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Junge Begabte
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Matheslayer
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Anmeldungsdatum: 03.12.2005
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2005 - 22:14:08    Titel:

ausserdem kommt in diesem jahr noch ein weiterer SEHR wichtiger faktor hinzu, da es naemlich (zumindest in hamburg ich weiss nicht wie das in anderern bundeslaendern ist) das erste jahr mit zentralen arbeiten war und diese einfach zu leicht waren also gab es diese jahr ungefaehr 5 mal mehr leute die einen schnitt besser als 1.2 haben

genauso wie beim realschulabschuss die auch so uebertrieben leicht wahren, dass fast keiner vom gymnasium eine schlechtere arbeit hatte als eine 3- (und der standart am gymnasium ist ja auch nicht mehr so hoch)

ich kann jedenfals von mir behaupten das ich "eigentlich" immer ein 3er schueler in englisch war wobei muendlich besser als schriftlich
und in diese ankreuzarbeit dieses jahr hatte ich dann eine 2+




mfg jakob
algebrafreak
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Anmeldungsdatum: 28.10.2004
Beiträge: 4143
Wohnort: Passau

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 14:23:23    Titel:

Das sind total traurige Gespräche. Begabt, nicht begabt. Das ist doch überhaupt nicht wichtig!

Zitat:
Mit 16 Studieren ... blah ... Superbegabt. ... blah ...


In Russland, wo ich herkomme, ist man mit 15 mit der Schule fertig und sitzt mit 16 schon in höherer Mathematik in der Uni. Und zwar ganz gewöhnlich. Und das erste Semester ist genau so, wie hier Mathe Hauptstudium. Und zwar für alle Naturwissenschafter, nicht nur für Mathematiker. Von wegen Begabt. In Deutschland ist einfach das Schulsystem total am Arsch.

Und was die 1.0-Abitur Leute anbetrifft, so tun die mir nur Leid. Das hat nichts mit Begabung zu tun, sondern mit stupider Auswendiglernerei. In Deutschland ist es überhaupt schwer Begabung zu messen, weil einfach das Niveau ganz unten ist. In den Bereich, wo es interessant wird, kommt man da mit Fragen gar nicht rein, weil die Fragen nicht verstanden werden können.

Ich habe mit 11 in Minsk an einem Wettbewerb für Informatiker teilgenommen für Leute unter 13 oder so. Natürlich kläglich gescheitert. Und da waren Fragestellungen dabei, die ich für meine Diplomprüfungen in Informatik lernen durfte. Da muss einer mal draufkommen hier so was zu veranstalten.

Ich finde Begabung ist völlig unwichtig. Für Entdecker ist es wichtig eine gewisse "Zerstreung" zu haben. Diese "Begabten" haben die meist nicht. Daher werden auch revolutionäre Entdeckungen ehe von so "Schweren Kindern", wie z.B. Einstein oder so, gemacht. Nicht von den Streber-Pfutzies.
Ingo314
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Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 522

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 14:30:50    Titel:

da muss ich algebrafreak in allen punkten recht geben.
brabe
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Anmeldungsdatum: 26.10.2005
Beiträge: 2807
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BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 14:44:37    Titel:

Ingo314 hat folgendes geschrieben:
da muss ich algebrafreak in allen punkten recht geben.


ich nicht ganz. Das deutsche Schulsystem umfasst sehr viele Schüler und in Russlang gehen bestimmt immernoch nicht alle zur Schule. Ich finde es sehr toll von euch, wenn ihr solche Veranstalltungen macht, aber ich denke, dass dort die Allgemeinbildung darunter leidet, denn wie bitte soll einer mit 13 sowas schon wissen? Naja, ich konnte auch mit 13 schon basic programieren, nur wurde es halt in der Schule erst in der 11 Unterrichtet, was ich dann nicht gewählt habe, da ich lieber Latein freiwillig bis zum großen Latinum machen wollte, da ich es wichtiger empfand, was zu lernen, worin ich schlecht bin, als was, was ich eh schon kann.

Wo ich ihm allerdings recht gebe, ist der Vergleich zu Albert Einstein. Ich bin auch davon überzeugt, dass es nicht die begabten sein werden, welche uns voranbringen.
algebrafreak
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Anmeldungsdatum: 28.10.2004
Beiträge: 4143
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BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 14:56:09    Titel:

Zitat:
Ich finde es sehr toll von euch, wenn ihr solche Veranstalltungen macht, aber ich denke, dass dort die Allgemeinbildung darunter leidet, denn wie bitte soll einer mit 13 sowas schon wissen?


Das mag man nicht glauben. Eben. Ich habe z.B. mit 12 Jahren in der Schule Gausselimination gemacht und ihre numerische Stabilitätsanalyse (Es gibt ja so geschickte Pivotisierungsstrategien, mit denen man numerisch besser dran ist) Im Fach "Numerische Informatik". Ich weiß zwar jetzt nichts mehr davon, aber in Deutschland macht man gauss, wenn überhaupt, mit 18 in der 11 oder 12 oder so.

