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duales Studium vs Uni
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alexander-1233
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2015 - 20:28:51    Titel: duales Studium vs Uni

Hey,
Ich mache nächstes Jahr mein Abitur, bisher habe ich eigentlich nur Zeugnisse mit sehr guten Schnitt (mind. 1,5). Ich interessiere mich für technische Studiengänge und bin daraufhin auf den Studiengang Elektrotechnik gestoßen, welcher mich sehr interessiert und auch gute Berufsaussichten bietet. Als ich die Arbeitsagentur besuchte meinte diese, dass es sinnvoll ist mit guten Noten dual zu studieren. Was meint ihr soll ich dual studieren oder eher einer Universität besuchen? Schon mal Danke im voraus!!
smaxtie
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Anmeldungsdatum: 26.10.2013
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2015 - 20:45:53    Titel: Re: duales Studium vs Uni

An einer dualen Hochschule wird es schwierig, wenn du über den Master hinaus einen Doktor machen möchtest oder allgemein in der Forschung arbeiten möchtest. Als Ingenieur dürfte dies jedoch zu verkraften sein.

Ansonsten ist das duale Studium sehr sehr anstrengend.
Habe einige Freunde, die das machen und die müssen die Noten an ihren Betreuer im Unternehmen schicken und falls diese nicht stimmen zu einem Gesprächstermin (Anschiss) antanzen.
Auch sonst bist du eben doch recht stark auf das Unternehmen geprägt. Wenn du mal in andere Bereiche reinschauen möchtest (Unternehmensberatung oder einfach spezielle Abteilungen und Tätigkeiten, die es in deinem Unternehmen nicht gibt), dann geht das nicht, da du in deiner vorlesungsfreien Zeit für das Unternehmen arbeiten darfst.

Bei der zusätzlichen Belastung und der Einschränkung der Berufsmöglichkeiten würde ich ein universitäres Studium oder (falls du eher an praktischen Dingen interessiert bist) ein FH-Studium vorziehen, da die Übernahmemöglichkeit bei einem dualen Studium für Ingenieure ohnehin eher uninteressant ist, da sie auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind und somit leicht einen Job finden können.

Um das zusammenzufassen:

Duales Studium
+ du verdienst Geld
+ du sammelst Praxiserfahrung
- extrem stressig
- Bindung an das Unternehmen/die Tätigkeit im Unternehmen
- relativ unflexibel und eingeschränkt in der akademischen und beruflichen Entfaltung

Uni
+ du bist sehr frei in der Gestaltung deines Studiums und in deinen beruflichen Möglichkeiten
+ Praktika/Auslandssemester können frei gewählt werden
+- sehr theoretisch
- kein Geld
NPhard
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Anmeldungsdatum: 14.10.2012
Beiträge: 248

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2015 - 23:59:41    Titel: Re: duales Studium vs Uni

alexander-1233 hat folgendes geschrieben:
Als ich die Arbeitsagentur besuchte meinte diese, dass es sinnvoll ist mit guten Noten dual zu studieren.


Blödsinn.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2015 - 07:37:44    Titel:

Willst du Forschen und/oder Lehren? Dann musst du den Weg über die Uni gehen. Spätestens zum Master muss dann ein Wechsel an eine Uni erfolgen, damit du anschließend promovieren darfst. Für die Industrie ist ein duales Studium an einer FH sinnvoller.

Es ist falsch zu behaupten dass die dualen Studenten immer einer viel höheren Belastung ausgesetzt sind. Ich habe z.B. duale Studenten kennengelernt, die die gleichen Vorlesungen und Prüfungen an einer FH besuchten und in dieser Zeit nicht arbeiten mussten. In den Semesterferien haben sie dann die ersten 2 Jahre eine Ausbildung zum Elektroniker gemacht. Ab dem fünften Semester waren sie in den Semesterferien dann in der Fachabteilung, die sie normalerweise auch nach dem Studium übernommen hat.
Auch ist es falsch zu behaupten dass es immer eine Bindung an das Unternehmen bei einem dualen Studium gibt. Manchmal ja, manchmal nein.

