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Konfliktlösungen zwischen Abendland und Morgenland
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 18:43:51    Titel:

Onkel Josef hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:

Allein die Zahl 175.000 Christen, hast Du alle Christen zusammengezählt die in islamischen Ländern umgebracht werden, wenn auch die Religion gar nicht Motiv ist, oder wie kommst du auf diese Zahl?

Was ist denn die Grundlage deiner Opferzählungen? Die Weltbevölkerung? Dann sind das keine ausgesprochen alamierende Zahlen, es sterben mehr Menschen durch Nikotin, Alkohol und Strassenverkehr, von Aids in Afrika gar nicht zu reden.


Vergewaltigt, gefoltert, gesteinigt

In bewegter Zeit legt der Bonner Theologe und Menschenrechtler Thomas Schirrmacher das Jahrbuch zur Christenverfolgung vor
...
Seine Recherchen kommen zu einem erschütternden Ergebnis: Rechnerisch wird auf der Welt alle drei Minuten ein Christ wegen seines Glaubens getötet. Zwischen 80 und 90 Prozent aller religiös Verfolgten sind Christen. Nirgendwo würden Christen öfter und stärker diskriminiert als in islamischen Ländern, sagt Schirrmacher und nennt dafür viele Beispiele.
...


Ob ausgerechnet Dr. Dr. Thomas Schirrmacher und seine Frau als Gallionsfiguren aller bibelfesten Sites im Internet nun gerade eine unvoreingenomme Quelle darstellt, wage ich doch zu bezweifeln. Setzt der sich nicht auch für eine Aufweichung der Schulpflicht ein, damit christlicher Fundamentalismus als Hausunterricht erteilt werden kann?

Und die Welt ist als erzkonservatives Blättchen ebenfalls nicht gerade eine neutrale Quelle, insbesondere weil dort auch nur relativ unkritisch die Werke von Dr. Dr. Thomeas Schirrmacher vorgestellt werden. In der Tat gibt es noch schlimmere als ihn, aber als neutrale Quelle ist er bestimmt auch nicht zu bezeichnen.

Natürlich werden Christen in einigen islamischen Ländern verfolgt und Opfer von Vorurteilen und Fehlurteilen, es ist aber nicht im Sinne des Christentums diese Umstände auszunutzen um gegen den Islam zu hetzen und Vorurteile bei uns weiter auszubauen und zu verstärken, wo das eben nicht geschieht. Auch Muslime bestimmter islamischer Glaubensrichtungen werden in diesen Ländern angegriffen und verfolgt, so werden in Indien nicht nur viele Christen, sondern eben auch Buddhisten, Hinduisten oder Muslime getötet. Dieser extrem bevölkerungsreiche Subkontinent mit über 400 Millionen Menschen in denen Fundamentalisten der großen Religionen Menschen gegeneinander aufhetzen ist tatsächlich ein Problem, aber für alle Religionen, denn das Moscheen von fundamentalistischen Sidh abgebrannt werden oder islamische Kommandos Sikhs töten ist ebenso Tatsache.

Die Frage ist also, falls die Zahlen von dem sicher nicht ganz unvoreingenommen Schirrmacher wirklich stimmen und nicht ethnische Konflikte und normale Kriminalität miteinander vermischt wurden, wie es bei den anderen Weltreligionen aussieht. Wieviele Muslime, Hindus und Buddhisten werden jede Jahr wegen ihrer Religion getötet?

Ohne solche Vergleiche sind aber Bewertungen die diese Zahlen nehmen um eine Religion zu diffamieren unzulässig, interessanterweise wird das von Dr. Dr. Schirrmacher in Publikationen in denen er sich von noch ärgeren chrsitlichen Fundamentalisten absetzen möchte zugegeben.

In diesem Forum lässt der Kontext aber wenig Intepretationsmöglichkeiten zu, so dass die Absicht den Islam zu diskriminieren durchaus zu erkennen ist.

Die Frage ist warum werden allgemein solche schrägen Interpretationen durchgeführt?

Was bewegt Zeutgenossen, sich in Internetforen oder in Leserbriefen abfällig über den Islam zu äussern?

Was wollen Islamkritiker erreichen die in anrüchigen Zeitschriften oder in mehr oder weniger dubiosen Foren manchmal mit, manchmal ohne Schutz und Billligung der jeweiligen Betreiber, Redakteure, Moderatoren oder Herausgeber mit diskriminierenden Fotos, Kartoons, Bezeichnungen und Witzen versuchen eine Religion zu diffamieren, also Hass zu verbreiten ohne Lösungen anzubieten? Die Verantwortung tragen wir alle, wenn wir das unkommentiert zulassen.

Letztendlich können wir anhand des Nahostkonflikt sehen, dass eine Politik der Konfrontation zu nichts als neue Konfrontationen führt, die Falken aus beiden Lagern haben keine Lösung geschaffen.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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