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Internetseiten zum Thema Männerrechte
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borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 21:24:11    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:


Ich habe doch eben *nicht* gesagt, dass nur Männer Familien ernähren können. Ich habe gesagt, dass die Massenmedien das behaupten, indem sie so tun, als könnten die Frauen nur "dazuverdienen", während der Mann auch Geldverdiener bleibt.
Soweit sind wir uns ja einig.

Zitat:
Um nochmal deutlich zu machen, worauf ich hinauswollte: Eine Frau *kann* ihrem Mann nicht nur 3 Jahre geförderte Erziehungszeit gönnen, sondern sie *kann*, wenn sie *will*, sich auch bereit erklären, mit ihrem selbst verdienten Geld auf Dauer ihrem Mann den Lebensunterhalt zu finanzieren. Nur fehlt dem größten Teil der weiblichen Bevölkerung die Bereitschaft dazu. (hierzu: siehe auch unten, meine Antwort auf neofelis)
Gebildete, selbstbewusste, berufsorientierte Frauen wollen in der Regel auch einen Mann der so ähnlich ist - also eben kein Hausmann der im zu-Hause-sein seine Erfüllung sieht. Mir geht das genauso. Doch lebe ich ja in der realen Welt des 21. Jhd. und werde gewiss meinen zukünftigen Mann in den heutzutage unausweichlichen Phasen der Arbeitslosigkeit mit durchbringen und vice versa. Woher du deine "größtenteils weiblichen" hernimmst frage ich mich, bzw. ich frage mich langsam eh, wenn ich mir dieses Forum betrachte, ob ich ein einem Paralleluniversum lebe. Zwei Paare in meinem Freundeskreis sind im Moment so gestaltet: Er promoviert, sie finanziert komplett.

Zitat:
Immer weiter steigende Doppelverdienerei gibt der Arbeitsmarkt auch gar nicht her. Guck mal, wie viel Arbeitslose es jetzt schon gibt.
Es gab mal eine düstere Zeit in Deutschland in dem das mal praktiziert wurde: Frauen raus aus den Berufen und Kinder kriegen und Kuchen backen... ne danke. Jeder darf und soll so leben wie es ihm gefällt. Keiner darf zur Arbeit oder aus "arbeitsmarktpolitischen Gründen" zur nicht-arbeit gezwungen werden. Seien die _Opfer solcher Maßnahmen nun Frauen oder Männer.
Zitat:
Und selbst bei denen, die wirklich zu wenig haben, ist nicht einzusehen, warum die finanzielle Hauptverantwortung meistens bei den Männern liegt nach 40 Jahren Frauenbewegung. Deswegen bin ich für mehr weibliche Hauptverdiener (Familienernährerinnen).
Es gibt doch schon viele. Vielleicht sollte ich dir mal meinen Freundes- und Bekanntenkreis vorstellen? Wink
Gerade die Hartz-Reformen haben dazu beigetragen. In vielen mir bekannten Fällen sind Frauen im krisensicheren Pflege- und Krankensektor beschäftigt. Ihre Männer/ meist Lebensgefährten (spielt aber für ALG keine Rolle, da die Damen im einen und anderen Fall für ihren Herrn aufkommen müssen) in Industrieberufen ausgebildet, wurden in den vergangenen Jahren entlassen (Produktionsverlagerungen, z.B.). Wer kommt für den Lebensunterhalt auf? Die Freundin/Ehefrau.

