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Verögerung in null Sek.
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Verögerung in null Sek.
 
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locol1011
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2006 - 10:04:50    Titel: Verögerung in null Sek.

Hallo 'zammen,

um eine Kraft aus masse und Geschwindigkeit auszurechnen ist ja die Formel F=m*a mit a= v/t.
Wenn ich jedoch mit einer konstanten Geschwindigkeit v gegen ein festes Hindernis fahre, also in der Zeit 0 sek. wie kann ich dann die Formel verwenden wenn ich nicht durch 0 dividieren kann. Die Kraft wird duch unendlich groß, je mehr ich mich mit dem Divisor gegen 0 bewege.
F=m*v/t ??? Ist diese Formel hier noch gültig?
Konkret: Wie groß wäre die Kraft wenn ich mit konstanter Geschwindigkeit von 100 km/h gegen einen Baum fahre? Die Zeit der Verzögerung wäre doch "0" oder?
snowball2k2
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2006 - 10:31:55    Titel:

edit

Zuletzt bearbeitet von snowball2k2 am 09 Nov 2008 - 01:21:20, insgesamt einmal bearbeitet
starwatcher
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2006 - 10:33:30    Titel:

Wenn du gegen einen festen Gegenstand fährst, ist die Zeit zwar sehr klein und strebt gegen Null, ist aber nicht Null. Im Moment des Aufpralls werden beide Körper leicht eingedrückt. Diese Verformung ist dann dein Bremsweg. Wenn du diese Verformung kennst, kannst du auch die Beschleunigung (bzw. die Verzögerung) ausrechnen.
locol1011
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2006 - 11:48:56    Titel: Aber...

...wenn beide Gegenstände aus Beton wären bzw. so hart, dass die verformung unendlich gering ist, wie wäre die Formel dann anzuwenden?
Oder z.B eine Glasmurmel rollt mit mäßiger Geschwindigkeit auf eine andere Murmel. Die Verformung wäre doch so klein, dass die daraus errechnete Kraft ausreichen würde, um die Erde aus den Angeln zu heben...oder?!
xaggi
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Anmeldungsdatum: 15.03.2004
Beiträge: 1190

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2006 - 12:03:47    Titel:

Falsches Forum. Das musst die Mathematiker fragen *g*.

Es gibt kein "unendlich" in der Physik und auch keine absolute "null", nur "sehr groß" und "sehr klein"

EDIT:
Zitat:
Oder z.B eine Glasmurmel rollt mit mäßiger Geschwindigkeit auf eine andere Murmel. Die Verformung wäre doch so klein, dass die daraus errechnete Kraft ausreichen würde, um die Erde aus den Angeln zu heben...oder?!


Die Krafte ist gerade groß genug, um die andere Kugel genau so "fast instantan" zu beschleunigen, wie sie selbst abgebremst wurde.


Und was das "die Erde aus den Angeln heben" angeht: Es hängt nicht von der größe der Kraft ab, sondern von der aufgebrachten Arbeit, bzw. vom Impulsübertrag, wie sehr sich die Erde bei so einem Stoß bewegt.

Kraft ist ja Impulsfluss pro Zeit. Wenn etwas instantan passiert, kann also eine noch so große Kraft wirken, es wird kein Impuls übertragen, also passiert auch nix.
Je länger der Zeitraum ist, für den eine Kraft wirkt, desto größer ist die Auswirkung.


Zuletzt bearbeitet von xaggi am 30 Sep 2006 - 12:09:53, insgesamt 2-mal bearbeitet
armchairastronaut
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2006 - 12:04:29    Titel:

Lass lieber deine Murmeln im Beutel, ich habe heute noch was vor!
locol1011
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 08:12:27    Titel:

...alles schöne Erklärungen, aber auch nix konkretes.

Es muss doch eine Kraft geben, welche wirkt, wenn ich mit einem Hammer auf eine Scheibe schlage! Schlage ich leicht, bleibt sie vielleicht heile...bis ich die geschwindigkeit meines des schlages erhöhe.

Gibt es denn hier niemanden, der mir faktisch eine Antwort geben kann???
Oder eine Formel, in welcher die Zeit der Verzögerung ausgeschlossen wird.

Danke!
breeze
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Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 510

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 09:42:34    Titel:

Ok, hier nochmal die ZUsammenfassung:

es gibt zwar beliebig hohe Beschleuningungswerte, aber keine unendlichen. Es gibt nichts, was sich schlagartig, also ohne Zeitverzögerung auf eine andere Geschwindigkeit bringen lässt. Auch wenn Du mit dem Hammer auf die Scheibe haust, so wird es sowohl auf der Scheibe als auch im Hammer kontinuierlichen Vorgägen kommen. Die Energie des Schlages muß ja irgendwo hin. Sie wird entweder in Verformung oder in Wärme umgewandelt. Und bei der Verformung kommt es zu Beschleunigungen, nach denen Du suchst.

Grüße,
breeze
armchairastronaut
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 13:42:20    Titel:

Das findet man leider immer wieder, dass z.B. gesagt wird, bei Tempo 50 kracht ein ungesicherter Bierkasten mit einer Kraft von soundsoviel N gegen ein Hindernis. Keine Ahnung, wo das immer wieder herkommt, aber auch renommierte Institutionen (TÜV?) bemühen gelegentlich diese unzulässige Analogie.
Whoooo
Valued Contributor
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Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 14:11:51    Titel:

Meist werden nicht Newton sondern sogar Kilogramm für diesen Vergleich herangezogen: "Der Bierkasten auf dem Rücksitz trifft mit einer Wucht von einer Tonne auf den Fahrer". Hm - relativistische Massezunahme?

Zitat:
Es muss doch eine Kraft geben, welche wirkt, wenn ich mit einem Hammer auf eine Scheibe schlage! Schlage ich leicht, bleibt sie vielleicht heile...bis ich die geschwindigkeit meines des schlages erhöhe.

Das sieht für mich nach Druck aus. Kraft/Fläche. Dürfte die naheliegendste Beschreibungsmöglichkeit sein.
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