Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Antisemitismus
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Antisemitismus
 
Autor Nachricht
ozz
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 336
Wohnort: Yellow Brick Road 1, Emerald City

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 01:21:04    Titel: antisemitismus?

...höchstwahrscheinlich kennst du sogar deutlich mehr juden, als du glaubst - sie haben's dir bloss nicht gesagt, damit ihnen das nervige
gutmenschen-geschwafel erspart bleibt Wink


also: "antisemitisch" wirst du entweder, wenn du in einer ostdeutschen stadt mit weniger als 100.000 einwohnern lebst (dagegen ist leider nichts zu machen, aber ernst zu nehmen ist es gottseidank auch nicht)...oder wenn du eine beliebige zeitung abonnierst, die über die aktuelle israelische politik objektiv berichtet.

viele meiner bekannten (allesamt akademiker) würden sich momentan wünschen, dass "die juden" im verlauf der vergangenen jahrhunderte weltweit nicht gar so abscheulich behandelt worden wären, damit sich ein wie auch immer geartetes moralisches fenster auftäte, durch das man:
"aber ihr seid jetzt ja genauso scheisse!" rufen dürfte, trotz des germanischen geburts-malus....


*seufz*
Sheep
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 11:25:55    Titel:

Wobei man einwerfen muss, wenn "die Juden im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte weltweit nicht gar so abscheulich behandelt worden wären", gäbe es höchstwahrscheinlich auch keine "Israelis", was "allesamt akademiker" scheinbar übersehen. Aber, allesamt Akademiker sind eben nicht allesamt Historiker. Wink
borabora
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 11:57:21    Titel:

Zitat:
Eine Frage der Haltung:
Der neue Antisemitenkatechismus

Von Moshe Zimmermann

Zwei Fragen machen viele Deutsche ratlos: Wird unser Land tatsächlich von einer Flut des Antisemitismus überschwemmt? Dürfen wir uns über Israel nicht kritisch äußern, weil uns dann automatisch Antisemitismus vorzuwerfen ist? Schüchtern sucht man nach einer klaren Grenze zwischen legitimer Kritik und Antisemitismus, nach einem eindeutigen Warnsignal bei Grenzüberschreitungen. Als Antisemitismusforscher stelle ich den folgenden Katechismus für Jürgen Möllemann, Michel Friedman und Guido Westerwelle zur Verfügung.

Was ist eigentlich Antisemitismus?

Ein Begriff, der im Jahr 1879 von einem Deutschen erfunden wurde, um den nicht mehr salonfähigen Begriff "Judenfeindschaft" oder "Judenfresser" zu ersetzen. Antisemit ist einer, der aufgrund eines Vorurteils "die" Juden – als vermeintliche Rasse, Nation, Religionsgemeinschaft oder soziale Gruppe – pauschal negativ bewertet und daraus im relevanten Fall auch soziale oder politische Konsequenzen zieht.

Kann ein Araber Antisemit sein?

Ja. Mit dem Begriff "Antisemit" wollte man von Anfang an nur die Juden angreifen. Ein arabischer beziehungsweise muslimischer Antisemitismus ist also nicht ausgeschlossen. In der muslimischen Tradition gibt es zwar ansatzweise auch eine pejorative Haltung gegenüber Juden. Doch erst seit Beginn des arabisch-zionistischen Konflikts bedienten sich Araber im Nahen Osten der vorrangig aus Europa importierten antisemitischen Argumente und Bilder, quasi als Schützenhilfe im neuen, akuten Kampf. Dieser arabische Antisemitismus hat den paradoxen Weg zurück nach Europa gefunden, wo heute beträchtliche arabische Minderheiten leben.

Was erklärt diese gegenwärtige Welle des Antisemitismus?

Die aktuelle Situation im Nahen Osten. Die Reaktion auf Israels Verhalten während der Intifada verwandelt die ursprüngliche anti-israelische Haltung von Muslimen oder Arabern in Antisemitismus. Ein Anschlag auf eine Synagoge ist ein antisemitischer Akt, auch wenn sich dahinter eine trotzige Reaktion auf die israelische Politik verbirgt. Die Zahlen solcher Angriffe seit Oktober 2000 sprechen eine deutliche Sprache.

Gilt diese Regel auch für "autochthone" Europäer?

