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Reifendruck ?
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Autor Nachricht
Adrian
Gast






BeitragVerfasst am: 27 Jun 2004 - 22:31:08    Titel: Reifendruck ?

Hallo…..
Ich bin mir sicher, dass mir einer von euch physiker-cracks weiterhelfen kann
Zu meinem problem:

Wenn ich ein nicht montiertes Autorad nehme und es mit z. B. 2 bar Luft fülle, es dann an ein Auto montiere und das Gewicht des Autos drückt drauf, steigt dann der Luftdruck im Rad ????

Mir ist klar dass der Luftdruck sich nicht um 1,2 oder 3 bar erhöht aber kann es sein, dass ab einem gewissen Gewicht, das auf dem Rad lastet, auch der Luftdruck im inneren des Reifens sich zumindest ein wenig erhöht ????
Bitte antwortet mir möglichst sehr ausführlich, bedanke mich herzlichst im Voraus.

Viele Grüße Adrian
g-pole@work
Gast






BeitragVerfasst am: 27 Jun 2004 - 22:39:11    Titel:

also ich bin kein psysiker, aber der luftdruck muss steigen. überleg dir nen luftballon., den man zusammendrückt. irgendwann platzt er weil der druck innen zu groß wird.wenn man nen wagen mit 1,5 tonnen hat, also auf jedem rad ca. 375 kg, dann drück die 375 kg auf die paar liter luft, ich glaub da kommt etwas an druck zu stande. ich schätze mal 0.5 bar.
Adrian
Gast






BeitragVerfasst am: 27 Jun 2004 - 22:47:28    Titel: re

vielen dank für deine antwort aber ich brauche eine "wissenschaftliche" antwort

gruß adrian
Ralf
Gast






BeitragVerfasst am: 14 Sep 2004 - 09:13:27    Titel: Druckerhöhung durch Belastung...

Guten Tag,
das Geheimnis liegt in der Flexibilität / Elastizität des Reifens. Das Beispiel mit dem Luftballon ist dabei gar nicht so schlecht.

Druck ist Kraft pro Fläche.

Leg einen nicht zu stark aufgeblasenen Luftballon zwischen zwei Flächen (Tisch und Brett).
Drück drauf. Zunächst wird sich der Luftballon ausdehnen und die Fläche sich vergrößern, die die Kraft überträgt. Theoretisch kommt es dabei zu keinem Druckanstieg. Aber eben nur theoretisch.
Denn die Spannung im Gummi des Luftballons nimmt mit steigender Kraft ebenfalls zu. Und mit der Zunahme der inneren Spannung des Gummis steigt eben auch der Druck an. Nur ist das im Vergleich zum Gesamtdruck (also dem, der letztendlich die Kraft über die Fläche verteilt) vernachlässigbar klein.
Nun platzt das Teil ja irgendwann. Das liegt an der Dehnungsgrenze des Materials - also des Gummis des Ballons oder eben des Reifens.
Ist die Dehnungsgrenze erreicht, kann die Fläche nicht weiter zunehmen, um die o.a. Formel zu erfüllen. Also steigt der Druck an, weil der Ballon sich nicht mehr weiter dehnen kann. Und irgenwann ist dann eben auch die Reissgrenze erreicht - das Teil platzt.

Wenn man jetzt weiss, dass der Berstdruck eines Reifens bei ca. dem 10fachen des auf der Reifenflanke angegebenen Maximaldrucks bei kaltem Reifen liegt, kann daraus geschlossen werden, dass man zwar einen minimalen Druckanstieg beim Belasten des Reifens mit zuvor unbelastet eingestelltem Druck sehen kann. Aber der liegt in einer Größenordnung, die man mit einem Tankstellenprüfer nicht messen kann. Denn alleine beim Ansetzen des Prüfgerätes entweicht einiges an Luft. Und damit kann man die Messung vergessen.

Gruß
xaggi
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Senior Member


Anmeldungsdatum: 15.03.2004
Beiträge: 1190

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2004 - 11:20:59    Titel:

1. zum Vergleich mit dem Luftballon

>> Zunächst wird sich der Luftballon ausdehnen und die Fläche sich vergrößern.

Zunächst wird sich nur das Volumen verkleinern (davor hattest du annähernd eine Kugel, also größtmögliches Volumen bei gleicher Oberfläche). Dadurch steigt der Gasdruck im Ballon und wegen des größeren Drucks und der damit größeren Kraft auf die Ballonhaut wird sich diese ausdehnen, bis wieder ein Gleichgewicht zwischen den elastischen Kräften der Gummihaut und dem Druck besteht.

>> der luftdruck muss steigen

Das ist nur der Fall, wenn man von einem idealen (= runden) Reifen ausgeht.
Hat man dagegen einen unförmigen Reifen, z.B. mit Achter, dann kann sich durch den Druck des Fahrzeugs auch das Volumen im Reifen vergrößern und der Druck sinken.

Näherungsweise kann man bei einem Reifen wegen des relativ festen Gummis von einer konstanten Oberfläche ausgehen. Entscheidend für den Druck ist dann nur die Frage, wie sich das Volumen im Reifen ändert.
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