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Muslime fürchten überzogene Sicherheitsdebatte
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Muslime fürchten überzogene Sicherheitsdebatte
 
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 03:26:52    Titel:

Mortis Rigor hat folgendes geschrieben:

Multikulti ist bei uns gescheitert.


Dieser Satz stammt aus der rechten Szene und wird manchmal auch von anderen populistisch agiereneden Politikern wiedergekäut, alles in allem ist es natürlich Unsinn. Wäre das nicht so, würde das bedeuten wir wären eine Art Monokultur, sind wir aber nicht. Es gab so etwas wie Monokulti als vermeintlicher Gegensatz zu Multiikulti nie wirklich, und die Versuche das zu implementieren sind in der Tat gescheitert.- Wer es nicht glaubt, soll sich Bilder von 1945 ansehen, da kann jeder erkennen wie gescheitert Monokulti ist.

Damit ist der Rest des Beitrages von Mortis Rigor, der sich auf diese These stützt hinfällig.

Man könnte vielleicht sagen die Integration mit dieser oder jene Gruppe erweist sich als schwierig, aber zu behaupten Multikulti sei gescheitert ist eine ziemlich dumme Phrase, die wie man sieht schnell wiederlegt werden kann.

Trotzdem behaupten rechte Kräfte das immer wieder mit harrsträubenden Beispielen, ganz so als ob wir noch mitten im dritten Reich lebten und die Sippenhaft hätten werden ständig große Bevölkerungsgruppen für die Taten einzelner verantwortlich gescholten, natürlich ohne jeden Beleg für solch dummen Verallgemeinerungen.

Ebenfalls verhält es sich mit den Bombendrohungen, denn die Bomben werden zwar häufig von Migranten gebastelt und eingesetzt, aber sie werden nur misssbraucht, die treibende Kräfte diese zu organisieren haben mit dem Migrationsproblem nichts zu tun.

Die einzihe Mitverantwortung die zu erkennen ist liegt eher daran begründet, das unsere Gesellschaft durch ihre Ausgrenzung, so wie sie Mortis aktiv verbissen betreibt, den gesellschaftlichen Druck erhöht der dann zu mehr Bereitschaft bei bestimmten Migranten führen kann, nicht muss.

Der Großteil der islamischen Migranten hat damit nichts zu tun und ist daher auch nicht dafür verantwortlich.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 06:28:20    Titel:

Iskander schrieb :

Zitat:
Ich möchte an dieser stelle anmerken das noch vor 300 Jahren der Vatikan eben genau das getan hat, und Ungläubige bzw. Ketzer in Europa verfolgt wurden.


schelm hat folgendes geschrieben:

Stellte vor längerer Zeit hier mal erfolglos die Frage : Wer von den Muslimen kümmert sich geistig z.B. um die 5000 Fundamentalisten des ehemaligen Kalifen von Köln ?


Antwort Iksander :

Zitat:
Vermutlich niemand warum auch? Wer sollte sich um so einen verrückten kümmern. Wink


Rashida :
Zitat:
Ich befürchte nur, dass die Dummheit und Ignoranz in meinem Land langsam überhand gewinnt


No Comment ! Confused
Mortis Rigor
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 207

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 07:30:29    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
"Multikulti ist bei uns gescheitert..."
Dieser Satz stammt aus der rechten Szene und wird manchmal auch von anderen populistisch agiereneden Politikern wiedergekäut, alles in allem ist es natürlich Unsinn.


Ich glaube, es wurde damals von Edmund Stoiber aufgebracht, der ja bekanntermaßen zur "rechten Szene" gehört... (Im Bürgerland)

Zitat:
...Wäre das nicht so, würde das bedeuten wir wären eine Art Monokultur, sind wir aber nicht. Es gab so etwas wie Monokulti als vermeintlicher Gegensatz zu Multiikulti nie wirklich, und die Versuche das zu implementieren sind in der Tat gescheitert...


Geh doch mal raus "Bürger", und siehe wer dort ist....

