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Welches Gesellschaftssystem?
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olf79
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Anmeldungsdatum: 23.04.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 07:19:05    Titel:

@ coffeinjunky gut der Kapitalismus ist wohl eher eine Wirtschaftsordnung, bloß beeinflusst ja direkt die Gesellschaft in der wir Leben. Oder nicht?

@Macabre Deified mit den sozialen Vorsorgen gebe ich dir ja recht das -wenn man finanziell dazu in der Lage ist- man genauso –ja teilweise besser- abgesichert wie in der sozialen Marktwirtschaft.

@ durchblick 65 sicher die Wagenknecht sieht recht verbissen aus und sie hat eine schreckliche Art sich zu kleiden, ich finde Sie aber irgendwie interessant, vom Inhalt her am seriösesten wirkte auf mich bisher die bereits angesprochene Frau Christa Luft.

Zu deinen angesprochenen Punkten:

1. Rechnet es sich -ohne Enteignungen - gegen ?
2. Berücksichtigt es die Freiheit des Individuums ? ( egal ob Unternehmer oder Arbeitnehmer)

1. Wie währe es mit einer lockeren Regelung, dass Betrieb wie Schulen, Krankenhäuser, Krankenkassen, Wohnungsbaugesellschaften, Wasserbetriebe, Stromanbieter in der staatlichen Hand bleiben, der Rest kann ja gerne Privat bleiben, bloß die wirklich großen Konzerne sollten sich wieder ihrer sozialen Verantwortung erinnern.

2. Zitat: Die Freiheit des einen ist die Unfreiheit des Anderen! Nein so einfach ist dies sicher nicht, aber auf Freiheit sollte man großen Wert legen und dies muss gewährleistet sein. Ich kann mich noch erinnern einmal gelesen zu haben: wenn jemand sein Glück nicht erkennt, so muss man ihn dazu zwingen. So etwas ist mir dann doch zu krass.

Zu Marx äußere ich mich noch später.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 09:52:26    Titel:

olf79 hat folgendes geschrieben:
2. Zitat: Die Freiheit des einen ist die Unfreiheit des Anderen! Nein so einfach ist dies sicher nicht, aber auf Freiheit sollte man großen Wert legen und dies muss gewährleistet sein.


Gestehst Du dann dem Einzelnen die Freiheit zu, selbst zu wählen in welchem Umfang er gebildet werden möchte ? Gibst Du ihm die Möglichkeit, über die Inhalte und Themen seines zukünftigen Wissens selbst zu bestimmen ?

Darf er frei entscheiden, wieviel er bereit ist, für seine Gesundheit auszugeben, und frei festlegen, welche Leistungen er von seiner Krankenkasse erwartet, und für welche er bereit ist, sie aus eigener Tasche zu bezahlen ?

Hat der Mensch die Freiheit über sein Leben zu entscheiden, und damit die Möglichkeit abzuschätzen welche Risiken sein Leben bergen werden, und somit individuell die Versicherungen abzuschliessen, die er für notwendig hält ?

Soll der Mensch bei der Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern, wie Nahrung, Wasser und Energie, einem Monopolisten ausgeliefert sein, der damit die Preise, Qualität und Menge dieser Güter ohne Rücksicht festlegen kann, oder soll er die Möglichkeit haben, ständig unter einer Vielzahl von Anbietern den besten, günstigsten und zuverlässigsten herauszusuchen ?

In der beantwortung dieser Fragen zeigt sich, ob Du wirklich "grossen Wert" auf Freiheit legst, wie Du behauptest.
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 23.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 09:59:32    Titel:

x

Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:14:23, insgesamt einmal bearbeitet
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 15:02:08    Titel:

[quote="SheepGestehst Du dann dem Einzelnen die Freiheit zu, selbst zu wählen in welchem Umfang er gebildet werden möchte ?

Darf er frei entscheiden, wieviel er bereit ist, für seine Gesundheit auszugeben,

Hat der Mensch die Freiheit über sein Leben zu entscheiden, und damit die Möglichkeit abzuschätzen welche Risiken sein Leben bergen werden, und somit individuell die Versicherungen abzuschliessen, die er für notwendig hält ?
[/quote]

Ist jeder Mensch auch bereit die Folgen seines Handelns selbst zu tragen? Also sterben, wenn man keine Krankenversicherung abgeschlossen hat und der Blinddarm durchbricht?
Oder noch schlimmer: sterben, weil man sich die entsprechenden natürlich privaten Versicherungen als Geringverdiener nicht leisten kann.
Oder auch schlimm: sterben, weil man ein hohes Risiko hat und keine private Versicherung einen versichern will.

