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Zivilrecht ohne Durchblick: Geschäftsunfähigkeit!
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sevenup
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 14 März 2006 - 17:18:36    Titel: Zivilrecht ohne Durchblick: Geschäftsunfähigkeit!

Hallo. Ich sitze grad an meiner Zivilrechtshausarbeit und diese lässt mich ab und zu verzweifeln!!! hier erstmal der Sachverhalt;

"Andreas bietet Bernd das Bild „Morgenhimmel“ für 25.000 € an. Bernd erklärt, er wolle das Bild. Beide sind sich einig, dass das Bild drei Monate nach Vertragsschluss (10.03.03) zu liefern und zu bezahlen ist.
Am 10.04.03 entdeckt Andreas bei einem Bummel durch die Stadt, dass Bernd in Wahrheit Kunsthändler ist. Andreas ( verkauft nur an Museen - AGB)
Am 07.06.03 geht Bernd auf eine Party, bei der er Haschisch, Kokain und Amphetamine konsumiert. Dies löst bei ihm eine Schizophrenie aus. Seit dem Drogenkonsum nimmt Bernd die Welt nicht mehr wahr, kann nicht mehr zusammenhängend denken und reden und weiß nicht mehr, wo er ist.
Da Andreas viel zu tun hat, schreibt er erst am 09.06.03 Bernd einen Brief, der am 10.06.03 in dessen Briefkasten ist. Andreas schreibt, Bernd sei ein Lügner und hätte ihn getäuscht. Da Bernd Kunsthändler und nicht Museumsinhaber sei, werde er das Bild nicht hergeben.
Bernd nimmt den Brief aus dem Briefkasten, erkennt krankheitsbedingt aber nicht, um was es sich handelt und lässt ihn auf den Boden fallen, wo er von Bernds Putzfrau gefunden und weggeworfen wird."

Ich bin mir absolut nicht sicher, ob Bernd geschäftsunfahig ist oder nicht. Dann würde das Verfügungsgeschäft doch nichtig sein...Das hätte allerdings zur Folge, dass ich nicht weiter prüfen könnte. nach h.M. ist er jedoch geschäftsunfähig..... (ergibt sich au dem weiteren Sachverhalt) Kann mir vielleicht jemand seine Meinung zu diesem Thema sagen, damit ich wenigstens ein wenig vorrankomme! Das wär echt supernett!!!!
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 14 März 2006 - 18:15:16    Titel:

Jaja, im Strafrecht werden ständig die falschen erschossen, im Zivilrecht sind sie alle unerkannt geschäftsunfähig...
Ich verstehe allerdings das Problem nicht ganz; der Zugang der Anfechtungserklärung richtet sich bei Vorliegen von Geschäftsunfähigkeit grundsätzlich nach § 131. Das wäre dann anzunehmen, wenn die Störung der Geistestätigkeit krankhaft und nicht nur vorübergehend ist, § 104 Nr. 2.
Das berührt aber die Wirksamkeit des vorher geschlossenen Kaufvertrages nicht (welches Verfügungsgeschäft? ich sehe keins.)
AndiWiesn
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Anmeldungsdatum: 20.03.2006
Beiträge: 1
Wohnort: Konstanz

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 13:17:58    Titel: Servus

Schreibst du die Arbeit auch in Konstanz...
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 13:45:01    Titel: Hallo

Hallo,

poste lieber den kompletten Sachverhalt....
sevenup
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 10:20:03    Titel:

Zu "Schreibst du die Arbeit auch in Konstanz..."

Ja mach ich, aber ich hab keinen gefunden, mit dem ich diskutieren konnte. Waren alle schon weg, oder es sind einfach zu wenig die es schreiben!

Hier also nochmal der komplette Sachverhalt:
Question
Andreas ist Künstler. Seine Bilder verkauft er nur an Museen, die die Bilder der Öffentlichkeit zugänglich machen, nicht aber an Kunsthändler oder private Sammler. Am 10.03.2003 kommt Bernd zu ihm, der von seiner Eigenheit weiß. Bernd ist Kunsthändler und will ein Bild des Andreas kaufen um es privat zu sammeln. Bernd erzählt Andreas, dass er Inhaber eines Museums ist und bei ihm ein Bild kaufen möchte. Andreas glaubt dies und sagt ihm, unter diesen Umständen verkaufe er ein Bild. Er bietet Andreas das Bild „Morgenhimmel“ für 25.000 € an. Soviel ist das Bild auch wert. Bernd erklärt, er wolle das Bild. Beide sind sich einig, dass das Bild drei Monate nach Vertragsschluss zu liefern und zu bezahlen ist. Am 10.04.03 entdeckt Andreas bei einem Bummel durch die Stadt, dass Bernd in Wahrheit Kunsthändler ist. Andreas ärgert sich. Am 07.06.03 geht Bernd auf eine Party, bei der er Haschisch, Kokain und Amphetamine konsumiert. Dies löst bei ihm eine Schizophrenie aus. Seit dem Drogenkonsum nimmt Bernd die Welt nicht mehr wahr, kann nicht mehr zusammenhängend denken und reden und weiß nicht mehr, wo er ist. Da Andreas viel zu tun hat, schreibt er erst am 09.06.03 Bernd einen Brief, der am 10.06.03 in dessen Briefkasten ist. Andreas schreibt, Bernd sei ein Lügner und hätte ihn getäuscht. Da Bernd Kunsthändler und nicht Museumsinhaber sei, werde er das Bild nicht hergeben. Bernd nimmt den Brief aus dem Briefkasten, erkennt krankheitsbedingt aber nicht, um was es sich handelt und lässt ihn auf den Boden fallen, wo er von Bernds Putzfrau gefunden und weggeworfen wird. Am 15.06.03 kommt Bernd in die Psychiatrie, wo er erst am 12.02.04 geheilt und entlassen wird. Von der Erkrankung und der Entlassung erfährt auch Andreas. Am 10.08.04 erinnert sich Bernd an das Bild des Andreas und fordert diesen auf, ihm das Bild zu bringen. Es geschieht nichts. Bernd unternimmt nichts, da er erneut erkrankt und erst am 10.08.05 aus der Klinik als geheilt entlassen wird. Am 15.08.05 fordert er von Andreas das Bild. Bernd sagt Andreas noch am selben Tag, nach so langer Zeit werde er das Bild nicht mehr weggeben. Auch sei der Vertrag gar nicht mehr gültig, weil er doch dem Andreas geschrieben habe, dass er ihn nicht mehr wolle. Zudem hätte er an einen Kunsthändler nie verkauft. Man habe ihn beschwindelt. Er wolle auf gar keinen Fall liefern. Hat Bernd einen durchsetzbaren Anspruch auf Übereignung des Bildes gegen Andreas?
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