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Die Zukunft unseres Bildungssystems
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Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 22:58:34    Titel:

Ich denke eher, die Trennung nach vier Jahren hat einiges für sich. Man kann hinsichtlich der geistigen Regsamkeit und Leistungsbereitschaft doch schon einiges erkennen. Natürlich gibt es Spätzünder, aber dafür ist unser Bildungssystem ja so offen, dass es immer Möglichkeiten für Seiteneinsteiger gibt.

Es gibt ja im einen oder anderen Bundesland durchaus Erfahrungen mit längerem gemeinsamen Unterricht, und zwar nicht so positive, dass ganz Deutschland bewundernd auf diese Länder schaut und das Beispiel sofort nachahmen möchte. Beispielsweise ist der Englischunterricht an den beiden letzten Jahren der Brandenburger Grundschule nach der Aussage von Betroffenen alles andere als einfach, und überhaupt weisen die Absolventen dieser sechsjährigen Grundschule ein anderes Lernverhalten auf als SchülerInnen, die nach der vierten Klasse ein Gymnasium besuchen: mehr auswendig lernen, weniger denken. Niedersachsen hatte bis vor wenigen Jahren eine separate Orientierungsstufe, die von der neuen Landesregierung als erstes abgeschafft wurde.
physik-verrückt
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 730
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 23:01:27    Titel:

Lioegt das dann nicht eher am Lehrplan, dass die Kinder mehr auswendig lernen?
Bayern hat doch gerade mit der 6-jährigen Volksschule positive Erfahrungen gemacht.

Hochachtungsvoll

physik-verrückt
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 23:15:56    Titel:

Perceval hat folgendes geschrieben:
Mein Problem mit der Gemeinschaftsschule ist, wie gesagt, dass bei allen Ansätzen, die es bisher in dieser Hinsicht gibt, nur wenig Energie auf die Förderung der Leistungsstarken verwendet wird.


Nun gut, dann scheint hier der Unterschied in unseren Auffassungen zu liegen. Ich sehe es so, dass das System die Leistungsfähigen behindert, da es nicht in gewünschtem Maße durchlässig ist. Des Weiteren beobachte ich immer mit entsetzen, wie die Gymnasiasten zur Norm erklärt werden, was einfach den Tatsachen zuwieder läuft. In meinem Freundeskreis befinden sich einige Hauptschullehrer, die öfter Geschichten erzählen, bei denen einem Angst und Bange wird. Ich sehe die Förderung der Schwächeren daher als wichtigste Aufgabe an.

Zitat:
Angesichts leerer Kassen im Land dürfte das skandinavische Modell mit zwei Lehrkräften für 20 Schülerinnen und Schüler wohl Utopie sein - in der Praxis dürfte das auf die übliche Klassenstärke von 28 Schülerinnen und Schülern hinauslaufen, vor denen eine Lehrkraft steht.


Ökonomische Argumente sollten meiner Ansicht nach dort bleiben, wo sie hingehören. Bei Diskussionen über Schulsysteme sollte man pädagogische Agumente bringen. Wenn wir die Steinkohle- und Agrarsubventionen abbauen würden, dann könnte Deutschland jedem Schüler eine Privatlehrerin bezahlen. Ökonomisch ist einiges machbar, die Frage ist, ob es gewollt ist.

Zitat:
Wenn dann auch noch alle geistigen Leistungsklassen vertreten sind, kann man sich das Ergebnis an allen zehn Fingern abzählen.


Genau dies verstehe ich nicht. Es wird immer so getan, als ob Menschen aus einem Mathematik-LK plötzlich mit einem Hauptschulmathematiker zusammen unterrichtet werden würden. Dabei wird doch ausgeblendet, dass es ebenso differenzierte Kurse gibt, vergleichbar mit dem Kurssystem der gymnasialen Oberstufe, nur dass es halt ein paar mehr Kurse gibt.