Sich sein Leben verhunzen, weil man mit zarten 15 Jahren nicht mal ansatzweise abschätzen kann, was das Abbrechen einer Ausbildung für Folgen hat.

Usw. usf.

Gruß
Pauker
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 15:07:25    Titel:

Unsere Gesellschaftsordnung in Deutschland ist eine der besten Ordnungen der Welt.
Hyperion
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Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 623

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 17:01:25    Titel:

Ich muss jetzt doch mal den lieben Kommunismus verteidigen:

1. Der Sozialismus ist wie gesagt wirklich sehr schlecht durchgeführt worden. Ich weiß nichtmal, ob er überhaupt jemals hätte kommen sollen. Eine Aristokratie erleichtert das Entstehen eines Kommunismus, da sie diesen herbeiführen kann, was aber Honecker, Ulbricht, Stalin, Lenin nicht gemacht haben.

2. Der Kommunismus schräckt keineswegs die Freiheit des Menschen ein! Nur der Besitz wird aufgeteteilt. Und wer dann die Leistung erbringt, die des Besitzes würdig ist, erhält auch Besitz. Ansonsten ist der Kommunismus die Spitze der Demokratie.

3. Im Gegensatz zum Kapitalismus ist der Kommunismus gerecht. Im Kapitalismus werden die Reichen immer reicher, die Armen ärmer. Im Kommunismus sind alle reich. Würde die gesamte Welt jetzt kommunistisch werden, hätten wir enorme Möglichkeiten. Ein sicheres, gerechtes Amerika. Keine Diktatur. EIn fortschrittliches Afrika. Abschaffung der AKW.

4. Keiner herrscht im Kommunismus. Die Gesellschaft regiert sich selbst, der Staat ist nur noch eine Verwaltung. Jeder hat die Möglichkeit, die Politik direkt zui beeinflussen und es wird das Beste für alle erreicht. Das ist deutlich mehr Freiheit, als es sie jetzt irgendwo gibt.

EDIT: schreckt


Zuletzt bearbeitet von Hyperion am 24 Apr 2006 - 20:27:45, insgesamt einmal bearbeitet
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 17:06:07    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ist jeder Mensch auch bereit die Folgen seines Handelns selbst zu tragen? Also sterben, wenn man keine Krankenversicherung abgeschlossen hat und der Blinddarm durchbricht?


Oder sterben, weil man sich eine gefährliche Sportart wie "Free climbing" ausgesucht hat ?

Zitat:
Oder noch schlimmer: sterben, weil man sich die entsprechenden natürlich privaten Versicherungen als Geringverdiener nicht leisten kann.


Oder noch schlimmer: sterben, weil aus kostengründen die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen aus dem staatlichen "Rundumversorgerpaket" gestrichen wurden ?

Zitat:
Oder auch schlimm: sterben, weil man ein hohes Risiko hat und keine private Versicherung einen versichern will.


Oder auch schlimm: sterben, weil man ein hohes Risiko hat, der Staat aber beschlossen hat, genau dieses Risiko aus dem Leistungspaket zu nehmen, weil es nur bei sehr wenigen Menschen besteht.

Zitat:
Sich sein Leben verhunzen, weil man mit zarten 15 Jahren nicht mal ansatzweise abschätzen kann, was das Abbrechen einer Ausbildung für Folgen hat.


Sich sein Leben verhunzen, weil man mit zarten 18 Jahren unbedingt eine 900ccm KTM zulegen muss, und nicht mal ansatzweise abschätzen kann, was ein kleiner Fahrfehler für Folgen hat.


Ja, das Leben ist gefährlich, und nur weil "Staat" draufsteht, wird es nicht sicherer.
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 18:10:58    Titel:

Zitat:
1. Der Sozialismus ist wie gesagt wirklich sehr schlecht durchgeführt worden. Ich weiß nichtmal, ob er überhaupt jemals hätte kommen sollen. Eine Aristokratie erleichtert das Entstehen eines Kommunismus, da sie diesen herbeiführen kann, was aber Honecker, Ulbricht, Stalin, Lenin nicht gemacht haben.

Wenn das und das anders wäre, jaaa, dann würde das doch alles passen Rolling Eyes
Wieso bitte hat niemand diesen doch angeblich weit besseren (und real möglichen) Weg genommen, wenns doch so toll ist? Rolling Eyes

Zitat:
Der Kommunismus schräckt keineswegs die Freiheit des Menschen ein! Nur der Besitz wird aufgeteteilt. Und wer dann die Leistung erbringt, die des Besitzes würdig ist, erhält auch Besitz.

Das würde heissen, dass die einzige reale Aktion die Abschaffung des Geldes wäre. Wenn man für mehr Arbeit mehr Leistung erhält ist das wie im Kapitalismus - eventuell einem kapitalistischen Staat mit Sozialsystem, dass man eben Abgaben an die Allgemeinheit leisten muss.

