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Therapeut trotz Krebserkrankung?
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Giles
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Anmeldungsdatum: 23.06.2006
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 16:21:40    Titel:

Die Frage ist wohl eher, von wem redet ihr?

Lest dat Ding noch mal ganz durch, dann siehts schon anders aus. Schwarz Weiss mag ich auch nicht.

@cloudy
Hoffe du hast meinen letzten Beitrag auf der Umfrage gelesen.
Nichts für ungut
Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 16:21:50    Titel:

sagst Du?! Wink

was findest Du denn grundsätzlich krankhaft daran, anderen Menschen helfen zu wollen?
Und was sollte krankhaft daran sein, das Bedürfnis danach zu verspüren?

Ich finde es eigentlich nur nicht wirklich richtig, sich für andere "aufzuopfern", so dass man danach selbst Hilfe bedarf, denn dann ist man nicht mehr wirklich eine Hilfe sondern eine Last, so weit sollte das z.B. nicht gehen.
Aber davon konnte ich in cloudys posts nichts lesen.

Er/sie hat einfach Erfahrungen gemacht, die er/sie mit anderen teilen und ihnen helfen möchte, er/sie war ja anscheinend immer schon sozial eingestellt und daher auch im Beruf als Lehrer nicht zufrieden.

Wo siehst Du da bitte etwas krankhaftes?

vg, Lucie
Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 16:27:20    Titel:

hm, gut, das ist jetzt eine gute Frage - auf wen hast Du dich denn bezogen, breacaholic?
hast Du dich auf Giles Umfrage bezogen?

Dann nehme ich natürlich zurück, was ich gesagt habe.
Allerdings würd ich mich dann wundern, warum Du das nicht unter die Umfrage gepostet hast?

Die Umfrage ist vielleicht nicht sehr sensibel, aber den Hintergedanken finde ich ein bißchen verständlich - warum sollte man schließlich nicht mit Krebs Therapeut werden dürfen?
Hätte ich meinen Studiengang nicht gewechselt, und würde Juristin werden, ich würde mit jemandem an dieser Stelle durch jede nötige Instanz rennen...
(wobei ich natürlich auch verstehe, dass jemand das in dieser Situation nicht unbedingt möchte. Aber es gibt ja auch noch die Möglichkeit der Sammelklagen etc. )

Andererseits würde mich jetzt schon auch interessieren, wo das genau steht, und ob das wirklich ganz genauso ist, wie wir das jetzt erfahren haben...
Giles
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Anmeldungsdatum: 23.06.2006
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 16:30:59    Titel:

Langsam Mensch,

Von Krankhaft hab ich nichts gesagt. Ich finde doch auch, dass cloudy ns chance verdient hat. Nur wird man schnell übermütig, wenn es einem plötzlich besser geht, egal um was es geht. Dann denkt man, die eigene Lösung ist für jeden gut. Kommt bei mir auch noch manchmal vor, da heisst es dann aufpassen. Ausserdem gibt es da das Problem der übertragungen und der Spieglungen. Da können sehr schnell missverständnisse entsehen.
traveler
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 17:04:00    Titel:

ich muß zugeben, mit dem begriff der "sinnsuchenden" habe ich so meine schwierigkeiten, (angewendet auf den psychotherapeutischen sprachgebrauch und nicht in der alltagsterminologie) da sich hier reale therapeutische arbeit mit anderen therapeutisch anklingenden hilfsangeboten sehr verschmelzen.

kurz und gut, für vt im erwachsenenbereich würdest du um das diplomstudium der psych oder analog dem master mit klinischem schwerpunkt nicht herum und ebenfalls nicht um die weiterbildung zum "psychologischen psychotherapeuten".

ein durchleben, durchkämpfen und besiegen einer krankheit ist nicht ein "persilschein" sich auf die onkologie mit der einstellung "ich weiss wie du dich fühlst, ich habe das selbst erlebt" zu stellen und zu vertreten. was dich motiviert, gesund zu werden, muß zwangsläufig nicht für andere gelten. und es ist auch kein garant dafür, daß es für andere funktioniert (aber auch keiner, daß es das nicht tut). für diese art der unterstützung gibt es selbsthilfegruppen.

