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Internetseiten zum Thema Männerrechte
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Internetseiten zum Thema Männerrechte
 
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Dissident
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Anmeldungsdatum: 31.01.2004
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2005 - 19:07:44    Titel: Internetseiten zum Thema Männerrechte

Hallo,

hier für diejenigen, die es interessiert, ein paar Internetseiten, die sich mit den Benachteiligungen von Männern befassen - und mit dem Engagement von Männern für den Abbau dieser Benachteiligungen.

Allgemein:

http://maenner.startwebseite.net/
Viele Links und aktuelle Informationen; sehr gut als Basis für Informationsbeschaffung

http://genderama.blogspot.com/
Weblog von Arne Hoffmann (Autor von "Sind Frauen bessere Menschen?", siehe Buchtipp)

http://www.rotemaenner.de/
Männerinitiative von einigen SPD-Mitgliedern

http://www.manndat.de
Einzige mir bekannte Männerrechtsorganisation in Deutschland, die für Männerrechte allgemein eintritt und nicht bloß für Väterrechte.

http://www.manndat.de/typo3/index.php/76/0/
"Wie Männer benachteiligt werden - Eine Beispielsammlung"

http://www.carookee.com/forum/MANNdatAktion
MANNdat-Diskussionsforum (Anmeldung erforderlich)

http://f25.parsimony.net/forum63067/index.htm
"Wieviel Gleichberechtigung braucht das Land?" - Frei zugängliches Diskussionsforum


Häusliche Gewalt:

http://www.manndat.de/typo3/index.php/59/0/
http://www.maennerbuero-trier.de/seite7-4.htm
http://www.lpb.bwue.de/aktuell/bis/1_03/gewalt.htm
http://www.novo-magazin.de/45/novo4522.htm
http://www.vafk.de/themen/expanhbock.htm
http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/07/05/123a0301.asp?cat=/medizin/maennerprobleme


Männergesundheit:

http://www.manndat.de/typo3/index.php/61/0/
http://www.maennerberatung.de/gesundheit.htm


Haushalt/Beruf:

http://www.manndat.de/typo3/index.php/63/0/ "Frauen im Beruf - Opfer des Patriarchats?"
http://www.manndat.de/typo3/index.php/58/0/ "Sind Männer Haushaltsmuffel?"


Sonstige interessante Seiten:

http://www.vafk-schwaben.de/maennerfeindliches.html
http://www.vaeter-aktuell.de/welcome.htm
http://www.maskulist.de/



Klicke hier, um den Artikel bei Amazon.de anzuschauen.
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2005 - 20:34:42    Titel:

Puha, hast Du viele Links zusammengetragen! Nicht schlecht!

Hab zwar noch nicht alle durchgelesen will aber schon mal ein dort gelesenes Argument aufgreifen.

Aussage auf www.manndat.de:

Gleichberechtigung konzentriert sich auf prestigeträchtige Berufe
(Manager, Führungspositionen...).


Diese Aussage scheint mir zutreffend zu sein. Was im Zusammenhang mit Gleichberechtigung nie erwähnt wird, ist die Tatsache, daß fast alle knüppelharten Jobs von Männern ausgeführt werden:
Kanalreiniger, Maurer, Dachdecker, Kläranlagen-Tieftaucher, Tiefbauarbeiter, Getränkefahrer, Hochofen-Anstecher, Asphaltbauarbeiter... .
Sieht so aus, als würden sich die Vertreter der Gleichberechtigung nur die Rosinen raussuchen. Ich zumindestens habe in diesen Berufen noch keine Feministin angetroffen.

Könnte es sein, daß die Lebenserwartung von Männern deshalb deutlich geringer als die der Frauen ist, weil sie in diesen verschleißträchtigen Berufen verheizt werden, während die Hausfrau zuhause bedeutend weniger körperlichen Belastungen ausgesetzt ist?
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 9161

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2005 - 21:03:35    Titel:

das mit der lebenserwartung habe ich irgendwo auch mal gelesen, nach ansicht des autors war es in der tat so, dass männer lediglich aufgrund der von ihnen ausgeübten körperlich anstrengenderen tätigkeiten eine geringere lebenserwartung als frauen haben. wikipedia nennt auch andere ursachen für den statistischen unterschied:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung#Differenz_zwischen_Frauen_und_M.C3.A4nnern
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<SA> i'm going to become rich and famous after i invent a device that allows you to stab people in the face over the internet
borabora
Moderator
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2005 - 23:31:00    Titel:

bei dem wiki-artikel würde ich raten: männer, nehmt euch ein beispiel an eurer frau. esst was sie essen, geht zur vorsorge wenn sie es tut, usw. Wink

trotzdem erschütternd, dass nur 35% aller frauen zur krebsvorsorge gehen! und noch schlimmer gerade mal 17% der männer... dabei ist das doch umsonst und tut nicht weh...
borabora
Moderator
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2005 - 23:51:07    Titel:

sag mal, weil bei mir das thema in einigen jahren (so in etwa 3) aktuell wird: gibt es eine beratungsstelle für männer die erziehungszeit, also diese 3 Jahre, wollen? die sie berät zum thema: wie sag ichs meinem chef? wie finde ich im wiedereinstieg eine teilzeitstelle?

wir haben uns beziehungsintern schon länger darauf geeinigt, dass ich arbeiten werde und er die kinder betreut. allerdings hab ich bisher dazu gar nichts gefunden... wäre sehr nett, wenn du mir da einen tipp geben könntest Smile


zum thema "haushalt" kann ich noch kurz was sagen. (hab einen deiner links dazu verfolgt) ich finde die argumentation, wie auch bei vielen feministischen seiten, sehr verzerrt, aber egal. ich will eher auf die erwartungshaltung männern gegenüber hinaus. ich lebe in einer der wohl eher seltenen 50/50 beziehungen. ist auch klar für uns beide, wir studieren gerade, wir haben gleich viel oder wenig zeit für haushaltskram (und auch gleich wenig lust..). wir finden das vollkommen normal alles zu teilen - das haben wir in einem satz beim einzug verhandelt "hier läuft aber alles dann 50/50", "klar". seither keine streitereien oder sonstiges.
wenn ich mich dann bei anderen etwa gleichalten paaren umsehe bin ich schon schockiert wieviele frauen es gibt die die gesamte hausarbeit übernehmen. nicht weil sie (wie der artikel oben sagt) "mehr zeit" haben, sondern weil sie ihrem mann/freund unterstellen er würde das eh nicht "richtig" machen.... hä? frag ich mich da aber offensichtlich ist das ein noch immer gepflegtes arrangement.
genauso wie die vielen väter die ich kenne, die auf den sofas schlafen weil "das kleine" nun bei mami im ehebett schläft und der wecker am morgen stört Shocked
ich ernte von freundinnen für mein (ich dachte immer "normales" beziehungsmodell) kommentare wie: "da hast du ihn aber gut erzogen!" er bekommt sachen zu hören wie: "warum macht das (putzen, bügeln ist damit meist gemeint) nicht deine freundin?"
ich glaube, so bitter das ist, viele halten nur zu gerne an den alten "männer sind so", "frauen sind so", stereotypen und rollen fest. sie trauen sich nicht ihr hirn einzuschalten und pragmatisch zu entscheiden was für sie und die beziehung am besten ist.

ich finde die realität ist manchmal noch irrer und kaputter als so manche "männer- oder frauenradikale" webpage es suggeriert.
poolitik1
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 17.05.2005
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2005 - 16:45:06    Titel:

@Danke Dissident.

Ich habe manndat.de zu meiner Favorit web-seiten hineingefügt. Das Thema mit der Vaterschaftstests finde ich auch sehr interessant.

Das sind wichtige Themen, die in unseren Leben so oder so vorkommen. Ich verstehe nicht die Maenner, die keine Interesse dafür haben. Es wird in unserem Leben vorkommen: Wir werden irgendwann mal diskriminiert, entweder werden wir eine Stelle, die wir erhalten sollten, nicht erhalten, weil die Konkurrent grossere Busen hat. Nach einer Scheidung werden wir Geld bezahlen müssen, obwol die ex-Frau besser verdient. Unsere Töchter und Söhne werden uns (staatlich) geklaut. Vor Gericht werden wir einfacher bestraft, als eine Frau.

Frauen sollen ihre Rechte bekommen. Aber sie sollen auch gleichzeitig von ihren Traditionelle-rechte verabschieden!

Ich verstehe die Frauen, die gleich alle Maenner, die ihre Weltbild nicht anpassen "Mysogen" nennen auch nicht. Merken die nicht, dass ihre Gleichgültigkeitthese eigentlich Gleichgültigkeit bringen soll?
coffeinjunky
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3784
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2005 - 20:08:50    Titel:

poolitik1 hat folgendes geschrieben:
Ich verstehe nicht die Maenner, die keine Interesse dafür haben. Es wird in unserem Leben vorkommen: Wir werden irgendwann mal diskriminiert, entweder werden wir eine Stelle, die wir erhalten sollten, nicht erhalten, weil die Konkurrent grossere Busen hat. Nach einer Scheidung werden wir Geld bezahlen müssen, obwol die ex-Frau besser verdient. Unsere Töchter und Söhne werden uns (staatlich) geklaut. Vor Gericht werden wir einfacher bestraft, als eine Frau.


Ein sehr schöner Beitrag.
_________________
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

borabora
Moderator
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2005 - 20:19:43    Titel:

deshalb brauchen wir auch "gleichstellungsbeauftragte" keine "frauenbeauftragten"....
Pauker
Moderator
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7565
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2005 - 21:18:30    Titel:

poolitik1 hat folgendes geschrieben:
Wir werden irgendwann mal diskriminiert, entweder werden wir eine Stelle, die wir erhalten sollten, nicht erhalten, weil die Konkurrent grossere Busen hat. Nach einer Scheidung werden wir Geld bezahlen müssen, obwol die ex-Frau besser verdient. Unsere Töchter und Söhne werden uns (staatlich) geklaut. Vor Gericht werden wir einfacher bestraft, als eine Frau.

lol... Diagnose: Paranoia. Wirf mal einen Blick ins Grundgesetz.
Ein größerer Busen... mh auch ne Qualifikation. Wink

Gruß
Pauker
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poolitik1
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 17.05.2005
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2005 - 00:19:55    Titel:

Zitat:
lol... Diagnose: Paranoia.


Darf ich kurz mal fragen, unter welcher Typ von Paranoia Sie mich diagnostiert haben? Denn Paranoia allein gillt nicht mehr als Diagnose.

Meine Folgerungen waren rein statistisch. 9 von 10 den Gefaengnisbestraften sind Maenner. 9 von 10 Kinder oder vielleicht mehr werden nach einer Scheidung bei der Mutter geblieben. Kennen Sie einen Mann, der gleich nach seinen Eintritt ins Politik Minister-President wurde? Ich kenne eine Frau: naemlich Ciller. Stellen sind voll von unqualifizierte Frauen, und fast bei jeden Land sind die Ratia von Arbeitslosen Maenner zu Arbeitslosen Frauen dramatisch! (Hier in der Türkei vielleicht 100 Maenner zu 1 Frau. )

Na, hoffentlich passiert keiner von den oben erwaehnten Ihnen. Vielleicht funktioniert Gleichberechtigung in Deutschland perfekt. Gut für Sie.
Pauker
Moderator
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7565
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2005 - 00:27:49    Titel:

poolitik1 hat folgendes geschrieben:

Meine Folgerungen waren rein statistisch. 9 von 10 den Gefaengnisbestraften sind Maenner.

