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Die Relation von Gewalttaten in Deutschland
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 18:27:24    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:

Fremdenfeindlichkeit beschränkt sich nicht auf eine Gruppe, sie ist in verschiedenen Ländern nur mehr oder weniger stark verbreitet.

Was ich behaupte ist, dass Fremdenfeindlichkeit eine Funktion der einer Gruppe ist, in der Fremdenfeindlichkeit auftritt und nicht vom Verhalten der Fremden abhängig ist. Es spielt keine Rolle wie sich die Fremden im Allgemeinen verhalten, es reichen wenige Fälle schon völlig aus um die These der Jud ist selber schuld aufrechtzuerhalten.


Damit wäre dann wohl nicht nur geklärt, dass unter der deutschen Wohnbevölkerung grassierenden Vorurteile gegen Ausländer nicht mit deren Verhalten korrelieren, sondern auch, dass die unter der ausländischen Wohnbevölkjerung grassierenden Vorurteile gegen Deutsche und andere spezifische Ausländergruppen nichts mit deren Verhalten zu tun haben.


Vorausgesetzt dass es diese Vorurteile gibt. Die Frage ob Migranten die sich entschließen nach Deutschand zu kommen Vorurteile gegen Deutsche mitbringen erscheint mir sehr gewagt. Ausserdem ist der Kontakt der Migranten zu Deutschen wesentlich intensiver als umgekehrt, von einer 1:1 Beziehung kann man nicht ausgehen. Während viele Deutsche kaum Kontakt mit Ausländern aufnehmen müssen Migranten Kontakt zu Deutschen aufnehmen, in der Schule, im Beruf, bei den Behörden etc..
Sie haben also Erfahruzngen, d.h. eventuell existierende Vorurteile werden durch die tagtäglichen Erfahrungen negiert oder verstärkt. Migranten spüren Fremdenfeindlichkeit am eigenen Leib und reagieren darauf unterschiedlich, manche ziehen sich zurück und es entstehen Paralellwelten, andere versuchen deutscher als deutsch zu werden, was ihnen von keiner Seite wirkliche Anerkennung zuteil werden lässt, manche ziehen sich aufs Privatleben zurück und manche werden gewalttätig.

Zitat:

Folglich wird eine medial verringerte Wahrnehmung von Ausländerkriminalität weder rechtsextreme Jugendgewalt reduzieren, noch wird ein positiveres Ausländerbild in der urdeutschen Bevölkerung irgendetwas an der von ausländischen Jugendlichen begangenen Gewalt und Ablehnung ändern.


Es gibt eigentlich keine spezifische Ausländerkriminalität, sieht man von Delikten gegen die Meldebestimmungen einmal ab. Besagte Gangs bestehen im Übrigen selten nur aus Migrantenkindern, es sind auch Kinder aus Migrantenfamilien, aber auch Kinder von Nichtmigranten. Es wird auch keine medial veringerte Wahrnehmung gefordert. Wenn ein enziger Fall mehrere Wochen die Medien beschäftigt in einem 80 Millionen Staat, kann man kaum von einer medial veringerten Wahrnehmung sprechen, wenn die Presse weniger aufgeregt über einen Fall berichtet. Solche Euphemismen sollten wir uns also sparen. Die Realität ist, dass ein Ehrenmord das hundert- bis tausendfache an Aufmerksamkeit nach sich zieht und dass jedesmal implizit fast die gesammte türkische Gemeinde in Deutschland dafür verantwortlich erklärt wird. Dabei geht die Anzahl an Ehrenmorden seit Jahren kontinuierlich zurück, auch als die Medien sie nicht als Thema aufgriffen.

Zitat:

Wenn solche Wechselwirkungen ausgeschlossen sind, ist das Verhalten der Ausländer wirklich unerheblich und wir können Rechtsextremismus unter Deuschen nicht entgegnen indem wir die "Ausländerkriminalität" senken. Auf der anderen Seite können wir "Ausländerkriminalität" aber auch nicht bekämpfen, indem wir die die Grundeinstellung der Deutschen ändern.


Wechselwirkungen sind nicht genrell ausgeschlossen, aber wir müssen Ursache und Wirkung auseinanderhalten. Fremdenfeindlichkeit wird nicht durch die Kriminalität von Ausländern hervorgerufen, das bischen an gesteigerter Kriminalität in einem der sichersten Länder der Welt würde nicht einmal einen Hund hinter einem Ofen hervorlegen können, wenn nicht Fremdenfeindlichkeit das Motiv ist, um diese Kriminalität ins Groteske verzerrt darzustellen.