versteh mich hier bitte nicht falsch. wenn du unbedingt therapeut werden willst, "go for it", schau aber in ganz eigenem interesse noch mal nach deinen erwartungen und vorstellungen. nicht umsonst ist der weg dahin sehr lang und läßt auch noch die möglichkeit sich - bezogen auf die motivation und die erwartungen - kritisch zu hinterfragen.

wenn du lebensberatung machen möchtest gibt es mit sicherheit andere, weniger zeitaufreibende ausbildungen.

viele grüsse
der traveler
Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 17:18:07    Titel:

@Giles

langsam wirds wirklich unübersichtlich, weil keiner zitiert hat...

also ich persönlich finde hier gar nichts krankhaft - weder das Bedürfnis, anderen zu helfen, noch die Umfrage, die gestartet wurde. Ob sie jetzt "sensibel" war oder nicht ist wieder ein anderes Thema - aber "krankhaft" im Sinne von "gestört" ist in meinen Augen weder das eine noch das andere.

vg, Lucie
cloudy
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Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 17:25:42    Titel:

Hallo,

ja, vieles von dem, was ihr schreibt, stimmt wohl, aber kennt jemand von euch überhaupt Lawrence LeShan und seine Methode? Die Geringschätzung der Psychotherapie von Seiten der Onkologen bringt viele Therapeuten dazu, einfach nur begleitend agieren und als Betroffene weiß ich nicht nur von mir selbst, sondern auch von anderen Betroffenen aus der Tumorklinik, dass die ganze Körperbezogenheit einfach am Thema vorbeigeht. Bei Rüdiger Dahlkes Büchern habe ich für mich Anfänge von Sinn entdeckt und bei LeShan musste ich weinen, weil endlich jemand meine Krankheit so beschrieben hat wie ich sie fühle und erlebe. Ich glaube nicht mehr an die Krebsstatistiken der Schulmediziner, die diese Krankheit in Organe zersplittern und dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Und ich habe miterlebt, wie den Statistiken zuliebe Krankheitsberichte einfach so korrigiert werden, dass Menschen in schulmedizinische Risikogruppen gehören, ohne dass dies der Wahrheit entspricht. Ich glaube daran, dass die Seele wichtiger ist als der Körper und ich habe in der Klinik keinen Menschen getroffen, der auf seinem bisherigen Lebensweg glücklich war - wenn er ehrlich war, natürlich gibt es auch die ewigen Verdränger, denen es immer "blendend" geht (aber nur weil sie eben Blender sind). Versteht mich noch jemand?
Giles
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Anmeldungsdatum: 23.06.2006
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 17:29:24    Titel:

Das versteh ich schon cloudy, nur machst du dich selbst kaputt, wenn du jedem dieses Bewusstsein geben willst.

Das Gefühl etwas zu verstehen, was einem so lange entgangen ist ,ist wunderbar, und man will es teilen. Du kannst sicher Menschen helfen sich selbst zu helfen, nur brauchen die vieleicht ne andere lösung als du, und sie müssen lernen eigenständig Lösungen zu finden.

Meine Lösung für dich hat dir ja wenig gefallen, oder? Du bist niemandem dafür etwas schuldig, hast ja für die Bücher bezahlt.
Joe22
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 53
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 18:03:28    Titel:

Ich denk auch, du solltest wirklich nochmal überlegen, was du vom Beruf Psychotherapeut wirklich erwartest.
Klar dürfte sein, das es bis dahin ein langer weg ist. Formal brauchst du für den psychologischen Psychotherapeut das Diplom oder den Master mit klinischer Ausrichtung. Dies kann man nun aber nicht durch ein fernstudium erwerben. Auch dauert ein studium ein paar Jahre... auch die Psychotherapieausbildung dauert... Du musst abwägen, ob das der Weg ist der dir vorschschwebt... Klar sein dürfte: Du brauchst Zeit und du musst dazu an die Uni gehen!
Auch musst du dir überlegen, wie wahrscheinlich es ist das die Methoden von Herrn LeShan in der Ausbildung vermittelt werden und wie intensiv... ist ja möglich, das es garnicht zur Sprache kommt... vielleicht wär das eine Enttäuschung?


