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Rassismus aktuell wie nie
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schwanzbartkiller
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Anmeldungsdatum: 24.10.2005
Beiträge: 1264
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 04:03:11    Titel:

Rassismus und speziell Antisemitismus ist nicht nur ein deutsches Problem.
Folgender Text ist ein Auszug aus http://wizardmagazine.tripod.com/international/id12.html

Zitat:
In den Niederlanden haben laut einer studie antisemitische Vorfälle stark zugenommen. Die grosse Mehrzahl der U^bergriffe geht jedoch nicht auf das Konto von muslimichen Immigranten, sondern von gebürtigen Niederländern. Demgegenüber stellt die Studie eine Abnahme der Gewalt fest, die von den extrem Rechten ausgeht.
Die Universität Leiden und die Anna-Frank-Stiftung in Amsterdam haben ihren jüngesten Bericht zum Rassismus in den Niederlanden vorgelegt. Als erfreulich bezeichnen die Autoren die Tatsache, dass die Gewaltakte und Delikte gegen muslimische Mitbürgen rückläufig sind. Vor allem nauch den Terroranschlägen vom 11 September 2001 und nach der Ermordung des rechtspopulistische Politikers Pim Fortuyn im Mai 2002 hatten sich viele Muslime über eine zunehmende antimuslimische Haltung beklagt. Neben Moscheen waren vor allem muslimische Schulen und Frauen mit kopftüchern das Ziel von übergriffen. Von den 316 im Jahre 2001 festgestellten rassistischen Zwischenfällen waren nicht waniger als 60 prozent gegen Muslime gerichtet. 2002 betrug die entsprechende Quote nur noch 26 prozent.
Angst vor übergriffen
Laut dem Bericht ist die Gewalt, die von Rechtsradikalen ausgeht, zurückgegangen. In den Jahren 2000 und 2001 seien 406 beziehungsweise 316 Fälle festgestellt worden. 2002 waren es noch 264. Als beunruhigend wird der zunehmende Anitisemitismus bezeichnet. Rund ein Viertel aller rassistischen Vorfälle ist gegen Juden gerichtet gewesen. 2002 wurden 46 Gewalttaten gegen jüdische Mitbürger oder Anschläge auf jüdische Einrichtungen registriert. 2001 waren es lediglich 18 gewesen. Unter Berücksichtigung von Beschimpfungen und Schmierereien kletterte die Zahl antisemitischer Zwischenfälle um rund 50 prozent auf 60 fälle. Rund die Hälfte der übergriffe ereignete sich während Fussballspielen. Vor allem die Fans des Fussballklubs Ajax Amsterdam, die gerne mit der Fahne Israels auf die jüdischen wurzelm des Klubs aufmerksam machen, werden regelmässig von den Anhängern anderer klubs als "judenläuse" beschimpft.
Rund die Hälfte der antisemitsichen Vorfälle wird in dem Bericht als "leicht" bezeichnet. Vor allem die Entwicklungen im Nahen Osten haben in den Niederlanden zu einer neuen Form von Antisemitismus gefürhrt. So werden Aufrufe zur Judenvernichtung primär bei Demostrationen gegen die Regierung Sharon baut. Viele Juden trauten sich deshalb in Amsterdam aus Furcht vor Beschimpfungen nicht mehr mit der Kippa auf die Strasse, halten die Autoren fest? ........
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 13:34:36    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:

Na ja, ich denke im Fussballstation muss man schon genauer hinsehen,
was von wahren Rassisten komt und was nicht. Da geht es schon sehr
oft einfach stumpf um beleidigen. Ein Oliver Kahn ist jedenfalls schon
häufiger mit Bananen beworfen worden, als ein Ashamoah.
Bei dem einen nennt man es unschön, bei dem anderen Rassismus.


Weil es genau so ist. Einen schwarzen Spieler als Affen zu bezeichnen ist in der Tat "Rassismus" einen weißen Spieler einen Affen zu nennen lässt sich eben nicht mit der Hautfarbe assoziieren. Wenn wir also das Werfen von Bananenschalen als Synonym für eine solche Beleidigung sehen, ist das eindeutig. Im Übrigen kann es durchaus unterschiedliche Motive geben rassistische Voruteile und Beleidigungen auszusprechen, das ändert aber nichts am rassistischen Chrarakter einer solchen Beleidigung.

Wenn Leute aber "Synagogen müssen wieder brennen" skandieren
ist das kaum mit der Beleidigungen eines Oliver Kahns zu vergleichen.

Dazu folgender Ausschnitt aus einem Bericht der ARD:
Zitat:

Rassistische Äußerungen sind in den deutschen Fußball-Stadien zwar zurückgegangen, aber nur nach außen hin. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie des Hannoveraner Fanforschers Professor Gunther A. Pilz. Laut der Untersuchung werden rassistische Beleidigungen vermehrt außerhalb der Arenen geäußert, vorwiegend auf den An- und Abfahrtswegen. Besonders in den unteren Fußball-Ligen gebe es Handlungsbedarf. Dort fehle das Geld für Fanprojekte, der Druck durch Medien und Öffentlichkeit sich gegen Rassismus zu wehren, sei geringer.
Quelle:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5996702_REF1,00.html


Das bestätigen auch die jüngste Skandale, wie die ARD berichtet.
Zitat:

Präsentierte sich Deutschland während der WM der Welt als buntes und tolerantes Land, sorgten bereits in den vergangenen Wochen mehrere Vorfälle dafür, dass der neugewonnene Glanz wieder verblasst: Beim Bundesliga-Spiel Borussia Mönchengladbach gegen Alemannia Aachen kam es zu rassistischen Schmährufen gegen den Gladbacher Kahe und den Aachener Moses Sichone. Im DFB-Pokal-Spiel zwischen Hansa Rostock II und dem FC Schalke 04 musste Gerald Asamoah rassistische Pöbeleien über sich ergehen lassen.
...
Erneut Opfer von rassistischen Fußball-Fans wurde Ade Ogungbure von Sachsen Leipzig, einem Verein in der Oberliga Nordost. Wieder waren es Fans des Halleschen FC, im März hatten Anhänger dieses Vereins Ogungbure beschimpft, gejagt und getreten. Im September bepöbelten sie Ogungbure erneut. Zu antisemitischer Hetze kam es Ende September bei einem Spiel von TuS Makkabi Berlin. Die Beschimpfungen waren so heftig, dass die Spieler des jüdischen Vereins das Spielfeld vor dem Abpfiff verließen. Unter anderem wurde vom Spielfeldrand skandiert: "Synagogen müssen brennen!" und "Auschwitz ist wieder da!"

Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5996702_REF1,00.html


Genauer hinsehen ist eine gute Empfehlung, dann schauen wir mal genauer hin. Was soll an diesen Ereignissen harmlos sein? Sie sind erschreckend und zeigen dass Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus bei uns stark präsent sind.

Es war wohl doch etwa voreilig den neuen Patriotismus aus dem Sommermärchen heiligzusprechen. Die Wirklichkeit lässt sich aber nicht einfach durch guten Fußball und ein wenig emotionalisiertes Fahnenschwenken bei Ausschalten der Kognition umkehren, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, gerade auch in Fußballstadien war bzw, ist vor und nach der WM ein großes Problem. Die Euphorie während der WM hat das nur kurzzeitig übertüncht. Jetzt sind wir wieder in der Realität angekommen. Es wird Zeit dass wir nicht einem Sommermärchen nachtrauern, sondern uns mit der Wirklichkeit der Fremdenfeindlichkeit im eigenen Land auseinandersetzen, anstelle den Kopf in den Sand zu stecken und versuchen Fremdenfeindlichkeit weiter zu bagatellisieren, zu entschuldigen oder gar zu rechtfertigen, sonst wird uns die Realität einholen.

Genauer hinsehen ist daher in der Tat eine gute Empfehlung!

Mit freundlichen Grüßen
ein
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Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 14:29:44    Titel:

Du hast dich wohl so sehr echauffiert, dass du meinen Text nicht zu Ende
lesen konntest. Daher nochmal: Fussballstadien werden gerne und
häufig von rechtsradikalen infiltriert. Deine völlig aus dem Kontext bzgl.
meines Textes gerissene These, dass 'Synagogen müssen wieder brennen'
schlimmer als Kahn Beleidigungen sind, wird hier wohl jeder unterstreichen.

Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass viele rassistische Beleidigungen
in Stadien nicht unbedingt von Rassisten getätigt werden. Stumpfes Beleidigen
ist das Ziel und da die meisten nicht sehr kreativ sind, nimmt man das
naheliegenste: Rassistische Äusserungen.

Jockel
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 16:33:01    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:

Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass viele rassistische Beleidigungen
in Stadien nicht unbedingt von Rassisten getätigt werden. Stumpfes Beleidigen
ist das Ziel und da die meisten nicht sehr kreativ sind, nimmt man das
naheliegenste: Rassistische Äusserungen.


Nein, um Gottes Wllen, in deutschen Statien sitzende deutsche Fans die rassistische Sprüche von sich geben sind doch keine Rassisten, wie komme ich nur auf diese abstruse Idee?

Ab wann beginnt denn der Rassismus? Erst in Auschwitz? Wohl kaum. Er beginnt wenn solche Aussagen getätigt werden und er beginnt wenn solche Aussagen verharmlost werden. Er endet erst in Auschwitz.

Die antisemitischen und rassistsichen Äusserungen stammen natürlich aus dem gleichen Geist und den gleichen Leuten. Rechtsetreme Fan's resien doch geschlossen in die Oberliga, weil sie es dort einfacher haben ihren Rassismus zu artikulieren, die Studie von Pilz beshcriebt das doch explizit.
Es sind also keine versehentlichen im vermeintlichen emotionalen Eifer getätigte Äusserungen sondern gezielte von Rassisten durchgeführte Provokationen, die überhaupt keine Entschuldigung oder Verharmlosung verdient haben. Diese Augen zu, das haben die doch nicht so gemeint ist offensichtlich der völlig falsche Weg.

Und das ein solches Verhalten trotz der vielen Aktionen gegen Rassismus immer noch bis in die Stadien der 1.Bundesliga und unter Umständen bis in die U21 fortsetzt zeigt doch, das dies ein zusammenhängendes Problem ist. Eine rassistische Äusserung gegen Asamoah oder einen andere Spieler mit dunkler Hautfarbe ist kein Kavaliersdelikt. Das ist tumber, stumpfer Rassismuss, sonst nichts.

Genau die Art der Verharmlosung, die wir hier lesen können, nach dem Motto "Ist ja nur im Fußballstadium und bestimmt, bestimmt nicht so gemeint" leistet dieser Art rassistischer Sprüche Vorschub. Wer rassistische Sprüche in einem Fußballstadiu äussert, ist doch kein harmloser Fan, er ist Rassist und nutzt diese Plattform um seinen Rassismus, den er sonst vor der Öffentlichkeit verbirgt rauszuschreien. Rassist zu sein, impliziert nicht unbedingt politisch aktiv zu sein. Diese Entschuldigung, der arme Rassist möchte doch nur ein wenig beleidigen, wie das in Fußballstadien üblich sei]/i] ist unerträglöich und grenzt doch schon an Streicheleinheiten für Rassisten, nach dem Motto [i]Ihr braucht kein schlechtes Gewissen zu haben wenn ihr Asamoah einen Affen nennt, das ist zwar nicht nett aber auch nicht besonders schlimm, andere beleidigen ja auch. Das ist wohl das völlig falsche Signal an den rassistischen Pöbel in den Stadien nämlich Macht weiter so, wir entschuldigen euch schon.

Betrachten wir diese Art der Entschuldigung doch einmal näher, das Näher Betrachten ist doch ein Anliegen von Dir. Was meinst Du, wie dumm muss ein Fan eigentlich sein, um sich nicht bewusst zu sein, keine rassistisches Verhalten an den Tag zu legen wenn er Asamoah mit Bananen bewirft? Also entweder hast Du Recht, dann haben jene, die ein solches Verhalten tätigen einen IQ von unter 40, oder ich habe Recht, dann sind es Rassisten. Im zweiten Fall solltest Du sie nicht in Schutz nehmen.

Es gibt sicher mehrere Gründe Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu verharmlosen, zum Beispiel weil das einem Weltbild eines blitzsauberen deutschen Patriotismus widerspricht und hässliche braune Flecken hinterlässt. Daher uinterstelle ich Dir auch keinen Rassismus, aber ich konstatiere schon eine Bereitschaft zur Verhamlosung solcher Vorgänge.

Die Vorkommnisse in den Stadien und die Studien über Femdenfeindlichkeit passen zusammen und bestätigen die Aussage von Geissler, dass es einen Rechstruck in unserer Gesellschaft gegeben hat, und Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus nun zum Vorschein kommen. Auch da gab es Enstchuldigungen, Beschwichtigungen, Versuche die Studien oder die Fragen zu diskreditiern. Nun sollen die Aussagen der FAN's verharmlost werden, alles um dieser einen Tatsache nicht ins Auge sehen zu müssen, die immer offensichtlicher wird:

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus sind bei uns sehr stark verbreitet und es wird Zeit, dass die Gesellschaft etwas dagegen unternimmt, und zwar massiv. Wir haben dem vielzuviel Raum gelassen.

Da viele hier dazu neigen, die drei Affen zu spielen, wird dieses Problem sicher nicht zum letzten Mal diskutiert werden. Wann sagt es bei Dir eigenlich Klick, ich muss dagegen Stellung beziehen und darf das Problem nicht kleinreden um das Ansehen Deutschlands nicht zu beschmutzen? Wenn Asamoah mit Bananenschalen beworfen wird? Wenn Fussballfans "Synagogen müssen brennen" schreien? Wenn Häuser und vereinzelt Menschen brennen? Wenn eine Regierungsbeteiligung der NPD droht? Oder wenn die ersten Lager errichtet werden? Oder paßt sich Deine Bereitschaft diese Ereignisse zu verharmlosen kontinuierlich der Veränderung an?
Wann können wir damit rechnen, dass Du sagst, jetzt reicht's auch mir.
Denn das Problem wird nicht kleiner, insbesondere nicht durch einen Verdängungswettbewerb.

Das sind ja keine Einzelbeisspiele, siehe folgenden Ausschnitt, aus einem Bericht der ARD
Zitat:

Offener Antisemitismus im Stadion

Eklat beim Spiel Cottbus gegen Dresden: Energie-Fans halten ein "Juden"-Transparent in die Höhe. (Foto: dpa-Zentralbild) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Energie-Fans wollen Dresdner-Anhänger durch ein Transparent mit der Aufschrift "Juden" beleidigen.]
Das zeigt sich auch in der 2. Bundesliga. Etwa wenn Dynamo Dresden gegen Energie Cottbus spielt. Mit einem "Zigeuner"-Transparent wollen Dresdner Fans die Cottbusser beleidigen. Deren Antwort beim nächsten Aufeinandertreffen: Ein mehrere Quadratmeter großes "Juden"-Transparent. "Juden" - offenbar die schlimmste Beleidigung, die sich diese Leute vorstellen können. "Juden"-Rufe gibt es auch bei anderen Partien, beispielsweise bei Aue gegen Dresden.

Antisemitismus auch bei einer Regionalliga-Partie Anfang April in Hamburg: Der Chemnitzer FC ist zu Gast beim FC St. Pauli. Bereits vor dem Spiel kommt es zu Nazi-Sprüchen und Ausschreitungen durch die Chemnitzer Fans. Das Spiel selbst muss mehrere Minuten wegen Rauchbomben und Ausschreitungen unterbrochen werden. Die eher linken St. Paulianer erinnern sich besonders an einen Spruch der Chemnitzer: "Eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir - von St. Pauli bis nach Auschwitz - eine U-Bahn bauen wir".

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5451382,00.html


Der Fan Experte Dombrowski bringt es im gleichen Beitrag auf den Punkt

Zitat:

Besonders nach den jüngsten Vorfällen wiederholt Fan-Experte Dembowski seine Forderungen. Vereine und Verbände müssten stärker reagieren, mahnt er. Denn sonst werde Rassismus zur Stadionfolklore, besonders in den unteren Ligen. "Und das führt dazu, dass es von allen Fans akzeptiert wird. Wenn jetzt ein Jugendlicher zum ersten Mal ins Stadion kommt und sieht, das ist hier Gang und Gäbe, dann hat das eine Vorbildrolle für die", so Dembowski.

Denn für manche Zuschauer scheint nichts dabei zu sein, einen dunkelhäutigen Menschen als Affen zu verhöhnen. Dies sei nicht politisch, dann müsste man ja hinter jeder Unmutsäußerung etwas Politisches vermuten, meint ein Zuschauer in Halle. Ein anderer Fan beschwert sich: Da könne man nur mal 'uh uh uh' rufen - "und schon ist man rassistisch". Ein Anhänger des BFC Dynamo Berlin sieht sich ebenfalls nicht als Rassist. Denn "der Feind ist nicht der Neger in der Bundesliga. Der Feind ist der, der das ermöglicht, dass sie überhaupt hier spielen."


Noch einmal, wir haben ein extrem großes Problem mit Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus und müssen dagegen massiv vorgehen. Verharmlosen hilft da nicht.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 16:37:47    Titel:

Bürger schrieb :
Zitat:
Genauer hinsehen ist eine gute Empfehlung, dann schauen wir mal genauer hin. Was soll an diesen Ereignissen harmlos sein? Sie sind erschreckend und zeigen dass Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus bei uns stark präsent sind.


Sie zeigen vor allen nicht deine Interpretation , sondern nur folgendes : Das von niemanden ernsthaft bestrittene vorhandene diesbezügliche Klientel , versammelt sich gern in Fußballstadien um Öffentlichkeit für die eigenen Geisteswelten zu haben. Dies sagt nichts darüber aus , ob 0,1 oder 99 , 99 % der Bevölkerung davon infiziert sind.

Deine Schlussfolgerungen analog wegen Milli Görus oder den Anhängern des Kalifen von Köln auf die muslimische Community zu übertragen , würde von dir dann sicher lautstark als Suche nach Diskreditierungsmöglichkeiten gegenüber Migranten gebrandmarkt.

Zitat:
Es war wohl doch etwa voreilig den neuen Patriotismus aus dem Sommermärchen heiligzusprechen. Die Wirklichkeit lässt sich aber nicht einfach durch guten Fußball und ein wenig emotionalisiertes Fahnenschwenken bei Ausschalten der Kognition umkehren, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, gerade auch in Fußballstadien war bzw, ist vor und nach der WM ein großes Problem. Die Euphorie während der WM hat das nur kurzzeitig übertüncht.


Jede ernsthafte wissenschaftliche Untersuchung über die Hintergründe dessen , was sich während der WM da Bahn brach , würde deine Therorie dahin befördern , wo sie hingehört , du ahnst es schon : In den Mülleimer ! Die Tatsache , das " zufälligerweise " 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges und 16 Jahre nach der staatlichen Einheit des Landes insbesondere die junge , unbelastete Generation sich eine unverkrampfte Idendifikation zu ihrem Land zurückeroberte , wird auch durch den albernen Versuch , dies mit der Intention von dumpfen Rechten zu vermischen und damit zu diskreditieren nicht wegzureden sein. Blättere einfach mal in 30 Jahren in einem Geschichtsbuch.

M.f.G. Schelm Wink
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 16:54:53    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Noch einmal, wir haben ein extrem großes Problem mit Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus und müssen dagegen massiv vorgehen. Verharmlosen hilft da nicht.

Gut, vielleicht hilft es, wenn ich das jetzt zum dritten Mal bestädige:
JA, WIR HABEN EIN PROBLEM MIT RASSISMUS UND JA DIESES PROBLEM
BESTEHT AUCH IN STADIEN, INSBESONDERE DER UNTEREN LIGEN.

Ich hab keine lust die Schriftart zu vergrössern. Ich hoffe es ist auch so
angekommen.

Trotzdem verhalten sich viele Leute in Stadien völlig anders, als im
normalen Leben. Die bewerfen dann nicht jeden mit komischer Frisur mit Bananen
und nicht jedem mit rosa Trikot rufen sie 'Schwuchtel' hinterher. Auch
ein 'Husch, husch husch - ab in Busch' wird keinem im Normalfall über
die Lippen kommen.
Ich will diese Aussagen keinesfalls rechtfertigen, sondern habe nur
darauf hingewiesen, dass die Motivation zu solchen Aussagen nicht die
Verbreitung rassistischem Gedankenguts ist, sondern pure Provokation.

Im übrgen bin ich mir sicher, das meine antifaschistische Arbeit in meinem
Lebenslauf deiner nicht hinterher steht. Jedenfalls ist sie nicht so viel
kleiner, als dass ich im Vergleich zu dir das 3-Affen-Verhalten an den
Tag lege.

Jockel
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 17:01:22    Titel:

Bürger schrieb :

vorletzter Beitrag :
Zitat:
Genauer hinsehen ist eine gute Empfehlung, dann schauen wir mal genauer hin. Was soll an diesen Ereignissen harmlos sein? Sie sind erschreckend und zeigen dass Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus bei uns stark präsent sind.


Letzter Beitrag :
Zitat:
Noch einmal, wir haben ein extrem großes Problem mit Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus und müssen dagegen massiv vorgehen. Verharmlosen hilft da nicht.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Was kommt jetzt ? Vielleicht dies :

Nochmals , wir müssen davon ausgehen , die toitsche Bevölkerung ist flächendeckend und - bis auf mich - durchdrungen von rechtsextremen , antisemitischen und rassistischen Gedankengut !

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger

???

M.f.G. Ein Schelm.
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 17:31:38    Titel:

Jockelx hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:

Noch einmal, wir haben ein extrem großes Problem mit Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus und müssen dagegen massiv vorgehen. Verharmlosen hilft da nicht.

Gut, vielleicht hilft es, wenn ich das jetzt zum dritten Mal bestädige:
JA, WIR HABEN EIN PROBLEM MIT RASSISMUS UND JA DIESES PROBLEM
BESTEHT AUCH IN STADIEN, INSBESONDERE DER UNTEREN LIGEN.

Ich hab keine lust die Schriftart zu vergrössern. Ich hoffe es ist auch so
angekommen.

Trotzdem verhalten sich viele Leute in Stadien völlig anders, als im
normalen Leben. Die bewerfen dann nicht jeden mit komischer Frisur mit Bananen
und nicht jedem mit rosa Trikot rufen sie 'Schwuchtel' hinterher. Auch
ein 'Husch, husch husch - ab in Busch' wird keinem im Normalfall über
die Lippen kommen.
Ich will diese Aussagen keinesfalls rechtfertigen, sondern habe nur
darauf hingewiesen, dass die Motivation zu solchen Aussagen nicht die
Verbreitung rassistischem Gedankenguts ist, sondern pure Provokation.


Lies die Berichte der ARD noch einmal durch. Es sind Rassisten, die sagen, der Feind besteht darin, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe bei uns spielen dürfen. Fans, die ein großes Transparent mit der Aufschrift Juden tragen, um die Fans eines anderen Vereins im Osten zu beleidigen, wollen sicher provozieren, aber was sagt das über die Einstellung beider Fangruppen aus, wenn die einen Zigeuner und die anderen Juden als die größten Beleidigungen empfinden? Dort ist antisemitisches, fremdenfeindliches und rassistisches Verhalten;- längst bei den Fan's adaptiert und verinnerlicht.

Das ist keine harmlose Provokation, das ist Rassismus pur. Mal abgesehen davon, dass die homophoben Sprüche wohl gut in dieses Ambiente passen und die These vom rassistischen Pöbel nur unterstützt.

Diese Entwicklung zeigt doch, dass es sich hier um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, allerdings mit einem deutlichen Schwerpunkt im Osten. Dies korreliert mit den Ergebnissen der Bielefelder Studie und wie ich das sehe, war es vor allen das, was da durch einen angeblich so unschuldigen Patriotismus erst richtig losgetreten wurde. Nun haben wir das braune Pack wieder da, wo es nie wieder hinkommen sollte.

Es muss dagegen vorgegangen werden, Nulltolleranz gegenüber rassistischen Sprüchen und Banner in den Stadien, auch in der Oberliga. Entsprechende Fangruppen müssen aus den Stadien, ein Stadienverbot für alle, die sich zu solchen rassistischen Sprüche hinreissen lassen ist unvermeidlich, mit sportlichen Konsequenzen für die Vereine und juristsichen Konsequenzen. Die Fan's müssen merken, das ist kein Spaß mehr und wird nicht toleriert.

Ansonsten überlässt Du den Rassisten und der NPD den Raum, und dann kannst Du Jugendliche nicht mehr in die Fußballstadien schicken. Die müssen ja glauben, Rassismus ist gar nicht so schlimm, sondern völlig normal, eine Botschaft, die es unbedingt zu vermeiden gilt.

Wir haben den Rechtsextremismus, der Fremdenfeindlichkeit, dem Rassismus und den Antisemitismus insbesondere im Osten, -aber nicht nur dort, viel zu viel Raum gelassen, auch weil der neue Patriotismus von allen stets hochgelobt völlig überbewertet wurde (wie Siemens zeigt), sondern das vor allen die negativen Seiten dieses sich dem Nationalen wieder zuwenden wohl krass unterschätzt wurde. Es wird Zeit etwas dagegen zu unternehmen, sonst wird uns dieses Problem über den Kopf wachsen. Ein wichtiges Moment ist es, den Rechtsextremen und Rassismus solche Plattformen zu nehmen. Eine Idee wären Bobachter hinzuschicken, die solche Vorfälle protokollieren. Wie gesagt, Fan*s die sich zu solchen Äusserungen hinreissen lassen sollten ein Stadionverbot erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 13 Okt 2006 - 23:06:17, insgesamt 2-mal bearbeitet
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 17:39:23    Titel:

Ach Bürger.
Du läßt auch keine Gelegenheit aus dem Patriotismus eine vor den Latz zu knallen, oder?

Wir erleben auch und vor allem zunehmden Rassismus in Ländern, in denen der Umgang mit Patriotismus nie ein Problem war. Jetzt zu behaupten, die zunehmde Zahl von Rechtsxtremismus in Deutschland hinge unmittelbar mit der WM-Euphorie zusammen (denn das möchtest du unterschwellig postulieren) ist schlicht falsch und konstruiert.

Hauptursache für Rassismus ist die zunehmende Anzahl derer, die der Unterschicht angehören, sowie die Ereignisse rund um den 11. September bis heute. Man hat insgesamt Angst vor Veränderung und fremden Kulturen bekommen.
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2006 - 17:53:41    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Lies die Berichte der ARD noch einmal durch. Es sind Rassisten, die sagen der Feind besteht darin dass Menschen mit dunkler Hautfarbe bei uns spielen dürfen. Fans die ein großes Transparent mit der Aufschrift Juden schreieben um die Fans eines anderen Vereins im Osten zu beleidigen wollen sicher provozieren...

Nein, brauch ich nicht nochmals zu lesen. Von diesen Personen rede ich
ja gar nicht. Wenn jemand mit Reichskriegsflagge ins Stadion geht, oder
entsprechende Transparente gemalt hat, dann ist sein Anliegen offensichtlich
nationalistisches Gedankengut zu verbreiten.

Ich weiss nichtmal mehr, worum der 'Streit' hier gerade eigentlich geht.
Du bewertest jede rassistische Äusserung als gleich schlimm (ist ja auch okay),
ich habe zwischen pöbelnden (in alle Richtung, teilweise rassistisch) 3 promille
Fans und waschechten Neonazis differenziert.
Beides ist verabscheungswürdig; ich bleibe aber dabei, dass letztere
deutlich schimmer sind.

Jockel
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