Es geht mir nicht darum, ob die Schüler gut sind oder nicht, begabte oder nicht. In den Vergleichen oben wollte ich nur aufzeigen, dass ein absolut gewöhnlicher 13-14 jähriger ganz regulär auf dem Niveau vom Abi arbeiten kann und ein 16 Jähriger in der Uni im ersten Semester sitzen kann. Das ist alles kein Problem.
brabe
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Anmeldungsdatum: 26.10.2005
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BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 15:20:07    Titel:

algebrafreak hat folgendes geschrieben:
Es geht mir nicht darum, ob die Schüler gut sind oder nicht, begabte oder nicht. In den Vergleichen oben wollte ich nur aufzeigen, dass ein absolut gewöhnlicher 13-14 jähriger ganz regulär auf dem Niveau vom Abi arbeiten kann und ein 16 Jähriger in der Uni im ersten Semester sitzen kann. Das ist alles kein Problem.


Also, es ist immernoch ein riesiger Unterschied, ob ich etwas anwenden kann oder es auch begreife, warum es so gehen muss. Das sieht man an der Uni oder in der Schule immer wieder. Leute die sehr gut im nachvollziehen sind, aber nichts eigenständiges auf die Beine stellen können.

Naja, es ist und bleibt ein heikles Thema, wie man Intelligenz definiert, da mn es oft mit Weissheit verwechselt^^
algebrafreak
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Anmeldungsdatum: 28.10.2004
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BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 15:28:45    Titel:

Zitat:
Also, es ist immernoch ein riesiger Unterschied, ob ich etwas anwenden kann oder es auch begreife, warum es so gehen muss.


Wir reden immer noch aneinander vorbei. Ich sage, dass man den selben Anspruch, wie auch immer der Ausfallen mag (egal jetzt, ob es darum geht zu verstehen oder anzuwenden), auch schneller erfüllen kann. Es liegt nämlich am System, dass z.B. Du jetzt Dir nicht vorstellen kannst, dass einer mit 16 im ersten Semester beweise versteht usw. Aber das ist Tatsache und schon seit 50 Jahren Praxis in Russland.

Mein Cusin hat seinen Doktor mit 26 gemacht. Das ist üblich in Russland. Ich war mit 26 nicht einmal mit dem Studium fertig. Und als ich meinen Bekannten in Russland erzählte, ich ginge mit 21 auf die Uni (was schon sau spät für Vorstellungen hier ist), meinten sie, ich wäre durchgeknallt und will die längste Ausbildung der Welt antreten Smile
brabe
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BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 15:33:10    Titel:

Ja, aber das liegt an unserem Schulsystem, was ich bereits sagte. Wir haben eine sehr hohe Allgemeinbildung hier in Deutschland, zumindest wenn man sich einigermasßen bemüht. Du kannst mir nicht erzählen, dass dein Cousin die Gleiche Anzahl an Schulstunden in weniger Schuljahren absolviert hat.

Naja, der ganze Schwachsinn mit den Semesterferien verstehe ich hier ja auch nicht, denn ich hätte auch in Quadsemestern arbeiten können ohne eine Pause und wäre schneller fertig gewesen.

Wenn ihr in Russland das schon seit 50 Jahren betreibt, warum gibt es bei euch keine bekannten Autos oder Flugzeuge oder Chiphersteller?
algebrafreak
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BeitragVerfasst am: 07 Dez 2005 - 15:45:36    Titel:

Nur vorab mal: Ich will niemanden provozieren oder so. Und ich bin kein Russland-Fanatiker und kein Patriot oder so.

Zitat:
Du kannst mir nicht erzählen, dass dein Cousin die Gleiche Anzahl an Schulstunden in weniger Schuljahren absolviert hat.


Ich war ja auch in Deutschland am Gymnasium. Und was Tatsache ist, ist das man wirklich, und glaube mir, wirklich langsam vorankommt. Es wird so viel Müll gemacht, und zwar langsam (ganz wichtig)! Und in Ru ist der Schultag länger es gibt mehr Hausaufgaben (ich war mindestens bis 14:00 in der Schule jeden Tag, manchmal auch deutlich später, und dann bis 20:00 Hausaufgaben, sonst packt man keinen 50% Schnitt). Und so erreicht man den Stand.

Und was die "hohe" Allgemeinbildung in Deutschland anbetrifft: Komm, Du glaubst doch selbst nicht daran? Ich sage nicht, dass die in Ru besser ist. Und ich vergleiche Ru nicht mit D (dazu müsste ich nämlich zuerst Bewertungskriterien bauen). Aber in D ist das Bildungsniveau, egal ob das spezielle oder allgemeine Bildung ist, total schwach.

Zitat:
Wenn ihr in Russland das schon seit 50 Jahren betreibt, warum gibt es bei euch keine bekannten Autos oder Flugzeuge oder Chiphersteller?


Bin ich ein Marktforscher oder Wirtschaftsexperte? Keine Ahnung. Vielleicht, weil Russen zu viel Wodka saufen bei der Arbeit (beim Militär) und ein Bär immer noch die beliebteste Fortbewegungsmethode ist. Keine Ahnung warum. Da bin ich überfragt.
Matheslayer
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Anmeldungsdatum: 03.12.2005
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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2005 - 14:20:54    Titel:

also ich denke mal, dass das bildungssystel in russland nich unbedingt besser ist und, dass der grossteil der befoelkerung noch immer ohne besonders viel bildung auf dem land lebt

aber wie gesagt russland ist einfach groesser und natuerlich gibt es da viele menschen die grosses potenzial haben und das kombiniert mit der disziplin die dehnen da teilweise beigebracht wird(auch mit komischen methoden) werden die dann halt "wunderkinder"

die frage ist aber ob das gut ist


mfg matheslayer
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