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Die Zukunft unseres Bildungssystems
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rightaway
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Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 19:39:18    Titel:

Auf jeden Fall störst du den Forumsfrieden. Außerdem heißt es "... erkläre ich Sie zu meinen Feinden."
rigor mortis
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 88
Wohnort: Riga

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 20:12:01    Titel:

vielleicht mal wieder zum Thema. Es ist natuerlich fuer einen Lehrer ein Riesenproblem mit keinerlei Autoritaet oder der Moeglichkeit zur Sanktionierung ausgestattet zu sein. Auch denke ich mir mal das viele Kollegen weniger aus Berufung, sondern wegen des Ausblicks auf Fruehpensionierung diese Laufbahn gewaehlt haben. Und das auch dorten der reine Frust herrscht. Mich beschleicht immer ein schlechtes Gefuehl wenn ich einen Bekannten, fruehpensionierter Lehrer, mit seinen knapp 48 Jahren im Landtag sehe und dann seine Aktivitaeten im Sozial und Kulturbereich verfolge. Und wenn ich noch dran denke das der schon waehrend des Studiums auf die Fruehpensionierung gepeilt hat, beleidigung gelöscht
lg Peters
Joe20
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Anmeldungsdatum: 23.09.2005
Beiträge: 39
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 20:13:45    Titel:

@ physik-verrückt,

Zitat:
Durch Ihre Arroganz erkläre ich Sie als meine Feinde.


Damit hast du dich disqualifizert, da du selber nicht besser bist (und nicht weniger arrogant). Darum kommst du mir hier vor, wie ein Heuchler.


Zitat:
Hochachtungsvoll


Schreibe das, wenn du es ehrlich meinst!
Dein "Hochachtungsvoll" ist selten bis nie ehrlich gemeint. Also kannst du es getrost lassen.
rigor mortis
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 88
Wohnort: Riga

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 21:13:56    Titel:

beleidigung gelöscht
Voddy
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Anmeldungsdatum: 30.09.2004
Beiträge: 2409

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 21:53:49    Titel:

zurück zum Thema bitte!
rigor mortis
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 88
Wohnort: Riga

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 22:15:01    Titel:

beleidigung gelöscht
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 22:39:39    Titel:

Auch wenn es jetzt gerade doch ein sehr spammiger Thread ist, so ist er in seiner Ganzheit doch noch einer der wenigen guten und langen Threads, also bitte nicht sperren!nur weil DU es als THREADSTARTER so wünschst. Ja, das Thema liegt mir sehr am Herzen, das gebe ich zu. lg cj sollten hier noch weitere beleidigungen und provokationen fallen mache ich dicht. lg borabora

So, vor langem habe ich einen Link zu einem sehr schulkritischen Text gesetzt, auf den bis jetzt nicht eingegangen worden ist. Ich bat damals Perceval ihre Gedanken zu äußern, doch nahm sie nicht weiter an diesem Thread teil. Aber wir haben ja noch einige andere kompetente Lehrer hier, also Pauker, wenn du Lust und Zeit hast Stellung zu nehmen:

http://195.149.74.241/BIRKENBIHL/PDF/Leseprobe_Modul_03.pdf


Zuletzt bearbeitet von coffeinjunky am 16 Jan 2006 - 22:35:50, insgesamt 2-mal bearbeitet
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 23:23:03    Titel:

Wenn ich schon so direkt angesprochen werde. Interessanter Text.

Es ist schon ein Wunder wie wenig sich aktuelle Forschungsergebnisse nach "unten" durchsprechen und wie wenig sie im aktuellen Unterricht eine Rolle spielen. Die Schule ist leider ein extrem träger Dampfer. Veränderungen kommen, aber eben SEHR langsam. Auch ich ärgere mich hin und wieder über Kollegen, die stolz darauf sind, nie einen PC angefasst zu haben. Die Lernunwilligkeit, die vielen Schülern unterstellt wird, ist bei vielen Kollegen mindestens genau so groß.

Aber es ändert sich etwas. Es kommen ja junge Kollegen nach. Und wer sieht mit welchem Engagement hier gearbeitet werden kann... da wünschte ich mich noch 20 Jahre in die Zukunft, dass die OStR, die schon jetzt mit der Pension liebäugeln mal endlich fort sind. Derzeit blockieren die in den Konferenzen noch so gut wie jede Veränderung.

Ich habe allerdings die Befürchtung, dass viele von den verknöcherten Urgesteinen auch mal so angefangen haben und der Job sie so gemacht hat.

Des weiteren sollte man sich hüten, zu meinen, dass man nur ein paar neue Erkenntnisse und Methoden umsetzen müsste, um das Lernen zu einem Kinderspiel zu machen. Derzeit ist Lernen immer auch mit Mühen verbunden und Mühen werden (von allen Menschen) gerne gescheut.

