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Schwangerschaftsabbruch


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Bei einem Schwangerschaftsabbruch auch Abtreibung (englisch: Abortion) genannt wird der menschliche Embryo respektive der Fötus abgetötet und anschließend durch chemische oder Methoden aus dem Mutterleib entfernt.

In nahezu allen Kulturen besteht ein Dissens bezüglich der Beurteilung der Abtreibung der im Kern um die Frage dreht ob ab wann der Embryo Mensch ist und Lebensrecht besitzt und wie sich dies auf Entscheidungsfreiheit der Mutter auswirkt. Viele Menschen sehen Fötus als Menschen an und verurteilen daher als Tötung.

Inhaltsverzeichnis

Rechtslage in Deutschland

Der Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland im 218 des Strafgesetzbuches geregelt. Abtreibung ist rechtswidrig nach heutigem aber bis zum dritten Schwangerschaftsmonat straffrei wenn dem Eingriff eine Beratung stattgefunden hat. Rechtskonform die Abtreibung bis zur Geburt wenn Gefahr das Leben oder eine schwerwiegende körperliche Beeinträchtigung Mutter besteht und dies nur durch eine verhindert werden kann. Das Gesetz regelt an Stelle nicht wer für die Beurteilung in solchen Fall zuständig ist. In der Praxis dies der behandelnde Arzt vor. Auch ist Abtreibung bis zur 12. Woche rechtskonform wenn so genannte kriminologische Indikation vorliegt (Vergewaltigung Nicht-Zustimmungsfähigkeit Partnerin). Im Falle einer Abtreibung nach Beratung der 12. und 22. Woche bleibt die selbst straffrei der Arzt handelt jedoch strafbar.

Sollte das Kind die Abtreibung überleben Erste Hilfe geleistet werden. Das juristische Desinteresse an Durchsetzung zeigt der bekannte Fall des sogenannten Babies" Tim [1] .

Die seit Ende der 1960er einsetzende Bewegung der Liberalisierung des Abtreibungsrechts stets von scharfen Debatten und Protesten begleitet Besonders viele Gegner findet die Abtreibung unter Christen und Muslimen hierbei ragen die römisch-katholische und die orthodoxe Kirche sowie viele evangelikale Christen heraus.

Rechtslage in Österreich

Seit 1975 ist in Österreich ein von einem Arzt nach vorhergehender vorgenommener Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ( Fristenlösung ). Ein späterer Schwangerschaftsabbruch ist straffrei wenn oder die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung vorliegt medizinische Indikation ) die Schwangere zum Zeitpunkt ihrer Schwängerung nicht 14 Jahre alt war oder das schwer behindert sein wird ( eugenische Indikation ).

Niemand ist verpflichtet einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen daran mitzuwirken außer bei Lebensgefahr für die Niemand darf wegen Mitwirkung oder Verweigerung der an einem Schwangerschaftsabbruch benachteiligt werden.

Rechtslage in der Schweiz

Seit dem 1. Oktober 2002 ist der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. auch in der Schweiz entkriminalisiert. Artikel 119 des Strafgesetzbuches hält zwei Voraussetzungen für einen straffreien fest: Die Frau muss sich in einer befinden und von der behandelnden Ärztin bzw. behandelnden Arzt vor dem Eingriff umfassend informiert Siehe Fristenlösung.

Abtreibung weltweit

Nach Informationen der UNIFEM sind weltweit etwa ein Drittel aller Schwangerschaften ungeplant und etwa ein Viertel aller Frauen entscheiden sich zu einem Abbruch. Dies - hochgerechnet - jährlich etwa 53 Millionen weltweit. Geschätzte 20 Millionen davon finden illegal unter hygienisch prekären Bedingungen statt was in dieser Fälle zu schweren medizinischen Komplikationen führt Gegensatz zu 1% schweren Komplikationen bei unter Bedingungen durchgeführten Schwangerschaftsabbrüchen (unter "schwerer medizinischer Komplikation" hier jene Komplikationen verstanden die Unfruchtbarkeit respektive der Frau zur Folge haben). Diese Zahlen jedoch mit Vorsicht zu genießen da es - was die Situation in Ländern ohne Abtreibung betrifft - um Hochrechnungen und Dunkelziffern da dort nur die Fälle statistisch erfasst wo sich die Frau nach einer misslungenen in ärztliche Behandlung begeben muss oder stirbt.

Viele Länder Lateinamerikas Afrikas und Asiens haben eine sehr Gesetzgebung in Sachen Abtreibung was jedoch nur sehr geringen Einfluss auf das Abtreibungsverhalten hat. wird in Ländern wie den Niederlanden wo abgetrieben werden kann und gleichzeitig Mittel zur leicht erhältlich und in den Schulen eingehende stattfindet sogar weniger abgetrieben als in Ländern restriktiver Gesetzgebung schlechtem Zugang zu Verhütungsmitteln und sexuellen Tabus.

Medizinische Aspekte

Mit Embryo bezeichnet man das ungeborene Kind ab (gr.: ungeborenes Lebewesen). Ab dem dritten Monat man auch vom Fetus bzw. Fötus (lat.: Kind).

Von Frühabtreibung spricht man wenn ein getötet wird der zwar schon existent aber nicht in der Gebärmutter eingenistet ist (bspw. künstliche Befruchtung Nidationshemmer).

Von Spätabtreibung spricht man wenn ein getötet wird der bereits außerhalb der Gebärmutter wäre also bereits ab etwa 20-22 Wochen 38 Wochen).

Abtreibungsmethoden

Absaugmethode/Vakuumaspiration (chirurgisch)

In örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose zunächst der Muttermund mit speziellen Stiften aus oder Plastik aufgedehnt. Danach wird ein Saugrohr den Uterus eingeführt und der Körper des Embryos Dies ist die in Deutschland häufigste Methode 80 %) und wird meist zwischen 6. 10. Woche nach der Empfängnis durchgeführt. Diese kann aber bis zur 12. Woche (bzw. Woche gerechnet ab dem 1. Tag der Regelblutung) angewendet werden.

Ausschabung/Curettage (chirurgisch)

Zerschneiden des Embryos und Ausschaben mit Plazenta. Ist teilweise auch nach anderer unvollständiger (Absaugung Mifegyne) nötig. Deutschland: ca. 10 %

Mifegyne

Die Abtreibungspille früher auch Ru-486 genannt die Wirkung des Gelbkörperhormons (Progesteron) und leitet die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut mitsamt dem eingenisteten ein. Der Vorgang ähnelt dabei einer frühen Sie wird bei uns bis zur siebten eingesetzt in England und Schweden bis zur Woche. Ihre Anwendung zu einem späten Zeitpunkt mit erheblichen Risiken verbunden. 6% der Abtreibungen Deutschland werden mit Hilfe dieses Präparates durchgeführt. kritisieren die Freigabe des Präparats massiv da das Sterben des Embryos durch die Mangeldurchblutung Gebärmutter (keine Versorgung mehr mit Sauerstoff und über mehrere Tage hinziehe wobei der Prozeß der Einnahme der Tabletten nicht mehr unterbrochen kann. Die Kritik von Juristen bezieht sich auf den Aspekt daß die Schwangere selbst Tabletten schluckt und somit die Abtreibung selbst (und nicht ein Arzt).

Spätabtreibung durch Kaiserschnitt

Das Kind wird durch einen Kaiserschnitt Welt gebracht und dann nicht weiter gepflegt dass es stirbt. Wird verwendet wenn andere zu gefährlich für die Mutter sind (Spätabtreibung). Methode darf nur verwendet werden wenn die der Mutter durch eine Fortsetzung der Schwangerschaft ist.

Spätabtreibung durch die Prostaglandin-Hormon-Methode

Dieses Hormon leitet eine künstliche Fehlgeburt Diese Art kann zu jedem Zeitpunkt der durchgeführt werden. Prostaglandin wird in niedrigeren Dosen zur Einleitung einer Geburt verwendet es verstärkt leitet Wehen ein. Aus diesem Grund überleben der Kinder Abtreibungen mit dieser Methode. [2] . Diese Methode darf nur verwendet werden die Gesundheit der Mutter durch eine Fortsetzung Schwangerschaft gefärdet ist.

Instillation/Salzsäure

Unter anderem in den USA praktizierte der Abtreibung bei der der Fötus durch einer Salzsäurelösung innerlich verätzt bzw. getötet wird.

Teilgeburtsabtreibung

Amerikanische Sonderform für späte Abtreibungen die der Rechtsaussage beruht dass der Fötus sich der Entscheidungsgewalt der Mutter befindet solange sein die Mutter nicht verlassen hat. Aus diesem wird das Kind im Mutterleib gedreht und den Beinen herausgezogen. Dem Kind wird dann Hirn punktiert und ausgesaugt so dass es Seit Ende 2003 in den USA hierzu heftige juristische Auseinandersetzung ("Partial Birth Abortion Ban 2003").

Nidationshemmung

Teilweise werden auch so genannte Nidationshemmer als Frühabtreibungsmittel bezeichnet. Diese verhindern eine des Embryos in die Gebärmutter. Dazu zählen Spirale und die Pille danach . Der Straftatbestand Abtreibung bezieht sich in nur auf den Embryo nach Nidation so Nidationshemmer juristisch gesehen keine Abtreibungsmittel sind.

Risiken

Körperliche Risiken

Die direkten Risiken für die Mutter je nach Abtreibungsmethode. Von Blutungen und Rückständen Embryos sowie Entzündungen im Gebärmutter. In Gesundheitsinstitutionen zusätzlich eine Debatte entbrannt ob durch die des Hormonhaushalts bei einer Abtreibung ein höheres im Uterus- und Brustbereich vorliegt. Das Risiko schwere direkte Komplikationen infolge einer unter medizinisch Bedingungen durchgeführten Abtreibung (Infektionen oder Gebärmutterperforation mit oder bleibender Unfruchtbarkeit) liegt laut WHO bei 1%.

Psychische Risiken

Ein Schwangerschaftsabbruch kann eine schwere psychische für die Frau darstellen. So legt eine Studie eine Erhöhung des Selbstmordrisikos um einen Faktor nahe. Verschiedene Beratungsorganisation die Frauen im nach der Abtreibung zur Seite stehen geben wie Schlafmangel Depressionen und Albträume an. Dazu bisweilen psychosomatische Entwicklungen die oft erst nach auf eine Abtreibung zurückgeführt werden können.

Die möglichen psychischen Folgen werden unter Begriff "Post Abortion Syndrome" (PAS) zusammengefaßt. Während einer Abtreibung der Aspekt "mein Kind" häufig andere Argumente überlagert oder als unsachlich bezeichnet scheint er nach einer Abtreibung im Zentrum stehen.

In ihrer Fachbroschüre "Schwangerschaftsabbruch nach Pränataldiagnostik" die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe die möglichen psychischen Folgeprobleme und ihre Behandlungsmöglichkeiten Gegenstand der Schwangerschaftskonfliktberatung sein sollen.

Wichtig ist zu erkennen daß unter Abtreibung (und entsprechenden psychischen Folgen) oft nicht die Mutter selbst leiden und PAS-Symptome zeigen auch der Vater des Kindes und häufig weitere Kinder (Geschwister) Großeltern andere nahestehende Personen teilweise auch das medizinische Personal.

Eine Selbsthilfegruppe für Frauen nach Abtreibung Rahel [3] .

Geschichtliche und Philosophische Standpunkte zur Abtreibungsfrage

Naturreligionen

In manchen animistischen Naturreligionen gilt die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch Angelegenheit der Frau. Diese Weltanschauungen glauben zum an Seelenwanderung . Somit wird ein Schwangerschaftsabbruch zum Teil als Töten eines Kindes angesehen.

Die Ureinwohner Australiens und andere Nomadenvölker setz(t)en Abtreibung gezielt zur Geburtenregelung ein.

Hinduismus

In den Ländern des fernen Ostens war die Abtreibung bis zu dem in dem die Bewegungen des Kindes spürbar (ungefähr ab dem 5. Monat) legal. In Philosophie der Brahmanen hatte das Kind bis zu diesem keine Seele und konnte deshalb straflos zerstört Sobald es sich jedoch selbständig bewegte hatte eine Seele und eine Frau die ihren dann noch abtrieb musste wegen Kindesmord bestraft

Antike

Sowohl im alten Griechenland wie auch römischen Recht war Abtreibung ebenso wie Kindsaussetzung - auch ein lebendgeborenes Kind bekam im Recht erst durch die Anerkennung des Vaters Existenzrecht. Blieb diese aus wurde das Kind

Judentum

Das antike Judentum war gegen Kindstötung z.B. den Kult des Moloch und war prinzipiell auch gegen Abtreibung es sei denn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft war. z.B. Philo von Alexandria (1. Jahrhundert) verurteilte die Nichtjuden wegen weit verbreiteten Praktiken von Abtreibung und Kindstötung.

Christentum

Das Christentum war von Anfang an die Abtreibung. Bereits die Didache einer der frühesten nicht-biblischen Texte sagt Kapitel 2 "Du sollst nicht töten ...du sollst kein abtreiben du sollst kein Neugeborenes töten." Auch der etwa gleichzeitige Clemens von und spätere Kirchenväter ( Basilius von Caesarea Augustinus von Hippo Johannes Chrysostomus) sprachen sich einhellig gegen Abtreibung aus.

In der Bibel als wichtigste Grundlage Christentums steht "Du sollst nicht töten" (2. 20 13 und 5. Moses 5 17) von den Aussagen der Amtskirchen gilt dieses für alle Christen.

In der Katholischen Kirche des Mittelalters die Abtreibung eines lebendigen Fötus ein Mord (Todesstrafe und Exkommunikation) die Abtreibung eines nicht-belebten (bevor Kindsbewegungen spürbar waren) war ebenfalls Sünde kein Mord (3 bis 14 Jahre Buße nach Fall). Diese Position galt gemeinhin auch angelsächsischen Recht bis zu Beginn des 20.

In der Aufklärung kam von ärztlicher die Erkenntnis dass der Fötus von Anfang ein Leben ist. Das führte Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa und in Amerika dazu der Schwangerschaftsabbruch zur Straftat erklärt wurde. 1869 erließ Pius IX. ein generelles Abtreibungsverbot und stellte fest das Kind seine Seele bereits zum Zeitpunkt Zeugung empfängt. Johannes Paul II. gibt die Lehre der Katholischen Kirche dieser Frage in der Enzyklika "Evangelium vitae" (Nr. 62) mit folgenden wieder: "Mit der Autorität die Christus Petrus seinen Nachfolgern übertragen hat erkläre ich deshalb Gemeinschaft mit den Bischöfen — die mehrfach Abtreibung verurteilt und obwohl sie über die verstreut sind bei der eingangs erwähnten Konsultation Lehre einhellig zugestimmt haben — daß die das heißt als Ziel oder Mittel gewollte immer ein schweres sittliches Vergehen darstellt nämlich vorsätzliche Tötung eines unschuldigen Menschen. Diese Lehre auf dem Naturrecht und auf dem geschriebenen Gottes begründet von der Tradition der Kirche und vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der gelehrt."

Die orthodoxe Kirche beruft sich auf Kirchenväter und hat Abtreibung immer als Sünde Auch namhafte evangelische Theologen (im 20. Jahrhundert Dietrich Bonhoeffer und Karl Barth ) haben sich entschieden gegen Abtreibungen ausgesprochen.

Islam

Zum Thema Abtreibung existieren im Islam verschiedene Haltungen. Generell wird die Tötung Lebens missbilligt. Der Koran untergliedert die Entwicklung Mutterleib in drei Phasen die jeweils 40 andauern. Nach diesen 120 Tagen empfängt der Fleisch" von Allah die Seele. Nach anderer wird der Mensch bereits nach 40 Tagen Nach Meinung einiger Gelehrter darf deshalb bei oder seelischen Leiden der Mutter abgetrieben werden. Gelehrte stufen wiederum die Entfernung der Leibesfrucht als schwere Sünde ein da die Frucht Teil des weiblichen Körpers betrachtet wird und Körper von Allah anvertraut wurde und damit ist. Nach dem 120. Tag ist Abtreibung ausgenommen die Geburt gefährdet mit Sicherheit das der Mutter.

Atheismus

Häufig werden nur religiöse Standpunkte zur diskutiert und nichtreligiöse Standpunkte übersehen. Unbelastet von Vorurteilen kommen atheistische Vertreter zu sehr unterschiedlichen der Abtreibung und Kindstötung. Mit anderen Denkern grundlegende Einigkeit nur darin daß ein Mensch getötet werden darf. Fraglich ist allerdings ab von einem Menschen die Rede sein kann. atheistische Standpunkte gehen davon aus daß dies mit der Entstehung des individuellen Selbstbewußtseins der ist. Dies tritt aber erst mit ca. Jahren ein. Andere setzen den Zeitpunkt früher nämlich mit der Entstehung der Wahrnehmungs- und Insoweit wird die Auffassung vom Eintritt des beim Menschen (keine Hirnströme mehr meßbar) logisch auf seine Entstehung übertragen. Die entsprechende Hirnentwicklung aber erst zwischen der 20. und 40. ein. Diese Herangehensweise wird auch von den der modernen medizinischen Forschung unterstützt. "Vor der Woche ist die Hirnrinde nicht funktionsfähig. Deshalb es auf jeden Fall unzutreffend von einer oder einer «bewussten Reaktion» des Foetus zu (Maria Fitzgerald Prof. für Neurobiologie London). Ohne Eigenschaften ist es jedoch sinnlos von menschlichem zu sprechen sofern man nicht von einer imaginären Seele ausgeht.

Ein atheistischer Standpunkt kann es auch die Entstehung des Menschen mit seiner Zeugung

Wichtiger Unterschied zu religiös fundierten Standpunkten Die Vertreter eines atheistischen Standpunktes versuchen nicht besonderen Standpunkt zum moralischen und strafrechtlichen Maßstab Menschen zu machen sondern respektieren es wenn ein Katholik die Grenze aus religiösen Gründen sich enger zieht.

Nach der Meinung einiger ist die Relevanz der Abtreibung in ihrer heutigen Fassung Verstoß gegen das Grundgesetz da bei der dieser Sachverhalte einseitig die religiösen Standpunkte bevorzugt

Frauenbewegung

Die feministische Frauenbewegung setzte sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts für die Straffreiheit der Abtreibung teilweise für ein Recht dazu ein. Gräfin Bülow Dennewitz aus Dresden war Vorkämpferin des Rechtes auf "Geburtenregelung". Politiker und Ärzte wie Friedrich Wolf ("Zyankali") unterstützten diese Forderung aus sozialistischen In der DDR bestand ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch bis 12. Woche. In der BRD wurde heftig gekämpft besonders die Anzeigenkampagne bei der sich von Frauen "outeten" trieb die Diskussion voran.

Eine Sichtweise aus der Esoterik

"Bei einer Menschwerdung müssen sich Vater und Kind auf einer seelischen Ebene einig Solange du bangst und schwankst ist es für dich als auch für deinen Partner auch für das werdende Kind außerordentlich schwer Entscheidungen zu treffen. Denn siehe auch das muss sich [auf einen Abbruch] vorbereiten. Es Zeit haben sich zurückzuziehen und je mehr du in dir entwickelst um so leichter es dem Embryo sich von deinem Körper lösen. Selten will ein Wesen sich in Mutter inkarnieren wenn es nicht erwünscht ist.

Du lädst mit einer Abtreibung kein auf dich. Deine Seele hat ein Mitspracherecht dieser Entscheidung." (aus: Hasselmann Varda und Frank Weisheit der Seele. Trancebotschaften über den Sinn Existenz. Goldmann 1995)