Zitat:
Und wieso *können* das dann noch heute so viele Frauen, die sich trotz der Emanzipation immer noch fürs jahrelange Hausfrauendasein entscheiden? Da kenne ich aus meinem Umfeld etliche. Wieso tragen sie nicht selbst mal die Hauptverantwortung und zahlen dann später ihren Kindern die Studiengebühren? Wieso muss die Knete für die Studis immer von Papa kommen?
Du vermischst hier zwei Generationen. Für den Fall Nr. 1 (Verbleib im Hausfrauendasein) gibt es ein paar Gründe: 1. zuvor bestand kein unbefristeter Arbeitsvertrag, somit ist auch der Job nicht mehr da und eine Bewerbung als Frau mit Familie ist ungleich schwieriger als für einen Mann der Familie hat; 2. fehlende oder zu teure Betreuungsangebote für unter 3-jährige und kein Familienbetreuungsnetzwerk, im späteren Verlauf fehlende Betreuungsplätze für Schulkinder an Nachmittagen. So bleibt vielen Frauen nur der Halbtagsjob - die Väter sind zu solchen "Einschränkungen" zumeist nicht bereit.
Die Studiengebühren von Papi: In Doppelverdienerhaushalten werden diese von beiden Eltern finanziert, bzw. - wie in meinem Fall - von mir selbst. Im Verlaufe unserer Elterngeneration hat das erst angefangen, dass Frauen Ausbildungen gemacht haben, Abitur und Studium, etc. Unter unseren Müttern gibt es einfach nicht so viele gut ausgebildete Frauen wie heute. Außerdem wurde die Pille erst in den späten 60ern eingeführt. Heute haben sich die Parameter verschoben. Siehe Geburtenrate. Frauen entscheiden sich eher gegen ein Kind als das Risiko einzugehen ein Heimchen zu werden. Oder noch schlimmer: 100% Haushalt + 100% Kindermanagement + Vollzeitjob. (gibt ja noch immer so erschreckend viele Typen an denen die Grundkenntnisse der Haushaltsführung vorbei gegangen sind Wink )
neofelis
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 642

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 21:30:38    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
Wenn es nämlich wirklich wahr wäre, dass Frauen wegen ihrer gelegentlich noch schlechteren Bezahlung keine ganzen Familien allein ernähren, dann müssten es ja wenigstens diejenigen Frauen tun, die trotz dieser Benachteiligung genug Geld dafür verdienen. Und diese Frauen *gibt* es, und zwar zuhauf: z. B. Ärztinnen, Lehrerinnen, Juristinnen. Die Bereitschaft zur Ernährung von Männern ist aber auch hier eher gering - denn sonst müssten in den Villenvororten der Städte etwas mehr männliche Luxusgeschöpfe herumlaufen...

Betrachten wir das Ganze doch wieder einmal nicht so einseitig: Die Frage ist doch auch, wieviele Männer würden sich überhaupt freiwillig von ihren Frauen aushalten lassen (wenn sie die Wahl dazu hätten, wohlgemerkt)? Und wieviele könnten sich eben nicht mit einem Hausmann-Dasein abfinden, weil es schlichtweg nicht in ihr althergebrachtes Versorger-Rollenbild passt? Man schiebt gerne Frauen den schwarzen Peter zu und wirft ihnen vor, sich "gerne" von ihren Ehemännern aushalten zu lassen (ich erinnere mich da z.B. an einen ganz bestimmten Thread in diesem Forum Rolling Eyes ) - dass im Umkehrschluss wohl die meisten Männer eine andere Rollenverteilung von vorneherein gar nicht akzeptieren würden, wird dabei aber geflissentlich unter den Teppich gekehrt.

Zettel hat folgendes geschrieben:
Super! Jetzt musst Du nur noch das Vorhaben in die Tat umsetzen und ich gratuliere Dir! Daumen hoch für unsere neofelis!

Klar doch, wir sprechen uns in 20 Jahren wieder, dann bekommst Du einen ausführlichen Lebensverlaufsplan von mir. Wink
St. Nimmerlein
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 23:01:04    Titel:

neofelis hat folgendes geschrieben:
Und wieviele könnten sich eben nicht mit einem Hausmann-Dasein abfinden, weil es schlichtweg nicht in ihr althergebrachtes Versorger-Rollenbild passt? [...] dass im Umkehrschluss wohl die meisten Männer eine andere Rollenverteilung von vorneherein gar nicht akzeptieren würden, wird dabei aber geflissentlich unter den Teppich gekehrt.


Nur weil ich nicht zu Hause bleiben möchte bin ich noch lange kein Verfechter des Patriarchats, schließlich verlange ich das auch nicht von meiner Freundin. 6 Wochen nach der Geburt reichen vollkommen aus, dann können beide wieder arbeiten. Das habe ich jetzt schon mehrmals in meinem Freundeskreis gesehen.

Du machst es dir so was von einfach, dass es schon fast eine Frechheit ist. Unglaublich mit was für einer Chuzpe in diesem Thread diskutiert wird.
Die Frauen haben Jahrhunderte lang Ungerechtigkeit erfahren? Dann sind jetzt die Männer dran!
Es gibt Fälle in denen Männer benachteiligt werden? Erst mal ohne Gegenbeweise abstreiten und falls es gar nicht mehr widerlegbar ist, einfach auf Frage 1 zurückgreifen.
Geiches gilt auch für manche Jungs. Es geht doch hier nicht um den Kampf der Geschlechter, sondern um Fälle in denen Männer irgendwie benachteiligt werden (die zugegebenermaßen weit seltener vorkommen als die Benacheiligung von Frauen).

