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vertrauensschaden berechnen
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jura sven
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Anmeldungsdatum: 19.04.2006
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2006 - 11:39:05    Titel: vertrauensschaden berechnen

wie ist das eignetlich mit der schadensersatzberechnung gem. § 122:

käufer kauft für 2500 Euro Sache und ficht dann an.
verkäufer hätte zwischenzeitlich für 2000 Euro verkaufen können.

negatives Interesse ist 2000 E. wird begrenzt von positiven interesse von 2500 E (demnach keine begrenzung, weil höher).

aber irgenwie finde ich 2000 Euro schon ungerecht. ist ja zeimlich viel geld. 500 Euro fände ich gut, aber wie komme ich dahin??

danke!
Pandur
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 00:24:43    Titel:

es kommt nicht darauf an, ob der Verkäufer die Sachen zwischenzeitlich hätte verkaufen können sondern ob er sie noch verkaufen kann und zu welchem Preis.
Ein Vertrauensschaden liegt bsp. dann vor, wenn durch die Ingebrauchnahme der Sache eine Wertminderung eingetreten ist und der Verkäufer sie nicht mehr zum ursprünglichen Preis verkaufen kann. Nur in Höhe der Wertminderung besteht dann ein Anspruch aus 122.
jura sven
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Anmeldungsdatum: 19.04.2006
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 10:46:33    Titel:

aber im sachverhalt steht nicht zu welchem preis er zukünftig noch verkaufen könnte. nur dass der verkäufer hätte verkaufen können.

die sache wurde nicht in gebrauch genommen.
der vertrauensschden bezieht sich in meinem fall doch nur auf den schaden, der entstanden ist weil der verkäufer auf die gültigkeit des vertrages gebaut hat. aber irgendwie muss der doch einzudämmen sein...
sonst ist es besser die sache zu kaufen undzu behalten und nicht anzufechten.
Pandur
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 15:23:47    Titel:

Fass den relevanten SV doch mal kurz zusammen.

Um was für eine Sache handelt es sich denn?

Der Kaufpreis entspricht nicht dem Vertrauensschaden. Ansonsten würde der Verkäufer ja besser gestellt. Er bekommt einmal die 2000 als Vertrauensschaden und dann nochmal 2000 weil er die Sache zu einem späteren Zeitpunkt verkauft. Insgesamt also 4000. Das kann nicht sein.

Lediglich, wenn sich der Artikel nicht mehr verkaufen lässt können Verkaufspreis und Vertrauensschaden übereinstimmen. Bsp. bei schnell verderblicher Ware oder Saisonartikeln.
jura sven
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Anmeldungsdatum: 19.04.2006
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 18:02:57    Titel:

am 15.01.06 kauft B Schuhe. Sie verhört sich dabei aber und geht von einem preis von 1500 Euro aus. verkäuferin will aber 2500 und hat dies auch gesagt.
diese unstimmigkeit fliegt erst auf als B die Rechnung erhält.
Anspruch erloschen aufgrund wirksamer anfechtung seitens B.
daraus muss der vertrauensschden gem. § 122 gezahlt werden.
voraussetzungen sind erfüllt, aber die höhe noch unbestimmt:

problem war: die verkäuferin hätte an kundin XX zwischenzeitlcih verkaufen können für 2000 euro. hat sie aber nicht gemacht, weil die schuhe ja für B reserviert waren.

wie hoch ist der schaden?

meine überlegung (nach palandt):
vertrauensschden (=negatives interesse) ist 2000 euro.
begrenzt wird der vom positiven interesse, der 2500 euro wäre.
positives i ist größer als negtives i - also bleibt man ei 2000 euro stehen...
Pandur
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2006 - 02:40:19    Titel:

wenn du der Verkäuferin tatsächlich 2000 an negativen Interesse zusprechen willst, was machst du dann, wenn die Verkäuferin die Schuhe zu einem späteren Zeitpunkt verkauft? Insgesamt hat sie dann an den Schuhen 4000 eingenommen. Hälst du das für ok? Ich nicht!

Aber mal was anderes. Irrtum über den Kaufpreis ist ein klassischer unbeachtlicher Motivirrtum, der keinen Anfechtungsgrund darstellt. Du kommst also überhaupt nicht zum 122.

Gruß Pandur
Martin Jockel
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2006 - 19:50:10    Titel:

hey sven check mal deine persönlichen nachrichten oben rechts.... ist zwar jetzt schon fast zu später aber vieleicht lest du das noch bis morgen früh...
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