Das beweist vor allem, dass Männer häufiger Straftaten begehen, die zu Gefängnisstrafen führen.

poolitik1 hat folgendes geschrieben:

9 von 10 Kinder oder vielleicht mehr werden nach einer Scheidung bei der Mutter geblieben.

Bei der Frage des Verbleibs der Kinder, steht das Kindeswohl im Vordergrund und nicht die Frage nach dem Geschlecht des Elternteils.

poolitik1 hat folgendes geschrieben:

Kennen Sie einen Mann, der gleich nach seinen Eintritt ins Politik Minister-President wurde?

Ich kenne so gut wie keine deutschen Ministerpräsidenten. Jetzt gibt es mal eine Bundeskanzlerin. In Schleswig-Holstein hatten wir Pattex-Heide Simonis. Über ihren Werdegang bin ich nicht informiert. M.W. ist keine der Damen so schnell ins Amt gehoben worden. In Deutschland wird nämlich demokratisch gewählt. Und wenn es dann eine Frau ist, so what?

poolitik1 hat folgendes geschrieben:

Stellen sind voll von unqualifizierte Frauen,

Ich kenne auch unqualifizierte Männer

poolitik1 hat folgendes geschrieben:

und fast bei jeden Land sind die Ratia von Arbeitslosen Maenner zu Arbeitslosen Frauen dramatisch! (Hier in der Türkei vielleicht 100 Maenner zu 1 Frau. )

Ich kenne das Verhältnis in Deutschland nicht. Bezweifle aber deine Angaben erheblich.

poolitik1 hat folgendes geschrieben:

Vielleicht funktioniert Gleichberechtigung in Deutschland perfekt. Gut für Sie.

Nicht perfekt, aber wir bemühen uns. Ich würde sagen, die Benachteiligungen halten sich die Waage.

Deswegen bin ich für Gleichstellung. Auch dort wo Männer benachteiligt werden (z.B. Wehrdienst). Aber rumheulen muss ich deswegen noch lange nicht.

Gruß
Pauker
_________________
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poolitik1
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 17.05.2005
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2005 - 00:53:22    Titel:

Zitat:
poolitik1 hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Meine Folgerungen waren rein statistisch. 9 von 10 den Gefaengnisbestraften sind Maenner.



Das beweist vor allem, dass Männer häufiger Straftaten begehen, die zu Gefängnisstrafen führen.


OK machen wir den Beispiel simpler: 100 Mordfaelle in USA. 50 Maenner und 50 Frauen sind bewiesene Taeter. Wieviele Maenner und wieviele Frauen werden Todesstrafe bekommen? Antwort : In Amerika werden 9 Maenner per 1 Frau (für einen Mord) Todesstrafe bekommen. Glauben Sie meine Daten, Sie können es auch durchchecken im Internet.

Ja, wenn Frauen es tun, ist es mehr humanistisch oder? Nein es gibt nichts in der Welt, dass mehr Effekt hat auf ein Juror, als ein Paar Tropfen von einer Frau. Aber wenn Maenner weinen, Mann aergert sich.
Zitat:
poolitik1 hat folgendes geschrieben:

Zitat:
9 von 10 Kinder oder vielleicht mehr werden nach einer Scheidung bei der Mutter geblieben.



Bei der Frage des Verbleibs der Kinder, steht das Kindeswohl im Vordergrund und nicht die Frage nach dem Geschlecht des Elternteils


Gut, aber wer bestimmt das? Denkt man wirklich viel darüber oder gibt man einfach das Kind zu der Mutter? In Praxis?

Zitat:
Deswegen bin ich für Gleichstellung.


Mehr sage ich auch nicht.

Zitat:
Aber rumheulen muss ich deswegen noch lange nicht.


Das tue ich auch nicht. Nur die Situation ist leider so: Es wird alle Stimmen für die Gleichberechtigung gestillt, wenn es von der Seite der Maenner kommt. Deshalb ist es doch gut, dass darüber mehr diskutiert wird.

MfG
Porter
Newbie
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Anmeldungsdatum: 29.10.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2006 - 23:11:37    Titel:

Kommunismus ist ein gute Idee Das was Stalin daraus gemacht hat und unter diesem Namen verkauft hat ist es nicht es ist Menschenverachtung.
Gleichstellung ist gut/eine Gute Idee. Feminismus nicht. Er ist Menschenverachtung!
LaChatte
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2006 - 23:40:28    Titel:

Wenn nach hundert Jahren weiblicher Emanzipation den Männern auch mal so langsam einfällt, dass sie in Rollenmuster gezwängt werden, die sie so vielleicht nie wollten, und dass sie an verschiedenen Orten diskriminiert werden - gut so! Ein Anlass für Mitleid ist es jedoch nicht. Höchstens ein Anlass für alle Menschen, weiter darüber nachzudenken, wie eine ideale Welt denn aussähe - und Schritt für Schritt darauf zuzuarbeiten.

Zitat:
Diese Aussage scheint mir zutreffend zu sein. Was im Zusammenhang mit Gleichberechtigung nie erwähnt wird, ist die Tatsache, daß fast alle knüppelharten Jobs von Männern ausgeführt werden:
Kanalreiniger, Maurer, Dachdecker, Kläranlagen-Tieftaucher, Tiefbauarbeiter, Getränkefahrer, Hochofen-Anstecher, Asphaltbauarbeiter... .
Sieht so aus, als würden sich die Vertreter der Gleichberechtigung nur die Rosinen raussuchen. Ich zumindestens habe in diesen Berufen noch keine Feministin angetroffen.


Und wie viele Personalchefs würden denn eine Frau in einem dieser Bereiche anstellen? Ausserdem sind Arbeiten im Reinigungsbereich und in der Küche und der Pflege ebenfalls kein Zuckerschlecken, und dort gibts viele Frauen.

und ja, es ist ganz logisch, dass die Frauen sich als Erstes für gleiche Rechte einsetzen... Pflichten hatten sie nämlich schon immer mehr als genug.

Zitat:
Könnte es sein, daß die Lebenserwartung von Männern deshalb deutlich geringer als die der Frauen ist, weil sie in diesen verschleißträchtigen Berufen verheizt werden, während die Hausfrau zuhause bedeutend weniger körperlichen Belastungen ausgesetzt ist?


Nein, das ist es nicht.

Die wenigsten Frauen sind ihr ganzes Leben lang Hausfrauen, und nichts anderes. Die meisten haben eine Erwerbsarbeit. Ausserdem geben Frauen besser auf sich acht und sorgen für sich. Risikoreiche Sportarten mit hoher Verletzungsgefahr und grosser körperlicher Belastung sind auch eher Männersache. Ebenso wie zu schnell und zu betrunken Auto fahren.

Zitat:
Frauen sollen ihre Rechte bekommen. Aber sie sollen auch gleichzeitig von ihren Traditionelle-rechte verabschieden!


... die da wären...?
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eritis sicut deus scientes bonum et malum
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 02:16:32    Titel:

Dieser Thread wurde übrigens aus den Tiefen des Dezembers 2005 zurück ins Licht geholt; einige der beteiligten User, zB Freidenker und poolitik1, sind bereits seit längerer Zeit hier nicht mehr aktiv.
_________________
Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.
- Dieter Hildebrandt
tan(90°)
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Anmeldungsdatum: 08.09.2006
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 14:19:33    Titel:

Zitat:
Ein Anlass für Mitleid ist es jedoch nicht.

Sicher, sind ja nur Männer...
Zitat:
Und wie viele Personalchefs würden denn eine Frau in einem dieser Bereiche anstellen?

Gute Frage, aber andererseits reißen sich die Frauen auch nicht gerade um diese Jobs und um eine Frauenquote in diesen Bereichen bemüht sich auch niemand.
Zitat:
Ausserdem sind Arbeiten im Reinigungsbereich und in der Küche und der Pflege ebenfalls kein Zuckerschlecken, und dort gibts viele Frauen.

Aus reiner Unwissenheit meinerseits: Was ist daran hart im Vergleich zu den o.g. Jobs?
Zitat:
Ausserdem geben Frauen besser auf sich acht und sorgen für sich

Da ändert sich ja glücklicherweise etwas bei den Herren.
Leider neigen aber immer mehr Frauen was Alkohol und Nikotin z.B. angeht zum Ungesunden, weshalb man diese Aussage nicht ganz so uneingeschränkt da stehen lassen kann..
Zitat:
Risikoreiche Sportarten mit hoher Verletzungsgefahr und grosser körperlicher Belastung sind auch eher Männersache. Ebenso wie zu schnell und zu betrunken Auto fahren.

Das stimmt wohl, aber der Anteil der Männer, der daran stirbt, ist eher gering.
Zitat:
Zitat:
Frauen sollen ihre Rechte bekommen. Aber sie sollen auch gleichzeitig von ihren Traditionelle-rechte verabschieden!

Problematisch sind meiner Meinung nach nicht die traditionellen Rechte, sondern die, die Frauen erst in jüngerer Zeit bekommen haben. Dazu steht in den o.g. Links mehr als genug.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 14:29:11    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
wenn ich mich dann bei anderen etwa gleichalten paaren umsehe bin ich schon schockiert wieviele frauen es gibt die die gesamte hausarbeit übernehmen. nicht weil sie (wie der artikel oben sagt) "mehr zeit" haben, sondern weil sie ihrem mann/freund unterstellen er würde das eh nicht "richtig" machen.... hä? frag ich mich da aber offensichtlich ist das ein noch immer gepflegtes arrangement.



ich finde die realität ist manchmal noch irrer und kaputter als so manche "männer- oder frauenradikale" webpage es suggeriert.


Ich halte es für möglich, dass dies dem kulturell oder sozial bedingtem „Standard“ des Zusammenlebens im hiesigem Raum entspricht und eine Mehrheit es im Grunde genommen auch nicht anders will, da sie es sonst ja ändern würde. Wir reden immerhin über erwachsene Leute. Schließlich gibt es für die beziehungsinterne Arbeitsteilung auch keine gesetzlichen Vorschriften.

Ist es möglich, dass das ganze Thema „Aufteilung der beziehungsinternen Arbeiten“ zum Großteil lediglich auf veröffentlichter Meinung basiert und daher der Mehrheit der Bevölkerung schlicht am Heckspoiler vorbeigeht? Und die daher nur machen, was sie für richtig und praktikabel halten.
_________________
Meine Meinung ist Public Domain - jeder darf sie sich zueigen machen

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Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 3402
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 14:47:57    Titel:

Zitat:
borabora hat folgendes geschrieben:
wenn ich mich dann bei anderen etwa gleichalten paaren umsehe bin ich schon schockiert wieviele frauen es gibt die die gesamte hausarbeit übernehmen. nicht weil sie (wie der artikel oben sagt) "mehr zeit" haben, sondern weil sie ihrem mann/freund unterstellen er würde das eh nicht "richtig" machen.... hä? frag ich mich da aber offensichtlich ist das ein noch immer gepflegtes arrangement.



ich finde die realität ist manchmal noch irrer und kaputter als so manche "männer- oder frauenradikale" webpage es suggeriert.