Gewiss. Die antisemitische Tradition hat sich zwar in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa abgeschwächt, aber der Konflikt in Nahost (und besonders die Intifada) dient als Rechtfertigung auch für "autochthone" Europäer, ihre antisemitischen Vorurteile zu reaktivieren. Wer die Sympathien von Antisemiten für sich gewinnen will oder sich auf Stimmenfang antisemitischer Wähler befindet, der kann es entweder über die Verwendung des antisemitischen Diskurses tun oder die Menschen aus der nicht- "autochthonen" Gruppe unterstützen wie Jamal Karsli, die antisemitische Narrative und Bilder verwenden. Wer das tut, ist selbst Antisemit oder Mitläufer.

Gibt es dann keine Kritik an israelischer Politik, ja keine Kritik an Israel, die nicht automatisch als Antisemitismus zu werten ist?

Jede ehrliche Kritik, die auf Sachkenntnissen beruht, ohne von judenfeindlichen Stereotypen und Pauschalisierungen Gebrauch zu machen oder latente antisemitische Sentimente heraufbeschwören zu wollen, ist nicht, kann nicht antisemitisch sein, und ist deshalb legitim, auch in Europa, ja sogar in Deutschland.

Es ist einfach, den "klassischen" Antisemiten zu entlarven: Er denkt, dass man Juden vergasen darf oder zumindest "loswerden" muss, leugnet im selben Atemzug Auschwitz, spricht offen von einer jüdischen Weltverschwörung oder von jüdischer Geldgier und will keine Juden in der Nachbarschaft. Woran erkennt man jedoch den Antisemitenwolf im Israel-Kritiker- Schafspelz?

Eben an den Assoziationen, die der Kritiker heraufbeschwört, an den von ihm gewählten Angriffszielen und nicht zuletzt an seiner eigentlichen Absicht. Erstens geht es um die Assoziationswelt des Israel-Kritikers. Die Sprache ist ja die Mutter aller Assoziationen: Werden Shylock, Judas oder Der Stürmer im Zusammenhang mit dem Thema Israel erwähnt, wird hinter dem deutschen Juden der Auslandsisraeli vermutet, wird von "Auge-um-Auge"- Mentalität oder von Deutschen vs. Juden gesprochen, werden der stereotype "reiche Jude", der "Kosmopolit" oder das "Weltjudentum" in die Diskussion hineingezogen; kommt in der Karikatur die "jüdische" Nase oder der Hinweis auf Ritualmord zum Vorschein – dann befindet man sich bereits im Bereich des Antisemitismus, weit über die legitime Sharon- oder Israel-Kritik hinaus. Zweitens geht es um die Gruppe, gegen die die Kritik geäußert wird: Wenn es sich nicht um den spezifischen Politiker (israelischen oder auch deutschen) oder um die spezifische Organisation (auch wenn sie "Jüdischer Weltkongress" heißt) handelt, sondern um den vermeintlichen Vertreter "des" Judentums oder "der" Juden, wenn nicht an israelische, sondern an jüdische Charakteristika gedacht wird – sind wir bereits beim Antisemitismus angelangt.

Und drittens und vielleicht noch wichtiger: Auf die Absicht kommt es an. Ein und derselbe Satz oder Ausdruck kann unterschiedliche Intentionen haben. Sogar Vergleiche mit dem Nationalsozialismus erhalten so eine unterschiedliche Bedeutung: Ein Vergleich kann auf die Unterschiede abzielen, er kann als Mahnung dienen, er kann aber auch eine Verharmlosung oder Relativierung des Nationalsozialismus beabsichtigen oder eine Delegitimierung des Judentums. Ob ein Israel-Kritiker eine antisemitische Absicht hat, kann man meist nur indirekt erfahren, wenn man die Denkweise des Kritikers oder die Adressaten dieser Vergleiche und historischen Anspielungen kennt. Die vor etwa 15 Jahren gefallenen Äußerungen des Historikers Ernst Nolte bieten ein typisches Beispiel. In der Regel braucht der Beobachter jedoch viel Fingerspitzengefühl.

Können die Juden nicht selbst Antisemitismus schüren?

Nein. Aber auch Juden können dazu beitragen, dass latente Antisemiten sich ‘outen’. Ohne das bereits vorhandene antisemitische Vorurteil hätten das Wort oder die Tat eines Juden nicht die auf Juden bezogene Reaktion heraufbeschworen. Wenn zum Beispiel jemand sowohl jüdisch als auch pro- israelisch, Parteimitglied, Medienmensch etc. ist und gerade wegen seines Jüdischseins angegriffen wird – ist wahrscheinlich Antisemitismus im Spiel.

