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Organon-Modell der Sprache
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ForestKage
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 27 März 2006 - 19:08:44    Titel: Organon-Modell der Sprache

Wir schreiben in 2 Tagen eine Klausur über "Kommunikation".
Darin sollen sowohl das Organon-Modell von "Karl Bühler" als auch das von "von Thun" vorkommen.
Und ich versteh nun diese 4 Aspekte nicht:

-Sachinhalt
-Beziehungen
-Selbstoffenbarung
-Appell

Also Beispiel hab ich: Eine Assistentin fragt den Koch: "Was is das grüne in der Suppe?"

Ich hab nun absolut keine Ahnung, was davon was sein soll, bis auf den Appell vielleicht, denn der lautet hier ja wohl:" Bitte erklär mir was das unbekannte grüne in der SUppe ist."

Hoffe ihr könnt mir helfen und es noch an weiteren Beispielen demonstrieren Very Happy
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 27 März 2006 - 19:34:00    Titel:

Die vier Aspekte, nach denen du fragst, sind die des Modells von Friedemann Schulz v. Thun. Das Beispiel mit dem Grünen in der Suppe steht auch in "Texte, Themen und Strukturen" - arbeitet ihr damit?

Inhalt: "Da schwimmt was Unbekanntes in der Suppe."
Beziehung: "Du wirst es wissen."
Selbstoffenbarung: "Ich kenne mich damit nicht aus"
...und den Appell hast du ja schon genannt.

Nun kann man das ja auch unterschiedlich aufnehmen. Stell dir vor, du hättest die Suppe gekocht und ein "Mitesser" konfrontiert dich mit dieser Frage.

Du kannst das:
- auf dem Inhaltsohr hören und Auskunft geben,
- auf dem Selbstoffenbarungsohr hören: "Es stört mich, dass das da drin ist",
- auf dem Appellohr hören und vielleicht so verstehen: "Tu doch nicht immer so komische Sachen ins Essen!"
- oder auf dem Beziehungsohr hören: "Du sorgst mit diesem Zeug dafür, dass mir das Essen nicht schmeckt".

Übrigens: Zum Organon-Modell hatten wir schon mal einen Thread - mit Link zu einer Uni-Seite, auf der das Modell vorbildlich erklärt wird.
ForestKage
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 28 März 2006 - 19:03:13    Titel:

Vielen vielen Dank, hat mir auf jedenfall weitergeholfen!

edit: hm ne, wir arbeiten nicht mit dem genannten Buch. Dieses Beispiel haben wir lediglich als Übung als Kopie bekommen.
Justav
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Moderator


Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2699

BeitragVerfasst am: 28 März 2006 - 19:18:19    Titel:

Wir haben uns das Organonmodell immer am Beispiel des Satzes "Anna, es zieht" erklärt

Appell: Mach das Fenster zu!
Ausdruck: Mir ist kalt
Darstellung: Das Fenster ist offen, daher gibt es hier Zugluft
-Prixx-
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Anmeldungsdatum: 28.03.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 28 März 2009 - 14:19:00    Titel:

ich hätte da auch mal eine frage:

warum sind die linien der darstellungsfunktion (also die linien zwischen 'gegenstände & sachverhalte' und dem 'zeichen') gestrichelt und nicht durchgezogen?

da habe ich keine erklärung zu finden können...

ansonsten wird das modell hier ganz gut erklärt:
http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Lexikon%20der%20Linguistik/o/ORGANON-MODELL%20von%20Karl%20B%C3%BChler.htm

besten danke für jede hilfe
vg
-Prixx-
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Anmeldungsdatum: 28.03.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 28 März 2009 - 22:55:26    Titel:

mmh, in keiner mir vorliegenden modellbeschreibung wird explizit auf die gestrichelten linien eingegangen. auch bühler selbst tut es nicht. ich habe jetzt zwei deutungsideen, auf was die gestrichelten linien hinweisen könnten:

1) darauf, dass die zuordnung von lautzeichen zu gegenständen nicht durch eine (ikonische) ähnlichkeit motiviert ist

oder

2) diese besonderen linien sollen einfach die dominanz der darstellungsfunktion betonen.

letzteres halte ich aber für eher unwahrscheinlich.

was sind den eure ideen dazu?
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