Wie wäre es mal mit entspannen und wieder auf das eigentliche Thema des Threads zurückkommen? Keiner streitet ab, dass Frauen in Deutschland beruflich stark benachteiligt werden (das wäre auch dumm, jetzt wo die UNO Studie gerade erschienen ist...).

Es geht hier aber darum, dass Männer in manchen Fällen in der Gesellschaft benachteiligt werden. Das kann ebenfalls keiner abstreiten. Auch gibt es keinerlei Rechtfertigung dafür. Oder seht ihr welche?
Diese Benachteiligungen müssen aufhören. Dazu zählt z.B. auch die Wehrpflicht. Wo zuerst angefangen wird spielt aber m.E. keine Rolle.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 23:45:59    Titel:

Wir nähern uns an: Immerhin sind wir uns mehrheitlich darin einig, dass geschlechtsspezifische Diskriminierung und die eingetretenen Rollenbilder des 20. Jahrhunderts für uns nicht in Frage kommen und wir diese als ungerechtfertig und ungerecht empfinden.

*Juhuu*! So einen Zwischenkonsens haben wir selten in diesem Forum. (das schreibe ich ohne jegliche Ironie - um möglichen Missverständnissen zuvor zu kommen.)
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 14:34:45    Titel:

Zitat:
An dem Punkt, dass in der heutigen Zeit geschlechtsspezifische (bzw. jegliche) Diskriminierungen eigentlich kein Thema mehr sein sollten, waren wir außerdem meines Wissens nach schon einmal.
Ja, das ist unser Forenminimalkonsens, unser kleinster gemeinsamer Nenner. Immerhin.
neofelis
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 642

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 15:56:57    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Immerhin.

Genau! Wink
Zettel
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 20:04:05    Titel:

@ borabora

Zitat:
Gebildete, selbstbewusste, berufsorientierte Frauen wollen in der Regel auch einen Mann der so ähnlich ist - also eben kein Hausmann der im zu-Hause-sein seine Erfüllung sieht. Mir geht das genauso. Doch lebe ich ja in der realen Welt des 21. Jhd. und werde gewiss meinen zukünftigen Mann in den heutzutage unausweichlichen Phasen der Arbeitslosigkeit mit durchbringen und vice versa. Woher du deine "größtenteils weiblichen" hernimmst frage ich mich, bzw. ich frage mich langsam eh, wenn ich mir dieses Forum betrachte, ob ich ein einem Paralleluniversum lebe.
In dem Moment, wo man sich kennen lernt, wird Ähnlichkeit oft von beiden gewünscht, von Mann und Frau. Nur, wenn dann später das erste Kind kommt und falls sich dann die Frau für die Hausfrauenrolle entscheidet, stört sie sich doch nicht daran dass sie an "Ähnlichkeit" mit dem Partner verliert, oder? Und aus meinem persönlichen Umfeld kenne ich keine Frau, die den Lebensunterhalt des Mannes *dauerhaft* finanziert - und habe auch noch von keinem jungen Mädchen gehört, das gesagt hätte: "Ich kann noch keine Kinder haben, weil ich noch keine Familie ernähren kann." Du etwa? Wink
Zitat:
Zwei Paare in meinem Freundeskreis sind im Moment so gestaltet: Er promoviert, sie finanziert komplett.
Du schreibst "promoviert", nicht "hat promoviert". Wenn ich es richtig verstehe, ist er also noch dabei, die Dissertation zu schreiben. Von solchen Fällen habe ich allerdings auch schön öfter gehört. Aber sowas ist doch bloß Scheinemanzipation nach Art des Kreditwesens: Die Frau investiert vorübergehend in den Mann, weil sie davon ausgeht, dass sie später, wenn er einen lukrativen Job hat, das Doppelte und Dreifache von ihm zurückbekommt. Ich möchte nicht wissen, was so eine Frau sagt, wenn der Freund nach Hause kommt und sagt: "Schatz, ich schreib meine Doktorarbeit nicht fertig, ich hab´s hingeschmissen. Und ich möchte ganz viele Kinder haben und dann mindestens 10 Jahre zuhause bleiben, um sie zu erziehen..."