Zitat:
Im Gegensatz zum Kapitalismus ist der Kommunismus gerecht.

Beweise?

Zitat:
Im Kapitalismus werden die Reichen immer reicher, die Armen ärmer.
Und im Kommunismus werden alle immer Ärmer Rolling Eyes Ja, "gerecht", total Rolling Eyes
Dieses Argument, dass die Reichen immer Reicher werden ist ein widerlegtes Scheinargument, man kann die Schere zwischen Arm und Reich beobachten und stellt dabei fest, dass selbige sich über die Jahre weiter geschlossen hat, als sie zuvor war.

Zitat:
Würde die gesamte Welt jetzt kommunistisch werden, hätten wir enorme Möglichkeiten.

Ja ne, is klar Rolling Eyes
Sag mir, wieso ist kein ehemals kommunistisches Entwicklungsland auf die Beine gekommen? Oft sogar bakrott gegangen? Und wieso wurde erst mit Einführung eines liberalen Marktes und somit des Kapitalismus ein passables Wachstum erreicht?

Zitat:
Ein sicheres, gerechtes Amerika. Keine Diktatur.

Diktatur der Proletariats? Razz

Zitat:
EIn fortschrittliches Afrika

a) wer zahlts?
b) reichtum muss sich entwickeln, mann kann nicht mit dem finger schnippsen und schon ist der reichtum da, so schön das auch wäre. Ein heutiges Entwicklungsland wird einige Jahrzehnte brauchen, aber ist dann ein eigenständiges Land, in dem der Lebensstandart weit besser ist als heute, in dem er passabel ist.

Zitat:
Abschaffung der AKW.

Scheinthese, solange keine Argumente für deren Abschaffung bestehen, die die Vorteile überwiegen. Wäre dem so wären sie übrigens wahrscheinlich nicht allzu wirtschaftlich, verglichen mit anderen Energiegewinnungstechniken. Schon komisch, dass Atomkraftwerke nicht subventioniert werden, diverse andere Kraftwerkstypen aber schon Rolling Eyes


Zitat:
Jeder hat die Möglichkeit, die Politik direkt zui beeinflussen und es wird das Beste für alle erreicht.
Wenn man von dem absolut weltfremden und unumsetzbaren Menschenbild ausgeht, dass der Kommunismus haben wollte.
Eben weil jeder die Möglichkeit hat, politik zu beeinflussen, wird nahezu jeder, der es versucht, Scheisse bauen, ums mal so auszudrücken.
Das sehen wir doch schon heute, wie viele von der bild "bewegt" werden, wenn dann zig stammtischpolitikversteher was besser machen wollen wirds noch weit schlimmer enden als das, was unsere Regierung ab und an verzapft Rolling Eyes
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 23.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 19:16:24    Titel:

x

Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:08:37, insgesamt einmal bearbeitet
Hyperion
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Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 623

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2006 - 20:39:20    Titel:

Bitte???

Es gab nie Kommunismus. Vermutlich war er nicht mal geplant. Wie gesagt, die Grundidee des Kommunismus ist Freiheit, Gleichheit Gerechtigkeit und, mhmh, Brüderlichkeit. Die Schlagwörter der französischen Revolution. Der Kommunismus selbst ist keineswegs grausam, da es keinen Diktator gibt. Nein, auch das Proletariat nicht.

Daher sind auch die scheinbar kommunistischen Länder zugrunde gegangen. Außerdem wird der Kommunismus umso effektiver, je mehr Leute beteiligt sind. Und natürlich kann einer nicht allein die Politik beeinflussen. Das macht die Masse.

Sollte ein Fußballspieler Millionen bekommen? Oder Politiker? Und Riesenpensionen. Wohl kaum. Sollten Millionäre, die geerbt haben und nur verwalten, Millionen ´verdienen? Wohl kaum. Sollte es Millionäre gebn? Wohl kaum. Von einem geförderten Afrika würden alle profitieren, und Afrika würde direkt eingebunden werden, eine bessere Integration gibt es gar nicht.

Und wieso gabs ihn dann noch nicht? Weil er in seiner Endform Revolutionär ist. Das Volk muss es wollen. Es muss aufbegehren und die Aristokratie einsetzen. Diese führt den Kommunismus ein und setzt sich selber ab, bzw. das Volk setzt die Aristokraten ab. Dann liegt die Gewalt beim Volke. Ist das nicht der Gedanke der Demokratie? Kommunismus ist organisierte Demokratie mit sozialem Aspekt, also gewissermaßen organisierte Sozialdemokratie.

Und es wurde doch bereits gesagt, dass Sozialdemokratie ein gutes System ist.
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