Fallen dir dort Menschen auf, die etwas "anders" sind, diese "uniforme Mode" a la "Ahmadinedschad" tragen, kommen sie mit Sicherheit zu 98 % aus der Türkei. Und genau dies ist diese "Monokultur", statt der gescheiterten "Multikultur". Aber du weisst dies doch selbst, du widersprichst doch nur prophylaktisch.... Wink Laughing

Zitat:
Wer es nicht glaubt, soll sich Bilder von 1945 ansehen, da kann jeder erkennen wie gescheitert Monokulti ist...


Es verschafft dir Vergnügen, dir Deutschland am Boden darzustellen? Was man hier sah, war Schutt und Asche. Trümmerfrauen, und überhaupt Frauen, Kinder und ältere Menschen, die die Fehler der Nazis ausbügeln mussten... Nochmals, hätte es den Holocaust nicht gegeben, wäre es vielleicht "nur" eine "kriegstechnische Niederlage" eines kriegerischen Volkes gewesen. Die aktuelle Realität der Deutschen ist, immer noch den Schwanz einkneifen zu müssen, für Dinge die leider nicht mehr ungeschehen zu machen sind. Jedoch kämpfen die Deutschen heute an der Seite der Israelis, als direkte Nachfahren der Juden des 2. Weltkriegs. Die Türken hetzen immernoch alles und jeden aus ihrem Land, trotz des armenischen Holocausts... Aber ich will nicht die Judenfrage des 3. Reiches hier relativieren... Ist nicht meine politische Richtung, auch wenn "Bürger" mich gerne in dieser Ecke sähe... (Wie jeden...)

Zitat:
Man könnte vielleicht sagen die Integration mit dieser oder jene Gruppe erweist sich als schwierig, aber zu behaupten Multikulti sei gescheitert ist eine ziemlich dumme Phrase, die wie man sieht schnell wiederlegt werden kann.


Laughing Laughing Laughing Ja, klar... Laughing Laughing

Zitat:
...werden ständig große Bevölkerungsgruppen für die Taten einzelner verantwortlich gescholten, natürlich ohne jeden Beleg für solche dummen Verallgemeinerungen...


Ratespiel:

a.) Islamist = Muslim
b.) Deutscher = Nazi

Was ist hier falsch, oder fehl am Platz?

Wer verallgemeinert denn hier dumm?

Zitat:
Ebenfalls verhält es sich mit den Bombendrohungen, denn die Bomben werden zwar häufig von Migranten gebastelt und eingesetzt, aber sie werden nur misssbraucht (*** Wer, die Bomben, oder die Migranten??? ***), die treibende Kräfte diese zu organisieren haben mit dem Migrationsproblem nichts zu tun.


Laughing Laughing Rolling Eyes Wink Der war gut...!!!

Die einzige Mitverantwortung die zu erkennen ist liegt eher daran begründet, das unsere Gesellschaft durch ihre Ausgrenzung (Parallelgesellschaften), so wie sie Mortis aktiv verbissen betreibt, den gesellschaftlichen Druck (wie denn? Sie machen doch was sie wollen) erhöht der dann zu mehr Bereitschaft bei bestimmten Migranten führen kann (deren Problem, nicht dies der Deutschen), nicht muss.

Zitat:
Der Großteil der islamischen Migranten hat damit nichts zu tun und ist daher auch nicht dafür verantwortlich...


Der war fast noch besser... Laughing Laughing Laughing Wink

*** Man beachte: Der Wind weht rauher aus dem muslimischen Lager...***


Der "Muslim" übernimmt niemals irgendeine "Schuld"... Er hat immer eine Ausrede... Das war als die Türken vor Wien die Österreicher k ö p f t e n auch nicht anders... Dort erzählten sie später, sie wären "dagewesen um den Kaffee zu bringen...!!!" Laughing Laughing Laughing Rolling Eyes

Spricht man "den typischen Deutschen", den du ja so gerne als "Nachfahren Adolfs" zitierst, mal auf das Ausländerproblem an, wird dieser jedoch fast ausschliesslich von "Russen" und "den Schwarzen" reden. Die Türken scheinen für "den typischen Deutschen" schon unsichtbar zu sein... Ist mir schon sehr oft so geschehen...
Selbst jene weren dann erstaunt tun, wenn die ersten Bomben auf deutschem Territorium, von Muslimhand gelegt, explodieren... Shocked Idea

Die Macht der Gewohnheit, also??!


