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Jura studieren?
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Ruuth
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Anmeldungsdatum: 11.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 00:31:17    Titel:

hi, also ich mach dieses jahr auch mein abi und spiele mit dem gedanken jura zu studieren. zwei fragen, von dem her was ich hier so gelesen habe, gibt es, was den schwierigkeitsgrad vom studium betrifft wirklich so große unterschiede, an den verschiedenen unis?
und noch was ganz wichtiges, brauch ich für das studium latein? bzw. ist es von vorteil? ich hatte in der schule nur englisch und französisch und habe gehört, dass latein relativ schwer nachzulernen ist.
und wie is das mit auslandaufenthalten und auslands parktika, habt ihr da schon erfahrungen?
wär lieb, wenn ihr mir weiterhelfen würdet!
vielen dank schonmal! Smile
~HC~
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Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 01:41:03    Titel:

Latein brauchst du EIGENTLICH nicht; schwebt dir aber später mal - was du jetzt natürlich nocht nicht richtig einschätzen kannst Laughing - ein Dr. vor, brauchst du Lateinkenntnisse bzw. musst diese nachweisen. z.B. kleines Latinum oder eine Grundveranstaltung wie Röm-Rechtsgeschichte(-mit der Grundveranstaltung kann aber von Uni zu Uni verschieden sein)

Voraussetzung fürs Studium nein; hilfreich ja
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 01:53:10    Titel: Hallo,

Hallo,

die Examensanforderungen sind in den Ländern schon unterschiedlich. In Baden-Württemberg oder Bayern ist das Examen am schwierigsten. Bei den nördlicher entstehenden Hausarbeiten, die ich hier gesehen habe, hatte ich teilweise auch den Eindruck, daß sie leichter waren. In Tübingen gibt es allerdings ein paar Professoren, die es beim Hausarbeits- und Klausurniveau auch in Anbetracht des Examensniveaus so hemmungslos übertreiben, daß manche Leute nur deswegen länger studieren oder gleich das Bundesland wechseln. (hab ich auch schon erlebt.).
Allerdings zu Unrecht, wie ich dann nach dem Austeilen der Examenssachverhalte feststellen konnte. Razz (Die Übungsklausuren waren nämlich auch schwerer als die tatsächlichen Examensklausuren.)

Solche Überlegungen sollte man seiner Studienortwahl m.E. aber nicht zugrundelegen!
Wer auf ein niedriges Niveau spekuliert, wird nachher nirgends ein guter Jurist sein und im norden kann man genausogut ein hervorragender Jurist werden, wie im Süden.
Also immer locker bleiben diesbezüglich. Cool
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 02:11:32    Titel: Hallo

Hallo,

noch was zu Latein. Ich hatte selbst kein Latein und für das Jurastudium ist das Latinum zu Recht auch keine Voraussetzung.

Ich habe hier aber kürzlich einen Beitrag von Prof.Dr.Dr.multimult. Roxin, der ein berühmter Strafrechtler ist, gelesen, in dem er feststellt, daß eine Lateinausbildung günstig für das Jurastudium sei, weil schließlich die Römer die Erfinder der Rechtswissenschaft in Europa gewesen seien. Das fand ich ja plausibel. Bekanntermaßen führt viel von unserer rechtswissenschaftlichen Systematik auf die Römer zurück. Und wie sehr sich die sprachliche Systematik in der Wissenschaft verwirklicht, kann sogar ich mir vorstellen. Wink
Ruuth
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Anmeldungsdatum: 11.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 12:18:40    Titel:

:/ also das heißt, ich probiers ohne latein, augen zu und durch und muss damit rechnen, es irgendwann noch zu brauchen? oder gibts da chancen, dass das mit bachlor etc. ganz wegkommt?!Wink
@ thali
welches semester bist du denn? und du hast es bis jetzt ganz ohne geschafft, ohne irgendwelche nachteile? dann wird des scho gehn;)

wegen der ahl vom uni standort. ich geh im moment in bayern auf die schule und hatte eigentl. nicht vor, irgendwo ganz in norden zu gehen. nur interessiert das später irgendjemanden, auf welcher uni ich war?

wegen auslands aufenthalten, könnt ich mir da auch noch was erzählen?

aber daaaaaaaaanke! schonmal! ich bin über jede info froh.. Very Happy
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 13:10:20    Titel: Hallo

Hallo,

Juristen brauchen normalerweise kein Latein, auch nicht um zu promovieren oder zu habilitieren, außer vielleicht in Ausnahmefällen. (z.B. römisches Recht) Emfehlenswert ist es aber.
Meines Wissens ist es schon so, daß sich die Anwaltskanzleien in nördlicheren Gefilden freuen, Leute aus Süddeutschland zu verpflichten. Da ich mein Studium bereits beendet gabe, hatte ich auch schon Gelegenheit, ein paar anwaltliche Schriftsätze aus dem Bereich NRW zu lesen, die mich zu sagen wir mal 40 % nicht überzeugt haben, weil sie teilweise rechtlich falsch waren. In einem Fall ging es nur um das richtige Verständnis des Gesetzestexts. Das kann man sich normalerweise nicht erlauben. Aber wie gesagt, hervorragende Juristen gibt es überall und wenn Du es in Bayern gut aushältst, studierst Du halt dort.
Nach meinem Eindruck gelten bundesweit die juristischen Fakultäten in Freiburg (an erster Stelle), München und Tübingen als die besten. (Ausbildung, Reputation) Passau und Heidelberg sollen auch ganz gut sein. M.E müßte man Mannheim auch ziemlich positiv einschätzen.
rote-pappkiste
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Anmeldungsdatum: 10.03.2006
Beiträge: 5
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 13:33:20    Titel: Wunschstudium?

