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Langweilige Arbeit nach Studium?
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Ich@Home
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Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2014 - 21:45:35    Titel: Langweilige Arbeit nach Studium?

Guten Tag,

da ich nun bald am Ende meines BWL Studiums angekommen bin mache ich mir dementsprechend Gedanken über die Arbeit nach dem Studium. So interessieren mich z.B. Bereiche wie Personal, Logistik, Management.

Momentan absolviere ich gerade ein Praktikum und frage mich zunehmend, ob viele Arbeitstätigkeiten nach dem Studium nicht zu langweilig sind. Immer die gleichen Aufgaben, wenig Abwechslung, immer das gleiche in Excel Tabellen o.ä. eingeben. Gerade Logistik stelle ich mir da auf Dauer sehr eintönig vor.

Was habt ihr da für Erfahrungen mit normalen Bürojobs nach dem Studium? Haben sie eure Erwartungen erfüllt oder sind die Arbeitstage relativ ähnlich und auf Dauer ermüdend?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2014 - 22:01:19    Titel:

ob etwas langweilig wird, hängt von den eigenen erwartungen ab. was hast du denn erwartet nach einem betriebswirtschaftlichen studium zu machen?
Ich@Home
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Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2014 - 22:31:51    Titel:

Na, ich beschwere mich doch nicht, dass die Aufgaben einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund haben Wink

Nur sich immer wiederholende Aufgaben können in jedem Bereich langweilig werden. Egal ob Ingenieur, BWler oder Sozialpädagogiker
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2014 - 23:23:23    Titel: Re: Langweilige Arbeit nach Studium?

Ich@Home hat folgendes geschrieben:
Immer die gleichen Aufgaben, wenig Abwechslung, immer das gleiche in Excel Tabellen o.ä. eingeben. Gerade Logistik stelle ich mir da auf Dauer sehr eintönig vor.


und logistik hat jetzt also keinen betriebswirtschaftlichen hintergrund mehr? xD

wenn das studium es dir noch nicht deutlich gemacht hat, überleg dir mal, wozu dieses studium, wozu dieser bereich existiert. da ist eben excel ein wichtiges tool, kostenstellen, rechnungen, bilanzen, ..., und vieles kehrt wie fast überall immer wieder. war vermutlich einfach ne fehlentscheidung.
Ich@Home
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Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2014 - 23:32:12    Titel: Re: Langweilige Arbeit nach Studium?

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
Ich@Home hat folgendes geschrieben:
Immer die gleichen Aufgaben, wenig Abwechslung, immer das gleiche in Excel Tabellen o.ä. eingeben. Gerade Logistik stelle ich mir da auf Dauer sehr eintönig vor.


und logistik hat jetzt also keinen betriebswirtschaftlichen hintergrund mehr? xD



Wie kommst du denn jetzt bitte auf diese Schlussfolgerung? Du scheinst nicht wirklich zu verstehen was ich überhaupt meine.

Zudem beschwere ich mich nicht über Excel an sich. Auch da gibt es viele unterschiedliche Aufgabenbereiche. Wenn ich jedoch jeden Tag das immer gleiche Schema und die immer gleichen Berechnungen durchführe ist es was anderes als jeden Tag ein bestimmtes Programm zu verwenden.
syc0
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Anmeldungsdatum: 19.01.2014
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2014 - 02:01:38    Titel:

Die Realität ist eben, dass in einem Betrieb die meisten Dinge stumpf sind und sich wiederholen. Ist so, besonders am Anfang musst du da einfach durch.

Versuche halt gut zu sein und schnell aufzusteigen, damit du Verantwortung übernimmst etc.

Letztlich ist das Zauberwort für dich vielleicht "Projektarbeit" - Projekte, die ggf. interessant sind, die immer mal anders sind und die ein Anfang und ein Ende haben; auch ein Ziel, auf das man hinarbeitet etc.

Unternehmensberatung ist auch abwechslungsreicher. Sind ja quasi immer Projekte. Wobei man da sagen muss, dass sich dort die Inhalte natürlich auch in gewissem Maße wiederholen werden.

Falls das alles nichts für dich ist dann erwäge die Forschung. Da bestimmst du idealerweise selbst, in welche (neue) Richtung es gehen könnte.
Kaffeebohne22
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Anmeldungsdatum: 12.06.2013
Beiträge: 19
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 13:42:33    Titel:

je nach Abteilung gibt es in einem Betrieb nunmal kontinuierliche Abläufe ob das jetzt die Abteilung Einkauf, Verkauf, Logistik, Fuhrpark ist die bestimmte Alltagssituationen meistern müssen. Als BWLer kannst du da schnell eine Führungsposition erlangen, also leitest eine Abteilung. Dann bist du mehr für die Koordination - Kontrolle zuständig.

