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Lehramtstudium - keine bessere Alternative?
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konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 25 Dez 2014 - 23:55:58    Titel:

wenn jemand z.b. zunächst seinen mathe-bachelor (oder meinetween mathe mit nebenfach physik) durchzieht, bevor er sich im master auf lehramt festlegt, so kann er jederzeit auch einfach in die wirtschaft switchen.
er kann den lehramt-master auch wieder abbrechen und etwas völlig anderes studieren. beispielsweise könnte man für den master auch ein vorpraktikum an einer schule vorschreiben, damit es keine lehrer mehr gibt, die erst nach dem studium in der klasse feststellen, dass das doch nicht ihr ding ist und nur dabei bleiben, weil ihr studium sonst nirgends anerkannt wird.
markusob
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2014 - 10:36:20    Titel:

Meine Vorgeschichte:

Ich war der erste in meiner Familie, der Abitur geschafft hat. Nach dem Abi wollte ich auf Lehramt studieren ;=) Nicht weil ich die feste Absicht hatte, Lehrer zu werden. Ich fand es einfach nur toll, dass man in dem Studium mehrere Fächer kombinieren konnte. Außerdem habe ich damals Schülern Nachhilfe gegeben und dachte, dass ich "zur Not" ja auch wirklich Lehrer an einer staatlichen Schule werden könnte. Am Anfang war ich mit dem Studium auch wirklich glücklich. Denn die Kombination aus mehreren Fachrichtungen war eben wirklich mein "Wunschstudium".

Dass das 1. Staatsexamen Lehramt in der freien Wirtschaft nichts Wert ist, war mir damals nicht klar. Zumindest nicht in den ersten paar Semestern. Es klingt vielleicht blöd, aber ich habe nicht den akademischen Hintergrund in meiner Familie und dachte einfach nur, dass wenn man etwas an einer "Universität" studiert, dass das eine gewisse Anerkennung haben muss. Außerdem haben damals die Schulbehörden nur sehr selektiv eingestellt und die meisten Lehramtsstudenten sind tatsächlich nie Lehrer geworden. Die Einstellungspraxis hatte sich erst kurz nach meinem Studienbeginn grundlegend geändert (Pensionierungswelle).

Dass das Studium inhaltlich nicht mit einem Diplom/Magister vergleichbar ist, habe ich dann später schon gemerkt. Also eher im Hauptstudium, im Grundstudium hatte ich noch die Hoffnung, dass es anspruchsvoller wird. Irgendwann kam die Erkenntnis, dass ich auf den Lehrerberuf festgenagelt bin und in den Schulpraktika habe ich gemerkt, dass das gar nicht meinen Interessen entspricht. Ich habe auch die Didaktik gehasst.

Naja, ich stand dann vor dem Entscheidung durchziehen oder abbrechen. Ein Wechsel in einen Diplom/Magister-Studiengang war nicht möglich, weil ich eine ziemlich "exotische" Fächerkombination hatte, die zu gar keinem anderen Studiengang große Schnittmengen hatte.

Ich habe mich dann für abbrechen entschieden. Denn um eine zweite Ausbildung herum kommt man meiner Meinung nach in so einer Situation eh nicht und da ist es besser, wenn man gleich mit der zweiten Ausbildung beginnt, statt noch mehr Zeit mit dem Lehramtsstudium in den Sand zu setzen.

Ich habe mich damals für duale Ausbildungen beworben, aber kein Glück gehabt. Statt mich lange zu bewerben und noch mehr Zeit zu verlieren, habe ich mich nach 3 Monaten Absagen dann einfach in ein anderes Studium eingeschrieben (unter großem Protest meiner Familie, die hatten total die Schnauze voll vom Studium ;=)). Dieses Studium habe ich dann durchgezogen, super Noten gekriegt und ich arbeite auch seit ein paar Jahren in diesem anderen Berufsfeld.

Ich sehe es einfach nicht ein, warum man unbedingt schon mit 18 Jahren mit Didaktik etc. konfrontiert werden muss. Man darf sowieso erst frühestens mit 25 Jahren richtig vor einer Klasse stehen. Da reicht es wirklich, wenn man mit 23 Jahren oder so in einem Master-Studiengang mit Didaktik etc. konfrontiert wird.

Und das Argument, dass die meisten sowieso nur Deutsch/Geschichte im Bachelor studieren würden und deshalb von dem Bachelor sowieso nicht viel hätten. Mag sein, aber als ich Schulpraktika gemacht habe, wurde an den Schulen ganz viel fachfremd unterrichtet. Wer sagt also, dass jemand sein Unterrichtsfach unbedingt im Bachelor studiert haben muss? Am Ende würde man auf diese Weise vielleicht auch eine größere Anzahl von Naturwissenschaftlern für den Beruf gewinnen können, die eben gerade an den Schulen fehlen! Die könnten es sich vielleicht nicht vorstellen, Mathe auf Lehramt zu studieren. Aber evtl. könnten sie es sich später im Leben vorstellen, in den Lehrer-Beruf zu wechseln.
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