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Juristin mit kopftuch- geht das?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Juristin mit kopftuch- geht das?
 
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Pandur
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 14:39:18    Titel:

Letzte Mahnung, bevor ich hier dicht mache.

Wenn die Beiträge keinen unmittelbaren Bezug zur eigentlichen Fragestellung haben, haben sie hier nichts verloren.

Pandur
Perfect
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 118
Wohnort: frankfurt

BeitragVerfasst am: 27 Mai 2006 - 22:16:21    Titel:

hy,
also ich habe mir diese Frage auch schon oft gestellt und eigentlich keine gründe dafür gefunden warum es nicht möglich sein sollte als Anwältin mit einem Kopftuch einem job nachzugehen. ich kenne inzwischen auch zwei mädels die damit arbeiten gehen in einer renomierten kanzlei in darmstadt (Insolvenzrechtler).

Außerdem finde ich es schade das es menschen gibt die tatsächlich sagen das man zu tolerant sein kann... wieso lässt man nicht jeden das tun was er gerne möchte solange es absolut niemandem schadet... ich meine, ist denn jemand je daran gestorben wenn er eine frau mit Kopftuch gesehen hat!?

Glaube kann man nicht ablegen wie es einem gerade passt!!

wir sind alle menschen und jeder ist gleich viel wert... man sollte seine artgenossen nicht wegen äßerlichkeiten hassen... schade...

viel glück wünsche ich deiner freundin! ein gutes Examen tut sein übriges!
Landkrauter
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Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2006 - 15:52:53    Titel: Kopftuch

Richterin/Staatsanwältin/Verwaltungsbeamtin mit Kopftuch:keine Chance,
das ist oder wird noch ländergesetzlich geregelt.

Rechtsanbteilung/Anwaltskanzleien. s.o.
Als Anwalt ist man zwar unabhängiges Organ der Rechtspflege, darf also meiner Auffassung nach das Kopftuch tragen. Aber dann muss man sich schon selbständig machen.
Keine Anwaltskanzlei oder Unternehmen wird eine Frau mit Kopftuch einstellen. Dazu ist das Thema hier in Deutschland (meinen Erachtens völlig übertrieben) viel zu negativ besetzt.

Mit dem Robenzwang hat das nichts zu tun. Der ist im übrigen nicht mehr so streng. Hat man die Robe vergessen, wird i.d.R großzügig darüber hinweggesehen, so man sich ausreichend entschuldigt.
Zumindest im Südwesten der Republik.

@ petestell Dank Dir, denn durch Deinen Beitrag ist mir so schlecht geworden, dass ich auf meine nachmittägliche Schokolandenmahlzeit verzichtet habe. Is gut für die Figur[/u]
Fabian
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Anmeldungsdatum: 03.06.2005
Beiträge: 94
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2006 - 12:57:53    Titel:

Man muesste noch mehr die Entscheidungen des BVerfG zum "Kruzifix" und zum "Kopftuch der Lehrerin" beachten.

Ansatz fuer Einstellung in den Staatsdienst waere Art. 33 II GG und hier, ob die Kandidatin die erforderliche "Eignung" hat.

Es gibt auch eine Entscheidung zum "Kreuz im Gerichtssaal" (auch wenn die heute mehr keiner kennt), ich glaube so aus den 60er Jahren. Ein Anwalt hatte das Abhaengen des Kreuzes im Gerichtssaal verlangt, das BVerfG hat dem statt gegeben, und zwar - anders als im Kruzifix-Beschluss - ohne viel Aufsehens.

Kruzufixbeschluss laesst sich auch nur bedingt uebertragen, da Schulwesen (reine) Laendersache ist, Gerichtsorganisation ist weitgehend Bundesrecht (GVG, ZPO, DRiG etc.), Beamtenrecht wieder Laendersache (Richter sind Landesbeamte).

Auch Kopftuch der Lehrerin ist nur bedingt vergleichbar: Ein Gericht ist in noch weiterem Maße zur religioesen Neutralitaet verpflichtet als eine Lehrerin. Andererseits sind die Grundschueler eher beeinflussbar als volljaehrige Mandanten oder Anwaelte (war ein wichtiger Aspekt bei den "Leading Cases" zum Kopftuchverbot, VG Lueneburg, VG Stuttgart und- vor allem - VGH Mannheim)

Wenn man die BVerfGE zum "Kopftuch der Lehrerin" aber ernst nimmt, dann duerfte ein Kopftuchverbot wegen Art. 4 GG nur auf Grundlage eines formellen Gesetzes (Parlamentsgesetzes) erfolgen. Da muesste man mal in das DRiG hineinschauen, ob dazu etwas drin steht.

Die Frage wuerde locker eine große Hausarbeit im Öffentlichen Recht füllen, so kompliziert ist sie. Liegt an dem merkweurdigen deutschen Staatskirchenrecht.

In Frankreich waere die Sache klar: Hier gilt Laizismus, und da durfte sie das Kopftuch als Richterin oder Staatsanwaelting oder Professorin genauso wenig tragen wie als Schuelerin. Genauso wenig wie Christen dort in den entsprechenden Positionen Kreuze oder Nonnentracht tragen duerften.