Zuletzt bearbeitet von Mortis Rigor am 19 Aug 2006 - 09:12:22, insgesamt 3-mal bearbeitet
Iskander
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Anmeldungsdatum: 11.05.2006
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 08:34:38    Titel:

Ich persönlich würde sogar sagen das die slawischen Ausländer ein weitaus größeres Problem darstellen als die Türkischen. Aber naja ich glaube die Problematik liegt doch eher darin das Türken zufälligerweise Moslems sind oder? Rolling Eyes

Was nun die Bombenleger betrifft ist eigendlich egal ob sie Türken sind oder nicht - Hängen werden sie so oder so. Ich denke da sollte man keine großen unterschiede machen. Terrorist ist Terrorist, egal welcher Ideologie oder Religion er anhängt.

Hinsichtlich meiner persönlichen erfahrung kann ich aber nur sagen das Türken nicht zwangsläufig seltsamer sind als andere, ich glaube das so etwas zu behaupten eine pauschalisierung ist, die einfach nicht zutrifft.

Das hier irgendjemand alle deutschen als Nazis bezeichnet hat, ist mir völlig neu. Ich glaube außerdem das dieses Thema hier eigendlich nichts verloren hat. Das mit Österreich, Wien und dem Kaffee ist mir jetzt auch völlig neu und tut eigendlich nichts zur sache.

Meine Linie ist klar, mit Terroristen und religiösen Fanatikern sollte - im rahmen der angemessenheit - kurzer Prozess gemacht werden. ABER zur hetze gegen ganze Volksgruppen aufzurufen ist der falsche weg.

Was nun Edmund Stoiber betrifft, ich halte ihn für einen rückwertsgewandten Separatisten dem ebenfalls der Prozess gemacht werden sollte.
Mortis Rigor
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 207

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 09:03:14    Titel:

Iskander hat folgendes geschrieben:
Ich persönlich würde sogar sagen das die slawischen Ausländer ein weitaus größeres Problem darstellen als die Türkischen. Aber naja ich glaube die Problematik liegt doch eher darin das Türken zufälligerweise Moslems sind oder?


Nun, schon... Aber nicht weil sie Muslime sind, sondern weil es hier zu viele dieser Art gibt, und ein massenweises Auftreten einer bestimmten Spezies immer zu einer Veränderung eines Biotops führt... Shocked

Zitat:
Was nun die Bombenleger betrifft ist eigendlich egal ob sie Türken sind oder nicht - Hängen werden sie so oder so. Ich denke da sollte man keine großen unterschiede machen. Terrorist ist Terrorist, egal welcher Ideologie oder Religion er anhängt.


Nun, aber die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines "buddhistischen", oder gar eines "kamasutranischen" Terroristen, ist aktuell weitaus geringer als das Auftreten von "muslimischen" Terroristen... Shocked

Zitat:
Hinsichtlich meiner persönlichen erfahrung kann ich aber nur sagen das Türken nicht zwangsläufig seltsamer sind als andere, ich glaube das so etwas zu behaupten eine pauschalisierung ist, die einfach nicht zutrifft.


"Bekannte" oder "Freunde" sieht man immer mit anderen Augen, da ist die Nationalität durchaus unwichtig. Ist bei mir auch nicht anders als bei dir...

Zitat:
Das hier irgendjemand alle deutschen als Nazis bezeichnet hat, ist mir völlig neu. Ich glaube außerdem das dieses Thema hier eigendlich nichts verloren hat.


Bürger macht es ständig, die Türken machen es ständig... Ist eigentlich kaum zu überlesen... (TIP: Brille anziehen?!)