Ich halte es für möglich, dass dies dem kulturell oder sozial bedingtem „Standard“ des Zusammenlebens im hiesigem Raum entspricht und eine Mehrheit es im Grunde genommen auch nicht anders will, da sie es sonst ja ändern würde. Wir reden immerhin über erwachsene Leute. Schließlich gibt es für die beziehungsinterne Arbeitsteilung auch keine gesetzlichen Vorschriften.

Ist es möglich, dass das ganze Thema „Aufteilung der beziehungsinternen Arbeiten“ zum Großteil lediglich auf veröffentlichter Meinung basiert und daher der Mehrheit der Bevölkerung schlicht am Heckspoiler vorbeigeht? Und die daher nur machen, was sie für richtig und praktikabel halten.


Es ist schon seltsam zubeobachten, dass in unserer emanzipierten Welt manche Paare immer noch an eingestaubten Rollenverteilungen festhalten. Das beobachte ich auch immer wieder.
Und es stimmt schon, ob man daran etwas ändert oder nicht hängt von jedem Einzelnem ab.
Mein Freund und ich teilen uns alles. Schließlich sind wir beide ziemlich erschöpft, wenn wir abends nachhause kommen. Also, warum sollte da die ganze "Frauenarbeit" Wink nur an einem hängenbleiben.
Ich habe aber auch schon anderes mit meinem früherem Partner erlebt, der tatsächlich von mir verlangen wollte, dass ich SEINE Wohnung putze. Da hab ich mich dann kurzer Hand aus der Beziehung verabschiedet. Meiner Meinung nach bleiben solche männlichen Exemplare besser allein, aber darauf haben nur wir Frauen einen Einfluß. Wenn man sich ein solches Verhalten gefallen läßt...selbst Schuld!
Eines hat uns die Emanzipation nämlich gebracht: Wir können selbst entscheiden, wo wir bleiben oder nicht. Um die Männerwelt zuänderen müssen wir nur davon Gebrauch machen. Dann wird diese Spezies von Männern auch irgendwann der Vergangenheit angehören Wink

Nun zum eigentlichem Thema:

Soso, Männer sind also benachteiligt? Wo liegt denn die Benachteiligung?
Etwa darin, dass sie nicht schwanger werden können? Und nicht (zumindest einen zeitlang) auch dem Beruf aussteigen müssen?
Oder dass sie in einem Bewerbungsgespräch nicht gesagt bekommen: "Nein, das tut uns leid, aber eine Frau stellen wir nicht ein. Was ist denn wenn Sie schwanger werden?"
Also mal ehrlich, aber das kann doch niemand wirklich glauben?
LaChatte
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 14:57:48    Titel:

Zitat:
Gute Frage, aber andererseits reißen sich die Frauen auch nicht gerade um diese Jobs und um eine Frauenquote in diesen Bereichen bemüht sich auch niemand.


Da müssten eben die Männer mal aktiv werden. Als es um die Gleichberechtigung der Frauen ging, da waren die meisten Männer auch nicht besonders aktiv.

Zitat:
Aus reiner Unwissenheit meinerseits: Was ist daran hart im Vergleich zu den o.g. Jobs?


In der Reinigung muss man sich häufig bücken und Lasten verschieben, plus wird belastet durch giftige Reinigungsmittel. In der Pflege muss man oft schwere Lasten (=Patienten) heben und verschieben, aber im Gegensatz zum Bau dabei auch noch freundlich und nett bleiben und muss sehr vorsichtig mit den Patienten umgehen. In der Küche ist die Hitze belastend, manchmal auch der Kontrast Hitze-Kälte (bei grossen Gefrierschränken), man steht sehr lange und hebt auch Lasten (=Kochtöpfe). Zusätzlich kommt der Zeitdruck hinzu, das Timing muss stimmen, aber die Qualität auch. Und dann muss man noch ständig aufpassen, dass man sich nicht schneidet oder verbrennt. Du kannst dich ja mal für ein Praktikum bewerben und dann schauen, wie es dir am Feierabend geht...

Zitat:
Problematisch sind meiner Meinung nach nicht die traditionellen Rechte, sondern die, die Frauen erst in jüngerer Zeit bekommen haben. Dazu steht in den o.g. Links mehr als genug.


ich habe diese Links nur überflogen. Neuere Frauenrechte gab es aber nur dort, wo Frauen früher gegenüber den Männern benachteiligt waren, zum Beispiel im Recht, zu arbeiten, oder im Recht, selbst über eine Abtreibung zu bestimmen. Oder im Recht, das eigene Einkommen und Vermögen verwalten zu dürfen.
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eritis sicut deus scientes bonum et malum
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4303

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 15:54:42    Titel:

LaChatte schrieb :

Zitat:
In der Küche ist die Hitze belastend, manchmal auch der Kontrast Hitze-Kälte (bei grossen Gefrierschränken), man steht sehr lange und hebt auch Lasten (=Kochtöpfe). Zusätzlich kommt der Zeitdruck hinzu, das Timing muss stimmen, aber die Qualität auch. Und dann muss man noch ständig aufpassen, dass man sich nicht schneidet oder verbrennt. Du kannst dich ja mal für ein Praktikum bewerben und dann schauen, wie es dir am Feierabend geht...


Was mich schon immer mal aus reiner Neugier interessiert , vielleicht weis jemand eine Antwort :

Wenn Männer Koch sind , verbindet sich in der Gesellschaft dies gern mit einer " Edelaura " -- siehe Hr. Schuhbeck und diverse männliche Köche in entsprechenden TV - Sendungen. Wenn eine Frau diesen Beruf ausübt , gilt sie in ihrer gesellschaftlichen Reputation eben als " Köchin " , was die dampfende Aura einer Großküche impliziert und dumpfes Massen - Fastfood , jedoch nie mit Kochkunst assoziiert wird !

Warum ist dies so , oder täuscht mein Eindruck ?

M.f.G. Schelm
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... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich )
tan(90°)
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Anmeldungsdatum: 08.09.2006
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 16:15:22    Titel:

Zitat:
Du kannst dich ja mal für ein Praktikum bewerben und dann schauen, wie es dir am Feierabend geht...


Ich habe schon in einer Küche gearbeitet Wink .
Und ehrlich: Ich kenne auch Schlimmeres.

Zitat:
Da müssten eben die Männer mal aktiv werden. Als es um die Gleichberechtigung der Frauen ging, da waren die meisten Männer auch nicht besonders aktiv.


Es geht nicht darum Frauen in diese Jobs hineinzubekommen.

Zitat:
Neuere Frauenrechte gab es aber nur dort, wo Frauen früher gegenüber den Männern benachteiligt waren, zum Beispiel im Recht, zu arbeiten, oder im Recht, selbst über eine Abtreibung zu bestimmen. Oder im Recht, das eigene Einkommen und Vermögen verwalten zu dürfen.


Das war wirklich notwendig. Aber man hat es in einigen Bereichen übertrieben: In männerdominierten Bereichen gibt es Frauenquoten, in frauendominierten allerdings keine Männerquoten. In Norwegen ist das ja richtig schlimm geworden. Köhler forderte eine Frauenquote für das Bundesverdienstkreuz. Ob die jetzt durchgesetzt wurde weiß ich nicht. Nicht dass ich hier einen falschen Eindruck vermittle: Ich bin grundsätzlich gegen Quoten.
Es ist gut, dass Frauen alleine über eine Abtreibung bestimmen sollen. Aber die Entscheidung beeinflusst auch das Leben eines Mannes. Zumindest sollte Männern das Recht zugestanden werden zu bestimmen, ob sie für das Kind zahlen wollen oder nicht. Ähnliche Probleme gibt es hier mit den Vaterschaftstests.

Aber ich gebe hier nur einzelne Beispiele an. Die Probleme sind weitreichender.

Zitat:
Soso, Männer sind also benachteiligt? Wo liegt denn die Benachteiligung?
Etwa darin, dass sie nicht schwanger werden können? Und nicht (zumindest einen zeitlang) auch dem Beruf aussteigen müssen?
Oder dass sie in einem Bewerbungsgespräch nicht gesagt bekommen: "Nein, das tut uns leid, aber eine Frau stellen wir nicht ein. Was ist denn wenn Sie schwanger werden?"
Also mal ehrlich, aber das kann doch niemand wirklich glauben?


Also ich wurde schonmal abgeleht, weil ich ein Kerl bin...
Wenn es dich wirklich interessiert, wo Männer benachteiligt sind, kannst du ja in den Links lesen, die gepostet wurden.
Guido
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 16:22:24    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:
Was mich schon immer mal aus reiner Neugier interessiert , vielleicht weis jemand eine Antwort :

Wenn Männer Koch sind , verbindet sich in der Gesellschaft dies gern mit einer " Edelaura " -- siehe Hr. Schuhbeck und diverse männliche Köche in entsprechenden TV - Sendungen. Wenn eine Frau diesen Beruf ausübt , gilt sie in ihrer gesellschaftlichen Reputation eben als " Köchin " , was die dampfende Aura einer Großküche impliziert und dumpfes Massen - Fastfood , jedoch nie mit Kochkunst assoziiert wird !


Vielleicht vermarkten sich die Herren der Töpfe und Pfannen nur besser als ihre Konkurrentinnen am Herd.

Andererseits: Die meisten Köche dürften völlig unauffällige Vertreter ihres Berufsstandes sein - die „Edelaura-Köche“ repräsentieren bzgl. Bekanntheitsgrad und Einkommen wahrscheinlich die obersten 2% der kochenden Zunft. Oder hast du schon mal groß was gelesen von den vielen Leuten (m / w), die täglich bei Caterern, Wirtschaften, Pflegeheimen und Großküchen in Betrieben die Teller füllen?
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Macabre Deified
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 16:24:04    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:
Es ist gut, dass Frauen alleine über eine Abtreibung bestimmen sollen. Aber die Entscheidung beeinflusst auch das Leben eines Mannes. Zumindest sollte Männern das Recht zugestanden werden zu bestimmen, ob sie für das Kind zahlen wollen oder nicht. Ähnliche Probleme gibt es hier mit den Vaterschaftstests.

Achso, also stellen wir mal eben alle Frauen vor die Entscheidung "Töte dein Kind oder sieh zu, wie du klarkommst" und wälzen auch noch den letzten Rest Verantwortung hinsichtlich Verhütung auf die Frau ab?

Man(n) ist für die Folgen seines Handelns verantwortlich. An einem potentiell möglichen unbeabsichtigten Kind ist niemand schuld, es ist praktisch das Risiko, dass man durch den Geschlechtsverkehr hat. Dessen sind sich beide Parteien bewusst und beide tragen auch im Nachhinein die Verantwortung für ihr Handeln.

In dieser Problematik ist vor allem zu hoffen, dass in Zukunft möglichst noch bessere Verhütungsmöglichkeiten verfügbar sein werden, um die Quote der ungewollten Schwangerschaften weiter einzudämmen.
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tan(90°)
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 16:29:34    Titel:

Zitat:
Achso, also stellen wir mal eben alle Frauen vor die Entscheidung "Töte dein Kind oder sieh zu, wie du klarkommst" und wälzen auch noch den letzten Rest Verantwortung hinsichtlich Verhütung auf die Frau ab?


