keine Gerechtigkeit zu erwarten hat ...

Naja, manchmal ist es nicht schön recht zu behalten gegen die populistischen Schreihälse. Bei den TTIP Schiedsgerichten hätte man die Richter ja mit auswählen können um solche "Gefälligkeitsurteile" im Sinne des Staatskonzernes VW zu vermeiden.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/vw-gericht-lehnt-schadenersatz-wegen-diesel-affaere-ab-15177055.html
golomjank
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Anmeldungsdatum: 28.04.2015
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2018 - 19:50:50    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Ohne USA macht nicht mal mehr den Grünen Spaß gegen Freihandel zu sein...<<

Ob irgendeine politische Gruppierung oder Partei Zustimmung oder Ablehnung Richtung Freihandel signalisiert, ist vollkommen unwichtig für seriöse Bewertung.
Die Prognose hat exakt die Verlierer und Gewinner darzustellen und das nicht nur nach Wirtschaftsregionen oder Staaten, sondern nach den jeweilig betroffenen Schichten.
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