Zitat:
Das mit Österreich, Wien und dem Kaffee ist mir jetzt auch völlig neu und tut eigendlich nichts zur sache.


Du reisst es ja auch aus dem Kontext, oder?!
Mal in Google Türken vor Wien suchen..!!!

Zitat:
Meine Linie ist klar, mit Terroristen und religiösen Fanatikern sollte - im Rahmen der Angemessenheit - kurzer Prozess gemacht werden. ABER zur Hetze gegen ganze Volksgruppen aufzurufen ist der falsche Weg...

Keiner fragte mich bisher... Ich finde multikulturelles Leben toll...
Afrikanische Menschen in ihren bunten Klamotten, kleine braune Kinder mit grossen Augen, kleinen Zöpfchen. Sogar kleine muslimische Mädchen sehen so niedlich aus wie eine Prinzessin (naja, nicht alle) wenn sie mit ihrem Kopftüchlein durch die Stadt laufen... Überhaupt alles was Kind heisst, egal woher, macht Farbe...

Was mich absolut abfuckt sind die kleinen türkischen Fussballidioten mit ihren blondgesträhnten hochtoupierten Haaren, die "Ilove Turkey" auf ihren Hemden laut brüllend durch die Stadt transportieren...
Aber Fussball finde ich auch bei den Deutschen grässlich...

Zitat:
...Was nun Edmund Stoiber betrifft, ich halte ihn für einen rückwertsgewandten Separatisten dem ebenfalls der Prozess gemacht werden sollte...


Du möchtest den Ausgleich...?!

Wenn es zuviel links gibt, muss es auch rechts geben, damit sich alles nivelliert. Nur die goldene Mitte zählt...

DAS "NORMAL"...

P.S.: Mir ging gerade so eine Art "Big Brother" Multikulti durch den Kopf...

Man nehme 5 überzeugte Christen, 5 überzeugte Muslime, 5 überzeugte Juden, und verbringe sie in ein Survival-Camp, und siehe was geschieht...

Ich könnte wetten, das die 5 Muslime sich sofort zusammentun würden, um die anderen auszuschmieren, auch wenn keiner den anderen von irgendwo kennen würde. Rein Mentalitätsmässig... Allerdings nur so lange, bis sie alles durcheinander gebracht hätten. Dann würden sie sich untereinander - gegeneinander stellen...

Die Anderen würden wohl eher Brötchen für sich selbst backen...
Boush
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Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 09:21:20    Titel:

@Schelm, was erwartest du denn von den Muslimen? Das wir im Zweifelsfall nicht mehr an denn Quran glauben sollen? Wir machen das schon seit 1400 Jahren, und siehe da, es klappt gut. Wir nehmen unsere Religion halt viel ernster. Du bist doch Christ oder? Dann glaubst du doch an Gott? Würdest du dich im Zweifelsfall an Rechtsgesetze oder an die Worte Gottes wenden? Ich gehe mal davon aus, ersteres ist der Fall. Wie sehr glaubst du dann wirklich an Gott? Bist du nicht nur im Namen ein Christ? Ich frage das jetzt nur aus Neugier!

ÜBRIGENS: Mir ist es in meinem ganzen Leben noch nicht passiert, das ich mich zwischen den Deutschen Gesetzen oder dem Quran entscheiden musste. Zum Glück haben wir hier in Deutschland auch nur "gute" Gesetze (in USA ist das nicht gerade der Fall) somit habe ich nicht im geringsten Probleme damit, meiner Religion zufolgen und mich an die Gesetze Deutschlands zu halten! Und oft ist es so das Arbeitgeber Muslimen nicht erlauben ihr Gebet während der Arbeit zu führen, das repektieren wir, und dann beten wir das Gebet nach! Das Problem liegt nicht am Islam!
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 13:51:29    Titel:

Mortis Rigor hat folgendes geschrieben:

Geh doch mal raus "Bürger", und siehe wer dort ist....

