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Versuchte Körperverletzung bei versuchten Todschlag?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Versuchte Körperverletzung bei versuchten Todschlag?
 
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sweetjul
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Anmeldungsdatum: 06.02.2006
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2006 - 18:07:41    Titel: Versuchte Körperverletzung bei versuchten Todschlag?

Hi.
Angenommen, der Todschlag ist nicht erfüllt und es liegt nur versuchter Todschlag vor, hat man dann auch automatisch eine versuchte Körperverletzung und muss man das auch prüfen oder nur festellen, dass es im Wege der Gesetzeskonkurrenz( wenn es zutrifft) zurücktritt.
Würde mich über einen Beitrag freuen.
Gruß Julia
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2006 - 19:37:32    Titel:

Wie soll man denn jemanden töten, ohne ihn körperlich zu misshandeln oder an der Gesundheit zu schädigen? Wink
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2006 - 20:06:26    Titel:

ich würde sagen, dass 223ff erfüllt sind... kommt auf den sachverhalt an. dann steht 212,22,23 mit den Körperverletzungsdelikten in tateinheit, oder?

Bitte korrektur, falls es nicht stimmt
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2006 - 20:16:25    Titel:

Klar. In jeder Tötung steckt auch immer zugleich eine Körperverletzung. Dementsprechend impliziert Tatentschluss bezüglich eines Tötungsdelikts auch zugleich Tatentschluss bezüglich einer Körperverletzung. Da es sich dabei um eine Handlung im natürlich Sinne handelt (ein Willensentschluss des Täters führt zu einer Körperbewegung) liegt Idealkonkurrenz vor.
Wenn man allerdings Totschlag/versuchten Totschlag geprüft und bejaht hat, wäre es überflüssig, noch Körperverletzung/versuchte Körperverletzung hinterherzuprüfen, da, wie gesagt, in jeder Tötung auch eine Körperverletzung liegt.
sweetjul
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Anmeldungsdatum: 06.02.2006
Beiträge: 30
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2006 - 22:38:40    Titel: habs gefunden..

Also ich habe nochmal in eine alte Hausarbeit von mir geschaut und da habe ich nach versuchen Todschlag auch nur erwähnt, dass die versuchte körperverletzung subsidär ist und habe es somit nur ihr Vorliegen festgestellt.
Danke aber für die anworten, Leute.
sweetjul
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Anmeldungsdatum: 06.02.2006
Beiträge: 30
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2006 - 22:41:44    Titel: aber da fällt mir nochwas ein

Was ist denn aber, wenn § 224 vorgelegen hätte..somit kann ich doch gar nicht mehr die Qualifikation ansprechen, wenn es zum Beispiel um die Diskussion um gefährliches Werkzeug, Waffe ect geht.....muss das nicht auch in die Prüfung.....so geht mir doch ein Streitpunkt verloren...
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2006 - 23:56:58    Titel:

hm... also ich weiss nun nicht wie dein SV aussieht, aber ich würde sagen:

212,22,23 (+)
und VORSÄTZLICHE Körperverletzung 223 ff.

allerdings würde ich diese vollständig durchprüfen und dann sagen:

212,22,23 und 223 ff, 52 I (Tateinheit)

soweit ich mich erinnern kann, meinte der BGH früher, dass die vollendete Körperverletzung im wege der gesetzeskonkurrenz verdrängt wird.
heute aber eher: tateinheit aus klarstellungsgründen.

[ würdest du 223,22,23 annehmen, ist ja gar kein verletzungserfolg eingetreten. wie hat er ihn denn dan versucht zu töten? ]
sweetjul
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Anmeldungsdatum: 06.02.2006
Beiträge: 30
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2006 - 01:34:14    Titel:

Hmm also das die vollendete KV hinter dem versuchten todschlag zurücktritt, weiss ich ja...der Mann hat ja mit der fraglichen Waffe( die sich ja später als Spielzeug gherausstellt) auf den Polizisten gezielt und wollte objektiv betrachtet auf ihn schießen....wenn ich nämlich doch die versuchte KV voll durchprüfen müsste, könnte ich doch auch auf das Problem mit der vermeintlichen Waffe ansprechen...hmmm hab auch keinen ähnlichen Fall gefunden......grübel grübel
Rebel Rebel
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 418
Wohnort: Deutsches Reich

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2006 - 01:49:25    Titel:

Spielzeugwaffe? Das kann höchstens eine Bedrohung sein!
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2006 - 02:17:25    Titel:

moment. wer hat gemerkt, dass es sich um eine spielzeugwaffe handelt? der Täter oder der Polizist?

ist es dem täter bekannt, dass es eine spielzeugpistole ist, liegt schon einmal keine objektive bzw abstrakte Gefährlichkeit vor, die eine Waffe begründen würde. wenn mit ihr 'nur' schiessen wollte, liegt ja auch keine verwendungsabsicht in leib und leben gefährdender weise vor,um evtl ein gefährliches Werkzeug anzunehmen und damit würde 224 I nr. 2 gar nicht in betracht kommen.
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