Fabian
emrah
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Anmeldungsdatum: 10.07.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 10 Jul 2006 - 11:41:10    Titel:

Guten Tag. Ich begrüße das uni-protokoll forum mit ganzem herzen.
ich bin selber moslem und möchte gerne dazu was sagen. Wobei ich eigentlich in das andere Thread reinposten wollte, es aber nicht geklappt hat. Ich finde ganz kurz und knapp, das eine Frau mit einem Kopftuch es ruhig tragen kann, aber wenn sie nicht möchte, das es ihr überlassen ist. Das entscheidet die Frau letztendlich selbst. Man sollten niemanden zu etwas zwingen, da die Frau und der Mann im Koran gleichgestellt sind. Die meisten die das ausnutzen sind obermächte, die einfach nur für ihr eigenes wohlbefinden den glauben benutzen.
schönen tag noch, bye
sweety_06
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Anmeldungsdatum: 13.10.2006
Beiträge: 2
Wohnort: hannover

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 11:24:28    Titel:

Man bleibt doch mal bei dem eigentlichen Thema. Ich bin auch jetzt im 5. Semester und trage auch ein Kopftuch. Ich find das super das du als freundin für sie einspringst und sie unterstützt.

Aber was ihr andern labert ist völlig schwach sinnig. Mad
Was heißt hier "fanatische Eltern? Mad
Ich bin mir ganz sicher, dass fast alle Kopftuchträger ihr Kopftuch freiwillig tragen und nicht aus zwang. Sie gehen einfach nur ihrer Religion nach was ihr anscheinend nicht checkt.
MAP
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 171

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2006 - 22:50:38    Titel:

HalllooooO!

Also ich kann auch nur sagen:

als selbständige Anwältin wirst deine Freundin wahrscheinlich keine Probleme haben... ausser gegen die Vorurteile anderer...Ist klar Wink Das zählt aber im Gericht nicht ...

Richter/Staatsanwalt: 100% ausgeschlossen dass da ein Kopftuch erlaubt sein wird ... DENN ... Richter und Staatsanwaltschaft representieren den Staat...d.h. die BRD und nicht sich selbst als Individuuen. Dh in dem Augenblick müssen sie objektiv und unvoreingenommen sein, und dürfen sich in ihrer arbeit im Gericht nicht von Religion beeinflussen lassen. Auch nicht äusserlich. Daher müssen Staatsanwalt und Richter eine Robe tragen. Sie representieren den Staat und als solcher sind sie neutral! Gehören in dem Augenblick ihrer Berufsausübung im Gericht sozusagen keiner Religion an, denn sie klagen an und urteilen im Namen des Volkes und des Staates nicht im Namen einer Religion. Hoffe ich konnte es irgendwie erklären Very Happy

LG

MAP
sweety_06
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Anmeldungsdatum: 13.10.2006
Beiträge: 2
Wohnort: hannover

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 21:02:15    Titel:

ganz meine Meinung Wink . Dies ist so richtig. Man sollte nicht auf die Religion sondern auf die Dinge achten die, die Person vollbringen kann
aber verstehen tu ich es immer noch nicht warum so viele denken, dass alles dagegen spricht Rolling Eyes Rolling Eyes

ich bin überzeugt und werde meinem Traum auch nach gehen, die erste Juristin mit Kopftuch zu werden Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy
kathrinp
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Anmeldungsdatum: 31.10.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 21:59:07    Titel:

Zum einen möchte ich mich mal einigen meiner Vorrednern anschließen. Es ist sch***egal, welche Religion jmd hat, solange er/sie die Leistung bringt. (Das dieses Thema minderbemittelte Leute anzieht hat man sich ja denken können.)

Während eine Lehrerin durch ihr Auftreten die Kids beeindrucken kann, ist das bei einer Anwältin nicht so "leicht". (Was beeinflussbare Kids angeht denke ich da immer gerne an zwei Fragen, die ich mal beantworten musste:
1. Warum hat der Mann da Brüste wie eine Frau? und 2. Warum hat der Mann da nen Badeanzug für Frauen an? - Das war während der WM 2004, als ich gerade die Schwimm-Wettkämpfe geschaut habe.)

Die Frage wäre, ob es vielleicht eine Möglichkeit gibt, die Haare zu bedecken, ohne dass es von einigen Menschen gleich fälschlicherweise als fundamentalistisches/politisches Zeichen angesehen wird.

Genau gesagt denke ich da an eine Art Scheitl. Im orthodoxen, also strengreligiösen (findet ihr auch, dass Sprache manchmal ganz schön einschränkend sein kann?) Judentum ist es ja auch so, dass die verheiratete Frau ihre Haare bedecken soll. (Gründe ähnlich denen im Islam). Hier gibt es allerdings zwei Möglichkeiten (die am gebräuchlichsten sind). Neben dem Kopftuch (was wirklich kunstvoll schön drapiert werden kann und trotzdem noch alles verdeckt!) gibt es da auch noch den zuvor genannten Scheitl, eine Perücke, die ziemlich echt ausschaut, aber eben trotzdem nicht die richtigen Haare sind.

Ich weiß jetzt nicht, in wie weit die Art der Kopfbedeckung im Islam geregelt ist, aber ich dacht mal, ich merk das hier mal an. Wenn es nicht 100%ig geregelt ist, besteht immerhin die Möglichkeit. (Wir Juristen werden ja praktisch dazu "erzogen", alles so genau auseinander zu nehmen Wink )

Außerdem kenne ich ja von der Uni auch viele Mädels mit Kopfbedeckung und persönlich empfinde ich das überhaupt nicht als störend. Dann kann man ja auch gleich sagen, "Du Christ, zieh dein Kreuz aus, bevor du nen Gerichtssaal betrittst". Ist schließlich auch ein religiöses Zeichen, und für viele sicher genauso "gefährlich"... Rolling Eyes
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