Fremdenfeindlichkeit wirkt dagegen schon auf die Fremden die sich beginnen zurückzuziehen, die anfangen ihre eigenen Traditionen zurückzuholen, die beginnen nach anderen Möglichkeit zu suchen um die fehlende Anerkennung zu kompensieren. Migranten haben wenn sie sich normal verhalten kaum Chancen Fremdenfeindlichkeit auszuweichen, daher sind die Folgen natürlich extrem. Das die Gegenreaktionen nicht immer freundlich ausfallen ist klar, aber wir wollen doch Ursache und Wirkung nicht vertauschen. Der Versuch beide Gruppen gleichwertig gegenüberzustellen scheitert, muss scheitern weil beide Gruppen in unserer Gesellschaft eben nicht gleichwertig behandelt werden. Die gesellschaftich relevanten Positionen werden von den Nichtmigranten besetzt, sie bestimmen die Regeln des Alltages und die Gesetze, allein aus der zahlenmässigen Überlegenheit lässt sich das ableiten. Nehmen wir an beide Gruppen seien gleich fremdenfeindlich eingestellt, wobei diese Annahme schon daran krankt dass fremdenfeindlich eingestellte Menschen selten in die Fremde ziehen, würden eine Minderheit durch die Fremdenfeindlichkeit einer Mehrheit wesentlich stärker leiden als umgekehrt, das liegt doch auf der Hand.

Der Versuch statt Der Jud ist selber schuld durch das Prinzip die sind aber genau so schlimm wie wir zu ersetzen und ums in selige Nichtstun und weiter diskreditieren zu versenken muss scheitern, abgesehen davon, dass er auch so nicht stimmt. Aber selbst wenn, entbindet uns in keiner Weise von der Pflicht Fremdenfeindlichkeit in der Gruppe der Nichtmigranten massiv abzubauen, wenn wir Integration ernst nehmen.


Zitat:

Also zwei völllig unabhängige Variablen. Spielt einem Beckstein sicher sehr in die Hände, dann ist die rechtsextreme und staatsfeindliche Gesinnung innerhalb ausländischer Gemeinschaften also immanent und die Abschiebung vielleicht doch das einzige Mittel.


Wenn man die falschen Prämissen setzt, kommen die falschen Schlüsse heraus. Das das Verhalten der Fremden nicht die Ursache von Fremdenfeindlichkeit darstellt, bedeutet nicht, dass Fremdenfeindlichkeit nicht massiv das Verhalten der Fremden beeinflusst und zwar erheblich stärker als das natürlich umgekehrt der Fall sein kann. Eine Implikation, auch die Verneinung einer Implikation sagt nichts über einen gegenteiligen Eindluss aus.

Das wir auch Fremdenfeindlichkeit innerhalb der Migrantengruppen abbauen sollten, ist sicher auch notwendig. Aber erstens richtet sich diese Fremdenfeindlichkeit primär nicht gegen Deutsche und zweitens ist das zahlenmässig ein viel geringeres Problem. Die Integration in unsere Gesellschaft wird durch die Fremdenfeindlichkeit zu vieler Deutscher gegenüber Migranten massiv gestört und nicht durch die Fremdenfeindlichkeit zu vieler Türken gegn Kurden oder zu vieler Serben gegen Kossowo-Albaner, das sind doch aburde Gleichsetzungen die vom Kausalitätsprinzip nur marginale Randerscheinungen darstellen können.

Die uns von PISA verpasste Ohrfeige sagt dass wir als Gesellschaft Migrantenkinder mit der gleichen Leistung sehr stark benachteiligen, und diese Benachteiligung rührt kaum daher, dass es unter den Fremden auch Fremdenfeindlichkeit besteht, sondern weil Lehrer, Schule und unserer berufliche Fortbildungssystem den Migranten nicht die gleiche Chance einräumt wenn sie gleiche Leistung zeigen. Und dise Differenz ist bei uns erheblich höher als in den meisten anderen Ländern, in der EU sind wir das Schlusslicht. Das korreliert mit der enorm hohen Werten der Fremdenfeindlichkeit, wie sie die Bielefelder Studie ermittelte.

Die Fremdenfeindlichkeit zwischen unterschiedlichen Gruppen der Fremden entschudligt noch rechtfertigt die hohe Fremdenfeindlchkeit in unserem Land und wie schon erläutert, entbindet uns nicht der dringenden Notwendigkeit diese massiv abzubauen.