Und auch für die Lehrer müsste es doch spannender werden, da sie dann unterschiedliche Niveaus unterrichten und somit insgesamt differenzierter gefordert werden würden. Man höre sich die Klagen der Hauptschullehrer an, welche nur noch disziplinieren müssten. Diese Klagen würden sich wenigstens nur noch auf wenige Klassen beziehen und nicht mehr auf das gesamte eigene Berufsbild.

Zitat:
Coffeinjunkie, warum bist du denn nicht nach der Orientierungsstufe (oder später) aufs Gymnasium gewechselt, wenn's auf der Realschule für dich so öde war?


Aus einem ganz einfachen Grund: alle Lehrer haben mir davon abgeraten, da ich auf Grund des angefangenen Realschulbesuches bereits solch große Defizite hätte und es am Gymnasium viel schwerer sei usw usf. Dies habe ich am Anfang der 11. auch gemerkt, was mich aber nicht behindert hat. Aber es bleibt festzuhalten, dass die Durchlässigkeit des Systems ein Mythos ist.

Des Weiteren musste ich bereits in meiner Familie dafür kämpfen auf die Realschule gehen zu dürfen. Dies ist die andere Seite der Medaille. Wenn das eigene Elternhaus gegen "Zeitverschwendung" in Form von einem längeren Schulbesuch ist, dann hat man ziemlich wenig Argumente für einen längeren Schulbesuch, wenn man "nur" eine Realschulempfehlung hat. Meinen Besuch des Gymnasiums konnte ich auch nur durchsetzen, in dem ich ganz einfach ausgezogen bin und einen eigenen Haushalt begründet habe. Und lieber rightaway, wenn du mich jetzt wieder des Sozialschmarotzertums bezichtigen willst: ich habe dies alles durch eine Teilzeitstelle nebenbei finanziert ohne einen einzigen Cent staatlicher Unterstützung.

Und lieber rightaway: ich nahm in meiner Grundschule an allen freiwilligen AGs teil und habe sehr positive Berichte und Noten bekommen. Also faul ist etwas anderes.
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 23:41:26    Titel:

Coffeinjunkie, du bist ein Kämpfer und mir schon deshalb sehr sympathisch! Very Happy
Aber wenn deine Familie dich dahingehend behindert, dass sie dir den längeren Schulbesuch madig zu machen versucht und dir nur die Flucht bleibt, ist das nicht unbedingt ein Fehler des Schulsystems. In einem bildungsfreundlicheren Umfeld wärest du sicher schon viel eher aufs Gymnasium gegangen... da würde ich jede Wette riskieren!

Ich stimme dir zu, dass die ganz Schwachen natürlich intensiv gefördert werden müssen. Die Probleme der Hauptschule sind aber nicht dadurch zu lösen, dass man sie einfach abschafft. Ich habe ein Jahr in Brandenburg gearbeitet, wo man diesen Weg geht. Rückblickend schätze ich, dass ein guter Realschulabsolvent aus Schleswig-Holstein dort locker das Abitur besteht, während die meisten Realschüler nur Hauptschulformat besitzen. (Ich hatte die unlösbare Aufgabe, dort Französisch zu unterrichten.) Natürlich muss an der Grundbildung der Allerschwächsten auf Hochtouren gearbeitet werden, denn gerade ihnen fehlt es oft nicht nur an elementaren Grundkenntnissen der Rechtschreibung und der Mathematik, sondern auch an ebenso ausbildungsrelevanten Tugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß, Höflichkeit...

Aber das darf nicht zu Lasten derer gehen, die lernen wollen und können. Und derart unterschiedlichen Bedürfnissen wird man auf einer Schule ohne Nivellierung nicht gerecht. Dass ökonomische Faktoren keine Rolle spielen dürfen, ist dabei ein frommer Wunsch. Natürlich spielen die eine Rolle. Warum sonst steigen die Schülerzahlen pro Klasse ständig an - demnächst, nach der Abschaffung des Kurssystems, sogar in der Oberstufe? Da bleibt die Differenzierung in der Mittelstufe mit kleinen Gruppen und individueller Förderung ein frommer Wunsch. Und die könnten wir schon jetzt auf dem Gymnasium gut gbrauchen!
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2005 - 00:21:30    Titel:

Perceval hat folgendes geschrieben:
Aber wenn deine Familie dich dahingehend behindert, dass sie dir den längeren Schulbesuch madig zu machen versucht und dir nur die Flucht bleibt, ist das nicht unbedingt ein Fehler des Schulsystems. In einem bildungsfreundlicheren Umfeld wärest du sicher schon viel eher aufs Gymnasium gegangen... da würde ich jede Wette riskieren!