Fallen dir dort Menschen auf, die etwas "anders" sind, diese "uniforme Mode" a la "Ahmadinedschad" tragen, kommen sie mit Sicherheit zu 98 % aus der Türkei. Und genau dies ist diese "Monokultur", statt der gescheiterten "Multikultur". Aber du weisst dies doch selbst, du widersprichst doch nur prophylaktisch....



Bist Du Dir selbst eigentlich über den Unsinn bewusst den Du hier von Dir gibst? Wie groß ist denn der Anteil derer die sich so traditionell kleiden? Ich wohne in einem Viertel mit über 40% Ausländeranteil Du Freund einfacher Gedankengänge und Weltbilder. Kopftücher sind zwar verbreitet anzutreffen, aber das wars schon, ansonsten kleiden sich die Menschen in diesem Viertel wie alle anderen auch, von einer Uniformität der Muslime, so wie sie in abgeschmackten sensationsgeilen Presseberichten durch selektive Auswahl der Bilder erzeugt wird kann überhaupt nicht die Rede sein.

Ich kenne ein zweites Beispiel, so wurde in einem Beitrag eines politischen Magazin berichtet, dass die Rechtsextremen in Dortmund sich ausbreiten, was hinischtlich der geplanten Strategie sogar stimmen kann. Als Beleg wurde nun behauptet dass an immer mehr Hauswänden in Dortmund übergroße Hakenkreuze zu finden wären und als Beweis wurde dem Zuschauer zwei dieser Hakenkreuze gezeigt. Am nächsten Tag suchte ich in den jeweiligen Stadtviertel die großen Hakenkreuze die dort angeblich überall an den Hauswänden zu sehen sein sollten, das Ganze stellte sich als absoluter Unsinn heraus.

Ein anderes Beispiel wie unsere Medien arbeiten, ein Unternehmer baut ein seriöses medizinisch sportliches Fitnesszentrum auf und freut sich dass sein Unternehmen in den Medien gezeigt wird. Nur zufällig befindet sich in der Nähe auch der Strassenstrich. Das erste was im Bericht zu sehen war, obwohl beides nicht das geringste miteinander zu tun hat und selbst die Einfahrt von einer völlig anderen Strassenseite erfolgt waren Archivbilder von Strassendirnen, der Unternehmer war total aus dem Häuschen wie man sich vorstellen kann. Verkaufen lässt sich der Bericht für den Sender aber besser, ein Fitnessstudio ist eben nur dann erwähnenswert, wenn es aufgepeppt wird, wenn verkaufsfördende Verpackungen angeboten werden, ein Fitnessstudio im Strassenstrich erhöht die Aufmaerksamkeit und lösst sich im Vorspann besser verkaufen.

Ein drittes Beispiel, die Kaufhauskette Walmarkt, als sie noch vorhatte den deutschen Markt zu erobern kam auf die Idee aus ihren Kaufhäusern eine Art Singletreff zu organisieren und jedem Singlepärchen das sich traf eine Gutschein über ich glaube ein Getränk mitzugeben. Es kommt der WDR, eigentlich noch ein relativ seriöser Sender. Alle Aufnahmen im Laden wurden gestellt, die Schauspieler gleich mitgebracht, das ganze wird im Fernsehen aber als Dokumentation verkauft, weil niemand erwähnt dass die 10 Sekunden Einspielung in irgendwelchen lokalen Magazinen nur vorgespielt ist. Im Fernsehen sieht man dann wie ein Single einen anderen trifft, alles erstunken und erlogen aber nicht als gespielte Szene gekennzeichnet. Wie war noch der Titel der Prinzen "Alles nur geklaut..."

Was ich damit sagen will ist, das die Klischees und Bilder, die uns die Medien vermitteln mit der Wirklichkeit oft nicht das Geringste zu tun haben müssen. Wir sehen eine aufgesetzte Wirklichkeit nicht die Wirklichkeit.

Wir kaufen eigentlich nur das Produkt Nachricht, wenn wir sie betrachten, finanziert über die Werbung der die Gebühren. Dieses Produkt wird so preisgünstig wie möglich produziert wird und darf dabei genaus wie Werbung bestimmte Elemente enthalten und andere nicht, um besser verkauft werden zu können. Natürlich waren beide Singels jung und attraktiv, was mit der Wirklichkeit eben auch weniger harmoniert.