Soweit ich weiß gilt Abtreibung nicht als Tötung.
Und das Kind ist nicht nur das Kind der Frau. Aber die Entscheidung über die "Tötung" liegt ganz alleine bei der Frau. Da sage ich auch nichts dagegen, da es für die Frau einen größeren Einschnitt in ihr Leben bedeutet schwanger zu sein.
Kann es aber sein, dass über den Ausgang einer Sache, an der "niemand schuld" hat nur ein Betroffener die Entscheidungsgewalt hat?

Man beachte auch welche Konsequenzen für wen entstehen.
Macabre Deified
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 16:46:26    Titel:

Nur, weil nach irgendeiner Definition Abtreibung nicht als Tötung gilt heisst das nicht, dass alle Frauen es genauso sehen.
Imho sieht die klare Mehrzahl der Frauen Abtreibung spätestens ab einem bestimmten Entwicklungsgrad des ungeborenen Kindes als Mord an.
Somit ist völlig egal, ob du es nicht als Mord deklarieren würdest - wenn es für eine Schwangere den selben oder einen dementsprechenden Stellenwert einnimmt stellt es die selbe Belastung dar.

Würden nun die Väter dieser Kinder keinerlei Unterhaltsverpflichtung haben wäre jegliche Verhütungsverantwortung einzig den Frauen auferlegt - da sich jeder Mann zu gut deutsch einfach verpissen kann, wenn ihm die Lage nicht passt und die Frau alleine mit dem Kind dasteht.
Zum Kindermachen gehören aber immer zwei Very Happy Und die sollten dann auch beide Verantwortung für das tragen, was sie in die Welt gesetzt haben.
Wieso soll jeder Vater sein Kind einfach so unversorgt verlassen können, eine Mutter jedoch nicht? Weshalb wird ihr prinzipiell mehr Verantwortung für ihr Kind zuerkannt als dem Vater?


Übrigens würde es auch etliche solcher Mütter in Armut stürzen, wenn sie ein Kind bekommen, jedoch über keinerlei Unterhalt verfügen.
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tan(90°)
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 17:24:07    Titel:

Schau dir mal die möglichen Fälle an, wo Mann und Frau gegensätzliche Interessen haben. Wenn der Mann das Kind will, aber die Frau nicht, dann bekommt der Mann kein Kind. Will die Frau das Kind, aber der Mann nicht, dann bekommt er ein Kind. In beiden Fällen hat das Interesse der Frau Vorrang.
Natürlich kann kein Mann von einer Frau verlangen das Kind gegen ihren Willen zu bekommen. Hier interessiert es wohl anscheinend niemanden ob es Tötung ist oder nicht. Aber anscheinden kann jede Frau von dem Mann verlagen für das Kind zu sorgen. Geht es bei dem Begriff Tötung nur darum, was die Frau fühlt? Ist Tötung oder Nicht-Tötung vom Subjektivismus der betroffenen Person abhängig?

Das habe ich aber schon vorhin gefragt: Warum hat an einer Sache, an der keiner Schuld hat, nur einer die Entscheidungsgewalt über den Ausgang? Weshalb werden nur die Interessen des einen berücksichtigt?


Zitat:
Wieso soll jeder Vater sein Kind einfach so unversorgt verlassen können, eine Mutter jedoch nicht? Weshalb wird ihr prinzipiell mehr Verantwortung für ihr Kind zuerkannt als dem Vater?


Weil es dem Vater nicht möglich ist sich zu entscheiden, ob er das Kind haben will oder nicht, der Mutter aber schon.


Huh... wir drehen uns im Kreis. Lassen wir das besser Wink
Jomira
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2006 - 18:34:14    Titel:

Wenn ein Kind geboren wird, dann steht prinzipiell das Wohl des Kindes im Vordergrund. Also muß der Mann (bzw. die Mutter je nachdem wer sich um das Kind kümmert) Unterhalt zahlen.

Wenn eine Frau ungewollt schwanger wird, dann kann sie selbst über IHREN Körper entscheiden. Also entscheidet sie selber, ob sie abtreibt oder nicht.

Also ist es ganz einfach: Einmal steht das Wohl des Kindes im Vordergrund und einmal das Selbstbestimmungrecht der Frau über ihren Körper.

Wenn ein Mann keine Kinder möchte kann er entweder jeglichen körperlichen Kontakt mit Frauen unterlassen oder er muß halt mit dem Risiko leben.
Wenn er Kinder möchte dann kann er sich eine gleichgesinnte Partnerin suchen. Wo ist das Problem?

Ich sehe da keine "Ungleichheit". Immerhin wurde das Recht auf Abtreibung den Frauen eingeräumt, weil sie früher für eine illegale Abtreibung ihr Leben riskieren mußte und es sehr schwer war die Rechte für ihr uneheliches Kind einzufordern.

Übrigens habe ich mir die Links angesehen und ich halte das meiste für völlig aufgebauscht.
Im Vergleich würden Frauen doch immer noch schlechter in der Gleichberechtigung da stehen.
Wenn es für Frauen in der ein oder anderen Sache Vorteile gibt, dann ist das auch nicht schlimm. Noch jahrhunderter langer Unterdrückung, können nun auch die Männer mal ein wenig Ungleichheit ertragen Wink
Guido
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 10:24:58    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Wenn ein Kind geboren wird, dann steht prinzipiell das Wohl des Kindes im Vordergrund. Also muß der Mann (bzw. die Mutter je nachdem wer sich um das Kind kümmert) Unterhalt zahlen.


Mit dem sog. „Wohl des Kindes“ wurde und wird in familienrechtlichen Konflikten so derart viel Unsinn gerechtfertigt, dass man darin das sehen sollte, was es juristisch auch ist. Ein unbestimmter Rechtsbegriff, dessen konkrete Bedeutung Auslegungssache ist. Und damit verhandelbar bzw. reines Glück.

Davon mal abgesehen, ist es für Männer nach derzeitiger Rechtslage noch nicht mal möglich, ohne Zustimmung der Mutter sicher klären zu lassen (Gentest), ob es überhaupt um ihr Kind geht oder um das Kuckuckskind eines unbekannten Liebhabers. Da hier klare wirtschaftliche Interessen kollidieren, wird hier oft (zum „Wohle des Kindes“) entschieden, dass der Mann Unterhalt für Kinder zu zahlen hat, die gar nicht von ihm sind. Eine solche Zahllast ohne begründbaren Rechtsanspruch gibt es in keinem anderen Rechtsgebiet (BVG-Klagen dagegen sind bereits anhängig).


Jomira hat folgendes geschrieben:
Wenn eine Frau ungewollt schwanger wird, dann kann sie selbst über IHREN Körper entscheiden. Also entscheidet sie selber, ob sie abtreibt oder nicht.


Oberflächlich betrachtet kann man dieser „Mein Bauch gehört mir“-Philosophie folgen. Sie ergibt auch Sinn, wenn sich z.B. der Mann seinen Pflichten komplett verweigert oder eine tragfeste Beziehung nicht (mehr) existiert.

Bei genauerem Hinsehen muss man jedoch feststellen, dass die jungfräuliche Schwangerschaft nur in der Bibel vorkommt während realweltlich zwei zum Kindermachen gehören, die auch beide dafür geradestehen müssen. Daher kann es nicht angehen, dass nur eine Seite entscheidet. Dies würde auch dem Ideal der Gleichberechtigung widersprechen.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Also ist es ganz einfach: Einmal steht das Wohl des Kindes im Vordergrund und einmal das Selbstbestimmungrecht der Frau über ihren Körper.


Wenn familienrechtliche Fragen einfach wären, wäre das nicht das (nach dem Steuerrecht) zweitumfänglichste Rechtsgebiet in Deutschland.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Wenn es für Frauen in der ein oder anderen Sache Vorteile gibt, dann ist das auch nicht schlimm. Noch jahrhunderter langer Unterdrückung, können nun auch die Männer mal ein wenig Ungleichheit ertragen


Mit einer solch verdrehten Ansicht sind bereits Pogrome im Nachhinein gerechtfertigt worden.
Wer Gleichberechtigung will, sollte auch bereit sein den Preis dafür zu bezahlen: Die absolute Gleichheit bei Verlust aller vorherigen Privilegien und Sonderbehandlungen. Alle andere wäre nur verdeckter Kampf um Pfründe und Vorrechte, die dem (scheinbaren?) Ziel der Gleichbehandlung zuwiderlaufen.
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 15:28:23    Titel:

Zitat:
Mit dem sog. „Wohl des Kindes“ wurde und wird in familienrechtlichen Konflikten so derart viel Unsinn gerechtfertigt, dass man darin das sehen sollte, was es juristisch auch ist. Ein unbestimmter Rechtsbegriff, dessen konkrete Bedeutung Auslegungssache ist. Und damit verhandelbar bzw. reines Glück.

Davon mal abgesehen, ist es für Männer nach derzeitiger Rechtslage noch nicht mal möglich, ohne Zustimmung der Mutter sicher klären zu lassen (Gentest), ob es überhaupt um ihr Kind geht oder um das Kuckuckskind eines unbekannten Liebhabers. Da hier klare wirtschaftliche Interessen kollidieren, wird hier oft (zum „Wohle des Kindes“) entschieden, dass der Mann Unterhalt für Kinder zu zahlen hat, die gar nicht von ihm sind. Eine solche Zahllast ohne begründbaren Rechtsanspruch gibt es in keinem anderen Rechtsgebiet (BVG-Klagen dagegen sind bereits anhängig).


Dann frage ich mich doch, wie Du Dir eine andere Regelung vorstellst? Es kann jawohl nicht sein, dass ein Mann mit der Begründung, er hätte das Kind nie haben wollen, sich um Unterhaltszahlungen drückt. Es darf nicht sein, dass die Bedürfnisse des Kindes denen des Mannes hinten anstehen müssen. Übringens hatte ich mich nicht zu Vaterschaftstest geäußert.
Es ging nur um die Unterhaltszahlungen im Falle einer ungewollten Schwangerschaft.

Zitat:
Bei genauerem Hinsehen muss man jedoch feststellen, dass die jungfräuliche Schwangerschaft nur in der Bibel vorkommt während realweltlich zwei zum Kindermachen gehören, die auch beide dafür geradestehen müssen. Daher kann es nicht angehen, dass nur eine Seite entscheidet. Dies würde auch dem Ideal der Gleichberechtigung widersprechen.


Dann mach doch bitte auch hier mal einen konkreten Alternativvorschlag?
Den wird es nicht geben. Letztendlich wird die Entscheidung bei der Frau bleiben. Immerhin wird die Geburt oder Abtreibung eines Kindes einen größeren Einfluß auf ihr Leben nehmen. Ein Kind zubekommen, bedeutet sein ganzes Leben lang Verantwortung zutragen. Für Frauen bedeutet es erst einmal auch den Beruf bzw. Ausbildung hinten anzustellen und dadurch auch Nachteilen gegenüber ihrer männlichen Konkurenten in Kauf zunehmen. Eine Abtreibung bedeutet einen operativen Eingriff an IHREM Körper vorzunehmen, der eventuelle sogar eine Unfruchtbarkeit mit sich führen könnte. Also frage ich Dich doch: Wie könnte man da verlangen, dass ein anderer Mensch da ein Mitspracherecht haben kann? Irgendwer bleibt in solcen Angelegenheiten auf der Strecke. Es kann keine absolut gerechte Regelung geben.

Ebenso wenig wird es nie eine absolute Gleichberechtigung geben. Dafür sind Männer und Frauen viel zuverschieden. Alleine die Tatsache, dass das Austragen der Kinder nur von der Frau geleistet werden kann, bringt Frauen schon Nachteile gegenüber Männern. Also muß es in gewissen Dingen einen Ausgleich geben. Hier zum Beispiel die Tatsache, dass nur Männer wehrplichtig sind. Diese "verlorene" Zeit wird sich spätestens in der Mutterschaft wieder ausgleichen.

Auf jeden Fall finde ich es ziemlich lächerlich, wenn man(n) jetzt anfängt zubehaupten, Männer wären gegenüber Frauen benachteiligt. Betrachte man doch nur mal die Gehälter. Es ist in vielen Bereichen immer noch so, dass Frauen (für die gleiche Arbeit) geringe Gehälter beziehen. Und dass sie häufig (auch wenn hier jetzt einzelne Gegenbeispiele genannt werden) bei Bewerbungen gegenüber Männern benachteiligt werden.
tan(90°)
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 16:44:10    Titel:

Zitat:
Ebenso wenig wird es nie eine absolute Gleichberechtigung geben. Dafür sind Männer und Frauen viel zuverschieden.

Aha! Sehe ich genauso.
Zitat:
Also frage ich Dich doch: Wie könnte man da verlangen, dass ein anderer Mensch da ein Mitspracherecht haben kann?

Es geht nicht um ein Mitspracherecht, ob die Frau nun abtreiben soll oder nicht, denn das ist allein Sache der Frau.
Zitat:
Alleine die Tatsache, dass das Austragen der Kinder nur von der Frau geleistet werden kann, bringt Frauen schon Nachteile gegenüber Männern.

Wohl wahr. Bekommt aber jede Frau ein Kind?
Zitat:
Also muß es in gewissen Dingen einen Ausgleich geben. Hier zum Beispiel die Tatsache, dass nur Männer wehrplichtig sind. Diese "verlorene" Zeit wird sich spätestens in der Mutterschaft wieder ausgleichen.

Werden Männer eingezogen damit diese "Ungerechtigkeit" ausgeglichen wird? Ich vermute nicht...
Überspitzt formuliert: Soll ich mir jetzt außerdem ein Bein abhacken, weil mein Nachbar einbeinig und dadurch benachteiligt ist?
Diese Argumentation ist unzulässig und gefährlich. Warum soll jemand bestraft werden, obwohl er keinerlei Schuld am Leid eines anderen hat?
Zitat:
Auf jeden Fall finde ich es ziemlich lächerlich, wenn man(n) jetzt anfängt zubehaupten, Männer wären gegenüber Frauen benachteiligt.

Man behauptet außerdem nicht, sondern beobachtet und sieht. Verfolge mal über ein paar Tagen Arne Hoffmanns Blog oder lies mal im Archiv herum.
Häusliche Gewalt gegen Männer, Rechte von Scheidungsvätern, Männer, die unschuldig im Gefängnis sitzen, weil sie von Frauen der Vergewaltigung falschbezichtigt wurden usw. sind immer noch Sachen, die noch keinen wirklichen Anklang in der Öffentlichkeit gefunden haben...
Zitat:
Betrachte man doch nur mal die Gehälter. Es ist in vielen Bereichen immer noch so, dass Frauen (für die gleiche Arbeit) geringe Gehälter beziehen.

Was ist "gleiche Arbeit"?
Warum wird etwas festgestellt und zugleich Forderungen gestellt, anstatt nach den Ursachen zu fragen? Außerdem gibt es Studien, die das Gehaltsproblem relativieren und teilweise umkehren.
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 17:43:02    Titel:

Die Idee den Mann als Behinderten zu sehen entbehrt nicht einer gewissen Ironie, regt es doch manches männliche Ego furchtbar auf, so dass dieser nicht weiß ob er zuerst seine männliche Ehre verteidigen und dabei eventuelle Benachteiligungen in Kauf nehmen muss oder ob er sich als behindert und damit als benachteiligte Minderheit sieht, die auf Hilfe angewiesen ist.

Die Unterschiede zwischen Mann und Frau, mal abgesehen von sekundären und primären Geschlechtsmerkmalen und den damit zusammenhängenden Verhalten werden meistens grenzenlos übertrieben. So hat sich inzwischen im Volk die Ansicht verfestigt Frauen könnten keine rechte räumliche Vorstellung entwickeln und wären beim Einparken den Männern deutlich unterlegen, während Frauen eine stärkere soziale Intelligenz entwickeln würden.

Ich warne nur vor damit in Zusammenhang stehenden Mythen und Legenden. Es ist richtig, dass man in Untersuchungen Mittelwertsunterschiede festgestellt hat, die aber so minimal sind, das dies sicherlich keine Bestätigung derer ist, die am Stammtisch auf die Einparkkünste ihrer Frauen lästern und es schon immer gewusst haben. Sprich die Unterschiede zwischen den Individuen sind um ein vielfaches ausgeprägter als zwischen den Geschlechtern. Die Wahrscheinlichkeit eines Mannes auf eine eine Frau zu treffen, deren räumlichen Vorstellungskraft besser ausgeprägt ist, ist tatsächlich nur geringfügig niedriger als bei einem Mann. Stehen einem Mann zwei Frauen gegenüber überwiegt schon die Wahrscheinlichkeit, dass eine von beiden ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen hat.

Die These, dass die Frau auf Grund ihres erlernten Rollenverhaltens weniger risikofreudig ist als der Mann, scheint mir doch eher manch vorsichtiges Parkmanöver zu erklären, während der Mann eher eine Beule als eine Verletzung des männlichen Ego riskiert und auf das Einparken verzichtet oder um Einweisung bittet.

Rollenverhalten dominieren unseren Alltag wesentlich stärker als vielen bewusst ist und suggerieren prinzipielle, auf genetische Programme hinweisende Unterschiede im Denken und Handeln, die bei genauer Betrachtung einfach zu gering sind um die Vorurteile und Verhalten im Alltag zu erklären.


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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 17:56:36    Titel:

Zitat:
Werden Männer eingezogen damit diese "Ungerechtigkeit" ausgeglichen wird? Ich vermute nicht...
Überspitzt formuliert: Soll ich mir jetzt außerdem ein Bein abhacken, weil mein Nachbar einbeinig und dadurch benachteiligt ist?
Diese Argumentation ist unzulässig und gefährlich. Warum soll jemand bestraft werden, obwohl er keinerlei Schuld am Leid eines anderen hat?


Und wieso sollte man mit einer Angleichung die Benachteiligung eines anderen noch erhöhen?
Über den Sinn der Wehrplicht kann man denken was man will, aber was fest steht ist, dass wenn nun Frauen auch noch wehrpfilchtig wären, noch größere Nachteile für sie entstehen würden.
Selbst wenn nicht alle Frauen Kinder bekommen, so ist es immer noch die Mehrheit.

Zitat:
Man behauptet außerdem nicht, sondern beobachtet und sieht. Verfolge mal über ein paar Tagen Arne Hoffmanns Blog oder lies mal im Archiv herum.
Häusliche Gewalt gegen Männer, Rechte von Scheidungsvätern,


Um ein qualitatives Urteil zufällen, muß man vergleichen. Und da schneiden Frauen beim Thema Gleichberechtigung erheblich schlechter ab.


Zitat:
Männer, die unschuldig im Gefängnis sitzen, weil sie von Frauen der Vergewaltigung falschbezichtigt wurden usw. sind immer noch Sachen, die noch keinen wirklichen Anklang in der Öffentlichkeit gefunden haben...


Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung. Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle. Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

http://www.frauenrechte.de/tdf/index.php?option=com_content&task=section&id=15&Itemid=108

http://www.dadalos-d.org/deutsch/Menschenrechte/Grundkurs_MR3/frauenrechte/warum/familie.htm

https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/Warenkorb8.csp
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:27:12    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:

Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung. Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle. Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

Dem stimme ich ausdrücklich zu. Die Wahrscheinlichkeit dass wenn eine Frau einen Mann der Vergewaltigung bezichtigt dies auch stimmt ist auf jeden Fall höher als umgekehrt, so dass dies schon ein gewichtiges Argument darstellt. Die vielen unschuldigen Männer die angeblich in den Gefängnissen sitzen, müssten zunächst einmal nachgewiesen werden, meint dass einsitzende Vergewaltiger in den Gefängnissen ihre Unschuld beteuern, ist eben auch kein Beweis dafür, dass sie unschuldig sind. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Täter seiner Unschuld beteuert ist ja nicht gerade niedrig, immerhin hat er so eine Chance später zu behaupten die Frau hätte ihn reingelegt.

Natürlich gibt es auch in der deutschen Justiz Irrtümer, aber die gibt es überall, auch ein des Mordes oder des Diebstahls verdächtiger kann irrtümlich eingesperrt werden. Solche Irrtümer sollten natürlich möglichst vermieden werden. Andererseits sollen Frauen auch vor Vergewaltigern geschützt werden. Es gibt aber charakteristischen Anzeichen für eine Vergewaltigung, zum Beispiel die Spuren die sich sicherstellen lassen, wenn sich die Frau gewehrt hat, Anzeichen eines gewaltsamen Eindringens feststellen, Partikel von Haut und Haaren unter den Fingernägeln, Druckstellen an Gelenken, zerrissene Klamotten usw.. Die Vorstellung Frauen würden all diese Merkmale im Griff haben, um eine Vergewaltigung zu simulieren, auch auf die Gefahr hin, dass Kriminaltechniker diese Manipulationen bemerken ist doch eher abstrus. Zudem werden meistens weitere Bekanntschaften Verdächtiger vernommen oft kommt im Zuge eines solchen Prozesses zum Vorschein, dass ein Vergewaltiger nicht zum ersten Mal mit sexuellen Tätlichkeiten in Erscheinung getreten ist.

Was im Einzelfall sein kann muss doch keine gesellschaftliche Erscheinung sein. Um überhaupt einen Überblick zu bekommen, müsste man erst einmal wissen, wieviel Männer denn pro Jahr der Vergewaltigung angeklagt und verurteilt werden. Dann müssten wir von denen, die behaupten, es gäbe soviele Fehlurteile eine begründete Abschätzung verlangen, wieviel im Mittel denn von 100 solchen Fällen ihrer Ansicht nach ein Fehlurteil seien. Dann liesse sich das statistisch hochrechnen und ich glaube damit allein, könnten sich Vorwürfe einer vermeintlichen Fehlverurteilung von Vergewaltigern und einem weiblichen Machtmissbrauch wegen Geringfügigkeit potentieller Fälle schon als erledigt betrachtet werden.

Mit freundlichen Grüßen
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:35:49    Titel:

Zitat:
Und wieso sollte man mit einer Angleichung die Benachteiligung eines anderen noch erhöhen?

Was fragst du mich das? Habe ich mich nicht gegen "Angleichungen", was das auch immer sein soll, ausgesprochen?
Zitat:
Über den Sinn der Wehrplicht kann man denken was man will, aber was fest steht ist, dass wenn nun Frauen auch noch wehrpfilchtig wären, noch größere Nachteile für sie entstehen würden.

Seltsam, denn vorhin, so schien es mir, hast du die Wehrpflicht heruntergespielt. Um es nochmal zu betonen: ich bin generell gegen Zwangsdient, egal welcher Art.
Zitat:
Selbst wenn nicht alle Frauen Kinder bekommen, so ist es immer noch die Mehrheit.

Ist es dann auch nicht fast immer mit einem Kinderwunsch verbunden?
Zitat:
Um ein qualitatives Urteil zufällen, muß man vergleichen. Und da schneiden Frauen beim Thema Gleichberechtigung erheblich schlechter ab.

Außer dem Gehalt, das du bereits genannt hast und das man nicht so stehen lassen kann, wo noch?

Zitat:
Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung.

Wohl aber dafür, dass der Mann immer noch grundsätzlich als Täter und die Frau grundsätzlich als Opfer angesehen wird, weshalb es Frauen in der Rechtsprechung einfacher haben, auch was z.B. das Strafmaß betrifft.

Zitat:
Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle.

Es hat auch niemand behauptet, dass ein Mann sofort ins Gefängnis kommt, weil irgendeine Frau ihn der Vergewaltigung bezichtigt*. Absurd, wie du es nennst ist das mit der Vergewaltigung lange nicht. Wie schon vorhin gesagt: Verfolge mal Arne Hoffmans Blog, da gibt es ständig Meldungen über Männer, die aus dem Gefängnis entlassen wurden, weil sie unschuldig waren.
Zitat:
Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden

Das ist eine traurige Sache, aber was willst du dagegen tun?
Zitat:
oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

Oder die Vergewaltigung gar nicht stattgefunden hat? Aber was willst du denn dagegen tun, wenn es zu wenig Beweise gibt? Da kann man nichts tun, so schlimm es auch ist.

*Hat zwar nur indirekt was damit zu tun: Mir fällt gerade ein, dass z.B in Kanda ein Mann von der Polizei seines Hauses verwiesen werden darf, wenn sich die Frau bedroht fühlt, d.h. es muss nicht zu Gewalt kommen, ein Streit oder die Laune der Frau reichen da aus.


Zuletzt bearbeitet von tan(90°) am 31 Dez 2006 - 19:03:11, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:44:45    Titel:

Zitat:

Es hat auch niemand behauptet, dass ein Mann sofort ins Gefängnis kommt, weil irgendeine Frau ihn der Vergewaltigung bezichtigt*. Absurd, wie du es nennst ist das mit der Vergewaltigung lange nicht. Wie schon vorhin gesagt: Verfolge mal Arne Hoffmans Blog, da gibt es ständig Meldungen über Männer, die aus dem Gefängnis entlassen wurden, weil sie unschuldig waren.


Wie viele sind das denn nun genau, gemessen an der Anzahl der verurteilten Fälle? Ist das in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant?

Ausgerechnet einen Blog eines Autors von SM-Geschichten als Referenz um nachzuweisen das Männer zu Unrecht vergewaltigt werden? Ich weiß ja nicht....ein Grinsen konnte ich mir bei aller Ernsthaftigkeit dieses Thema nicht verkneifen, hast Du da nicht den Bock zum Gärtner gemacht?



Mit freundlichen Grüßen
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:50:15    Titel:

Zitat:
Wie viele sind das denn nun genau, gemessen an der Anzahl der verurteilten Fälle? Ist das in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant?

Problem hierbei ist, dass sich das unmöglich herausfinden lässt. Zahlen kann ich dir nicht nennen.

Aus einem Spiegelinterview lässt sich folgendes entnehmen:

"Gordon: Ich bearbeite hier in Neuruppin im Jahr ungefähr 200 Anzeigen von Sexualdelikten. Nur 20 kommen zur Anklage, 170 werden eingestellt. In zehn Fällen drehe ich den Spieß sogar um und klage wegen bewusster Falschaussage an."
Ausgabe 14/2006

Aber nun: das ist auch kein Thema für sich, sondern mehr die Tatsche, dass Männer in der Rechtsprechung schlechter dran sind.


Zitat:
Ausgerechnet einen Blog eines Autors von SM-Geschichten als Referenz um nachzuweisen das Männer zu Unrecht vergewaltigt werden? Ich weiß ja nicht....ein Grinsen konnte ich mir bei aller Ernsthaftigkeit dieses Thema nicht verkneifen, hast Du da nicht den Bock zum Gärtner gemacht?

Nö, hab ich nicht. Hast du auch schonmal nachgeschaut, was er sonst noch so geschrieben hat? Wink
Außerdem sollte man einen Menschen nicht nach seinen sexuellen Neigungen beurteilen, ich glaube soweit sind wir schon.

Im Übrigen verweist dieser Autor auf verschiedene Webseiten. Insofern dürfte sich das Problem erledigen. Ich habe auch nur gerade darauf verwiesen, weil es da öfter als auf den anderen Seiten was Aktuelles zu lesen gibt
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:16:31    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:

Außerdem sollte man einen Menschen nicht nach seinen sexuellen Neigungen beurteilen, ich glaube soweit sin wir schon.


In der Regel mache ich das auch nicht, wenn er Kochbücher schreibt oder sich über die Höhe des Arneitslosengeldes äussern würde. Aber ausgerechnet ein Autor von Geschichten, die sexuell gewaltverherrlichende Komponenten und Vergewaltungfantasien enthalten, also Vergewaltigungen zumindestens in seiner Welt als gewünschtes Verhalten darstellt, ist meiner Ansicht nach inhaltlich nicht gerade prädästiniert zu beurteilen, ob der Vergewaltigung bezichtigter Männer zu Unschuld im Gefängnis sitzen.

In diesen Fantasien geht es um Unterwerfung und Vergewaltigung, die eben auch Ursache vieler Vergewaltigungen sind. Viele Vergewaltiger glauben die Frauen wollen das so, sie bräuchten das und geben an, sie haben das sich Zieren der Frauen als Aufforderung gedeutet. Und genau das vermittelt auch die SM-Literatur, dass es viele Frauen gibt, die so etwas so erwarten. Auch wenn es diese Frauen geben mag, ist das sicherlich nicht Alltag.

Hier ist also zwischen der sonstigen Tätigkeit als SM-Autor und der Ansicht als Unterstützer von vermeintlichen oder tatsächlichen Justizopfern wegen Vergewaltigung einsitzender Straftäter ein unmittelbarer Zusammenhang feststellbar, der eine kritische Bewertung entsprechender Referenz sehr wohl erlaubt und sogar nahelegt. Ich würde auch die Aussage eines Zahnarztes kritisch betrachten, der sich dafür einsetzt dass alle Schulkinder zwangsweise einmal pro Monat zum Zahnarzt müssen, um es verständlicher auszudrücken. Aussagen müssen auch an den Interessen derjenigen gemessen werden, die solche Aussagen treffen, denn das Sein bestimmt eben oft auch das Bewusstsein.

Zu glauben eine solche Ansucht stehe nur durch die Zufall mit der Tätigkeit als Autor von SM-Geschichten in Zusammenhang und man müsste eine solche Referenz als Ausdruck absoluter Objektivität nehmen, ist meiner Ansicht Ausruck einer quantitativ nicht gerade kleine Menge an Naivität.

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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:48:39    Titel:

Bist du SM-Experte? Hast du dich so sehr mit dem Phänomen beschäftigt, dass du dir ein Urteil bilden und nicht nur ohne begründeten Ansatz darüber philosophierst? Mir scheint eher zweiteres der Fall zu sein.

Zitat:
Zu glauben eine solche Ansucht stehe nur durch die Zufall mit der Tätigkeit als Autor von SM-Geschichten in Zusammenhang und man müsste eine solche Referenz als Ausdruck absoluter Objektivität nehmen, ist meiner Ansicht Ausruck einer quantitativ nicht gerade kleine Menge an Naivität.

Danke.
Nochmal: der Autor verweist meistens auf diverse Nachrichtenseiten und kommentiert die Berichte. Lesen und sich ein Urteil bilden kann jeder selbst.

Zitat:
Hier ist also zwischen der sonstigen Tätigkeit als SM-Autor und der Ansicht als Unterstützer von vermeintlichen oder tatsächlichen Justizopfern wegen Vergewaltigung einsitzender Straftäter ein unmittelbarer Zusammenhang feststellbar, der eine kritische Bewertung entsprechender Referenz sehr wohl erlaubt und sogar nahelegt.

Gleichzeitig engagiert sich der Autor gegen Gewalt in der Partnerschaft, egal von wem sie ausgeht. Die einzige Werbung auf seiner Homepage verweist auf SOLWODI, eine Organisation, die sich für Frauen in Not einsetzt und er gibt Beratungs- und Hilfedressen für Opfer sexuellen Missbrauchs an. Reicht dir das als Gegenbeweis?
Guido
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 21:20:02    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Dann frage ich mich doch, wie Du Dir eine andere Regelung vorstellst? Es kann jawohl nicht sein, dass ein Mann mit der Begründung, er hätte das Kind nie haben wollen, sich um Unterhaltszahlungen drückt. Es darf nicht sein, dass die Bedürfnisse des Kindes denen des Mannes hinten anstehen müssen. Übringens hatte ich mich nicht zu Vaterschaftstest geäußert.
Es ging nur um die Unterhaltszahlungen im Falle einer ungewollten Schwangerschaft.


Das ist im Prinzip nicht schwierig. In der Rechtsprechung gibt es das Prinzip, dass derjenige der etwas geltend macht (Anspruch) dafür einen Grund nachweisen muss (Anspruchsgrundlage, Beleg, Beweis). Wer also einen Unterhaltsanspruch geltend macht, hat zu belegen, dass dieser rechtmäßig besteht. Mit einem Gentest ist das möglich.

Heute können Frauen Unterhaltsansprüche geltend machen, ohne dass der Mann deren Rechtmäßigkeit legal nachprüfen kann – es sei denn die Frau stimmt dem zu, was sie natürlich nur dann tun wird, wenn sie sich eines Ergebnisses zu ihren Gunsten sicher ist. Im Endeffekt führt dass dazu, dass sich die Frau aus mehreren in Frage kommenden Männern den Solventesten aussuchen kann, anstatt sich an den tatsächlichen Vater zu halten.

Man nennt das auch Betrug und es ist an sich strafbar – nur nicht im Familienrecht.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Dann mach doch bitte auch hier mal einen konkreten Alternativvorschlag?
Den wird es nicht geben. Letztendlich wird die Entscheidung bei der Frau bleiben. Immerhin wird die Geburt oder Abtreibung eines Kindes einen größeren Einfluss auf ihr Leben nehmen….


Auch das ist nicht wirklich schwierig. Einer Abtreibung hätten beide Beteiligten zuzustimmen, wobei es aus zeitlichen Gründen die Möglichkeit geben müsste, die fehlende / verweigerte Zustimmung des Mannes im Schnellverfahren zu ersetzen. Dem Mann ein Mitspracherecht zu verweigern bedeutet, seine Mitverantwortung zu negieren. Wenn das Kind ausgetragen und großgezogen werden soll, ist er ja auch ganz schnell wieder mit im Boot (Unterhalt – s.o.) – warum also hier nicht?