Was die gegenseitige Unterstützung im Falle von Arbeitslosigkeit angeht, bin ich zwar im Prinzip Deiner Meinung (dass diese nämlich gegenseitig geleistet wird). Aber ich möchte betonen: Es ist ein Unterschied, ob man zum/zur Partner(in) sagt: "Du hör mal, es wird Zeit, dass du einen neuen Job suchst, denn auf eine(n) Nichtsverdiener(in) hab ich bald keinen Bock mehr" oder ob man ihm/ihr sagt: "Ich finanzier dir ein häusliches Dasein auf Dauer und beschaff dir mittels Lebensversicherung noch mehr Geld für den Lebensabend"! Exclamation

Und dass das *auf Dauer* nicht im Sinne der berufstätigen Frauen ist, gibst Du ja selber zu mit dem Satz:

Zitat:
Gebildete, selbstbewusste, berufsorientierte Frauen wollen in der Regel auch einen Mann der so ähnlich ist - also eben kein Hausmann der im zu-Hause-sein seine Erfüllung sieht. Mir geht das genauso.


Gell?

Zitat:
Es gab mal eine düstere Zeit in Deutschland in dem das mal praktiziert wurde: Frauen raus aus den Berufen und Kinder kriegen und Kuchen backen... ne danke. Jeder darf und soll so leben wie es ihm gefällt. Keiner darf zur Arbeit oder aus "arbeitsmarktpolitischen Gründen" zur nicht-arbeit gezwungen werden.
Überzeichne es doch nicht so. Von "Frauen raus aus den Berufen" hat ja keiner geredet; ich sage ja ausdrücklich das Gegenteil.

Nur hat die Arbeitswelt eben auch viel mit Verantwortung zu tun. Sie ist kein Wunschkonzert oder Kindergarten, wo man sagen kann: "Och, ich hätt' ganz gern dies und das..." Im Zeitalter von steigender sozialer Not muss man halt einen Stellenbewerber vorziehen, der den Job unbedingt braucht, weil er sonst in der Gosse landet und nicht jemanden, für den das Geld nur ein Zuverdienst ist.

Aber falls Du eine geniale Idee hast, wie man ganz schnell viele neue Arbeitsplätze schafft, am besten für alle Männer *und* alle Frauen, dann her damit!! Very Happy

Zitat:
So bleibt vielen Frauen nur der Halbtagsjob - die Väter sind zu solchen "Einschränkungen" zumeist nicht bereit.
Meine Meinung hierzu kannst Du ein paar Zeilen tiefer in meiner Antwort auf neofelis lesen...

Zitat:
(gibt ja noch immer so erschreckend viele Typen an denen die Grundkenntnisse der Haushaltsführung vorbei gegangen sind )
Tatsächlich? Es gibt bestimmt mehr putzende und kochende Männer als Frauen, die freiwillig bei der Reparatur von Autos, Computern oder Wasserleitungen arbeiten oder?

Außerdem: Die allerbesten Köche der Welt - sind das Frauen? Wink



@ neofelis

Zitat:
Betrachten wir das Ganze doch wieder einmal nicht so einseitig: Die Frage ist doch auch, wieviele Männer würden sich überhaupt freiwillig von ihren Frauen aushalten lassen (wenn sie die Wahl dazu hätten, wohlgemerkt)? Und wieviele könnten sich eben nicht mit einem Hausmann-Dasein abfinden, weil es schlichtweg nicht in ihr althergebrachtes Versorger-Rollenbild passt? Man schiebt gerne Frauen den schwarzen Peter zu und wirft ihnen vor, sich "gerne" von ihren Ehemännern aushalten zu lassen (ich erinnere mich da z.B. an einen ganz bestimmten Thread in diesem Forum ) - dass im Umkehrschluss wohl die meisten Männer eine andere Rollenverteilung von vorneherein gar nicht akzeptieren würden, wird dabei aber geflissentlich unter den Teppich gekehrt.
Dann guck dich mal z. B. auf den Korridoren der Sozialämter oder bei den Obdachlosen um!

Tatsache ist nämlich, dass die meisten Frauen keinen Mann zu heiraten bereit wären, der vorher schon sagt: "Ich will kein Geld verdienen gehen." Die bleiben oft allein.