Viele der ausländerfeindlichen Klischess entstehen so, und es wäre interessant zu untersuchen inwieweit diese Klischess beginnenn die Wirklichkeit zu beeinflussen und schon beeinflusst haben, so dass sich die Menschen irgend so verhalten wie es in den Medien vorexzerziert wird und den Erwartungshaltungen zu genügen.

Es ist halt einfacher ein paar Bilder aus dem Archiv zu einer Nachricht zu packen, oder Schauspieler eine Szene spielen zu lassen, um sie ansprechender zu gestalten. Nur damit wird keine Wirklichkeit angeboten sondern nur etwas Unwirkliches Irreales, in diesem Fall vom Redakteur, der damit nicht einmal seine Meinung präsentiert sondern das zeigt, von dem er annimmt, dass es die, in seinen Augen eher dummen Zuschauer, ihm abnehmen, sozusagen die Reflektion eines Klischees, aber nicht die Wirklichkeit.

Immer, wenn in den Nachrichten etwas über Migranten berichtet wird, werden aber die gleichen Bilder aus den Archiven geholt und eingespielt, natürlich extreme Bilder, mit fundamentalistisch eingestellten Migranten, die mit wallenden Gewändern und Turban durch Berlin Kreuzberg oder Dortmund Nordstadt wandern zusammen mit Frauen die ganz verschleiert sind.

Es gibt natürlich sehr traditionell lebende Muslime die sich auch entsprechend kleiden., aber das ist sicher nicht die Mehrheit der hier lebenden Türken. Ansonsten könnte ich ebenso behaupten die Christen wären alle Zeugen Jehovas und würden sich abends mt der Peitsche geisslen weil es einzelne Vertreter gibt die so handeln. Auch dazu findet sich Archivmaterial das bei jeder Erwähnung des Christentums sich einspielen lassen würde.

Gespielte Szenen, wiedergekäutes Archivmaterial und selektive Auswahl, das ist das, was uns als Wirklichkeit verkauft wird.

Die Wirklichkeit ist leiser, grauer, komplexer und intensiver als das hohle und bunte Geschrei der Medienwelt, die Hass im Sonderangebot verkaufen und sicher reicher, als die vermeintliche Wirklichkeit jener bedauernswerten Gestalten, die das von den Medien zu profanen Verkaufszwecken Ausgewürgte gierig aufsaugen und laut als selbst Erbrochenes verkünden, um sich einzubilden zu können, sie wären mehr als das armselige Bild das sie in selten klaren Momenten im Spiegelbild sehen und schnell wieder verscheuchen.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Mortis Rigor
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 207

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 14:42:15    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
...Was ich damit sagen will ist, das die Klischees und Bilder, die uns die Medien vermitteln mit der Wirklichkeit oft nicht das Geringste zu tun haben müssen. Wir sehen eine aufgesetzte Wirklichkeit nicht die Wirklichkeit...


Nö, Nöööö, das was DU wirklich allen sagen möchtest ist:

" Pass mal auf ihr DOOFEN, ihr hast doch keine Ahnung.... ICH bin vor 3500 Jahren geboren worden, habe die absolute kosmosumspannende Ahnung von allem und jedem, mir kannst du also garnichts erzählen, weil ich wirklich der aller, allerbeste und schlauste bin, der überhaupt mal irgendwann auf der Erde gelebt hat...!!"

Und es gilt sowieso:

Paragraph 1 = Bürger hat immer recht
Paragraph 2 = Sollte Bürger mal widererwarten nicht recht haben, tritt automatisch Paragraph 1 in Kraft...