Ist der Aufschrei "Wolf, Wolf, Antisemitismus!" unter den Juden nicht oft übertrieben?

Heute ist Auschwitz aus den Köpfen nicht mehr wegzudenken. Auschwitz macht viele Juden zu Paranoikern.

Erklärt das auch die israelische Überreaktion beim eigentlichen oder vermeintlichen Antisemitismus?

Nur teilweise. Für die israelische Politik der letzten 25 Jahre gilt jeder Hinweis auf Antisemitismus, ob in Nahost oder Europa, als Bestätigung der im Zionismus verbreiteten Vermutung, dass der Antisemitismus allgegenwärtig und ewig ist und Israel deshalb vom Nachdenken über seine Ideologie und Politik – gegenüber Palästinensern, israelischen Arabern, linken "Verrätern" etc. – freigestellt sei. Versteht man die Welt so, ist in den eigenen Augen alles, was Israel tut, legitim, quasi das Vorbeugen eines neuen Auschwitz. Kurz: Der gegenwärtige Antisemitismus dient just jener israelischen Politik, die ehrliche Israel-Kritiker verurteilen.

Der Autor lehrt Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und ist Direktor des Richard-Koeber-Centers for German History.


weitere sehr grundlegende Texte hier: http://www.antisemitismus.net/antisemitismus/theorie/texte-01.htm
AGK
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 10.02.2006
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 13:10:31    Titel:

Der Antisemitismus wird durch eine Lüge geschürt. Das Buch: "Die Protokolle der Weisen von Zion" eint Fanatiker aller Richtungen- (die Nazis druckten z.B.unentwegt die Protokolle nach).
mehr Infos da: http://de.wikipedia.org/wiki/Protokolle_der_Weisen_von_Zion
Nasi MohamMAD
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 13:11:07    Titel:

Juden waren schon immer unbeliebt. Kennt ihr den Film "Lord of War"?
Globaler Waffenhandel, Jüdische Sklavenhändler, der Sezessionkrieg,
Mord an Jesus. In der Bibel steht das die Juden immer verfolgt werden.

Ich selber habe überhaupt nichts gegen Juden. Mir hat noch keiner
was getan. Ich bewundere sie sogar für ihre relienz, intelligenz.

Wenn alle Moslems Juden wäre, wäre Germany das mit Abstand erfolgreichste Land der Welt. Juden sind sehr intelligent.
ozz
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 336
Wohnort: Yellow Brick Road 1, Emerald City

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 23:38:48    Titel:

funny...

da kommt man nach 2 oder 3 monaten pause mal wieder dazu,
zwei mehr oder weniger inspirierte sätze in's forum zu setzen,

und bekommt gleich mehrere interessante erkenntnisse frei haus:

1) @ pauker: danke, dass du dich noch an mich erinnerst Smile

2) @ bürger: oh mein gott.... er hat mich INTERPRETIERT!

so etwas ist mir ja noch nie passiert - bisher bin ich entweder immer VERSTANDEN oder IGNORIERT worden....; ich dachte immer, das mit dem interpretieren sei leuten wie storm, fontane, mann, .... in den mittel- und oberstufen unserer aktuell unter UN-kritik leidenden bildungsinstitutionen vorbehalten Smile

nun, ich will mich gerne revanchieren.

here goes nothing:

aus der vehemenz deiner antwort möchte ich beinahe ableiten,
dass du in einer, äh, nennen wir es doch mal "nicht-urbane zone des 1989er beitrittsgebietes" beheimatet bist ? nehmen wir das mal als arbeitshypothese.

>> Wir sollten uns bei Gelegenheit über dein Verständnis des Begriffs "Satire" unterhalten.

....hört sich an wie ein zitat aus "der pate" *GRINS*

gruselig....bist du vielleicht sowas wie der anführer, oder meinungsbildner in eurem dorf? jedenfalls strotzt du vor selbstbewusstsein.

aber wer aus meiner blöden bemerkung, dass die juden/israelis momentan "scheisse" sind (nicht sehr wissenschaftlich, oder? mea maxima culpa....der wein, die späte stunde, ...)

folgendes macht:

>>Die These, dass sich die Israelis den Palästinensern gegenüber genau so schlimm verhalten wie sich die Nazis gegenüber den Juden ist bei allen Verständnis gegenüber den Palästinensern schlicht absurd.