Die Entwicklung des deutschen Rechts zur

  • 1532 : Der Begriff „Abtreibung“ taucht zum ersten in der Peinlichen Gerichtsordnung Kaiser Karl des auf. Strafe für die Abtreibung: Folter durch „glühenden Zangenriss“ und Tod durch das Schwert.
  • 1768 : Unterzeichnung der „Constitutio criminalis“ von Kaiserin Maria Theresia . Strafe für die Abtreibung: Hinrichtung durch das Schwert. In der Folgezeit auch das Auspeitschen lediger Schwangerer an der
  • 1794 : Das „Allgemeine Preußische Landrecht“ setzt vorübergehend Strafen fest.
  • 1813 : im Strafgesetz für Bayern das für die Strafe von 4 bis 8 Jahren vorsieht bei Fremdabtreibungen eine 16 bis 20jährige
  • 1870 : Das Preußische Strafgesetzbuch wird verabschiedet das Abtreibungen per Gesetz
  • 15. Mai 1871 : Die Urfassung des § 218 des tritt in Kraft in der eine Schwangere ihre Frucht vorsätzlich abtreibt oder im Mutterleib mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bestraft Bei „mildernden Umständen“ konnte die Zuchthausstrafe in Gefängnisstrafe umgewandelt werden.
  • 1909 : Mehrere Entwürfe aus dem Reichstag sehen Änderung des § 218 mit dem Ziel Strafmilderung vor.
  • 1920 : Ein Antrag der SPD im Reichstag den Schwangerschaftsabbruch in den ersten 3 straflos zu lassen scheitert an den Mehrheitsverhältnissen Reichstag.
  • 1926 : Die Abtreibung wird vom Verbrechen zum Vergehen gemildert und nur noch mit Gefängnis
  • 1943 : Verschärfung der Strafe bei Abtreibung für Fall dass "die Lebenskraft des deutschen Volkes" beeinträchtigt wird. Die Todesstrafe für Abtreiber wird Andererseits bleibt eine Abtreibung straflos wenn sie Fortpflanzung "minderer Volksgruppen" verhindert.
  • 1945 - 1948 : Durch Gesetze der Besatzungsmächte wird die aufgehoben. Die Abtreibung bleibt aber strafbar.
  • 4. August 1953 : Abschaffung der Todesstrafe für Fremdabtreibung. (im des StGB; faktisch wurde jegliche Todesstrafe mit des Grundgesetzes 1949 abgeschafft)
  • Mitte der 60er Jahre : Die aufkommende „Frauenbewegung“ und die Emanzipationswelle in vielen Demonstrationen („Mein Bauch gehört mir“) Abschaffung des Jahre § 218 StGB. Es mehrere Entwürfe zur Reform des Strafrechts in Bundestag die aber erst nach der Regierungsbildung Willy Brandt ab 1972 nach und nach beraten können.
  • 9. März 1972 DDR: Fristenlösung beim Schwangerschaftsabbruch nach der innerhalb der ersten drei Monate erlaubt ist. ersten Mal gibt es in der Volkskammer
  • 18. Juni 1974 : Fristenlösung in der BRD die einen in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft lässt. Der Jubel darüber bekommt sofort vom Bundesverfassungsgericht das von der CDU/CSU angerufen wird Dämpfer:
  • 21. Juni 1974: einstweilige Anordnung dass diese Fristenregelung wesentlichen Teilen verfassungswidrig sei. Die Reform tritt nicht in Kraft.
  • 25. Februar 1975 : Urteil des BVerfG dass die Fristenlösung Teile des Grundgesetzes verletzen würde. Es wird eine so Indikationslösung vorgeschlagen.
  • 18. Mai 1976 : Neufassung des § 218 StGB tritt Kraft und sieht grundsätzlich eine Freiheitsstrafe bis 3 Jahren oder eine Geldstrafe für denjenigen der eine Schwangerschaft abbricht. In besonders schweren ist eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren Begeht die Schwangere die Tat so wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem bestraft. Eine Geldstrafe ist aber auch möglich. in 4 Fällen (Indikationen) bleibt ein Schwangerschaftsabbruch
  • 3. Oktober 1990 : alte Bundesländer: Indikationsregelung neue Bundesländer: Fristenregelung Abtreibungsgesetz).
  • 26. Juni 1992 : Bundestag verabschiedet Schwangeren- und Familienhilfegesetz: Fristenregelung Beratungspflicht.
  • 4. August 1992: Einstweilige Anordnung des BVerfG (s.o.).
  • 5. August 1992: Schwangeren- und Familienhilfegesetz tritt teilweise Kraft. Es treten nicht in Kraft: Art. Nr. 1 = Änderung des Strafgesetzbuches und 16 = Aufhebung der auf dem Gebiet ehemaligen DDR fortgeltenden Vorschriften.
  • 28. Mai 1993 : Urteil des BVerfG: Übergangsregelung für das Bundesgebiet ab 16. Juni 1993.
  • 25. August 1995 : Veröffentlichung des Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetzes'. Es tritt in wesentlichen am 1. Oktober 1995 in Kraft.

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Empfängnisverhütung - Engelmacherinnen

Literatur

  • Jütte Robert (Herausgeber): Geschichte der Abtreibung. Von der Antike bis Gegenwart. . C.H.Beck Beck'sche Reihe 1993

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