Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 16. Juli 2019 

Drogentod


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Umgangssprachlich wird mit dem Drogentod jene Form des Ablebens bezeichnet die den Konsum von illegalen Drogen verursacht wurde. Aus drogenpolitischer Sicht wurde dieser Gedanken bereits verworfen die Opfer legaler Drogen in Deutschland nicht diese Zahl eingehen.
Zur Dimension: Drogentote durch illegalen Drogen im Jahr 2003 Deutschland: 1 477 im gleichen Zeitraum 40 000 Todesfällen Folge von Alkoholkonsums und 110 000 als Folge Tabakrauchens .
(Quelle: die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Drogen- und 2004)

Offizieller Drogentoter in Deutschland ist wer von vier Kriterien einer polizeiinternen Dienstvorschrift (PDV aus dem Jahre 1978 erfüllt. Während die Dienstvorschrift nicht einsehbar ist wurden jedoch an Stellen bereits die relevanten Absätze zitiert so durch Kraus (KRA02):

Eine Meldepflicht besteht demnach für Todesfälle die einem kausalen Zusammenhang mit dem missbräuchlichen Konsum Betäubungs- und Ausweichmitteln stehen. Darunter fallen

  1. Todesfälle infolge beabsichtigter oder unbeabsichtigter Überdosierung (Organversagen aufgrund einer akuten Vergiftung)
  2. Todesfälle infolge langzeitlichen Missbrauchs (Langzeitschäden drogentoxische Schädigungen durch konsumierte Substanzen körperliche Abwehrkräfte Schädigungen durch Streckungsmittel Erkrankungen und durch i.v. Applikation Hepatitis HIV )
  3. Selbsttötung aus Verzweiflung über die Lebensumstände oder unter Einwirkungen Entzugserscheinungen (außer durch Überdosierungen) und
  4. tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personen (v.a. Straßenverkehr).

Wenn also die siebenjährige Tochter einer Methadonsubstituierten im Schrank die Heimvergabedosis findet die öffnet austrinkt und alsbald verstirbt so wird mangels einer Missbräuchlichkeit des Konsums nicht als geführt.

Jahr Drogentote Jahr Drogentote Jahr Drogentote Jahr Drogentote
1973 106 1982 383 1991 2125 2000 2028
1974 139 1983 472 1992 2099 2001 1835
1975 195 1984 361 1993 1738 2002 1513
1976 344 1985 324 1994 1624 2003 1477
1977 392 1986 348 1995 1565
1978 430 1987 442 1996 1712
1979 623 1988 670 1997 1501
1980 494 1989 991 1998 1674
1981 360 1990 1491 1999 1812
(1973-1990 alte Bundesländer 1991 alte Länder mit
ab 1992 gesamtes Bundesgebiet)

Es gibt erhebliche Bedenken ob der der zweiten Klausel die es etwa einem faktisch unmöglich macht eines natürlichen Todes zu Ebenso ergeben sich bei der Aufnahme der zahlreiche Probleme da die Verarbeitung der Drogentotenmeldungen den Bereich der Polizei und nicht in der statistischen Landesämter fällt die sonst sämtliche bearbeiten.

Im internationalen Kontext sind die Zahlen vergleichbar da so gut wie alle anderen Staaten statt des sozialen Drogentotenbegriffes einen technischen und diesen über internationale Kodierungsverfahren ( ICD-10 ) erfassen.

(KRA02) Kraus Ludwig; "Epidemiologische Aspekte des in "Prävention von drogenbedingten Not- und Todesfällen"; Püschel (Hrsg) Lambertus 2002 ISBN 3-7841-1382-6



Bücher zum Thema Drogentod

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Drogentod.html">Drogentod </a>