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KOmmunismus/Sozialismus
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> KOmmunismus/Sozialismus
 
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chadl11
Gast






BeitragVerfasst am: 16 Jul 2004 - 16:51:41    Titel: KOmmunismus/Sozialismus

Ich hab mir alles mögliche durchgelesen, um den Unterschied zwischen Soz und Kom herauszufinden. Nur je mehr ich lese, desto verwirrter bin ich.

Der Sozialismus soll eine Vorstufe des Kom sein. Ist das richtig?
Wenn ja, was fehlt denn dann vom Soz zum Kom?

Ich habe gelsen, die DDR sei Sozialistisch und nich kommunistisch gewesen. Was hätte denn noch passieren müssen, daß die DDR kommunistisch geworden wäre?

Kurz und gut. Was ist der Unterschied?


Gruß Chadl
Hi
Gast






BeitragVerfasst am: 19 Jul 2004 - 17:24:58    Titel: Kommunismus...

Hi das ist schon annähernd richtig was du sagst die 2 Sachen sind grund verschieden der Sozialismus wird zwar gemeinhin als die Vorstufe des Kommunismusses gesehen, jedoch ist das durchaus bezweifelbar. Die Grundlegenden Unterschiede sind u.a. das im Kommunismus alle Macht vom Volk aus geht es sind also keine Führer mehr nötig das ganze Gegenteil im Sozialismus es gibt Führer die dem Volk sagen wie der Hase rennt. Zum 2 ist im Kommunismus kein Geld mehr von Nöten da das Wirtschaftssystem ähnlich den vom Raumschiff Enterprice funktioniert. So gesehen gab es wohl nie ein Richtiges Kommunistisches Land. Das was der ganzen Sache noch am nächsten kommt sind die Kibuze in Israel. Hier mußt du auch stark zwischen Lehnin und Marx unterscheiden während Marx den Kommunismus wollte wollte Lenin immer den Sozialismus. Was alleine eine Machtfrage ist. mfg.
Gast







BeitragVerfasst am: 19 Jul 2004 - 18:36:37    Titel:

Naja, bei Koreamäßigen Ländern sagen auch alle, die wären kom. Dann stimmt das nicht?

Auf jeden Fall thanks für die Antwort.
Shark3y
Gast






BeitragVerfasst am: 29 Jul 2004 - 14:03:50    Titel:

Das Wort Kommunismus geisterte schon jahrhunderte durch Europa.
Es kommt von den commune oder so und beideutet so wie gemeinsam zusammen. Es beideutet eigentlich die absolute Gleichheit der Menschen.
Marx griff das auf definierte es nach seiner ansicht. Er erkannte das es von der Monarchie oder des Kapitalismus direkt zum Kommunismus keinen heilen Weg gibt.
Er fügte den Begriff Sozialismus hinzu. Die Diktatur des Proletariat (alleinherrschaft der Arbeiter). Nach der Leninistischen Theorie braucht man das ein Rätesystem, das Sovjetsystem (sovjet ist russisch und heißt Rat) Unter dieser Herrschaft wurde das Kapital mehr und mehr zerschlagen. Wie man nun vom Sozialismus zum Kommunismus kommt weiß man eigentlich. Durch die "stalinisierung" verlor das Proletariat bzw. das Volk den Bezug zur Macht. Das Kapital und die Antikommunisten hatten leichtes Spiel.
Meiner Meinung nach hätte das Volk aufstehen müssen und mit aller Macht den Stalinismus beseitigen sollen. Die Massendemonstrationen hätten nicht zum Kapitlismus hin tendieren sollen sonder zu einen neuen Sozialismus. Die Geschichte hätte neu und ohne Antikommunismus erarbeitet worden sollen und so die Fehler der Vergangenheit zu beseitigen. Das ist aber nur meine Meinung.