Allerdings habe ich an den derzeitigen Regulierungen zum Thema Abtreibung generell so meine Zweifel, da ich die Fristenlösung mit Beratungspflicht für fragwürdig halte. Ich denke die Entscheidung über eine Abtreibung haben die Betroffenen (und nur sie) zu treffen, ohne dass der Staat hier mit Strafen, Fristen ö.ä. eingreift.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Ebenso wenig wird es nie eine absolute Gleichberechtigung geben. Dafür sind Männer und Frauen viel zuverschieden.


Das ist zutreffend, würde aber den ganzen Diskurs um Gleichberechtigungsfragen rasch beenden. Ich gehe daher mal davon aus, dass frauenbewegte Feministinnen und ihre Debattiergegner sich über diesen Fakt hinwegsetzen werden.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Alleine die Tatsache, dass das Austragen der Kinder nur von der Frau geleistet werden kann, bringt Frauen schon Nachteile gegenüber Männern.


Letztlich trifft die Frau diese Entscheidung – ganz nach dem Prinzip „Mamas Baby, Papas Maybe“. Einen Nachteil, der ein Anrecht auf Kompensation begründen könnte, vermag ich nicht zu erkennen.
Jomira hat folgendes geschrieben:
Also muß es in gewissen Dingen einen Ausgleich geben. Hier zum Beispiel die Tatsache, dass nur Männer wehrplichtig sind. Diese "verlorene" Zeit wird sich spätestens in der Mutterschaft wieder ausgleichen.


Als Befürworter einer Berufsarmee lehne ich die wehrpflichtige bewaffnete Laienspielschar generell ab. Wer aber Gleichberechtigung fordert, dabei aber bestehende Pfründe und Privilegien nicht abgeben will, den kann ich kaum noch ernst nehmen. Gleichberechtigung gibt es nicht umsonst. Es kommt ja auch kaum jemand auf die Idee, volljährig sein zu wollen aber die Vorrechte der strafunmündigen Kindheit für sich einzufordern.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Auf jeden Fall finde ich es ziemlich lächerlich, wenn man(n) jetzt anfängt zubehaupten, Männer wären gegenüber Frauen benachteiligt. Betrachte man doch nur mal die Gehälter. Es ist in vielen Bereichen immer noch so, dass Frauen (für die gleiche Arbeit) geringe Gehälter beziehen.


Wir haben in Deutschland Tarifautonomie (Art 9 GG). Und Gehälter sind prinzipiell eine Marktfrage, die den Staat erstmal wenig angeht. Wenn es hier Ungleichheiten gibt, ist es Sache der Betroffenen sich dagegen zu engagieren. Leistungen und Gegenleistungen sind prinzipiell verhandelbar. Wo es z.B. Tarifverträge und Betriebsräte gibt, haben alle Leute die gleichartigen Tätigkeiten nachgehen auch gleich eingruppiert zu werden. Wenn natürlich zuschlagspflichtige Nachtschichten, Schwerarbeiten etc. vermehrt von Männern gemacht werden, werden diese damit im Schnitt auch mehr verdienen.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Und dass sie häufig (auch wenn hier jetzt einzelne Gegenbeispiele genannt werden) bei Bewerbungen gegenüber Männern benachteiligt werden.


Wir haben seit dem 18.08.2006 ein allgemeines Gleichstellungsgesetz, das u.a. Diskriminierungen aufgrund des Geschlechtes verbietet und Schadensersatzpflichten dafür festschreibt. Firmen, die Frauen aufgrund ihres Frauseins bei der Stellenauswahl benachteiligen, riskieren happige Strafgelder und arbeitsgerichtliche Scherereien.
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 22:58:45    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:
Bist du SM-Experte?


Wir sind hier alle Experten, für SM, für Vergewaltigungen, für das Rechtswesen, deswegen dürfen wir uns auch unterhalten.

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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 23:26:26    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:
Hast du dich so sehr mit dem Phänomen beschäftigt, dass du dir ein Urteil bilden und nicht nur ohne begründeten Ansatz darüber philosophierst? Mir scheint eher zweiteres der Fall zu sein.

Zunächst habe ich meine Ansicht begründet. SM händelt mit Gewalt und Vergewaltigungsszenen sind Bestandteil entsprechender Literatur. Ich bin auch alt genug, dass ich so etwas lesen darf, manches gehört schließlich zur Weltliteratur. Außerdem wäre es schwierig jeden Kontakt zu SM zu vermeiden so stark wie sich dieser in den letzten Jahren im Internet verbreitet hat. Ich bin allerdings kein Anhänger dieser Szene, wenn Du das andeuten wolltest.

Man könnte Dir natürlich ebenso diese Fragen stellen, hast Du Dich schon mit SM beschäftigt, oder woher nimmst Du die Anmaßung zu beurteilen, das meine Ansätze unbegründet seien? Handelt die SM Szene nicht mit Vergewaltigungsfantasien und wird das sexuell nicht ausgelebt? Gab es in den letzten 10 Jahren keine Auseinandersetzung und Reibungspunkte mit der SM-Szene und der Frauenrechtsbewegung?

Von daher bleibe ich dabei, ich halte einen SM-Autor nicht für eine objektive Referenz, inwieweit Frauen Männer zu Unrecht beschuldigen, sie vergewaltigt zu haben. Mit Sicherheit ist das keine seriöse Quelle, auch wenn sich der gleiche Autor mit Büchern im nicht gerade liberalen Lager einen Namen geschaffen hat. Mir scheint eher die Tendenz bestimmter Autoren durch besonders provokanten Thesen eine bestimmte Leserschaft zu erreichen, die dann sein Opus kaufen sollen.

Durch den erwarteten Rechtsruck nach dem Ende der DDR scheint das so eine Art Zeitgeisterscheinung zu werden. Tumbe Thesen provokant zu formulieren scheint sich ja in barer Münze auszuzahlen. Lange hält der Ruhm solche Werke allerdings nicht an, insbesondere wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzt. Immehin war selbst dem Focus, nicht gerade die Quelle für ausgewogene politische Ansichten, die Werke dieses Autors zu einseitig, was die Sammlung männerfeindlicher Begebenheiten angeht, und dessen Thesen an vielen Stammtischen Zustimmung frauenfeindlich eingestellter Dumpfbacken finden dürfte.

Wirklich, Du solltest Dir eine andere Referenz suchen.

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BeitragVerfasst am: 01 Jan 2007 - 20:08:59    Titel:

Zitat:
Aus einem Spiegelinterview lässt sich folgendes entnehmen:

"Gordon: Ich bearbeite hier in Neuruppin im Jahr ungefähr 200 Anzeigen von Sexualdelikten. Nur 20 kommen zur Anklage, 170 werden eingestellt. In zehn Fällen drehe ich den Spieß sogar um und klage wegen bewusster Falschaussage an."
Ausgabe 14/2006


Und was sagt uns das? Nichts!
Frauen die einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen sind, gehen selten sofort damit zur Polizei. Wenn sie sich dann dazu durchringen sind häufig Körperliche Anzeichen für eine Vergewaltigung nicht mehr auszumachen. Wenn sie also nicht vorher diese Anzeichen von einem Arzt dokomentieren lassen hat, steht meist Aussage gegen Aussage. Das heißt ab er noch lange nicht, dass die Tat nie statt gefunden hat. Genauso wenig ist eine Gegenanzeige ein Zeichen von Unschuld. Ein Mann der sich das Recht herraus nimmt einer Frau so etwas anzutun, der wird wohl auch keine Skrupel haben eine Gegenanzeige zustarten. Wäre auch interessant wieviele von diesen Klagen letztendlich gegen Gericht Bestand haben.

Zitat:
Das ist im Prinzip nicht schwierig. In der Rechtsprechung gibt es das Prinzip, dass derjenige der etwas geltend macht (Anspruch) dafür einen Grund nachweisen muss (Anspruchsgrundlage, Beleg, Beweis). Wer also einen Unterhaltsanspruch geltend macht, hat zu belegen, dass dieser rechtmäßig besteht. Mit einem Gentest ist das möglich.

Heute können Frauen Unterhaltsansprüche geltend machen, ohne dass der Mann deren Rechtmäßigkeit legal nachprüfen kann – es sei denn die Frau stimmt dem zu, was sie natürlich nur dann tun wird, wenn sie sich eines Ergebnisses zu ihren Gunsten sicher ist. Im Endeffekt führt dass dazu, dass sich die Frau aus mehreren in Frage kommenden Männern den Solventesten aussuchen kann, anstatt sich an den tatsächlichen Vater zu halten.

Man nennt das auch Betrug und es ist an sich strafbar – nur nicht im Familienrecht.


Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.

Zitat:
Auch das ist nicht wirklich schwierig. Einer Abtreibung hätten beide Beteiligten zuzustimmen, wobei es aus zeitlichen Gründen die Möglichkeit geben müsste, die fehlende / verweigerte Zustimmung des Mannes im Schnellverfahren zu ersetzen. Dem Mann ein Mitspracherecht zu verweigern bedeutet, seine Mitverantwortung zu negieren. Wenn das Kind ausgetragen und großgezogen werden soll, ist er ja auch ganz schnell wieder mit im Boot (Unterhalt – s.o.) – warum also hier nicht?


Aja, und was passiert, wenn sie Mann und Frau nicht einig werden? Dann zwingen wir die Frau halt zur Abtreibung oder zum Austragen?

Zitat:
Allerdings habe ich an den derzeitigen Regulierungen zum Thema Abtreibung generell so meine Zweifel, da ich die Fristenlösung mit Beratungspflicht für fragwürdig halte. Ich denke die Entscheidung über eine Abtreibung haben die Betroffenen (und nur sie) zu treffen, ohne dass der Staat hier mit Strafen, Fristen ö.ä. eingreift.


Die Entscheidung liegt alleine bei den Betroffenen. Die Beratung dient alleine dem Aufzeigen der Möglichkeiten, die es gibt um ein Kind groß zuziehen. Schließlich sind nicht alle Menschen so gut über ihre Rechte aufgeklärt. Und gerade bei jüngeren Frauen kann der Druck aus der Familie schnell einmal zu einer übereilten Entscheidung führen.
Was mit der Fristen Regelung nicht stimmen soll, verstehe ich nicht. Man kann jawohl kaum ein Kind im 8. oder 9. Monat abtreiben. Die 3 Monate Regelung ist völlig ausreichend und in besonderen Fällen gibt es immer noch die Möglichkeit einer späteren Abtreibung.
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BeitragVerfasst am: 01 Jan 2007 - 21:48:59    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Das ist im Prinzip nicht schwierig. In der Rechtsprechung gibt es das Prinzip, dass derjenige der etwas geltend macht (Anspruch) dafür einen Grund nachweisen muss (Anspruchsgrundlage, Beleg, Beweis). Wer also einen Unterhaltsanspruch geltend macht, hat zu belegen, dass dieser rechtmäßig besteht. Mit einem Gentest ist das möglich.

Heute können Frauen Unterhaltsansprüche geltend machen, ohne dass der Mann deren Rechtmäßigkeit legal nachprüfen kann – es sei denn die Frau stimmt dem zu, was sie natürlich nur dann tun wird, wenn sie sich eines Ergebnisses zu ihren Gunsten sicher ist. Im Endeffekt führt dass dazu, dass sich die Frau aus mehreren in Frage kommenden Männern den Solventesten aussuchen kann, anstatt sich an den tatsächlichen Vater zu halten.