...ist doch wohl selbst bei wohlwollendster betrachtung EIN WENIG paranoid, oder? was soll denn der mist mit den nazis? das passt dann ja in das bisher gezeichete bild von dir:

schnell gereizt, selbstbewusst, nicht dumm - seeehr empfindlich in bezug auf anspielungen auf die nazi-zeit... als nächstes käme dann ja wohl die obligatorische anfeindung:

>> Diese These wird von vielen politisch extremen Arabern und Muslimen vertreten

[EINSCHUB: extremer araber? nee. bin ich nicht! das kann ich beweisen: ich habe mal, da war ich 8 oder 9 jahre alt, von einem türken (selbes alter damals) eine ohrfeige bekommen! wirklich! und zwar hatte ich beim briefmarkentauschen in aller unschuld angemerkt, dass die türkischen atatürk-marken hässlich seien; das muss wohl so eine art gründerzeit-mohammed-karikaturen-effekt bewirkt haben, das war in den 70er jahren damals Smile ]

wusste ich's doch....die meinung des vermeintlichen politischen gegners ins extreme lager rücken....so etwas nennt man in meinen kreisen rabulismus, mein lieber....


jetzt fehlt ja nur noch die schiene, sich selber davon abzugrenzen:

>>Anders ausgedrückt neben antisemitischen Grundhaltungen ist auch die Feindlichkeit gegenüber Türken und Muslimen unter den Jugendlichen der rechten Szene ist sächsischen Dörfern extrem ausgeprägt, obwohl dort kaum solche anzutreffen sind.

[...grammatikalisch gesehen gibt es das konzept der kongruenz, welches mir gestattet, dir lauthals zuzurufen:
doch, sindse wohl! es gibt GANZ VIELE jugendliche der rechten szene in sächsischen dörfern! Wink ]


...und hier haben wir's ja auch schon - ganz wie erwartet. unter dem deckmantel der rechtschaffenen empörung versucht der autor hier, ihm nicht genehme meinungen mit dialektischen spielereien (erst antisemitisch, dann auf einmal anti moslemisch?) zu entkräften.

...
...
...

naja, ende meiner interpretation. schluss jetzt. war ja auch alles nur zu deinem besten: poste halt nicht eine ganze din a4 seite bemühter politischer analyse auf harmlose beiträge. Wink
ozz
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 336
Wohnort: Yellow Brick Road 1, Emerald City

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 23:47:21    Titel:

sorry, vergessen:

@borabora ->

>>Eine Frage der Haltung:
>>Der neue Antisemitenkatechismus

>>>Von Moshe Zimmermann
[snip! genial pointierter text]


das hatte ich laaange im hinterkopf, danke für's hier-nochmal-zitieren, ich hatte vergessen, dass das damals (2002) aus der SZ stammte - und auf haGalil wäre ich als suchbasis nicht gekommen :-8
Bürger
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 05:49:06    Titel:

ozz hat folgendes geschrieben:

aus der vehemenz deiner antwort möchte ich beinahe ableiten,
dass du in einer, äh, nennen wir es doch mal "nicht-urbane zone des 1989er beitrittsgebietes" beheimatet bist ? nehmen wir das mal als arbeitshypothese.
...
ich dachte immer, das mit dem interpretieren sei leuten wie storm, fontane, mann, .... in den mittel- und oberstufen unserer aktuell unter UN-kritik leidenden bildungsinstitutionen vorbehalte
..
aber wer aus meiner blöden bemerkung, dass die juden/israelis momentan "scheisse" sind (nicht sehr wissenschaftlich, oder? mea maxima culpa....der wein, die späte stunde, ...)



Nein, ich stamme weder aus dem Osten noch lebe ich in einer nicht-urbanen Zone, werter Freund germanischer Sittenlehren.

Wie sich eindrucksvoll erkennen lässt, der Wein trägt nicht immer zum Erkenntnisgewinn bei und erschafft allein sicher auch keine Literaten von Rang.