Mit freundlichen Grüßen
ein
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 18:47:03    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Eibl-Eibesfeld und die Rechte... mir liegt diese Annäherung eher fern. Aber es ist nicht gerade ungewöhnlich, dass auch gute Wissenschaftler irgendwann durchdrehen - da gibt es unzählige Beispiele. Und auch hier wieder ein Beispiel, dass auch ein intelligenter Mensch wie Eibl-Eibesfeld anfängt aus eigenen Forschungserkenntnissen falsche Schlüsse zu ziehen.
Es erstaunt mich, dass du nur auf diesen einen eher kleinen Punkt von mir eingehst Confused

Mein Punkt ist: Es gibt keine kohärente Theorie, die vollumfänglich Urspung - Entwicklung - Manifestation - Funktion von Fremdenfeindlichkeit erklärt.
Bei Kindern ist das Verhalten Fremden gegenüber durchaus, je nach Entwicklungsphase, verschieden von absoluter Freundlichkeit bis zu Fremdeln.
Bei Jugendlichen resultiert vieles aus gruppendynamischen Prozessen.
Doch was manifestiert die Fremdenfeindlichkeit auch ins Erwachsenenalter - oder bringt Erwachsene dazu doch noch xenophob zu werden?
Für alle Entwicklung- / und Ausprägungsstadien wird es unumgänglich sein verschiedene Theorien anzusetzten.

Ich bin kein Fan von "es ist so und so" Erklärungen. Diese simplifizieren meist statt zu erklären. Insbesondere in diesem Bereich sollte man es sich nicht so leicht machen und das auf ungebildete männliche Jugendiche abwälzen. Ebensowenig lässt sich aus einer "genetischen Veranlagung" schließen, dass dementsprechende Verhaltensmuster folgen müssen. Gene alleine, genausowenig wie Sozialisation, können ein Phänomen wie Fremdenfeindlichkeit in all seinen Facetten hinreichend erklären.

Um die Diskussion mal mit etwas fundierter Empirie zu füllen hier eine FES-Studie aus dem Jahre 1999. http://www.fes.de/fulltext/asfo/00256toc.htm
die Zusammenfassung lässt sich hier lesen: http://www.fes.de/fulltext/asfo/00256001.htm#LOCE9E1



Auch Relativierungsversuche können eine Art Kapitulation sein, vor dem Druck der Gruppe oder der Gesellschaft die anderes impliziert oder einfach, weil einem viele Erklärungsansätze besser gefallen, schließlich lassen sich dann auch keine Konsequenzen ableiten.

Ich sehe keinen Grund meine Erklärungsansätze über den Haufen zu schmeissen oder zu relativieren, da sie widerspruchsfrei die Ergebnisse der Studien erklären können.

Wie auch immer, eine genetische Disposition für Fremdenfeindlichkeit lehne ich nach heutigen Erkennntnisstand ab, ich sehe dafür auch keine Notwendigkeit, so etwas anzunehmen. Das aus dem Fremdeln abzuleiten erscheint eher kurios. Die Einflüsse der Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft und die Benachteiligung der Migranten sind belegt, und die Notwendigkeit des Abbaus ergibt sich zwangsläufig.

Weder kann eine genetische Disposition, noch der Erklärungsansatz das Verhalten der Fremden verursacht Fremdenfeindlichkeit die massiv gestiegene Fremdenfeindlichkeit in den letzten Jahren erklären, wohl aber die Erklärungsansätze, dass eine latent vorhandene Xenophobie in Zeiten wirtschaftlicher Schweirigkeiten verstärkt wird, die vierte Ursache die ich genannt habe, spielt dabei wohl eine entscheidende Rolle. Die Angst den eigenen Status zu verlieren verstärkt die Fremdenfeindlichkeit, bei denen, bei denen sie schon latent vorhanden war.

Zudem spielen natürlich die Medien eine Ursache und zwar in der Frage, welche Gruppe denn nun als Sündenbock ausgewählt wird. Die Juden fallen aus mehreren Gründen aus, die Homosexuellen eigenen sich auch nicht mehr, man darf selbst als Politiker schwul sein. Es bleiben also Kinderschänder und Ausländer. Da die meisten Kinderschänder in Sicherungsverwahrung kommen und damit alle Schutz und auch Rachebedürfnisse befriedigt werden, sich also eine Aufregeung nicht mehr lohnt, bleiben nur die Ausländer. Wenn das auch noch durch eine bestimmte Darstellung in den Medien unterstützt wird, müssen wir uns nicht wundern, dass die Bielefelder Studie zu solchen Ergebnissen kommt.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 26 Nov 2006 - 18:54:56, insgesamt einmal bearbeitet
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 18:56:18    Titel:

Zitat:
Auch solche Relativierunsgversuche können eine Art Kapitulation sein, vor dem Druck der Gruppe oder der Gesellschaft die anderes impliziert oder einfach, weil einem viele Erklärungsansätze besser gefallen, schließlich lassen sich dann auch keine Konsequenzen ableiten.

