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Gründe für das scheitern des Komunismus
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Axion
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Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 119

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2006 - 09:24:28    Titel: Gründe für das scheitern des Komunismus

Die Idee war gut. Aber welche Gründe gibt es für das scheitern der klassenlosen Gesellschaft nach Marx?
Ist es wirklich nur die verkennung des menschlichen Egoismus und die Tatsache, dass die Regierung zuviel macht hat und das System einer Diktatur ähnelt?
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2006 - 10:39:50    Titel:

Der reale Komunismus hat demonstriert, wie es nicht geht. Aus dem Scheitern eines Systems kann man nicht auf der Richtigkeit des entgegengesetzem System schließen. Weil der Komunismus gescheitert ist, ist nicht der Kapitalismus gut.

Anstatt aus den Fehlern beider Systeme zu lernen und ein Gesellschaftsmodell zu entwickeln, welches die positiven Komponenten beider Systeme in sich vereint, fallen wir aktuell wieder ins kapitalistische System zurück - mit all seinen unmenschlichen Eigenschaften.

Das es auch funktionierende, komunistische Modelle geben kann, zeigen die Kibbuze in Israel. Ich vermute es gibt noch eine ganze Reihe denkbarer Modelle in der Spanne zwischen Komunismus und Kapitalismus.
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2006 - 19:02:17    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 22:10:24, insgesamt einmal bearbeitet
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2006 - 19:32:13    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 22:08:18, insgesamt einmal bearbeitet
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 20:11:58    Titel:

Gut, da wir die Richtigkeit der Marxschen Thesen untersuchen wollen, bitte.
Ich habe seine Werke gelesen und was wichtiger ist, seine Überlegungen dennoch hier und da als nicht richtig erkannt. Nur 1 Beispiel.

Zitat Marx:
“Kapitalakkumulation
bei stagnierender Konsumnachfrage
bringt den Kapitalismus zu Fall (er
stirbt an seinen “inneren Widersprüchen”)".

Dazu kann man nur "AH JA?!" sagen.
NevBully
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Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 179

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 23:35:31    Titel:

Da gibts ein schönes Buch drüber: Das Schwarzbuch des Komunismus

Oder wie wäre es mit dem russischen Autor: Alexander Solschenizyn
"Der Archipel-Gulag"

Dort wird ganz klar beschrieben, woran es gescheitert ist!!

Stichwort: Kollektives Glück!!

Ich habe darüber ein Referat gehalten...wenn du mehr wissen willst, sag bescheid
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 14:57:42    Titel:

Ich finde Marx' Schriften gut, allerdings ist der Kommunismus, wie Durchblick schon anmerkte, nie verwirklicht worden, da es die Voraussetzungen noch gar nicht gibt! (und m.e. sind wir noch weit davon entfernt). Insofern ja, ich verteidige Marx, da er durchaus gute Punkte hat in seinem Kapital Bd.1, doch den Kommunismus oder was man so genannt hat zu Zeiten des KK, nein, das verteidige ich nicht. Schon gar nicht verteidige ich verblendete Linke mit "die da oben" "wir hier unten" Argumenten. Und nein, ich bin weder Sozialistin noch Kommunistin.

Zitat:
Nur weil Marx die Ökonomen kritisiert und dabei alle ihre Annahmen ignoriert aber selbst abenteuerliche aufstellt, wird er kein Ökonom.


Habe ich nicht behauptet. Doch setzt er sich mit Ökonomen auseinander und die "Sozialwissenschaft" war zu seinen Lebzeiten noch nicht begründet. Deshalb war er auch seinerzeit kein Sozialwissenschaftler.
Auch heute ist der Umgang mit ihm schwierig. Weder in Politik, noch in Soziologie, noch in VWL kommt man ohne Marx durchs Studium. Er ist und bleibt einfach interessant. Und das ist mein Punkt. Man sollte ihn mal gelesen haben (abseits vom eher schwachen Manifest) was nicht bedeutet, dass man Ideen die Jahrhunderte zrückliegen 1 zu 1 übernehmen sollte.

Ich hoffe du verstehst mich nun. Es geht mir um eine akademische Auseinandersetzung wenn man so will.
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 16:45:40    Titel:

mkey, Alles klar.

ah, das mit Startrek-"Kommunisms" ist wirklich faszinierend. Das dort einer herrscht und zumindest im Film gut funktioniert ist sehr interessant.
Wenn man das wirklich so auf die Welt übertragen könnte, hätte ich 0 Probleme damit. Allerdings, falls man Kommunismus mit Neid begründet einführt und prinzipiell eine Ungleichehit ablehnt und unterstellt alle Menschen müsste es gleich haben, dann sage ich "nein danke".
Letztenendlich scheitert wahrscheinlich der Kommunismus garnicht so sehr an den von mir genannten Fehlüberlegungen von Marx, denn man könnte ja das Alles ändern. Marx hat ja kein Patent drauf o.Ä.
Aber es scheitert an der "Psyche" des Menschen. Die Leistungsanreize sind eben viel produktiver als die Lust an einer "grösseren"-Idee mitzuarbeiten.
Das kann man leugnen, aber die Praxis zeigte es immer.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 17:00:52    Titel:

Ich bezweifle, dass es Marx darum ging alle Menschen gleich zu machen. Eher im Gegenteil.

z.B. zur Gleichheit der Löhne:
Zitat:
„... Ich muss diese Gelegenheit zu der Feststellung benutzen, dass, genauso wie die Produktionskosten für Arbeitskräfte verschiedener Qualität nun einmal verschieden sind, auch die Werte der in verschiedenen Geschäftszweigen beschäftigten Arbeitskräfte ver-schieden sein müssen. Der Ruf nach Gleichheit der Löhne beruht daher auf einem Irrtum, ist unerfüllbarer, törichter Wunsch.“ K. Marx, Lohn, Preis und Profit, MEW 16, 131.


oder hier pro Kapital
Zitat:
„Die Entwicklung der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit ist die historische Aufgabe und Berechtigung des Kapitals. Eben damit schafft es unbewusst die materiellen Bedingungen einer höheren Produktionsform.“ K. Marx, Kapital III, MEW 25, 269.


deshalb ist es richtig, wie Sheep anmerkte (hier oder anderswo) die "Linken" sollten die Globalisierung und den Liberalismus umarmen und Fördern als notwendigen Prozess um die klassenlose Gesellschaft zu erreichen (möglicherweise...) Smile

Zitat:
„Die Vorstellung einer sozialistischen Gesellschaft als des Reiches der Gleichheit ist eine einseitige französische Vorstellung, anlehnend an das alte ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘, eine Vorstellung, ... die aber, wie alle die Einseitigkeiten der früheren sozialistischen Schulen, jetzt überwunden sein sollten, da sie nur Verwirrung in den Köpfen anrichten ...“ F. Engels an A. Bebel (1875), MEW 34, 129.


oh ja, Marx ist spannend. Und völlig anders als "man" es erwartet. Wink
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 18:31:34    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 22:04:05, insgesamt einmal bearbeitet
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