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kommunismus in deutschland - (wahlen in berlin und mc-pomm)
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testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 21:57:19    Titel:

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Da stellt sich aber die Frage ob das überhaupt möglich. Betrachtet man nur Deutschland so sollte sich die Gesamtbelastung von Angestellten u.ä. um die 50% einpegeln. Wie soll der Staat den die 20% weniger verkraften. Natürlich besser wirtschaften! Es sind allerdings die Sozialsysteme, die uns viel Geld kosten, nicht primär schlechtes Haushalten.


der bundeshaushalt umfasst 260 mrd. €, davon geht der zweitgrößte anteil von 40 mrd. € in die zinstilgung. hätten wir keine staatsschulden, könnte man schonmal eine steuerentlastung von jährlich 40 mrd. € durchführen.
weiteres einsparpotential besteht beim öffentlichen dienst. auf bundesebene geben wir mit 26 mrd. € etwa 10% für die verwaltung aus, mit anderen worten - zuviel. betrachtet man den gesamthaushalt aus bund (260 mrd.€), ländern (nochmal 260 mrd. €) und gemeinden (150 mrd.€), ist es sogar noch schlimmer: von den 670 mrd. € fliessen ganze 25% in die besoldung von beamten, also etwa 167 mrd. €. jeder weiss, dass der öffentliche dienst vollkommen überdimensioniert und ineffizient ist.

durch schuldenabbau, eine verschlankung der verwaltung und durch kürzungen bei den beamtenpensionen, die ebenfalls in keinem verhältnis zu den restlichen renten stehen, sollte sich also bereits genug einsparpotential finden, um den spitzensteuersatz auf 33% zu senken. durch den zusätzlichen konsum der so entsteht, steigen die steuereinnahmen dann ohnehin wieder.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Allgemein betrachtet musst Du Dir die Frage stellen was die Menschen machen sollen, die mittels der flattax nicht über die Runden kommen können und nur von der Hand in den Mund leben müssen - z.B. aufgrund von Arbeits- und Kapitallosigkeit. Siehst Du dort etwa kein Potential für Unruhen?


flattax ist das falsche wort, man könnte alles so lassen wie bisher, und nur den spitzensteuersatz auf 33% senken.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Zitat:

ich bin in ganz normalen verhältnissen aufgewachsen. trotzdem würde es mir nicht gefallen, wenn ich einen spitzensteuersatz von 45% bezahlen müsste. dir offensichtlich schon.

Was ist denn normal? Es gibt Menschen die bezeichnen Haus, Garten und Auto zu haben, mehrmalig im Jahr zu reisen und Sohnemann bekommt zum 18. auch noch ein Auto geschenkt als normal. Das würde ich schon als wohlhaben bezeichnen. (Ausser alles ist per Kredit und Hypothek finanziert)


ich bin mitglied der allgegenwärtigen mittelschicht wie so viele. das ist nun wirklich nicht besonders exklusiv.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Ja 45% zu zahlen empfände ich bei 250000Euro Einkommen nicht als störend. Aber dass ich der bescheidenere von uns beiden bin ist mir auch schon aufgefallen.


bescheiden heisst genügsam. ich würde mich eigentlich schon als relativ genügsam bezeichnen, wahrscheinlich konsumiere ich weniger als du,
z.b. habe ich kein handy und bin noch nie geflogen. ich bin eher konsumavers und kaufe nur, was mich wirklich überzeugt. zu meinem glück überzeugt mich sehr wenig, und teilweise sachen, die jenseits meines budgets liegen, so z.b. der F430... trotzdem will ich viel geld verdienen, da geld für mich sicherheit und freiheit bedeutet.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Uhh, wirf mal kurz ein Blick auf die D.R. Kongo. Dort siehst Du wie Kapital wirkt, wenn es frei wirken darf. Ein Millionär möchte an die politische Macht - sicher um den Armen zu helfen und für Sicherheit zu sorgen. Aber Millionären verzeihst Du bestimmt ihre Marotten. Ich wüsste auch nicht wie man einen Schergen als frei und sicher bezeichnen kann - das es demjenigen der das Geld hat Sicherheit und Freiheit beschert ist verständlich. Das zeigt deine einseitige Sichtweise der Problematik


ein einzelbeispiel. schau dir mal gates oder buffett an. es gibt wirklich eine grosse menge von reichen leuten, die viel geld spenden. reichtum verpflichtet, das ist ja nun klar. aber erstens kann mans auch übertreiben, und zweitens sollte die verwendung des geldes dann auch dem überlassen sein, der es erwirtschaftet hat bzw. die sollten schon mitreden können.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Jetzt kommt wieder das Job-Märchen. Für Unternehmer, die ihr Kapital mehren wollen, sind Angestellte nur ein notwendiges Übel, das in Kauf genommen werden muss - mehr nicht. In diesem Sinne entstehen Jobs eher zufällig. Die Zeichen der Zeit stehen allerdings so, dass Vollbeschäftigung ein Traum sein wird.