Also, auch ich habe jetzt mein erstes Semester hiner mir und kann nur sagen, dass es mehr Arbeit ist, als im ABI, obwohl ich wohl einge der wenigen vernünftigen Gym. in Süd-SH hatte. Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn dir das Studium gefällt, man aber auch einfacher mehr lernt.
Zu JAG:
Also ich würde sagen, dass das schwierig zu vergleichen ist, da sowohl die generellen Rechtssysteme stark voneinander abweichen und die Prozeßordnungen noch mehr. Also eine Gerichtverhandlung wie bei JAG wirst du in Deutschland nie erleben.
Zu 9 Pkt.:
Ich zitiere mal frei: Also neun Punkte ist zwar kein weißer Elephant aber schon ein sehr hell grauer. Mit neun Punkten kann man sich schon zurück legen und abwarten, wer einen haben will, nur für den Staatsdienst brauch man dann doch noch Glück, weil der Staat kein Geld hat und die jetzigen Stellen gesättigt sind.
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 22:06:40    Titel:

ShocK hat folgendes geschrieben:
Also wer 9 Pkt. in den Examen schreibt, der sollte absoult zufrieden und glücklich sein und mit mehr oder weniger Aufwand auch schnell einen Job finden.


Also, ich kenne einen Anwalt, der ein 4-Komma-Examen gemacht hat und auf schwierigem Pflaster (Stuttgart) als Selbständiger (er hat tatsächlich keinen Job gefunden) absolut erfolgreich ist. Es gibt wesentlich bessere Leute von der Punktzahl her, die aber wesentlich weniger Mandanten an sich binden, als er. Wenn man ihn kennt, wundert einen das aber nicht. Der hat halt Charisma und kann hervorragend auf andere Menschen eingehen.
Im übrigen werdet Ihr im Beruf in 2 Jahren mehr lernen, als in den 6 Jahren zuvor. Da lernt ihr nur das Basiswissen. Die Bedeutung der Examensnote relativiert also relativ schnell, obwohl sie für den Berufseinstieg natürlich eine hohe Relevanz hat. Ich habe in meinem Studium einige Leute getroffen, die zwar gute Noten hatten, aber ansonsten aus meiner Sicht persönlich uninteressant waren. Mit denen wollte ich nicht tauschen. Rolling Eyes
Ich mach MEIN Ding und die typischen Branchenmeinungen überzeugen mich in Bezug auf meine Person nicht. Auch nicht durch ihre ständige stupide Wiederholung. Die bisherigen praktischen Erfahrungen im Referendariat im Gerichtssaal bestätigen jedenfalls eher meine optimistische Selbsteinschätzung, die sich auch im Stationszeugnis niedergeschlagen hat. Also bleibt locker und reibt Euch nicht auf und schreibt nicht immer dasselbe, die Realität ist ja auch nicht immer gleich. Cool
So long...[/u]
Celest
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Anmeldungsdatum: 04.11.2005
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 01 Apr 2006 - 22:39:57    Titel:

Hi!!!!!!

Wau! Soooo viele Antworten! Vielen Dank!!!

Da hätte ich noch eine Frage, jetzt wo ich mich so eingehend mit dem Studium beschäftigt habe.
Wo ist das Studium einfacher? In NRW (Köln (da wohn ich Very Happy )...) oder im Süden (Freiburg...)?
Bin zwar nicht lernfaul, würde es aber gerne so einfach wie möglich haben Rolling Eyes , ihr versteht Wink ?
Hab nämlich gehört, dass in Köln die Jurastudenten wichtige Infos aus Büchern ausreißen, was ich nicht soooo prickelnd finde Confused .

Würd mich über weitere Antworten freuen! Very Happy Very Happy Very Happy
spacekeks
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2006 - 10:53:42    Titel:

Celest hat folgendes geschrieben:

Wo ist das Studium einfacher? In NRW (Köln (da wohn ich Very Happy )...) oder im Süden (Freiburg...)?

schwer ists denk ich mal überall.. kann dir nur sagen, dass das erlangen der scheine von uni zu uni unterschiedlich ist. in marburg (hessen) zb schreibt man für jeden schein 1hausarbeit+1klausur... an anderen unis werden viiieeel weniger HAs dafür umso mehr klausuren geschrieben.. in münster gibts irgendwelche creditpoints... und wo anders gibts sicher wieder was anderes...
eines wirst du aber an allen unis merken.. jura ist nicht "leicht"


Celest hat folgendes geschrieben:
Hab nämlich gehört, dass in Köln die Jurastudenten wichtige Infos aus Büchern ausreißen, was ich nicht soooo prickelnd finde Confused .

ich denke mal, das finden all die anderen studenten auch net so dolle.... die die du meinst, sind wohl eher schwarze schafe... bei uns wird auch immer wieder von so dollen kommilitonen berichtet, die bücher iiiirgendwo verstecken, obwohl se das buch wahrscheinlich erst wieder in 2-3jahren brauchen; wenn überhaupt...

sowas wirds aber immer geben
da bleibt dann nur eins... wenn man so jemanden erwischt:
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