Was blieben denn für Alternativen?
Alternative ist also der homäopathische Therapeut (ich weiß nicht wie das genau heißt)... Den kann ja im grunde jeder machen und erfordert kein Studium... Nachteil hier: Wie wahrscheinlich ist es wenn du diese Ausbildung hast damit erstens sein Geld zu verdienen und wie wahrscheinlich ist es das du das was du machen willst auch machen kannst (Arbeit mit Krebskranken).
Die Frage ob du die Prüfung machen darfst da du ja selber betroffen bist oder warst, glaub ich würde schon "im Einzelfall" entschieden werden. Das denke ich mir so, muss nicht die wahrheit sein! Ruf doch einfach mal beim Gesundheitsamt an, da wird die Prüfung ja abgenommen... genau an dieser Stelle.... die müssten doch Auskunft erteilen.
Das kannst du dir also überlegen...
Oder:
Überleg mal, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt Krebskranke zu unterstützen! Ich meine der homäopathische Psychotherapeut, den willst du ja eigentlich auch nicht, oder???? Zumindest hatte ich aus deinen Äußerungen den Eindruck. Und die Frage, ob die dich überhaupt mit der homäopathischen Ausbildung an solche Patienten ranlassen.

Also überleg mal, was du sonst tun könntest um deinem Ziel Krebskranken zu helfen näher zu kommen. vielleicht kannst du in eine Selbsthilfegruppe eintreten oder an einem Projekt als ehrenamtlicher mitarbeiten...
Vielleicht könntest so viel besser, schneller und unabhängiger von solchen äußeren Zwängen (Psychotherapieausbildung etc.) dein Ziel erreichen
Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2006 - 18:08:39    Titel:

hallo cloudy,

ich denke schon, dass es vielen Betroffenen so geht wie Dir, und dass die Erkenntnis, dass Krankheit nicht nur körperlich, sondern zumeist auch psyschisch/seelisch bedingt ist, vielen Betroffenen helfen kann.

Natürlich muss das nicht allen helfen, aber da ist ja jeder durchaus frei, den Weg zu wählen, den er selbst wählen möchte - das ist doch bei jeder Therapie so.

Und jeder Therapeut hat seine eigene Philosophie, auch das ist ein offenes Geheimnis - von wegen, man könnte da bestimmte Strategien "auswendiglernen", die Wege müssen immer aus der Situation heraus und auf den Einzelfall zugeschnitten sein.

Ich denke, dass man nicht sagen kann, dass die Schulmedizin "falsch" ist, ich denke, richtig wäre eher zu sagen, sie ist einfach nicht "vollständig". Sie kann viel bewirken - und ich muss sagen, dass wenn ich Krebs hätte, ich mich auf jeden Fall auch in Hände von Schulmedizinern begeben würde, aber ich würde zusätzlich auf jeden Fall auch noch andere Dinge machen.

Ich kenne traurigerweise auch eine Menge Krebspatienten, und es stimmt, keiner von ihnen war ein besonders glücklicher Mensch. Ich würde mich hüten, daraus eine Verallgemeinerung zu machen, und ich möchte hiermit in keinster Weise in Anspruch nehmen, daraus eine Gesetzmäßigkeit ableiten zu können (!!!) - aber es waren eben Dinge, die ich für mich selbst gesehen habe, und woraus ich für mich (!) Überlegungen und Erkenntnisse abgeleitet habe. Natürlich würde ich die keinem anderen überstülpen.

Ich würde Dir raten, den Weg, der Dir so am Herzen liegt zu verfolgen, und dich auf jeden Fall weiter zu erkundigen, was es für Möglichkeiten für dich gibt... Ich denke schon, dass es möglich wäre, dass Du einigen Menschen helfen kannst, sofern diese es wünschen.

vg, Lucie
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