nein, das jobmärchen kommt nicht, auch wenn du es gerne hättest. ich will von dir lediglich wissen, wie du jemand bezeichnest, der keine jobs schafft, wenn du einen arbeitgeber als "faul" bezeichnest.

p.s. das die arbeitgeber nur am geld interessiert sind, ist klar. doch wie sagte schon b. mandeville: private vices, public benefits!

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Das Beispiel bestand aus zwei Teilen: zum Einen eine global einheitliche Abgabenquote, zum Anderen aus der beliebigen (und das schließt 90% mit ein) Höhe, und beides in Bezug auf den Wettbewerb.


die frage ist, ob bei 90% abgaben überhaupt noch ein wettbewerb besteht, oder ob der staat selbigen schon einkassiert hat.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

In einer Demokratie ist die Macht nicht zentral (wenn ja, ist sie sehr krank), somit kann auch nicht zwangsläufig wie aus einer Hand über die Verwendung der Staatseinnahmen entschieden werden. Das sieht man ja an der aktuellen Situation der deutschen Bundesregierung.


was ich sehe, ist dass sich bisher noch JEDER BUNDESTAG sehr einig darin war, dass die diäten und pensionen eigentlich doch eher zu niedrig sind.
sobald es ums geld geht, sind die politiker sich ähnlicher, als das parteibuch vermuten lässt. daher bin ich für wenig staat.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Der Staat kann ja nicht frei darüber entscheiden, da es der Umverteilung zu dienen hat! 90% auf X% der Bevölkerung verteilt ist verpuffte Freiheit für den bösen Staat und den lieben Steuerzahler.


um den prof. vom steuern-lehrstuhl zu zitieren: "der aktionär ist dumm und frech. dumm, weil er sein geld hergibt, und frech, weil er es mit dividende zurück will!". dasselbe kann man auch über den steuerzahler bzw. über einige naivchen hier sagen.
...oder hat der staat dich vielleicht gefragt, als beschlossen wurde, steuergelder im starfighter oder jetzt eurofighter zu versenken? da warst du dann dafür, nehme ich an? bist du auch dafür, den grossteil des EU-budgets für französische bauern auszugeben statt für forschung??

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Unser System besteht (bis auf Teile des Grundgesetzes) auf veränderlichen Gesetzen, die demokratisch zustande kommen (zumindest sollten sie das).


unser system wird beherrscht von lobbyisten, die interessen von minderheiten durchdrücken. siehe die brüsseler agrarsubventionen, siehe deutscher bauernverband, siehe steinkohleförderung, siehe atomlobby, siehe versicherungsindustrie....

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Somit ist der Gesetzliche Rahmen stets so, das er allgemein akzeptiert wird. In diesem Sinne werde ich mich auch der Allgemeinheit - oder wie Du sagst, der Obrigkeit - beugen. Du nennst es obrigkeitstreu, ich nenne es Akzeptanz der Demokratie. Wenn mir etwas nicht passt habe ich jederzeit die Möglichkeit mich politisch zu engagieren.


wenn du in berlin einfluss will, wird es nicht helfen, irgendwelche demos zu veranstalten. da du brauchst geld, am besten viele angestellte in einer firma, in der du das sagen hast, und verbündete von anderen interessengruppen.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Ich bin in einer Demokratie Teil des Staates.


teil des staates bist du auch im kommunismus.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Die Unternehmer würde ich nicht kritisieren. Das dies geschieht ist einfach im System begründet, und dies kritisiere ich. Es sollte die soziale Marktwirtschaft exportiert und nicht die chinesische Armut importiert werden.


buettighofer hat mal gemeint, er könnte den chinesen vorschreiben, was sie mit deutschen atomkraftwerken zu tun hätten. ähnlich realistisch schätze ich deine hehren absichten ein.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Das liegt daran, dass mir Geld nicht sehr viel bedeutet. Aber das kannst Du wiederum nicht verstehen, oder?


es bedeutet dir genug, dass du verhindern willst, das andere mehr davon haben als du...

p.s. mir bedeutet freiheit und sicherheit sehr viel. da beides mit geld erreichbar ist, brauche ich einiges davon. ein konsumjunkie, wie du vielleicht denkst, bin ich ganz sicher nicht.
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