Relativierungsversuch?
Ich lege die Reduktion von Fremdenfeindlichkeit bei deiner These eher als Angst vor Komplexität aus. "Nur die Vielfalt führt zur Klarheit" - Simplifizierungen auf die einfachst denkbare Erklärung nicht.
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 19:01:49    Titel:

spartakusX hat folgendes geschrieben:
@Bürger,

ich warte immer noch auf ihre Antwort.


Auf was?

Ich sehe keine These in dem Beitrag, sondern nur die Aneinanderreihung zusammenhangsloser Daten. Was sollen denn diese Fakten genau belegen?


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
spartakusX
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Anmeldungsdatum: 22.06.2006
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 19:21:20    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
spartakusX hat folgendes geschrieben:
@Bürger,

ich warte immer noch auf ihre Antwort.


Auf was?

Ich sehe keine These in dem Beitrag, sondern nur die Aneinanderreihung zusammenhangsloser Daten. Was sollen denn diese Fakten genau belegen?


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger



Mensch Meyer tu doch nicht so. Du weisst genau wie die These heisst. Sie lautet nämlich so: "Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind an den Kriminalitätsstatisken überproportional vertreten."
Und genau das versuchst du die ganze Zeit zu verleugnen und durch deinen Ideologiegelaber alles schönzureden.
Es sage bewusst "bestimmte Bevölkerungsgruppen" und nicht Ausländer, denn die Italiener, Griechen, Spanier und Portugiesen zählen auch zu den Ausländern, machen aber kaum mehr Probleme als die Einheimische Bevölkerung. Nun die Ursachen sind vielseitig. Gewiss spielt da die Integration eine Schlüsselrolle. Aber die Frage ist, warum gelingt Integration bei manchen Bevölkerungsgruppen sehr gut und bei den anderen nicht ?? Ganz einfach, weil die anderen die Kartoffel-Schweinefleichfresser-Kultur missachten und darauf scheissen. Da kannst du soviel tollerant sein wie du willst. Sie werden dich nie akzeptieren.

Bitte beantworte mir diese Frage: Siehst du jetzt ein, dass bestimmte Einwanderergruppen um ein vielfaches krimineller sind als die Einheimische Bevölkerung ??
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 19:38:37    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Auch solche Relativierunsgversuche können eine Art Kapitulation sein, vor dem Druck der Gruppe oder der Gesellschaft die anderes impliziert oder einfach, weil einem viele Erklärungsansätze besser gefallen, schließlich lassen sich dann auch keine Konsequenzen ableiten.

Relativierungsversuch?
Ich lege die Reduktion von Fremdenfeindlichkeit bei deiner These eher als Angst vor Komplexität aus. "Nur die Vielfalt führt zur Klarheit" - Simplifizierungen auf die einfachst denkbare Erklärung nicht.