Ich finde die Abteilung Expansion - also In einem Team einen neuen Standort aufbauen sehr interessant und nicht so Alltags bezogen. Da fährt man auch mal weg etc. spricht mit verschiedenen Dienstleistern - Handwerkern. Außerdem ist jedes Projekt dann ja anders.
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 20:12:46    Titel:

Das mit BWL = langweiliger Bürojob habe ich mich auch schon oft gefragt Very Happy

Mir fällt dazu Folgendes ein: Als ich mit dem Studium fertig war, habe ich eine Firma entdeckt, die Stellen für Absolventen in meinem Spezialisierungsbereich zu vergeben hatte. Die hatten zwei unterschiedliche Stellenanzeigen auf ihrer Homepage, da an Absolventen in dem Unternehmen grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Stellen zu vergeben waren:

Bei der einen Stelle handelte es sich um eine stark spezialisierte Tätigkeit. Bei der anderen Stelle wurden eher Generalisten gesucht. Jetzt war es ganz interessant, wie die Anforderungen formuliert waren.

Bei der Spezialistenstelle gab es kaum Anforderungen außer, dass man eben ein Studium mit einer bestimmen Spezialisierung abgeschlossen haben sollte.

Bei der Stelle für Generalisten fiel mir auf, dass die Anforderungen generell höher formuliert waren und vor allem blieb mir in Erinnerung dass der Bewerber eine hohe Kritikfähigkeit mitbringen sollte. Gleichzeitig wurde ein hohes Entfaltungspotenzial versprochen.

Ich habe mich dann allgemein beworben, ohne genau zu schreiben, für welche der beiden Stellen ich mich bewerbe. Und ich habe dann ein Angebot für die Spezialistenstelle bekommen. Ich weiß nicht, ob die generell mehr solcher Stellen zu vergeben hatten oder ob meine Bewerbung einfach zu schlecht für die anderen Stelle war.

Auf jeden Fall war es dann interessant zu sehen, was tatsächlich hinter den Stellenanzeigen für Jobs steckten. Bei meiner Spezialistenstelle ging es grob gesagt um die Erstellung von relativ speziellen Jahresabschlüssen nach Anleitung eines Wirtschaftsprüfers. Das war so ein richtig stinklangweiliger Bürojob, wo ein Auftrag fast genau wie der andere zu erledigen war. Man konnte eigentlich nichts falsch machen. Konfliktpotenzial gab es da auch kaum welches. Die Informationsbeschaffung beim Mandanten wurde entweder von Bürokaufleuten abgewickelt bzw. bei fachlichen Nachfragen von den angestellten Steuerberatern. Ich habe die Unterlagen mehr oder weniger komplett auf den Tisch gekriegt, mit den Mandanten nichts zu tun gehabt und musste halt das Beste aus dem Material machen.

Bei der anderen Art von Stelle, (die ich dort nicht bekommen hatte) ging es um die umfassende steuerliche Betreuung von vermögenden Privatpersonen. Hier sollten vor allem alle möglichen Arten Steuererklärungen erstellt werden. Es war schwer vorherzusehen, was zu tun war, da jeder Mandant immer wieder andere Bedürfnisse hatte.

Jetzt war mir die Arbeit dort schnell zu langweilig und ich habe dann gekündigt und mir eine Stelle für Generalisten gesucht. Die habe ich dann auch woanders innerhalb kurzer Zeit bekommen. Und am Ende bin ich dort auch deutlich zufriedener, weil die Arbeit viel abwechslungsreicher und herausfordernder ist. Ich weiß nie, was als nächstes kommt, und muss mich immer wieder in andere Probleme hineindenken.

Die Sache mit der Generalistenstelle hat aber auch einige Nachteile: Wenn man mehr Kontakt zu Mandanten hat, dann ist das schön, wenn man positives Feedback bekommt. Es kann aber auch sein, dass man von Mandanten kritisiert wird. Das geht mir dann auch mal nahe und ich denke darüber nach Feierabend nach und kann dann nicht so leicht abschalten. Oder wenn es z. B. für einen steuerlichen Fall keine Vorlage gibt und ich muss eine Vorlage erstellen. Manchmal gefällt die Vorlage meinem Chef nicht und ich muss Kritik einstecken. Das alles passiert auf der Spezialistenstelle eben nicht. Ich weiß mittlerweile warum die bei der Stellenanzeige damals so betont hatten, dass man eine hohe Kritikfähigkeit mitbringen sollte. Manchmal habe ich mir auch schon gewünscht, einfach wieder so eine Stelle zu haben, wo ich immer nur dasselbe mache.

Was ich also sagen möchte: Alles hat seine Vor- und Nachteile. Ein langweiliger Bürojob ist nicht grundsätzlich schlecht. Man kann in Ruhe seine Arbeit machen und muss sich nicht immer wieder auf andere Menschen einstellen und evtl. auch Kritik einstecken. Gleichzeitig birgt die andere Art von Job natürlich auch das deutlich größere Potenzial, ein Lob zu bekommen.
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