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Gossensches Gesetz
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EinstürzendeNeubauten
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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2006 - 20:45:53    Titel: Gossensches Gesetz

Hi,

könnte mir einer vllt. das 2. Gossensche Gesetz erklären?
Ich habe es so verstanden, dass der Grenznutzen zweier Güter irgendwie exakt gleich groß sein muss.
Aber irgendwie begreife ich das nicht ganz (das erste ist mir klar). Könnte mir vllt. noch jemand ein Beispiel nennen, was das deutlich macht?

Und noch eine andere Frage:
Was ist der Unterschied zwischen Ressourcen und Gütern?
Müssen wir wirtschaften, weil die Ressourcen oder Güter knapp sind?
Jonny23
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Anmeldungsdatum: 02.06.2005
Beiträge: 1905
Wohnort: Essen, NRW

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2006 - 21:12:53    Titel:

also 1. kann ich net beantworten, aber ich versuche mal als höha schüler an der 2. also ich denke wir müssen wirtschaften da ressourcen knapp sind. irgendwann wird es keine kohle, kein öl und gas mehr geben. welche güter meinst du? freie güter, wie sonne licht etc. oder wirtschaftsgüter? wirtschaftsgüter kosten ja was und ihre herstellung verursacht ebenfalls kosten.. also könnte man sagen wir müssen wirtschaften weil ressourcen und güter knapp sind..

gruß

j23
Nobbi
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Anmeldungsdatum: 07.07.2006
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2006 - 22:28:25    Titel:

Das zweite Gossensche Gesetz besagt, dass sich ein Haushalt dann im Haushaltsoptimum befindet (d. h. der Nutzen, den die Güterkombination stiftet, am größten ist), wenn die Grenznutzen aller Güter geteilt durch den Preis des jeweiligen Gutes gleich sind. Wenn man z. B. vereinfacht zwei Güter betrachtet:

Eine Güterkonstellation, in der die Grenznutzen zweier Güter geteilt durch die Preise unterschiedlich sind, kann der Haushalt optimieren; eine solche Konstellation ist für ihn nicht optimal, da er durch Senkung der Ausgaben für das Gut mit dem geringeren Grenznutzen und gleichzeitige Erhöhung der Ausgaben für das Gut mit dem höheren Grenznutzen den totalen Nutzen steigern kann.

Beispielsweise hat der Haushalt von Gut 1 sehr viel in seinem Güter-Portfolio und damit einen hohen Nutzen (aufgrund der Menge), aber eben auch einen geringen Grenznutzen (1. Gossensches Gesetz). Vom Gut 2 hat er wenig, weshalb der Nutzen dieses Gutes geringer ist, aber der Grenznutzen ist höher; jede weitere Einheit des Gutes 2 ist für ihn "nützlicher", als jede weitere Einheit des Gutes 1, von dem er ohnehin schon viel besitzt.

Und wenn die Grenznutzen gleich groß sind, würde jede Veränderung dieser Güterkonstellation demnach den Nutzen mindern. Wenn der Haushalt jetzt Güter umschichten würde, ist der Betrag des Nutzens, welcher zusätzlich durch eine Erhöhung der Menge des Gutes 1 (oder 2) entsteht, geringer als der Nutzenbetrag, der aufgrund der entsprechenden Senkung der Menge des Gutes 2 (oder 1) abgezogen wird.


Gruß

Nobbi
Nobbi
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Anmeldungsdatum: 07.07.2006
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2006 - 22:41:13    Titel:

@ EinstürzendeNeubauten

Zu deiner zweiten Frage:

Güter sind Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, wohingegen Ressourcen Mittel sind, mit denen Güter geschaffen werden können.
Güter können Konsum- oder Investitionsgüter sein, d. h. z. B. Gegenstände des täglichen Lebens (Lebensmittel,...) oder Maschinen. Um Güter zu produzieren muss der Mensch (knappe, weil nicht unbeschränkt verfügbare) Ressourcen aufwenden, d. h. z. B. Arbeitsleistung, Kapital und Boden.
Aufgrund der Knappheit von Ressourcen und der Unbegrenztheit von Ressourcen müssen folglich auch die Güter knapp sein.
Um diese Güterknappheit zu minimieren, und unsere Bedürfnisse bestmöglich befriedigen zu können, müssen wir planvoll handeln (=wirtschaften).
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