Ich glaube kaum das man meine Ansätze simpel nennen kann, und eine blosse Aufzählung verschiedener Erklärungsansätze täuscht eine Komplexität nur vor, die Komplexität entstände erst, wenn es gelänge diese Erklärungsansätze miteinander zu verknüpfen. Mir erscheint das eher ein moderates Ihr habt alle ein wenig recht. Natürlich kann das unbewiesene immer korrekt sein, und jedem Ansatz kann eine Unvollständigkeit vorgeworfen werden, auch als letzter Ausweg, wenn er sich nicht wiederlegen lässt. Mir geht es aber in erster Linie darum Fremdenfeindlichkeit als erlerntes Verhaltensmuster klar zu umreissen und um die leidige Diskussion der Jud ist selber schuld einmal die Diskussionsgrundlage zu entziehen und nicht um die mir kaum ins Gewicht zu fallenden alternativen Vorschläge einzuarbeiten um meinen Erklärungsansätzen mehr Komplexität zu verleihen. Sicher wird es auch einen Menschen geben, der zum Fremdenfeind geworden ist, weil er ständig von einem türkischen Kind verprügelt worden ist, aber individuelle Einzelfälle so interessant sie im Einzelnen auch sein müssen erklären keine Massenerscheinungen insbesondere nicht, wenn sie sich so massiv ausbreiten. Nein ich habe keine Angst vor Komplexität, insbesondere nicht wenn ich die anderen Erklärungsmuster in diesem Forum betrachte, die kaum an die Komplexität meiner Ansätze rreichen. Nein ich habe eher Angst davor, dass die entscheidenen Gründe nicht klar genug herausgearbeitet werden. Soll Fremdenfeidnlichkeit abgebaut werden und das ist eine notwendige Bedingung für eine wirkungsvolle Integration, ist der Mainstream und nicht Ausnahmen und Randerscheinungen entscheidend.
Wenn wir die Steigerung der Fremdenfeindlich betrachten, dann ergibt es keinen Sinn Randerscheinungen mit aufzugreifen, um die eigentlichen Ursachen zu verschleiern und der fremdenfeindlichen Klientel ein entsprechendes Entschuldigungs und Rechtfertigungsarsenal anzubieten, das, wie man an den zum Teil absurden Rechtfertigungsdiskusssionen sieht, sich schon jetzt auszutoben beginnt.

Warum führe ich die Diskussion? Doch nicht um eine möglichst komplexe Theorie anzubieten, schon gar nicht in diesem Forum, sondern um wirksame Lösungen gegen Fremdenfeindlichkeit zu diskutieren.

Unsere Gene haben sich in den letzten Jahren kaum geändert, eine explosionsartige Verbreitung fremdenfeindlicher Ansichten über die Gene anzunehmen ist also hinfällig, das können wir also beruhigt ad acta legen, auch wenn es eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt, das dort irgendein winziger Einflusß bestehen könnte. Es führt also nicht zu einem Erkenntnisgewinn sondern nur zu einer Verzettelung, wenn wir uns angesichts der Entwicklung damit auseinandersetzen. Eine genetische Pädisposition erklärt nicht die Zunahme der Fremdenfeindlichkeit, im Gegenteil. Bei dem immer beklagten Geburtenrückgang müsste es eher umgekehrt sein, das nämlich die Fremdenfeindlichkeit abnimmt.

Auch die Kriminalität die von Ausländern begangen wird ist seit Jahren rückläufig und erklärt ebensowenig die starke Zunahme der Fremdenfeindlichkeit. Also bleiben nur die immerhin vier Ursachen die ich genannt habe:

1) Fremdenfeindlichkeit ist bequem um in einer Gruppe Gleichgesinnter ohne große Leistung billig Anerkennung zu erwerben.

2) Fremdenfeindlichkeit ist eine einfache Möglichkeit, das eigene Selbstwertgefühl zu steigern.

3) Fremdenfeindlichkeit schützt einen in hierarchischen Strukturen selbst davor, Opfer von Häme oder Spott zu werden, lieber auf die Türken schimpfen, als selbst Opfer zu werden.

4) Besitzstandsdenken. potentielle Konkurrenten sowohl materieller Art als auch hinsichtlich des Status fernzuhalten, weil die Angst das bischen an materiellen und gesellschaftlichen Status zu verlieren Menschen schon zu noch seltsameren Verhalten drängen kann.

Alle vier Gründe sind durch den zunehmenden Druck in der Arbeitswelt massiv gestiegen und verstärken sich gegenseitig.

Die Ursachen welche Gruppe der Fremden sich besonders als Ziel fremdenfeindlicher Orientierung wird, ist ein weiterer Diskussionsansatz. Hier verstärken und vermsichen sich sich tradiertes und eine völlige Überzeichnung der vermeintlichen Ausländerkriminalität in den Medien, insbesondere die Darstellung von allem was irgendwie sich msulimsich deuten lässt steht im Vordergrund. Muslime sind im Moment, die Gruppe die sich am besten dafür eignet Ziel und Opfer fremdenfeindlichen Verhaltens zu sein. Durch die überzeichnete Darstellung in den Medien wird sie quasi erlaubterweiser diskreditiert, als im Moment vorherrschende Gruppe neben Kinderschändern und Päderasten.

Bevor wir uns also in Randerscheinungen verlieren und eine notwendige Abstraktion durch eine Differenzierung ihrer selbst Willen oder eben auch als bequeme Entschuldigung für das Nichts-tun, konterkarrieren, sollten wir Lösungsansätze suchen, um die genannten Ursachen zu bekämpfen. Wenn dann noch ein kleiner Rest anderer Ursachen bleibt, dann können wir das Modell immer erweitern, daegen habe ich dann sicher keine Einwände.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 26 Nov 2006 - 20:02:07, insgesamt 4-mal bearbeitet
spartakusX
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Anmeldungsdatum: 22.06.2006
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 19:43:14    Titel:

Herr Bürger sie haben wieder nicht geantwortet. Sehen Sie jetzt ein, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen um ein vielfaches krimineller sind als die Einheimische Bevölkerung ?? Oder brauchen sie noch mehr Fakten ??
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 19:48:34    Titel:

spartakusX hat folgendes geschrieben:

Mensch Meyer tu doch nicht so. Du weisst genau wie die These heisst. Sie lautet nämlich so: "Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind an den Kriminalitätsstatisken überproportional vertreten."
Und genau das versuchst du die ganze Zeit zu verleugnen und durch deinen Ideologiegelaber alles schönzureden.


Erstens lautet mein Name nicht Meyer, zweitens befinden wir uns in keinem Quiz, drittens liegst Du falsch, die These wird von mir nicht bestritten, sie ist nur irrelevant für die Charakterisierung besagter Gruppen, und viertens unterhalte ich mich nicht auf diesem Niveau:
Zitat:

Und genau das versuchst du die ganze Zeit zu verleugnen und durch deinen Ideologiegelaber alles schönzureden.
....
Ganz einfach, weil die anderen die Kartoffel-Schweinefleichfresser-Kultur missachten und darauf scheissen


Du darfst es gerne noch einmal versuchen, wenn Du an einer Antwort ernsthaft interessiert bist, aber in einem vernünftigen Ton.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
spartakusX
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Anmeldungsdatum: 22.06.2006
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 20:04:46    Titel:

Mensch das ist ja ein Wunder. Wenn Beleidigung gelöscht (bb) es eingesehen hat, dann kanns ja nur besser werden. Respekt!!
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2006 - 20:17:27    Titel:

Bürger schrieb :

Zitat:
Wenn wir die Steigerung der Fremdenfeindlichkeit betrachten, da ergibt es keinen Sinn Randerscheinungen mit aufzugreifen um die eigentlichen Ursachen zu verschleiern und der fremdenfeindlichen Klientel ein entsprechendes Entschuldigungs und Rechtfertigungsarsenal anzubieten, das wie man an den zum Teil absurden Rechtfertigungsdiskusssionen der Fremdenfeindlichkeit sich schon auszutoben beginnt.


Das dies mißbraucht werden kann , wird nicht in Abrede gestellt . Es kann jedoch auch umgekehrt instrumentalisiert werden : Ein Denkverbot sich aufzuerlegen . Nachdenken zu wollen , dass es Abseits der von dir definierten strukturellen Fremdenfeindlichkeit , eine Häufung von Vorurteilen gibt , welche außerhalb und nicht durch deine Ansätze erklärbar sind.

Das Potential dieser Vorurteile durch Teile einer bürgerlichen Mitte orientiert sich an praktischen , eigenen Wahrnehmungen und richtet sich meist selektiv einen Kulturkreis gegenüber. Also müssen hier andere , als von dir bereits benannte Ursachen eine Rolle spielen . Welche darin liegen könnten :

--- Ein Zusammentreffen von unterschiedlichen Kulturen , welches nicht aus sich selbst gewachsen , sondern eher als staatlich verordnet zu bezeichnen wäre.

--- Unklarheit , wie gemeinsame Werte aus diesen kulturellen Mix definiert werden . Ein Verweis auf das GG dürfte hier nicht genügen. Es geht nicht um Anpassung an diese Grundsätze , sondern deren gelebte Verinnerlichung. Dem entgegengesetzt steht eine falsche Toleranz gegenüber bestimmten , angeblichen kulturellen Besonderheiten. Insbesondere im tradierten Umgang zwischen den Geschlechtern.

---- Disharmonien , die sich aus der Zentrierung der anderen kulturellen Gruppe in bestimmten Gebieten u. Stadtteilen ergeben , durch eine überproportionale Ansiedlung und damit Ressentiments der Eingeborenen erzeugen.

---- eine Ablehnung der hiesigen Kultur durch Teile der Nachfolgegenerationen der Einwanderer . Sei es aus eigener geglaubter Überlegenheit oder als Reaktion auf eigene erlebte Ablehnung. > Wechselwirkung >

M.f.G. Schelm
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