Leuchtende Augen, wie der Autor des Textes, habe ich noch selten gesehen, egal welche progressiven Methoden des Gruppenpuzzles, der Visualisierung oder des Rollenspiels ich gerade verwendet habe. Manches wurde vielleicht ein bisschen weniger gequält angenommen. Das ist auch schon ein Fortschritt.

Autonomes Lernen klingt gut. Diese Dinge werden in Grenzen ja heute auch in der Schule gemacht. Die Schüler machen doch jetzt schon jede Menge Projektarbeiten, Gruppenarbeiten, Rechercheaufträge, Referate, Planspiele,... was denn noch? Viele Schüler fragen inzwischen schon, ob man nicht mal wieder "normalen" Unterricht machen könnte.
Aber eins ist auch fest zu stellen. Autonomes Lernen bedeutet erhebliche Selbstdisziplin. Ohne einen Tritt in den Hintern - hier und da - geht es auch dort nicht.

Wenn es nur das Fehlen von Prüfungen/Benotungen und das individuelle Lernen wäre, müsste jeder Erwachsene außerhalb des Prüfungszwangs und ohne die Paukmethoden der Schule ja ein ganz hervorragender und begeisterter Lernerr mit leuchtenden Augen sein. Ich gebe zu, ich bin neugierig und lerne sogar gerne (nicht alles, aber vieles). Aber schauen wir uns die Realität an. Das können nun wirklich nur Wenige behaupten.

So stoße ich z.B. immer schnell auf Interesse bei Schülern, wenn es leicht verdaulich lebenspraktische Themen sind.
Desinteresse herrscht aber bei komplizierteren Themen. Hier wäre die geistige Anstrengung um vieles höher (z.B. Geldpolitik der Zentralbank)

Was der Autor zum Thema Prüfungen schreibt, mag richtig sein. In Baden-Württemberg erinnere ich mich, dass zumindest bis zur 2. Klasse keine Prüfungen geschrieben und Noten vergeben wurden.
Die ständigen Klassenarbeiten waren wohl auch für mich das, was mir die Schulzeit am meisten vermiest hat. Die Frage ist eben, ob die Lernergebnisse ohne "Druck" besser wären?

Vieles was in diesem Buch steht, ist auch von erstaunlicher Unkenntnis der wahren Situation. In unseren (beruflichen) Schulen sind Prüfungen niemals reines Abfragwissen. Die Schüler erhalten in der Regel Hilfsmaterialien wie Gesetzestexte, Reden, Schaubilder, ... um Prüfungsfragen zu beantworten. Nur: um mit diesen Dingen arbeiten zu können bedarf es erheblichen Wissens und das wiederum muss gepaukt werden.

Ich gehe auch davon aus, dass die Lehrer unterer Schulklassen sehr wohl auf den geistigen Horizont eines Kindes abstellen können. Natürlich ist bekannt, dass ein Kind nicht über das verknüpfte Weltwissen eines Erwachsenen verfügt.

Eine Sonderschule (Sonderberufsschule u.ä.) ist eigentlich kein Hort für Gestörte. Eigentlich sollte gerade hier die besondere Förderung derjenigen erfolgen, die in der bisherigen Schulkarriere "versagt" haben.
Die Zunahme der "Sonderschüler" erklärt sich m.E. schlichtweg aus den zum einen gestiegenen Anforderungen. (vergleiche mal die Anforderungen von Lehrplänen bezüglich Anwendungsbezug und vernetztem Denken mit denen vor 20 Jahren. Auswendig lernen ist eben einfacher!) und zum anderen einem schwierigeren Umfeld. SChüler, die heute zur Grundschuluntersuchung kommen, haben offensichtlich (Hörensagen) nicht mehr die Voraussetzungen wie noch vor einigen Jahren. Ich höre z.B. von Sportlehrern, dass es ernsthafte Koordinationsproblem gibt. Viele können z.B. nicht mehr rückwärts laufen. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich bereits vor dem Schulbesuch einen großen Teil des Alpahbets kannte. Ich hatte allerdings auch keinen Fernseher, Pokémon und PS2 auf dem Zimmer, sondern Bilderbücher und Eltern, die sich um mich und meine Förderung (Musikunterricht, Sportverein) intensiv gekümmert haben.

Die veralteten Lernmethoden kann man sicher für suboptimale Ergebnisse verantwortlich machen, nicht jedoch für den ANSTIEG der suboptimalen Ergebnisse. Da die Methoden oft gleich geblieben sind, muss sich etwas anderes verändert haben, was zu schwächeren Schulleistungen führt. Wobei - wie gesagt - die schwächere Schulleistung auch nicht unbedingt die Wahrheit sein muss. Schauen wir uns mal den männlichen Traumberuf des KFZ-Mechanikers an. Da dürfte schnell klar sein, dass ohne viel Theorie, Elektronik und Informationstechnologie kein modernes Auto mehr repariert werden kann. Früher genügte der Ölwechsel und ein einfacher Motor hat sich fast von alleine erklärt.