Eben nicht! Ich bekam eine Realschulempfehlung und alle Lehrer rieten mir von einem Wechsel von der Realschule auf das Gymnasium ab. Letzten Endes hat mein "Umfeld" nur auf das gehört, was die Pädagogen gesagt haben. Hier wirst Du also etwas inkonsitent in Deiner Argumentation. Du sagst hier nämlich, dass das Umfeld, und nun nicht mehr die Leistung, für den Bildungsweg des Einzelnen verantwortlich ist. Damit sagst Du mir zwar nichts neues, aber ich hoffe, dass es Dir nun auch bewußt wird.

In einer Gesamtschule hätte ich ganz einfach den Raum wechseln können und wäre unter Gleichstarken gewesen. Ich hätte also Anreize gehabt mehr zu leisten, da mir bewußt gewesen wäre, dass es etwas gebracht hätte. Meine Leistung wäre somit nicht nur aus intrinsischer Motivation heraus erklärt worden, sondern auch vom System belohnt worden. In einem getrennten System wird den Schülern erzählt, dass für sie alles verloren ist und dadurch keine Chance mehr existiert. Wo sind da die Anreize, wenn es gleichzeitig als "cool" gilt schlecht zu sein?

Zitat:
Natürlich muss an der Grundbildung der Allerschwächsten auf Hochtouren gearbeitet werden, denn gerade ihnen fehlt es oft nicht nur an elementaren Grundkenntnissen der Rechtschreibung und der Mathematik, sondern auch an ebenso ausbildungsrelevanten Tugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß, Höflichkeit...


Ich möchte der Wichtigkeit halber nur nochmal darauf hinweisen, dass es sich hierbei um die Norm sprich Mehrheit handelt, über die Du hier sprichst. Dies wird leider zu oft übersehen.

Zitat:
Aber das darf nicht zu Lasten derer gehen, die lernen wollen und können. Und derart unterschiedlichen Bedürfnissen wird man auf einer Schule ohne Nivellierung nicht gerecht.


Dies ist eine These, ich vertrete die Gegenthese und dies auch noch mit denselben Argumenten wie Du. Nur der Blickwinkel ist ein anderer.

Zitat:
Dass ökonomische Faktoren keine Rolle spielen dürfen, ist dabei ein frommer Wunsch. Natürlich spielen die eine Rolle.


Nun, ich studiere Volkswirtschaftslehre und bin es langsam leid immer irgendwelche "Sachzwänge" vorgesetzt zu bekommen, die gar keine sind. Wir können hier gerne einen Haushalts-Thread aufmachen, aber erst nächste Woche. Bin bis dahin außer Landes. Soviel möchte ich aber sagen: Nicht alles, was die Politik als Sachzwang verkauft, ist ein solcher. Die Bildungsausgaben sind einfach so marginal für den Haushalt, dass dies einer Diskussion auf "Mikro-Ebene" gleicht, in der sich zwei Menschen streiten, ob man nun bei Aldi oder bei Penny seine Nudeln kaufen sollte. Von Seiten der Bildungsinstitute kommt nur nicht genug Widerstand. Des Weiteren ist das Ansehen dieser Institute in der Gesellschaft so schlecht, dass niemand öffentlich gegen Kürzungen in diesem Bereich protestieren würde. Was würde ich dafür geben, wenn es Montags-Demos auch für die Schulen des Landes geben würde! Und wogegen beschweren sich die Leute? Wegen 10 Euro, die sie im Quartal an ihre Krankenkasse zahlen müssen, während man in unserem Lande ein Heer von "hirnlosen Zombies" (O-Ton einer Hauptschullehrerin) heranzüchtet, die unsere Zukunft sein soll.