Zitat:
Viele der ausländerfeindlichen Klischess entstehen so, und es wäre interessant zu untersuchen inwieweit diese Klischess beginnenn die Wirklichkeit zu beeinflussen und schon beeinflusst haben, so dass sich die Menschen irgend so verhalten wie es in den Medien vorexzerziert wird und den Erwartungshaltungen zu genügen.
Immer, wenn in den Nachrichten etwas über Migranten berichtet wird, werden aber die gleichen Bilder aus den Archiven geholt und eingespielt, natürlich extreme Bilder, mit fundamentalistisch eingestellten Migranten, die mit wallenden Gewändern und Turban durch Berlin Kreuzberg oder Dortmund Nordstadt wandern zusammen mit Frauen die ganz verschleiert sind. Es gibt natürlich sehr traditionell lebende Muslime die sich auch entsprechend kleiden...


Es ändert sich ja auch nichts in den Berichten, sie würden vermutlich die gleichen uniformen Klamotten, die gleichen Kopftücher, filmen müssen... Laughing Laughing Laughing

Zitat:
aber das ist sicher nicht die Mehrheit der hier lebenden Türken...


Nö, die Mehrheit der hier lebenden Türken hat, weil jünger, einen eigenen S t y l e gefunden. Sie färben sich jetzt die Haare blond, so dass sie aussehen wie Strassenköterfarben, lassen sich die Haare wachsen, und kleben sie sich mit Gel und Haarspray hoch, sodass sie aussehen, wie der Punk aus dem Disney Film "Peter Pan" mit Robin Williams... Wie Disconutten eben...
Nadelstreifen scheinen bei den Türken auch wieder in zu werden, ich habe heute schon 3 mit diesen Hosen gesehen... Laughing Laughing Laughing


Du glaubst allen Ernstes, alle Menschen in Deutschland würden sich ihr Wissen ausschliesslich aus den Medien besorgen, draussen mit Scheuklappen und Ohrenkorken herumlaufen, und alle Klischees ergeben, die es so gibt...

Mann, bist du Banane... Laughing Laughing Laughing

Zitat:
...Die Wirklichkeit ist leiser, grauer, komplexer und intensiver als das hohle und bunte Geschrei der Medienwelt, die Hass im Sonderangebot verkaufen...


Die Wirklichkeit, mein lieber selbsternannter Philosoph, ist lauter, farbiger, komplexer, intensiver und Pixel-reicher als das gesamte Geschrei der Medienwelt, das nur einen Bruchteil der Wirklichkeit darstellt...

Man muss nur draussen die Augen und die Ohren aufmachen wollen, und nicht dem manischen Zwang unterliegen, ständig zu glauben ein "Rottweiler-Mastino-Rhodesian-Ridgeback-Rottweiler" wäre ein Schosshund, nur weil er "Hund" heisst, genauso wie ein "Yorkshire-Terrier", und müsste daher auch in ein kleines Hundekörbchen passen...


Zuletzt bearbeitet von Mortis Rigor am 20 Aug 2006 - 00:27:37, insgesamt 4-mal bearbeitet
Machmed
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 17:54:01    Titel:

Mortis Rigor hat folgendes geschrieben:
ICH bin vor 3500 Jahren geboren worden, habe die absolute kosmosumspannende Ahnung von allem und jedem...


hallo ET willkommen auf dieser Welt Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil Shocked
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2006 - 18:52:31    Titel:

Boush schrieb :

Zitat:
Schelm, was erwartest du denn von den Muslimen? Das wir im Zweifelsfall nicht mehr an denn Quran glauben sollen? Wir machen das schon seit 1400 Jahren, und siehe da, es klappt gut. Wir nehmen unsere Religion halt viel ernster. Du bist doch Christ oder? Dann glaubst du doch an Gott? Würdest du dich im Zweifelsfall an Rechtsgesetze oder an die Worte Gottes wenden? Ich gehe mal davon aus, ersteres ist der Fall. Wie sehr glaubst du dann wirklich an Gott? Bist du nicht nur im Namen ein Christ? Ich frage das jetzt nur aus Neugier!


Fakt ist : Die Sprache ist die Quelle der Mißverständnisse. Zum christlichen Glauben fand ich vor etwas mehr als 2 Monaten. Nur mal nebenbei erwähnt. Seit dieser Zeit bemühe ich mich natürlich auch viel mehr Verständnis für die Muslime aufzubringen.