Man nennt das auch Betrug und es ist an sich strafbar – nur nicht im Familienrecht.


Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.

Das würde mich aber auch mal interessieren - guido, könntest du auf entsprechende gesetzestexte verweisen?

Zitat:
Die 3 Monate Regelung ist völlig ausreichend und in besonderen Fällen gibt es immer noch die Möglichkeit einer späteren Abtreibung.
dass 3 monate "völlig ausreichend" seien ist kein grund, dass es nach 3 monaten explizit verboten sein soll.
die 3monatsregelung ist eine notlösung, ein "kompromiss", der vor ein paar jahrzehnten in seiner grundform beschlossen wurde, weil sich die sachliche diskussion zu dem thema auf kein wirklcihes ergebnis einigen konnte. im grunde wurde sie jedoch willkürlich gesetzt.
folglich ist es auch äusserst fraglich und anmaßend, dass irgendwelche politiker oder der staat einer schwangeren mit einer fadenscheinigen argumentation vorschreiben wollen, wann sie abtreiben darf und wann nicht.

die sonderregelungen für spätabtreibungen sind sehr eng gefasst, man sollte sie nicht zum standartrepertoire in dieser diskussion zählen.
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Jomira
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BeitragVerfasst am: 01 Jan 2007 - 22:51:59    Titel:

Ich habe auch nicht behauptet, dass die 3Monats Regelung nicht willkürlich gesetzt wurde. Aber menschliches Leben steht nun einmal unter einem besonderem Schutz und die Abtreibungsregelung war ein entgegenkommen der Politik auf die Frauen. Immerhin ist es immer noch schwer zu definieren wann Leben beginnt. Ein Baby ist im 3. Monat schon sehr weit ausgebildet und in wie weit es schon ein Schmerzempfinden hat, ist auch höchst umstritten. Also denke ich nicht, dass man an dieser Regelung etwas ändern sollte oder sie aufheben sollte. Im Extremfall könnte eine Frau noch bis in den 9. Monat abtreiben, wenn sie ihr Kind nach der Geburt töten würde, wäre es Mord.
Aber wo läge denn wirklich der Unterschied?
Drei Monate sollten wohl ausreichen, um sich für ein Kind oder dagegen zuentscheiden.
Guido
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 15:59:34    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Frauen die einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen sind, gehen selten sofort damit zur Polizei. Wenn sie sich dann dazu durchringen sind häufig Körperliche Anzeichen für eine Vergewaltigung nicht mehr auszumachen. Wenn sie also nicht vorher diese Anzeichen von einem Arzt dokomentieren lassen hat, steht meist Aussage gegen Aussage. Das heißt ab er noch lange nicht, dass die Tat nie statt gefunden hat. Genauso wenig ist eine Gegenanzeige ein Zeichen von Unschuld. Ein Mann der sich das Recht herraus nimmt einer Frau so etwas anzutun, der wird wohl auch keine Skrupel haben eine Gegenanzeige zustarten. Wäre auch interessant wieviele von diesen Klagen letztendlich gegen Gericht Bestand haben.


Vergewaltigung ist ein so gravierender Vorwurf, dass er schon belegt werden können sollte. Es nur zu behaupten und auf Aussage / Aussage ankommen zu lassen reicht nicht. Wer erst Monate nach der Tat, ohne Zeugen, ohne Belege und ohne Beweise eine Anzeige ins Blaue macht, muss damit leben, dass die Tat mangels Beweisbarkeit ungestraft bleibt. Das ist das Prinzip „Im Zweifel für den Angeklagten“ wonach jeder erst mal als unschuldig zu gelten hat, bis ihm die Schuld nachgewiesen wurde.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.


Im Regelfall läuft es genau umgekehrt. Ihm wird die Vaterschaft unterstellt und soweit es ihm nicht gelingt, sie zu widerlegen (was er ohne Gentest und Zustimmung der Frau stellvertretend für das Kind hierzu meist nicht kann), zahlt er. Genau darum drehen sich viele Vaterschaftsstreitigkeiten.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Aja, und was passiert, wenn sie Mann und Frau nicht einig werden? Dann zwingen wir die Frau halt zur Abtreibung oder zum Austragen?


Wie ich bereits ausführte, wäre in einer solchen Regelung natürlich eine Möglichkeit vorzusehen, was bei Nichteinigung zu geschehen hätte. Bitte nachlesen.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Was mit der Fristen Regelung nicht stimmen soll, verstehe ich nicht.


Die Fristen sind im Prinzip willkürlich gesetzt. Willkür kann aber keine tragfähige Basis für brauchbares Recht sein.
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 18:48:25    Titel:

Guido hat folgendes geschrieben:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.


Im Regelfall läuft es genau umgekehrt. Ihm wird die Vaterschaft unterstellt und soweit es ihm nicht gelingt, sie zu widerlegen (was er ohne Gentest und Zustimmung der Frau stellvertretend für das Kind hierzu meist nicht kann), zahlt er. Genau darum drehen sich viele Vaterschaftsstreitigkeiten.


Na, ganz so ist meines Wissens aber nicht, zumindestens wenn die Süddeutsche Recht hat. Die Vaterschaft wird nur in bestimmten Fällen unterstellt, und zwar dann wenn ein Ehe besteht. Ansonsten ist das wohl nicht so. Im Übrigen kann der Vater noch 2 Jahre nach Anerkennung der Vaterschaft Einspruch einlegen:
Zitat:


Gemäß Paragraph 1592 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist Vater eines Kindes der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter verheiratet ist; oder derjenige, der mit Zustimmung der Mutter die Vaterschaft anerkannt hat.

Diesem rechtlichen Vater wird das Recht eingeräumt, die Vaterschaft anzufechten. Das Gesetz sieht aber, um die Kindesinteressen zu berücksichtigen, Befristungen dafür vor: Wenn der Mann von "Umständen" erfährt, die gegen seine Vaterschaft sprechen, muss er diese binnen von zwei Jahren geltend machen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/210/92118/


Ein Mann, der nicht mit der Frau verheiratet ist und nicht ausdrücklich die Vaterschaft anerkennt, dem wird eben auch nicht automatisch die Vaterschaft unterstellt. Die Beweispflicht liegt in solchen Fällen auch wohl nicht beim Mann zu beweisen, dass er nicht der Vater ist.


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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 19:49:16    Titel:

Zitat:
Vergewaltigung ist ein so gravierender Vorwurf, dass er schon belegt werden können sollte. Es nur zu behaupten und auf Aussage / Aussage ankommen zu lassen reicht nicht. Wer erst Monate nach der Tat, ohne Zeugen, ohne Belege und ohne Beweise eine Anzeige ins Blaue macht, muss damit leben, dass die Tat mangels Beweisbarkeit ungestraft bleibt. Das ist das Prinzip „Im Zweifel für den Angeklagten“ wonach jeder erst mal als unschuldig zu gelten hat, bis ihm die Schuld nachgewiesen wurde.


Da sagt ja auch keiner etwas gegen. Hier wurde aber behauptet, dass ständig Mäner unschuldig wegen Vergewaltigung verurteilt werden. Oder es ihnen zumindest unterstellt wird. Man Ausführung waren nur dafür gedacht, um klar zumachen, dass eine "Nichtanklage" bzw. Verurteilung nicht gleichbedeutend mit Unschuld ist.
Natürlich kann man jemanden nicht alleine auf Grund einer Aussage verurteilen. Das war auch nicht mein Anliegen.


Zitat:
Wie ich bereits ausführte, wäre in einer solchen Regelung natürlich eine Möglichkeit vorzusehen, was bei Nichteinigung zu geschehen hätte. Bitte nachlesen.


Tut mir leid, aber ich kann in Deine Ausführung nicht entnehmen, was in einem Fall der Nichteinigung zutun sein soll.


Zitat:
Na, ganz so ist meines Wissens aber nicht, zumindestens wenn die Süddeutsche Recht hat. Die Vaterschaft wird nur in bestimmten Fällen unterstellt, und zwar dann wenn ein Ehe besteht. Ansonsten ist das wohl nicht so. Im Übrigen kann der Vater noch 2 Jahre nach Anerkennung der Vaterschaft Einspruch einlegen:
Zitat:


Gemäß Paragraph 1592 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist Vater eines Kindes der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter verheiratet ist; oder derjenige, der mit Zustimmung der Mutter die Vaterschaft anerkannt hat.

Diesem rechtlichen Vater wird das Recht eingeräumt, die Vaterschaft anzufechten. Das Gesetz sieht aber, um die Kindesinteressen zu berücksichtigen, Befristungen dafür vor: Wenn der Mann von "Umständen" erfährt, die gegen seine Vaterschaft sprechen, muss er diese binnen von zwei Jahren geltend machen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/210/92118/


Ein Mann, der nicht mit der Frau verheiratet ist und nicht ausdrücklich die Vaterschaft anerkennt, dem wird eben auch nicht automatisch die Vaterschaft unterstellt. Die Beweispflicht liegt in solchen Fällen auch wohl nicht beim Mann zu beweisen, dass er nicht der Vater ist.


Mit freundlichen Grüßen
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Ja, das war auch mein Wissen. Alles andere macht auch keinen Sinn. Dann werde ich jetzt schwanger und sage Bill Gates ist der Vater. Soll er mal schön das Gegenteil beweisen.

Zitat:
Die Fristen sind im Prinzip willkürlich gesetzt. Willkür kann aber keine tragfähige Basis für brauchbares Recht sein.


Wie schon einmal erwähnt, wann Leben anfängt ist nicht zubestimmen und reine Definition. Auch ob ein Kind nach 3 Monaten schon Schmerzen empfindet ist nicht klar. Desweiteren staht menschliches Leben unter einem besoderem Schutz und Abtreibungen sind nur eine absolute Ausnahmenregelung. Solange die Frage nach dem "Beginn des menschlichen Lebens" beantwortet wurde, gibt es keinen Grund diese Frist zuändern geschweige denn völlig aufzuheben. Auch weil die 3 Monate für eine Entscheidung für oder gegen ein Kind ausreichend sind, selbst wenn sie willkürlich gesetzt sind.
tan(90°)
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 20:56:35    Titel:

Zitat:
Hier wurde aber behauptet, dass ständig Mäner unschuldig wegen Vergewaltigung verurteilt werden. ...


Na, so wurde das aber nicht gesagt. Wink
Tut mir leid, falls das so herüber gekommen ist.
Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 21:07:53    Titel:

Na dann...können wir diese Streitigkeit ja beilegen Wink
Feedja
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Anmeldungsdatum: 14.12.2006
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 22:46:28    Titel:

Hallöchen erstmal, also ich muss mal zugeben, dass ich nicht alle Beiträge durchgelesen habe.

So erstmal eine ganz allgemeine frage an den Ersteller dieses Themas: wie kommst du auf so ein Thema? habe ich ehrlichgesagt noch nie irgendwo gelesen oder gesehn...hmm

Und dann noch etwas zum dem Bild was eingefügt wurde "Sind Frauen bessere Menschen?" NEIN sind sie nicht, Alle menschen ob männlich oder weiblsich sind gleichviel wert!

Viele grüße
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