Weißt Du, was ich in diesem Zusammenhang echt witzig finde? Wenn in den Medien von der Belastung der öffentlichen Kassen die Rede ist, werden die nichts verdienenden Männer meist als Faulpelze, Sozialschmarotzer u. ä. bezeichnet. Geht es aber um das Thema "Mann und Frau", dann wird plötzlich so getan, als ob es diese Männer gar nicht gäbe. Dann heißt es, die Männer seien ja alle karrieregeil und würden nieeeeee zuhause bleiben wollen. Laughing Ist doch putzig, nicht wahr?
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 20:09:23    Titel:

Irgendwie wird mir die Diskussion nun zu klischeehaft. Ich finde mich in deinem Bild von "Frauen von heute" einfach nicht - genausowenig lassen sich meine Freunde und Bekannten darin einordnen.
Wohlmöglich leben wir in sehr verschiedenen Milieus und kommen hier deshalb keinen Schritt weiter.
neofelis
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 642

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 21:37:28    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
Dann guck dich mal z. B. auf den Korridoren der Sozialämter oder bei den Obdachlosen um!

Tatsache ist nämlich, dass die meisten Frauen keinen Mann zu heiraten bereit wären, der vorher schon sagt: "Ich will kein Geld verdienen gehen." Die bleiben oft allein.

Äh Question Wir reden gerade über den durchschnittlichen Otto Normalverbraucher und Du argumentierst mit Sozialhilfe-Empfängern und Obdachlosen? Noch sind die meisten deutschen Männer wohl keine Sozialhilfe-Empfänger und Obdachlose schon gar nicht. Du spricht von Extremsituationen, in denen sich die entsprechenden Männer - verständlicherweise - lieber von ihrer Frau als von irgendeinem Amt aushalten lassen würden. Ob das aber für den Durchschnittsmann auch zutrifft, der immerhin in einer Gesellschaft lebt, die den Ehemann eben nicht primär als Hausmann betrachtet (das will ich an dieser Stelle nicht bewerten - es ist aber doch wohl eine Tatsache), wage ich zu bezweifeln.

Und was glaubst Du, wieviele junge Paare es sich heutzutage überhaupt leisten können, dass irgendein Partner sagt "Ich will nicht arbeiten gehen."? Dass nur eine Person (ob Mann oder Frau) als tatsächlicher Alleinunterhalter der Familie agieren muss, geschieht doch wohl in den meisten Fällen zwangsweise und nicht aufgrund freier Entscheidungen.
Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten. Umgekehrt hätte ich aber wohl auch sehr schlechte Karten. In dem Moment, wo sich aber beide Partner freiwillig dafür entscheiden, dass einer nur noch zu Hause bei Kindern und Herd herumwuselt, und simple finanzielle Überlegungen ergeben, dass die Ehefrau besser für das Familieneinkommen sorgen kann (was aber meistens nicht der Fall ist), ist die "Hausmann-Konstellation" in modernen Familien doch kein Problem und auch nichts Ungewöhnliches mehr.

Zettel hat folgendes geschrieben:
Weißt Du, was ich in diesem Zusammenhang echt witzig finde? Wenn in den Medien von der Belastung der öffentlichen Kassen die Rede ist, werden die nichts verdienenden Männer meist als Faulpelze, Sozialschmarotzer u. ä. bezeichnet.

Ich habe noch nie gehört, dass zu den vielzitierten "Sozialschmarotzern" Männer gezählt werden, die auf die Ausübung ihres Berufes verzichten, um ihre Kinder zu erziehen. Jetzt übertreibst Du wohl ein wenig.
Zettel
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 22:46:22    Titel:

@ borabora

Zitat:
Irgendwie wird mir die Diskussion nun zu klischeehaft. Ich finde mich in deinem Bild von "Frauen von heute" einfach nicht - genausowenig lassen sich meine Freunde und Bekannten darin einordnen.
Wohlmöglich leben wir in sehr verschiedenen Milieus und kommen hier deshalb keinen Schritt weiter.
Dein sehr knapper Beitrag ist eine nette Umschreibung für "Mir sind die Argumente ausgegangen." Touché! Very Happy




@neofelis

Zitat:
Zettel hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Dann guck dich mal z. B. auf den Korridoren der Sozialämter oder bei den Obdachlosen um!