Du darfst dich trösten, mein Beitrag war nicht allein nur dir gewidmet. Er war Anlass Ursachen von Fremdenfeindlichkeit zu betrachten und auf die Gefahr hinzuweisen, dass der Rechtsextremismus davon profitiert, wenn sich Muslime und Juden einen Streit liefern. Der Anteil, der sich mit deinem Beitrag auseinandersetzt, ist in der Tat eher verschwindend gering, was du leider missverstanden hast. Aber was verlange ich auch? Du bezeichnest dich selbst ausdrücklich eben nicht als Fontane oder Mann. Aus diesem Grunde möchte ich mich trotz politischer Differenzen in Demut vor dir verneigen. Selbsterkenntnis ist schließlich der erste Schritt auf dem langen Wege zu Einsicht und Vernunft. Beides ist dir zu wünschen, nicht nur wegen einer möglicherweise zu großen Nähe zu Bacchus Freuden, sondern auch hinsichtlich deiner literarischen Ambitionen, die nach den letzten Auftritten eine Zeit intensiver Exerzitien hilfreich erscheinen lassen. Hoffen wir auf weitere Fortschritte und gute Besserung.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 06 März 2006 - 12:33:08, insgesamt einmal bearbeitet
ozz
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 336
Wohnort: Yellow Brick Road 1, Emerald City

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 11:39:23    Titel:

wer sich vor jedem verneigte, der sich realistisch als "nicht fontane oder mann" einschätzt, käme mit dem kopf nicht mehr lange genug über wasser, um ihn sich waschen zu lassen.

(was übrigens eine geglückte metapher ist - im unterschied zu den danebengegangenen tropen in _deinem_ post, nämlich der synekdoche "...vor DIR verneigen. Selbsterkenntnis ist...[ sic] , sowie der ironie "Hoffen wir auf ... [sic]".

aus deinen CAVE! gegen extremisten entnehme ich, dass du humanist bist. nun, so musst du dir gefallen lassen, das hauptwerk deines meisters erasmus vorgehalten zu bekommen -> eigenliebe ist eine tochter der torheit, sagt er - und eigenliebe oder vielmehr hier liebe zu den eigenen worten kann eben nicht ersetzen, mal eine uni von innen gesehen zu haben.
dann schreibt man auch bacchus richtig und lernt, wann man, wenn's mit kalliope nicht klappt, besser harpokrates anzubeten hat

um nun den bogen vom besonderen (mir WinkI ) zum allgemeinen zu spannen, oder auch : "warum nervt der eigentlich hier so rum?".

leute wie du sind betriebsblind und nervig. hinter jeder noch so harmlosen äusserung gleich antisemitische absichten erkennend, und entsprechend mahnend und aufschreiend, richten sie mehr schaden an, als sie verhindern können, denn sie wirken peinlich und sind manipulierbar - genauso un-locker und un-cool wie die karikaturenverbrenner.

leute wie du spucken reflexartig gift und galle, wenn jemand wie ich z.b. sagt "boah, guck mal, der da vorne hat aber nen riesen zinken, so wie die juden damals auf den stürmer-karikaturen!" ....ohne darüber nachzudenken, dass damit dann ja EIGENTLICH die absurd dämlichen zeichnungen duch den kakao gezogen werden; und wenn das israelische militär mal wieder mit boden/boden raketen einen besonders temperamentvollen beitrag zu z.b. einer hochzeitsfeier in palästina leistet und dann :
>>Politisch eingestellte Juden, die in ihrem verständlichen Engagement >>für einen Staat, den sie selbstverständlich unterstützen dürfen über >>das Ziel hinausschießen und den Nahostkonflikt verbal auf deutschen >>Boden austragen indem sie sich einer antimuslimsichen Bewegung >>anschließen oder deren Argumente unterstützen

wird verzweifelt versucht, das irgendwie zu rechtfertigen ?!!?!?

neenee, mein lieber. arschloch bleibt arschloch. auf beiden seiten. und das darf man auch sagen, denke ich. sonst stellt demnächst noch
wer die these auf, dass "die juden" unser trinkwasser vergiften, eben genau damit 30% der bevölkerung doof und anfällig für rechte sprüche bleibt, und die intelligenzia sich nicht trauen darf, schlafende, äh, grendels zu wecken *grins*
borabora
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 12:21:16    Titel:

Bitte tragt eure persönlichen Differenzen via PN aus.
--> ab hier zurück zum Thema.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Antisemitismus
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 2 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum