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Wie lässt sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wie lässt sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren?
 
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 18:03:23    Titel: Wie lässt sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren?

Da leider der allgemeine Teil der Diskussion unterzugehen droht, habe ich die Aspekte noch einmal herrausgegriffen die nicht mit einer kritischen Haltung gegenüber den aus meiner Ansicht nach nicht immer nachvollziehenden Sperrungen in diesem Forum im Zusammenhang stehen und daher, so hoffe ich wenigstens, diskutiert werden dürfen.

In diesem Teil geht es um die Frage, wie sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren lässt:

Ich schlage daher Kriterien von Brähler & Decker vor, die mit ihrer Leipziger Studie bekannt geworden sind, in denen rechtsextreme Grundhaltungen untersucht worden sind. In diesem Zusammenhang haben sie einen Katalog erstellt in denen neben anderen rechtsextremen Grundhaltungen auch Ausländerfeindlichkeit verifizierbar ist.

Folgende Aussagen gelten nach Brähler & Decker als klassisches Kennzeichen für die Einordnung Ausländerfeindlichkeit:

1) Die Ausländer kommen nur hierher um unseren Sozialstaat auszunutzen
2) Wenn Arbeitsplätze knapp werden sollte man Ausländer wieder zurückschicken
3) Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem starken Maße überfremdet

Quelle: http://www.uni-leipzig.de/%7Emedpsy/pdf/rechtsextremismus_230605.pdf
http://www.bpb.de/themen/8T2L6Z,0,0,Migration.html



Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger

Ps: Borabora, wenn du eine Antwort auf deine Fragen wünscht, muss du den entsprechenden Thread entsperren. Ich diskutiere keine Themen über PN's, die von öffentlichen Interesse sind.
german-e
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Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 18:10:55    Titel: Re: Wie lässt sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren?

Bürger zitierte hat folgendes geschrieben:


1) Die Ausländer kommen nur hierher um unseren Sozialstaat auszunutzen


Nicht alle, aber viele...

Bürger zitierte hat folgendes geschrieben:

2) Wenn Arbeitsplätze knapp werden sollte man Ausländer wieder zurückschicken...


Das deckt sich mit meiner Meinung... Dies wollte eigentlich die Bundesregierung auch nach unserem Wirtschaftswunder, nur wurde dies von den damaligen Politikern schlichtweg versäumt...
Franz Josef Strauss wollte jedem Ausländer einen Geldbetrag anbieten, damit er wieder nach Hause kann...

Bürger zitierte hat folgendes geschrieben:

3) Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem starken Maße überfremdet...


Partiell auf bestimmte Bundesländer und Regionen verteilt stimmt dies ja auch....
Am Beispiel: Berlin Neukölln, Köln-Kalk, Köln-Ehrenfeld, Köln-Mülheim, das Ruhrgebiet usw. usw
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 18:18:09    Titel: Re: Wie lässt sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren?

german-e hat folgendes geschrieben:
Bürger zitierte hat folgendes geschrieben:


1) Die Ausländer kommen nur hierher um unseren Sozialstaat auszunutzen


Nicht alle, aber viele...

Bürger zitierte hat folgendes geschrieben:

2) Wenn Arbeitsplätze knapp werden sollte man Ausländer wieder zurückschicken...


Das deckt sich mit meiner Meinung... Dies wollte eigentlich die Bundesregierung auch nach unserem Wirtschaftswunder, nur wurde dies von den damaligen Politikern schlichtweg versäumt...
Franz Josef Strauss wollte jedem Ausländer einen Geldbetrag anbieten, damit er wieder nach Hause kann...

Bürger zitierte hat folgendes geschrieben:

3) Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem starken Maße überfremdet...


Partiell auf bestimmte Bundesländer und Regionen verteilt stimmt dies ja auch....
Am Beispiel: Berlin Neukölln, Köln-Kalk, Köln-Ehrenfeld, Köln-Mülheim, das Ruhrgebiet usw. usw



Ob diese Aussagen stimmen, darin gibt es in der Wissenschaft keine Diskussionen, natürlich stimmen sie nicht, weil sie viel zu allgemein gehalten sind um überhaupt stimmen zu können.

Die Frage ist inwieweit wir den Wissenschaftlern zustimmen können ob diese Fragen reichen, eine Person als ausländerfeindlich zu bezeichnen.
Nachdem du diese Fragen beantwortest hast, kann man also behaupten, nach wissenschaftlicher Definition lassen sich deine Aussagen als ausländerfeindlich einordnen. Zumindestens nach der Definition dieser beiden Leipziger Professoren, weil du eher mehr als 50% dieser Aussagen unterstützt.

Wie siehst du dich denn selber? Würdest du eher sagen die beiden Professoren haben Unrecht oder würdest du dich eher selbst als ausländerfeindlich bezeichnen.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
german-e
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Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 19:24:11    Titel: Re: Wie lässt sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren?

Bürger hat folgendes geschrieben:
...Wie siehst du dich denn selber? Würdest du eher sagen die beiden Professoren haben Unrecht oder würdest du dich eher selbst als ausländerfeindlich bezeichnen...


Also, ich kann nicht sagen, das ich irgendjemanden hasse, denn das wäre für mich feindlich...

Ich muss den Türken verstehen können, um über ihn zu urteilen, also befasse ich mich mit ihm...

Sehe ich das sich von 10 Türken, die ich in einer Woche treffe, 7 blöde verhalten, habe ich schon einmal etwas für meine Statistik zu meiner Meinungsbildung...

So ergeht es jedem jeder Nation, der mich in irgendeiner Form tangiert...
Leider tangieren mich Türken öfter, da deren Anzahl hier, leider schon mein Maß der Dinge überfüllt....
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 19:38:05    Titel: Re: Wie lässt sich Ausländerfeindlichkeit objektivieren?

german-e hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:
...Wie siehst du dich denn selber? Würdest du eher sagen die beiden Professoren haben Unrecht oder würdest du dich eher selbst als ausländerfeindlich bezeichnen...


Also, ich kann nicht sagen, das ich irgendjemanden hasse, denn das wäre für mich feindlich...

Ich muss den Türken verstehen können, um über ihn zu urteilen, also befasse ich mich mit ihm...

Sehe ich das sich von 10 Türken, die ich in einer Woche treffe, 7 blöde verhalten, habe ich schon einmal etwas für meine Statistik zu meiner Meinungsbildung...

So ergeht es jedem jeder Nation, der mich in irgendeiner Form tangiert...
Leider tangieren mich Türken öfter, da deren Anzahl hier, leider schon mein Maß der Dinge überfüllt....


Irgendwie scheinst du der Frage auszuweichen. Wenn du nach dieser Definition die diese beiden Professoren anbieten durchaus als jemand mit ausländerfeindlichen Ansichten einzuordnen bist, gibt es doch nicht so viele Möglichkeiten. Würdest du also dein eigenes Empfinden, dass du uns geschildert hast als normal betrachten und damit die Definition von Brähler & Decker als falsch ansehen, oder siehst du dich selbst als ausländerfeindlich und es ist dir relativ gleich, ob du das bist, sozusagen ein bekennender Ausländerfeind?

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 19:59:34    Titel:

Wenn man dieses Thema wirklich wissenschaftlich angehen möchte, werfe ich als These in den Raum, dass wir nicht die Auslängerfeindlichkeit sondern die Fremdenfeindlichkeit ansehen sollten.

Diese kleinen Begrifflichkeiten sind zwar für viele nicht unbedingt wichtig, doch bedeuten sie schon relativ viel. Denn selbst der überzeugteste selbsternannte "Arier" oder "Germane" würde wohl kaum etwas gegen Engländer oder Amerikaner haben. Also kann man nicht von Ausländerfeindlichkeit sprechen.

Die Fremdenfeindlichkeit aber basiert auf der einfachen Angst vor dem, was uns irgendwie fremd, neuartig und anders erscheint. Es ist ein natürlicher kognitiver Automatismus, der da abläuft. Als der Höhlenbewohner noch auf der Jagd war haben diejeniger überlebt, die prinzipiell eine Scheu vor dem Unbekannten hegten. Auch sind es singuläre Erfahrungen, die in einem Konditionierungsprozeß Assoziationen zu einem kognitiven Reflex werden lassen. Man nennt es in der Soziologie Vorurteil.

Daher ist es eher notwendig einen Prozeß der Habituation, sprich Gewöhnung an das Fremde in Gang zu setzen. Viele ängstliche Menschen oder eben solche, die mit Vorurteilen behaftet sind, haben noch nie wirklich intensiv mit dem Objekt ihrer Angst Kontakt gehabt. Warum z.B. kein Islam-Unterricht in deutschen Schulen? Dies wäre ein erster Schritt zum interkulturellen Verständnis.

Zu dem Thema "Erster Kontakt" gibt es eine sehr interessante Pseudo-Dokumentation, die ich sehr empfehlen kann. Sie hat zwar einen demagogischen Hintergrund, aber ist trotzdem interessant.
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 21:21:37    Titel:

Ausländerfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit... Was gibt es noch? Rassismus. Letzterer kommt oftmals gar nicht direkt zum Vorschein. Es genügt die Auffassung, dass die westliche Welt kulturell „weiterentwickelt“ und entsprechend politisch und wirtschaftlich „höherwertig“ aufzufassen sei.

Zwar wäre dieses Bild noch nicht als rassistisch einzustufen, es kann aber rassistischen Tendenzen Vorschub leisten. Eine auf obigem Bild beruhende Missionierung „unterentwickelter“ Völker wäre ebenso zu deuten.

Die Wissenschaft geht übrigens davon aus, dass es keine „Stufen“ menschlicher Entwicklung gibt. Demnach wäre auch keine Kultur als „höherwertig“ oder „unterentwickelt“ einzustufen. In diesem Sinne gibt es nur andere Kulturen, die sich unter den Bedingungen kultureller Verflechtungen gegenseitig ergänzen.
kUmPaRaBLN
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 21:58:57    Titel:

Jemand hat sich mal mit solchen "Behauptungen" beschäftigt, und wie soll es auch anders sein, ihren niedrigen Wahrheitsgehalt herausgearbeitet.

An die Unbelehrbaren, erspart mir eure flachen Kommentare !!

http://www.loester.net/fakten1.htm

...
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 22:03:53    Titel:

Dann muss sich wohl die Wissenschaft irren?
Onkel Josef
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Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2006 - 22:45:38    Titel:

Wieso Ausländerfeindlichkeit? Die schlimmste Gewalt wird von Ausländern gegen Ausländer verübt, wie z.b heute wieder in Berlin:

Berlin (dpa/bb) - Ein Streit zwischen Gästen eines Kreuzberger Vereinslokals und Verkäufern kurdischer Zeitungen hat sich am Sonnabendabend in eine Schlägerei ausgeweitet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden drei Männer verletzt. Nach einem Streit und Beleidigungen verließen die Zeitungsverkäufer das Lokal in der Reichenberger Straße. Später kehrten sie mit gut 15 Bekannten zurück, woraufhin die körperliche Auseinandersetzung begann. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Wir holen uns die Konflikte ins Land.
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