Tatsache ist nämlich, dass die meisten Frauen keinen Mann zu heiraten bereit wären, der vorher schon sagt: "Ich will kein Geld verdienen gehen." Die bleiben oft allein.



Äh Wir reden gerade über den durchschnittlichen Otto Normalverbraucher und Du argumentierst mit Sozialhilfe-Empfängern und Obdachlosen? Noch sind die meisten deutschen Männer wohl keine Sozialhilfe-Empfänger und Obdachlose schon gar nicht. Du spricht von Extremsituationen, in denen sich die entsprechenden Männer - verständlicherweise - lieber von ihrer Frau als von irgendeinem Amt aushalten lassen würden. Ob das aber für den Durchschnittsmann auch zutrifft, der immerhin in einer Gesellschaft lebt, die den Ehemann eben nicht primär als Hausmann betrachtet (das will ich an dieser Stelle nicht bewerten - es ist aber doch wohl eine Tatsache), wage ich zu bezweifeln.
Wieso "Extremsituationen"? Es ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr, "durchs Sieb" zu fallen und ganz unten zu landen! Das kann vielen passieren. Insofern ist es unsinnig, eine strikte Zweiteilung vorzunehmen nach dem Motto "Hier die Normalbürger, dort die Verkrachten!"

Und überleg mal, warum es mehr obdachlose Männer als Frauen gibt.

Zitat:
Und was glaubst Du, wieviele junge Paare es sich heutzutage überhaupt leisten können, dass irgendein Partner sagt "Ich will nicht arbeiten gehen."?
Seufz... Dazu habe ich mich schon in vorangegangenen Beiträgen diese Woche an boraboras Adresse geäußert. Bin zu müde, mich zu wiederholen...
Zitat:
Dass nur eine Person (ob Mann oder Frau) als tatsächlicher Alleinunterhalter der Familie agieren muss, geschieht doch wohl in den meisten Fällen zwangsweise und nicht aufgrund freier Entscheidungen.
Das soll doch wohl nicht heißen, die freiwillige Hausfrau sei schon im Aussterben begriffen? Du willst mich nicht zufällig veralbern?
Zitat:
Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten. Umgekehrt hätte ich aber wohl auch sehr schlechte Karten. In dem Moment, wo sich aber beide Partner freiwillig dafür entscheiden, dass einer nur noch zu Hause bei Kindern und Herd herumwuselt, und simple finanzielle Überlegungen ergeben, dass die Ehefrau besser für das Familieneinkommen sorgen kann (was aber meistens nicht der Fall ist), ist die "Hausmann-Konstellation" in modernen Familien doch kein Problem und auch nichts Ungewöhnliches mehr.
Aber auch noch nichts Gewöhnliches. Wie ich letzte Tage schon sagte: Das *müssen* mehr werden.

Aber noch nicht mal die großen Protagonistinnen des Feminismus fordern lautstark den vollständigen Rollentausch. Statt dessen schreien sie nach mehr Ganztagsbetreuung und Doppelverdienerei... Müssten dann nicht gerade Alice Schwarzer und Co. uns mal erklären, wo dann die vielen zusätzlichen Arbeitsplätze herkommen sollen? Laughing

Zitat:
Zettel hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Weißt Du, was ich in diesem Zusammenhang echt witzig finde? Wenn in den Medien von der Belastung der öffentlichen Kassen die Rede ist, werden die nichts verdienenden Männer meist als Faulpelze, Sozialschmarotzer u. ä. bezeichnet.


Ich habe noch nie gehört, dass zu den vielzitierten "Sozialschmarotzern" Männer gezählt werden, die auf die Ausübung ihres Berufes verzichten, um ihre Kinder zu erziehen. Jetzt übertreibst Du wohl ein wenig.
Von Männern, die bereits Väter sind, bin ich nicht ausgegangen. Ich meinte Folgendes: Wer bereits aussieht wie eine, na ja, erfolgsarme Existenz, der wird von Frauen nicht gern als zukünftiger "Mr. Right" für die Familienplanung angesehen.

Und das hier...
Zitat:
Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten.

...widerspricht doch wohl Deiner eigenen Aussage von vor 4 Tagen...
Zitat:
Freiwillig würde ich mich nicht von einem Mann aushalten lassen und ihm dafür seine Hemden bügeln - dann lieber die umgekehrte Situation!
... oder findest Du nicht? Question
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