So, wäre nett, wenn Du noch auf obigen Text eingehen könntest, den ich verlinkt habe. Mich würde die Meinung einer Vertreterin des Schulsystems mal interessieren.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir "lesen" uns dann wieder.

Mit neujährlichen Grüßen
coffeinjunky
physik-verrückt
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2005 - 00:22:09    Titel:

Aber es ist auch nicht richtig, dass die Hauptschulen zu Ablagen für leistungchwache Schüler umfunktioniert werden. Ich sagte bereits, dass unter anderem die recht homogene Zusammensetztung der Schülerschaft dort - notentechnisch, leistungstechnisch - problematisch ist. Es kann durchaus nicht schaden, dass man gemischtere Klassen hat, in der leistungsschwache und leistungsstarke Schüler in einer Klasse sitzen. Das System verhindert natürlich gerade solche gemischte Kassen, weil nach der 4. die Schüler in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien getrennt werden.
Gemischtere Klassen haben insofern den Vorteil, dass in denen den "schwächeren" Schülern von besseren Schülern geholfen werden, also leistungsstarke haben durchaus einen Zugeffekt, sie ziehen die schlechteren mit. Und für Lehrer hat das auch keine Nachteile, denn die KLasse bietet wirklich Abwechslungreiche. Ich höre auch von Lehrern, die eher eine gemischte Klasse bevorzugen.
Wenn man jetzt aber noch soweit geht, dass man "Hochbegabte" in einem KLassenzimmer zusammenfasst, also von anderen Schülern nochmals trennt. dann wird schon in der Schule eine Segregation betrieben, für die man kein Veständnis zeigen kann.
Ein Lehrer hat mit solch einer radikalen Selektion schlechte Erfahrungen gemacht. Schüler der Hochbegabten-Klasse waren unbeliebt und wurden als hochnäsig und noch sowas angesehen und standen in der Schule recht isoliert dar und dabei solte die Schule als Institution helfen, Wete wie Gemeinschaft zu vermitteln. Das ist: Gemeinschaft: Dieses System fördert den Wert der (sozialen) Trennung. Ich bin der Meinung, dass sowas aufgehoben werden muss. Also, hiermit muss ich dann wohl sagen, dass ich mit dem Gesamtschulkonzept sympathisiere, obwohl ich ein Gymnasium in Bayern besuche, wo die Staatsregierung traditionell eher einen recht restriktiven Selektionskurs einfährt.
Neuerdings muss man aber betonen, dass man mit der Errichtung der sogenannten Oberen Berufschule, so dürfte das heißen, Hauptschul- und Realschulabsolventen eine Chance gibt mit dem Abschluss der eben genannten Berufschule auch eine Uni besuchen zu dürfen, also was für Spätzünder. Man kann gespamnt sein, zu was dies führt.

Trotz allem, sollte man sich doch hüten, Hauptschüler als "schlechtere" Menschen anzusehen oder alle für "Vollidioten" halten. Diese sind auch nur Mesnchen. Ich bin nämlich immer noch etwas erschrocken, wenn einer in meiner lasse sagt, wie dumm diese hauüptschüler doch seien, was sie aber später etwas relativierte.

Wenn man noch gestattet: Ich plädiere auch dafür, dass man an Schulen den Schülern Rhetiorik beibrignen könnte. Ich sehe ein, dass Sprache ja für die Gesellschaft die Qunitessenz bildet und ohne dieses Element könnte man nicht kommunizieren. Diese wäre doch auch ein Mittel zur Sprachförderung.

Hochachtungsvoll

physik-verrückt
rightaway
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2005 - 00:46:59    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Ich sehe die Förderung der Schwächeren daher als wichtigste Aufgabe an.

Und diese irrige Annahme, obwohl du VWL studierst?!

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
... dass es ebenso differenzierte Kurse gibt ...