Russland war unter dem Zaren ein armes Bauernland. Unter Lenin blühte es auf.
Nun siehts es in Russland aus wie vorher. Crying or Very sad
ich halt
Gast






BeitragVerfasst am: 05 Sep 2004 - 20:26:47    Titel:

Also nach Marx ist es so dass der sozialismus die vorstufe ist und kommunismus dann das ziel. Also im Sozialismus herrscht wie schon gesagt die diktatur des proletariats (meiner meinung nach unglücklich formuliert, denn eigentlich ist damit nicht zwingend eine diktatur sondern eher die herrschaft des proletariats gemeint. kann also theoretisch auch von unten/demokratisch aufgebaut sein). der Kommunismus ist ein System indem die Menschen selbst die Bestimmung über ihre Arbeitsbedingungen haben und indem die wirtschaft für die allgemeinheit produziert und nicht über konkurrenzdenken angetrieben wird. Letztendlich ist eine Differenzierung außerhalb von philosophisch theorethischen Abhandlungen eh wurscht, weil der übergang eh fließend wäre (wenn es ihn denn jemals gibt) und weil die beiden begriffe im alltag sowieso gleichbedeutend behandelt werden...

Zu dem mit der Stalinisierung: Der Stalinismus ist ein direkter Nachfahre des Leninismus. Die Chance für eine gerechte Entwicklung der Sowjetunion war eigentlich schon mit lenins bolschewismus verloren. Die Gründe?
1. Der Avantgarde-Gedanke: Nach Lenins ansicht kann die Arbeiterklasse von allein nur "tradeunionistisches" bewusstsein erlangen, d.h. nur reformistisches statt revolutionär-sozialistisches. Deshalb muss eine intellektuelle Avantgarde den proletarischen Massen revolutionäres Bewusstsein lehren. Der minimale Gedankensprung zu einem totalitären Regime (der Stalinismus ist nichts anderes als eine rechtfertigung diktatorischer Politik) ist glaube ich leicht zu erkennen. Indem Lenin die fähigkeit der arbeiterklasse verleugnet revolutionäres bewusstsein zu erlangen und eben diesen avantgarde-gedanken entwickelt, wird die arbeiterklasse zu bloßer manövriermasse.
2. nach Marx bedeutet der Kommunismus die Abschaffung der Klassenunterschiede. Indem die arbeitende Bevölkerung die kontrolle über die produktionsmittel erlangt schafft sie die klasse der kapitalisten ab (definition[grob]: kapitalisten = eigner an produktionsmitteln, arbeiter = Lohnabhängige bevölkerung) und damit auch sich selbst. Marx hat dabei die etwas seltsame theorie einer politischen arbeiterpartei entwickelt, die erst die macht im bürgerlichen staat an sich reißt und dann die revolutionären Umwältzungen vornimmt. Hier widersprechen sich marx und engels selber, denn laut ihren eigenen worten ist eine partei ein produkt der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung und reproduziert diese allein schon in ihrer organisationsstruktur. Da aber nach marx theorie das Sein das Bewußtsein bestimmt und nicht umgekehrt (auf deutsch Wink : Die äußeren Lebensumstände beeinflussen die gedankenwelt und die einstellung des menschen) ist klar dass die politiker der arbeiterpartei zwangsläufig im Lauf der Zeit zu Repräsentanten der herrschenden klasse werden und somit im entgegengesetzten Interesse zur Arbeiterklasse handeln. Durch die Erringung der politischen Macht wird also nur eine herrschende Klasse durch die andere abgelöst. (ist im obengenannten avantgardegedanken auch enthalten) In der Sowjetunion, wie auch in Kuba, China und in allen real existierenden "sozialistischen" staaten gab es also weder sozialismus noch kommunismus, sondern lediglich ein neues Klassensystem bürgerlicher Prägung (was z.B. Engels auch schon frühzeitig erkannte, er zog daraus nur keine konsequenzen). einige marxisten haben deshalb den (eher schwammigen) begriff staatskapitalismus geprägt....