Diese Leute waren in der Industrie anschließend logischerweise viel begehrter. Sie hatten nicht nur eine passende Ausbildung, sondern z.B. auch schon 4 Semester in der Fachabteilung programmiert und die so schon vorhandenen Kenntnisse in dem Bereich durch eine Abschlussarbeit gezielt noch mehr erweitert. Dadurch mussten sie nur ein Semester länger studieren (was bei uns eh üblich war, also 1-2 länger zu brauchen).
Als FH-Bachelor-Absolvent einer Ingenieurwissenschaft ist es übrigens gar kein Problem einen Uni-Master draufzusatteln. Man kriegt maximal als Auflage paar Fächer aus dem Bachelor nachzuholen.

Es ist ja nicht so, dass die meisten "normalen" Vollzeitstudenten in der vorlesungsfreien Zeit wirklich "Semesterferien" haben. Viele arbeiten fachfremd als Produktionshelfer in Schicht, Kellnern, sind mit dem Taxi unterwegs oder ähnliches.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5742
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2015 - 13:44:21    Titel: Re: duales Studium vs Uni

NPhard hat folgendes geschrieben:
alexander-1233 hat folgendes geschrieben:
Als ich die Arbeitsagentur besuchte meinte diese, dass es sinnvoll ist mit guten Noten dual zu studieren.


Blödsinn.


Yep - Blödsinn.

Richtig ist, duale Studiengänge sind nicht (nur) für Notenverlierer, die die Auswahlverfahren an anderen Hochschulen nicht packen. Im Gegenteil, gerade große Unternehmen achten bei der Auswahl ihrer Dualisten sehr darauf, dass sie nicht nur gute Noten mitbringen.

Falsch ist aber auch der häufig anders herum gemeinte Satz, dass man mit guten oder sehr guten Noten auf keinen Fall dual, sondern lieber an der Uni Vollzeit studieren sollte.

Letztlich ist es eine Frage nach dem, was DU willst, wo DU Deine Zukunft siehst und was DIR liegt.

Konstantin87, auch wenn ich seine Beiträge sehr schätze, hat es hier auch etwas einfach ausgedrückt. Ob man jetzt mit einem dualen Studium oder einer FH immer besser fährt, wenn man in die Industrie möchte, wage ich sehr zu bezweifeln. Da gibt es auch noch einige Wenn und Aber.

Wie die Belastung aussieht ist auch nicht einfach zu sagen, sondern hängt auch etwas von dem jeweiligen System ab. Alles in allem ist die gefühlte Stressbelastung für die meisten dualen oder ausbildungsintegrierten Studiengänge durchaus höher als im vergleichbaren Vollzeitstudium. Die Abbruchquoten sind schon hoch, auch wenn die Auswahl meist sehr gezielter erfolgt. Davon aber völlig unabhängig ist, wie DU mit dem Streß klarkommst - Beruf, Studium, Freizeit unter einen Hut zu bekommen.

Letztlich gibt es viele verschiedene Modelle - im wechselnden Verfahren (drei Monate Theorie, drei Monate Praxis) oder in einer Form Teilzeitstudium (ein, zweimal die Woche Nachmittags und Samstagsvormittags), bei nur einem Praxisunternehmen, bei wechselnden usw.
Manuela43
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Anmeldungsdatum: 13.09.2015
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2015 - 23:36:03    Titel:

Hallo!
Ich werfe mal noch die Möglichkeit Fernstudium in den Raum. Was haltet ihr davon? Es ist ja auch neben dem Beruf machbar und ich habe schon einige Male darüber nachgedacht. Laut www.fernstudiummanagement.de ist ja sogar im Bereich Management per Fernstudium einiges machbar. Natürlich stelle ich mir das aber auch ziemlich schwer vor, mit Freizeit wird man während eines Fernstudiums sicher nicht mehr rechnen können.
-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 2002

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2015 - 05:12:39    Titel:

oh ja stimmt.... dann klicken wir besser mal alle auf den Link der mit dem Thema gar nichts zutun hat.

Warum sollte jemand nach dem Abitur (ohne job) ein Fernstudium beginnen.

Von Mangement war auch nicht die Rede. Wenn man schon Werbung machen will, dann doch auch richtg platziert.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5742
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2015 - 10:41:57    Titel:

Dämliche Werbung.

Am Thema völlig vorbei.
TheConvexity
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 861

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2015 - 19:20:35    Titel:

Ich komme zwar aus der Banking-Welt, aber evtl. hilft dem TE ja dies weiter: http://www.financial-career.de/studium_deutschland_bafhuni.php

Soweit ich das sehe, sind viele gute Punkte im Thread aber auch schon genannt worden.
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