Ich gehe davon aus , dass wir auch denselben Gott meinen. Irgendwie gibt es jedoch Interpretationsdifferenzen über das , was wir meinen , was er von uns z.T. erwartet. Ich erwarte also keinesfalls das Muslime abschwören sollen !

Was ich erwarte ist folgendes : Muslime sollten weltweit darüber nachdenken , welche Auswirkungen ihre Zersplitterung und Unorganisiertheit hat. Diese 2 Faktoren in Kombination mit der fehlenden , geschichtlichen " Phase der Aufklärung " , vergleichbar der in den letzten paar hundert Jahren in Europa , verursacht einen unberechenbaren Herd latenter Gefahr.

Wiederkehrendes Augen zu und durch , führt keinesfalls zu mehr Sicherheit. Die Standardtantwort : Dies sind keine Muslime , ist wenig hilfreich.

Warum ? Würde ich also durch die Welt ziehen und jeden der mir nicht passt wegbomben etc. .... könnte ich dies natürlich mit dem Alten Testament und dem Auge um Auge - Prinzip begründen. Und : Seht her , ich verhalte mich Bibelgemäß !

Die meisten Christen würden dann sagen : So verstehen wir aber das Christentum nicht , für uns bist du kein Christ !

Hoffe mal , diese Analogie kam rüber ! Weiter : Die absolute Mehrheit der Christen würde so reagieren und mich sozial isolieren. Damit ( dieser Position ) würde ich also sehr einsam werden , könnte mich in keiner Kirche verstecken , keinen Publikationen kath . / evang. Presse auslassen , selbst Bekannte und Freunde die Christen sind , die Familie , würden zwar um mein Seelenheil beten womöglich --- aber mich weder in meiner Sicht stärken , noch wahrscheinlich länger befreundet sein wollen.

Ich hätte also keinerlei reale Rückzugsräume mit meiner Position !

Nichts anderes erwarte ich analog von Muslimen weltweit ! Dies zu organisieren , die Phase der Aufklärung zu vollziehen , zu einer prinzipiell einheitlichen Koraninterpretation zu gelangen ---- ist die Aufgabe der muslimischen Gemeinde weltweit im 21.Jh. welche es zu lösen gilt !

Zitat:
Würdest du dich im Zweifelsfall an Rechtsgesetze oder an die Worte Gottes wenden? Ich gehe mal davon aus, ersteres ist der Fall.


Das klingt mir etwas schwammig ! Recht komisch schreibt zwar als Begleitspruch ( sinngemäß ) Du kannst zwar im Recht sein , rechne jedoch immer noch mit der Justiz ! Laughing --- Deshalb :

Wenn ersteres zutrifft und letzteres versagen sollte ,bleibt dir natürlich kein anderer Ausweg , der höheren Gerechtigkeit zu vertrauen. Jedoch : Bei Christen bleibt es für gewöhnlich dabei !

Sie würden also nun nicht mehr auf die Idee kommen , entsprechende Passagen der Bibel auszupacken , um ihr Recht durchzusetzen.

Auch ich brauchte eine Weile um zu realisieren , das dies ein Widerspruch ist. Trotzdem neigt man als Mensch natürlich gelegentlich dazu sein Recht erzwingen zu wollen. Man muß sich dann jedoch darüber im Klaren sein , sich diesbezüglich außerhalb der Intentionen seiner Religion zu bewegen.

Flaggenverbrenner , Verächter der westlichen Lebensweise und Demokratie , Fundamentalisten und Terroristen sind sich dies offensichtlich nicht. Sie sind es deshalb nicht , weil es den warnenden , allgemeinen Zeigefinger eines verbindlichen theologischen Überbaues nicht gibt , welcher den Einzelnen bewußt macht , wie der Gottesbezug heute verstanden und getragen wird.

Und hier eben sehe ich ein offenes strukturelles Problem , welches unabhängig vom friedlichen muslimischen Glaubensverständnis des einzelnen besteht.

M.f.G. Schelm
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