Die (marxistische) Schlussfolgerung ist, dass der Kommunismus nicht gescheitert ist, wie es einem viele weismachen wollen. Man hat nur nie den Weg dazu eingeschlagen. Die russische Revolution war schon mit der Entmachtung der Sowjets und ihre hierarchische unterordnung in eine partei aus kommunistischer sicht gescheitert. Die Arbeiterbewegung darf sich nicht an Organisationsformen wenden, die sich als bürgerlich herausgestellt haben (Parteien, klassische Gewerkschaften z.B.) und die Aufgaben und die Verantwortung an andere Personen delegieren die stellvertretend für die Arbeiterklasse handeln. Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiterklasse selbst sein. Die neuen politischen Organe der Arbeiterklasse werden sich im Laufe des Klassenkampfes zunächst spontan, später auch strukturell herausbilden. Eine mögliche Entwicklung wäre beispielsweise eine Entwicklung von Arbeiterräten, die sich etwa in folge von streiks und arbeitskampfmaßnahmen zunächst spontan bilden, sich später auf das ganze leben ausweiten, strukturieren und sich in kongressen absprechen (räte haben sich in der geschichte der arbeiterbewegung oft gebildet, deshalb das beispiel räte). Eine kurze zeit lang entsteht also eine doppelte existenz zweier systeme. wenn die arbeiterdemokratie das alte system kippt hat die eigentliche Revolution stattgefunden, der sozialismus ist erreicht/bzw. vielleicht schon der kommunismus (das muss die analyse zeigen...)
SKEP
Gast






BeitragVerfasst am: 26 Sep 2004 - 13:50:41    Titel: Demokratie

Die Verstaatlichtung aller Betriebe als Mittel der Gleichstellung verstehe ich und halte dies für eine sehr gute Methode, aber die Einführung einer direkten Demokratie d.h. dass ALLE Bürger, egal welche Bildung oder Kompetenzen sie besitzen, gleichberechtigt an der Politik mitbestimmen können, auch wenn sie davon keine Ahnung haben halte ich für verantwortungslos. Dies ist auch der einzige Punkt mit dem ich in der kommunistischen Ideologie nicht einverstanden bin. Wie kann man Menschen die Möglichkeit geben zu regieren die, aufgrund ihres Bildungsniveaus, dieser Aufgabe überhaupt nicht gewachsen sind. Solch eine Demokratie könnte nur dann irgend ein nützliches Ergebnis bringen wenn alle Bürger einen bestimmten Bildungsgrad sowohl in politischer Theorie als auch in der Praxis aufweisen würden. Ansonsten denke ich darf die Entscheidungsmacht nur den Leuten zustehen die die erforderlichen Kompetenzen dafür besitzen. Natürlich sollen diese Personen innerhalb einer Partei von den Mitgliedern eines unteren Rates demokratisch gewählt werden, aber sie müssen einer bestimmten Leistungsnorm die von oben festgesetzt ist gerecht werden. Das würde verhindern dass Menschen zur Macht kommen die die wählenden Ratsmitglieder mit ihrem bloßen Auftreten, ihrer Person oder mit ihrer Rethorik beeinflussen. Natürlich müssen die Personen auf den höheren Verwaltungsebenen einer Partei oder Regierung den gleichen Lohn erhalten wie jeder andere Werktätige damit das Aufsteigen in den Räten nicht finanziell motiviert ist sondern den Dienst für das Volk zum Ziel hat.

Für eine Stellungnahme anderer Forumsteilnehmer würde ich sehr dankbar sein.
Gast







BeitragVerfasst am: 27 Sep 2004 - 21:10:46    Titel:

Haben aber denn nicht Marx und Engels den Kommunismus zusammen gegründet?? So steht es in unserem Geschichtsbuch.
Eierschaukler
Gast






BeitragVerfasst am: 06 Okt 2004 - 15:18:54    Titel:

ja genau
Sozialist
Gast






BeitragVerfasst am: 06 Okt 2004 - 16:27:24    Titel:

Manches stimmt manches nicht

Der richtige Sozialismus hatte es auf der Welt auch noch nie gegeben. Lenin konnte gar keinen Sozialismus aufbauen, weil er in der Minderheit, war (Bolschiwisten = die Mehrheit, kommt nur daraufzurück, dass auf der Ratsitzung Lenin gewonnen hatte, weil die eigentliche Mehrheit von "Politikern" vorher gegangen war). Nach der Machtergreifung Lenins war Rußland in einer Diktatur, auch seine politischen Gegner wurden verfolgt! 2. muss man, um den Kommunismus zu realisieren, den Politischen Staat, so wie wir ihn kennen abschaffen. Der Kommunismus ist das gleiche wie der Anarchismus --> ohne Regierung. Dies heißt aber nicht das es nur noch Mord und Totschlag gibt. Im Anarchismus gibt es trotzdem Regeln, da eigentlcih der Anarchismus die reine Demokratie ist, nämlich die Herrschaft des Volkes, da nur das Volk durch Wahlen von "Gesetzen" sowie jetzt der Bundestag und Bundesrat es macht, lebt. Auf jedenfall wollte Lenin siene Macht nicht abgeben. Stalins Macht war auch nur eine reine Diktatur, es war hier nicht mehr von Sozialismus zu sehen. Man sprach von Sozialismus, aber wenn, dann war es nur ein Scheinsozialismus, der garnicht existierte. Vergleiche kann man mit dem alten Rom vergleichen, wo Cesar eigentlich Kaiser war aber noch eine Scheinsenat bestand, wo das Volk glaubte das dieser noch die größte Macht hatte. Oder auch die DDR war ein Demokratischer Sozialismus, Der Demokratische Sozialismus war daher lange Zeit praktisch ein Synonym für Sozialdemokratie. In der DDR wurde der Sozialismus als "Sozialdemokratismus" verunglimpft. Seit dem Scheitern des Realsozialismus und zunehmender Liberalisierung der Sozialdemokratie nehmen die Bestrebungen nach einem eigenständigen Demokratischen Sozialismus zu. Viele sich explizit nicht als sozialdemokratisch empfindene Sozialisten sind auf der Suche nach neuen politischen Konzepten. Die Sozialdemokratie selbst rückt immer weiter von Marxistischen Gesellschaftsanalysen und dem damit verbundenen Konzept des Sozialismus ab; in der Partei wird darüber diskutiert, ob das Konzept des demokratischen Sozialismus aus dem Parteiprogramm zu tilgen sei. Demokratischer Sozialismus in diesen neuen Varianten setzt zum einen auf einen Ausbau des Sozialstaats, auf der anderen Seite auf eine stärkere Orientierung des Parlamentarismus hin zu Elementen direkter Demokratie. 2. Muss die ganze Welt in den Kommunismus gehen, den ein Land kann das einfach nicht, denn das Land wäre für andere Nationen ein leichter Gegner in Wirtschaft und Krieg. Hat auch Marx geschrieben. Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, dass ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

So diskutiert ruhig weiter *g*
Gast







BeitragVerfasst am: 07 Okt 2004 - 15:45:36    Titel:

Zitat:
Die Verstaatlichtung aller Betriebe als Mittel der Gleichstellung verstehe ich und halte dies für eine sehr gute Methode, aber die Einführung einer direkten Demokratie d.h. dass ALLE Bürger, egal welche Bildung oder Kompetenzen sie besitzen, gleichberechtigt an der Politik mitbestimmen können, auch wenn sie davon keine Ahnung haben halte ich für verantwortungslos. Dies ist auch der einzige Punkt mit dem ich in der kommunistischen Ideologie nicht einverstanden bin. Wie kann man Menschen die Möglichkeit geben zu regieren die, aufgrund ihres Bildungsniveaus, dieser Aufgabe überhaupt nicht gewachsen sind. Solch eine Demokratie könnte nur dann irgend ein nützliches Ergebnis bringen wenn alle Bürger einen bestimmten Bildungsgrad sowohl in politischer Theorie als auch in der Praxis aufweisen würden. Ansonsten denke ich darf die Entscheidungsmacht nur den Leuten zustehen die die erforderlichen Kompetenzen dafür besitzen. Natürlich sollen diese Personen innerhalb einer Partei von den Mitgliedern eines unteren Rates demokratisch gewählt werden, aber sie müssen einer bestimmten Leistungsnorm die von oben festgesetzt ist gerecht werden. Das würde verhindern dass Menschen zur Macht kommen die die wählenden Ratsmitglieder mit ihrem bloßen Auftreten, ihrer Person oder mit ihrer Rethorik beeinflussen. Natürlich müssen die Personen auf den höheren Verwaltungsebenen einer Partei oder Regierung den gleichen Lohn erhalten wie jeder andere Werktätige damit das Aufsteigen in den Räten nicht finanziell motiviert ist sondern den Dienst für das Volk zum Ziel hat.


Dem kann ich zu 100 % zustimmen.
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