Sodele ist ein bisschen länger geworden und wahrscheinlich auch ein wenig durcheinander. Aber der zugrunde liegende Text war es auch Wink

Gruß
Pauker
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 23:46:03    Titel:

Pauker schrieb:

Zitat:
Ich höre z.B. von Sportlehrern, dass es ernsthafte Koordinationsproblem gibt. Viele können z.B. nicht mehr rückwärts laufen. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich bereits vor dem Schulbesuch einen großen Teil des Alpahbets kannte. Ich hatte allerdings auch keinen Fernseher, Pokémon und PS2 auf dem Zimmer, sondern Bilderbücher und Eltern, die sich um mich und meine Förderung (Musikunterricht, Sportverein) intensiv gekümmert haben.
Ja, komisch. Zu meiner Zeit hing man am Nachmittag auf dem Fußballplatz, in irgendwelchen Obstbäumen oder ging in den Sportverein. Vielleicht wird bei den Eltern heutzutage die Wichtigkeit von Sport in der Erziehung nicht mehr gesehen.

Was ich auch nicht so ganz begreife ist, daß manche Schüler heute nach dem 10. Schuljahr nicht richtig lesen und schreiben können sollen. Das konnte man früher nach dem 2. oder 3. Schuljahr. Was machen die so viele Jahre in der Schule? Und merken denn die Lehrer nichts?
rightaway
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Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2006 - 02:38:24    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Es ist schon ein Wunder wie wenig sich aktuelle Forschungsergebnisse nach "unten" durchsprechen (...) Die Schule ist leider ein extrem träger Dampfer.

Die Schule an sich nicht, sondern die Ministerialbürokratie. Wenn die mal was aushecken, dauert es Jahre, außerdem wird es fehlerhaft kommuniziert und stümperhaft umgesetzt.

Pauker hat folgendes geschrieben:
Auch ich ärgere mich hin und wieder über Kollegen, die stolz darauf sind, nie einen PC angefasst zu haben.

Diese Haltung ist durchaus verständlich. Wenn man als Lehrer das Internet nur als Quelle oberflächlicher und schlampiger Recherche seitens der Schüler erlebt, lehnt man das natürlich ab. Computer sollte man von Minderjährigen fernhalten. Meistens werden sie nur dazu benutzt, dem Anwender das Denken abzunehmen. Ähnliches gilt für die sogenannten "Grafikfähigen Taschenrechner", die derzeit den Mathematikunterricht in vielen Bundesländern grundlegend zerstören.

Pauker hat folgendes geschrieben:
Derzeit blockieren die [OStR] in den Konferenzen noch so gut wie jede Veränderung.

Ich würde formulieren: In ihrer Weisheit und Lebenserfahrung bremsen sie den Aktionismus ihrer hitzköpfigen jungen Kollegen. Wenn ich ehrlich bin, sind von den in den Konferenzen eingebrachten Vorschlägen (die meistens von den Jüngeren kommen), die absolute Mehrheit total hirnrissig. Wenn die Vernünftigen (i. d. R. die Älteren) da nicht bremsen würden, wären die Schulen schon längst zu Tollhäusern geworden.

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ich habe allerdings die Befürchtung, dass viele von den verknöcherten Urgesteinen auch mal so angefangen haben und der Job sie so gemacht hat.

Es verwundert nicht, dass es einen psychisch angreift, 40 Jahre lang jedes Jahr dieselben Sachen unterrichten zu müssen, während die Schüler einem keinen Zweifel daran lassen, dass es sie unglaublich langweilt. (Dazu kommt noch, dass es verordnete Themen gibt, bei denen ich mich am liebsten zu den Schülern in die Ecke setzen und dösen würde.)

Pauker hat folgendes geschrieben:
Autonomes Lernen bedeutet erhebliche Selbstdisziplin. Ohne einen Tritt in den Hintern - hier und da - geht es auch dort nicht.

Insbesondere bei der Gruppenarbeit -- die meisten Schüler verstehen Gruppenarbeit doch als Aufforderung, die Arbeit den anderen aus der Gruppe zu überlassen.

Pauker hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist eben, ob die Lernergebnisse ohne "Druck" besser wären?

Man müsste vielmehr jeden Tag Druck ausüben. Eine zeitlang habe ich in jeder Unterrichtsstunde schriftlich zu bearbeitende Hausaufgaben gestellt, die ich in der nächsten Stunde eingesammelt und benotet habe. Im Gegenzug wurde auf die (vorgeschriebenen) Klassenarbeiten weniger Gewicht gelegt. Vorteil: Die Schüler sind ständig gezwungen, sich mit dem tagesaktuellen Stoff auseinanderzusetzen. Nachteil: Einige schreiben einfach nur von anderen ab, Lerneffekt gleich Null; weiterer Nachteil: Der Korrekturaufwand ist gigantisch. Selbst als geübter Korrektor mit schnell zu korrigierenden Fächern (Mathe, Physik, Informatik) kostete mich das wer weiß wie viele Stunden extra pro Woche (kein Wunder, bei den Klassenstärken!).
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