Dann landen also alle Schüler in der gleichen Teilung diesmal nicht auf verschiedenen Schulen, sondern in verschiedenen Kursen. Da es auch verschiedene Schulabschlüsse zu erwerben gilt, ist diese von dir vorgeschlagene Form eine Schule, in der Gymnasiasten, Realschüler und Hauptschüler unter einem Dach unterrichtet werden anstatt unter mehreren. Wo soll da der Sinn sein?

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Man höre sich die Klagen der Hauptschullehrer an, welche nur noch disziplinieren müssten. Diese Klagen würden sich wenigstens nur noch auf wenige Klassen beziehen und nicht mehr auf das gesamte eigene Berufsbild.

Ich habe genügend Kollegen, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur schon mit Gymnasiasten ihre Probleme haben; diese Leute haben bei Hauptschülern gar keine Chance. Wobei ich hinzufügen muss, dass ich auch keine Lust hätte, Hauptschüler zu unterrichten. Ich bin schließlich Akademiker und Lehrer und kein Bewährungshelfer.

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Des Weiteren musste ich bereits in meiner Familie dafür kämpfen auf die Realschule gehen zu dürfen.

Darin liegt also der Grund. Von wegen Benachteiligung durch das Schulsystem, deine Probleme sind also hausgemacht!

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
ich [habe] in meiner Grundschule (...) sehr positive (...) Noten bekommen

Dann verstehe ich nicht, warum du keine Gymnasialempfehlung erhalten hast. Sehr gute Noten sind doch ein starkes Argument für das Gymnasium.
physik-verrückt
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 730
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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2005 - 00:54:17    Titel:

rightaway hat folgendes geschrieben:


coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
ich [habe] in meiner Grundschule (...) sehr positive (...) Noten bekommen

Dann verstehe ich nicht, warum du keine Gymnasialempfehlung erhalten hast. Sehr gute Noten sind doch ein starkes Argument für das Gymnasium.




Hier wird doch der Fehler der Lehrer deutlich. Und laut PISA-Studie ist das nicht verwunderlich, wenn man Arbeiterkind ist. Confused


rightaway hat folgendes geschrieben:


coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Des Weiteren musste ich bereits in meiner Familie dafür kämpfen auf die Realschule gehen zu dürfen.


Darin liegt also der Grund. Von wegen Benachteiligung durch das Schulsystem, deine Probleme sind also hausgemacht!




Dazu nochmal sein Kommentar:


coffeinjunky hat folgendes geschrieben:


Eben nicht! Ich bekam eine Realschulempfehlung und alle Lehrer rieten mir von einem Wechsel von der Realschule auf das Gymnasium ab. Letzten Endes hat mein "Umfeld" nur auf das gehört, was die Pädagogen gesagt haben. Hier wirst Du also etwas inkonsitent in Deiner Argumentation. Du sagst hier nämlich, dass das Umfeld, und nun nicht mehr die Leistung, für den Bildungsweg des Einzelnen verantwortlich ist. Damit sagst Du mir zwar nichts neues, aber ich hoffe, dass es Dir nun auch bewußt wird.

In einer Gesamtschule hätte ich ganz einfach den Raum wechseln können und wäre unter Gleichstarken gewesen. Ich hätte also Anreize gehabt mehr zu leisten, da mir bewußt gewesen wäre, dass es etwas gebracht hätte. Meine Leistung wäre somit nicht nur aus intrinsischer Motivation heraus erklärt worden, sondern auch vom System belohnt worden. In einem getrennten System wird den Schülern erzählt, dass für sie alles verloren ist und dadurch keine Chance mehr existiert. Wo sind da die Anreize, wenn es gleichzeitig als "cool" gilt schlecht zu sein?




Hochachtungsvoll

physik-verrückt
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2005 - 01:05:23    Titel:

rightaway hat folgendes geschrieben:
Und diese irrige Annahme, obwohl du VWL studierst?!


Ja, lieber rightaway. Es gibt noch Menschen in unserem Staat. Sogar welche, die Vwl studieren. Schade, dass du nicht dazu gehörst. Aber dies haben wir ja schon früher geklärt.

rightaway hat folgendes geschrieben:
Wo soll da der Sinn sein?


Simple Anwendung der mikroökonomischen Theorie. Hättest du meinen Text ganz gelesen, so würdest du die Antwort wissen. Aber zusammenhängende Texte zu lesen und zu verstehen ist ja nicht gerade die Stärke der Deutschen. Daher verzeihe ich dir deine erneuten Angriffe nochmal.

rightaway hat folgendes geschrieben:
Ich habe genügend Kollegen, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur schon mit Gymnasiasten ihre Probleme haben; diese Leute haben bei Hauptschülern gar keine Chance. Wobei ich hinzufügen muss, dass ich auch keine Lust hätte, Hauptschüler zu unterrichten.


Dann haben sie den falschen Beruf gewählt und sollten kündigen. Außerdem geht es nicht um Lust, sondern um seinen Beruf. Wer anderen Menschen kein Wissen vermitteln will, der sollte auch kein Lehrer werden. Daher solltest du dir vielleicht nochmal Gedanken machen über eine berufliche Umorientierung.

rightaway hat folgendes geschrieben:
Darin liegt also der Grund. Von wegen Benachteiligung durch das Schulsystem, deine Probleme sind also hausgemacht!


Du hast wirklich Probleme mit zusammenhängenden Texten, nicht?

rightaway hat folgendes geschrieben:
Dann verstehe ich nicht, warum du keine Gymnasialempfehlung erhalten hast. Sehr gute Noten sind doch ein starkes Argument für das Gymnasium.


Endlich verstehen wir uns. Das ich das noch erleben darf... .

So, und nun lass uns bitte und geh in deine Bereiche zurück. Ich würde hier gerne mit Menschen diskutieren, die mir eventuell neue Blickwinkel eröffnen können bzw. mit denen eine Diskussion mehr bringt als mit dir. Du weist ja, bevor wegen dir wieder dieser schöne Thread gesperrt wird.

Also gute Nacht rightaway und träume schön.
rightaway
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Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2005 - 01:22:52    Titel:

Ich wüsste nicht, was für eine Volkswirtschaft wichtiger wäre als die Elitenförderung. -- Was deine nicht ausgesprochene Gymnasialempfehlung angeht, solltest du endlich mal deine Minderwertigkeitskomplexe und das du aus einer zerrütteten Familie kommst abschütteln, denn damit kannst du nicht ein Leben lang deine Misserfolge rechtfertigen, genausowenig mit der jammernd vorgetragenen und lächerlichen Behauptung, dass sich in deiner Schullaufbahn alles gegen dich verschworen hätte.

Offensichtlich bist du auch in diesem Thread wieder mal nicht willens oder nicht in der Lage, das von dir vorgeschlagene System zu erläutern, denn sonst wärest du wohl auf meine Frage nach dem Sinn einer räumlichen, aber nicht curriculären Synthese der deutschen weiterführenden Schulen eingegangen.

Sobald du mal einen Beruf ergreifst, wirst du feststellen, dass die Lust am Beruf besonders dann wichtig ist, wenn man tagtäglich direkt mit Schülern zusammenarbeitet. Etwas Schlimmeres als einen lustlosen Lehrer gibt es kaum, und die typischen Beamten im Lehrkörper, denen bloße Erfüllung des Solls die höchste Tugend ist, sind leider noch kein Auslaufmodell.

Sobald du deine Neuroleptika genommen hast, beleuchte doch noch mal die Ursachen für dein Schulversagen. Deinen vorletzten Beitrag habe ich so verstanden, als ob du die Schuld auf deine familiäre Situation abwälzt.

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Du weist ja, bevor wegen mir wieder dieser schöne Thread gesperrt wird.

Auf jeden Fall "weise" ich, dass deine ärmliche Diskussionskultur der Erweiterung unser aller Horizonte wie in jedem anderen Thread auch hier nicht gerade förderlich sein wird.
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